gestern habe ich erlebt, das ein zugbegleiter in einer regionalbahn einen fahrgast rausgeschmissen hat und zwar war dieser zuvor (so die aussage des zugbegleiters ) mit seinem fahrrad bei stehendem zug im bahnhof ueber die gleise gelaufen um den zug noch zu erreichen waere er nicht freiwillig ausgestiegen, haette der zug so lange warten muessen bis ihn die polizei rausgeholt haette
der zugbegleiter hat das ganz richtig gemacht, er hat dies recht laut vor allen fahrgaesten kommuniziert, um den druck auf den mann zu erhoehen, und sich rueckendeckung von den anderen fahrgaesten zu holen aenderte allerdings nichts an der situation das durch diese paar minuten die das gedauert hat, etliche fahrgaeste ihren anschluss nicht mehr erreicht haben
alone we can do soo little together we can do so much
das problem das manches erst verspaetet in der app angezeigt wird diejenigen die diese apss fuettern, bekommen auch oft die informationen zu spaet oder gar nicht
beispiel, personen im gleis der zug faehrt in den naechsten bahnhof ein und bleibt dort erst mal stehen so lange der zugfuehrer keine info hat, außer warten, kann er auch keine an die fahrgaeste weitergeben, folglich kann auch nichts in der app angezeigt werden
alone we can do soo little together we can do so much
Ich glaube, viele verwechseln die App mit WhatsApp.
Übertragen persönlichen Komfort, á la: Kurt, ich bin jetzt hier, wo bist du? Ach? OK, dann 10 Minuten später, ich weiß nun Bescheid, bis gleich, tschüssi....
So hätten sie es gerne auch mit der Bahn. Und wie ereS schon beschrieb, da sind ganz andere Zusammenhänge tätig.
Right or wrong: This is the road — and we are on it.
Zitat von ereS im Beitrag #1151 ...waere er nicht freiwillig ausgestiegen, haette der zug so lange warten muessen bis ihn die polizei rausgeholt haette
So etwas hatte ich neulich im Bus, wo Mitnahme vom E-Scootern+Fahrrädern gar nicht gestattet war: erst jemand mit Scooter eingestiegen, der trotz Durchsage des Fahres nicht raus wollte. Auch als Fahrer persönlich nach hinten kam, um ihn hinaus zu bitten, wollte der sich nicht rühren...ewige Diskussionen, bis er dann doch ausstieg. Nur 2 Haltestellen weiter kam jemand mit Rad in den Bus. Da wirkte das direkte Gespräch aber schneller. Ist halt auch nicht jeder Fahrer mit Türsteher-Körper beglückt, was einer Uasstiegsforderung gleich mehr Nachdruck verleiht.
Zitat von Martijntje im Beitrag #1153Ich glaube, viele verwechseln die App mit WhatsApp.
Nein Martijntje deratigen Anspruch habe ich gar nicht, dass Infos derart schnell verfügbar wären. Ich hatte es am vorherigen Wohnort auch mehrfach: Zug startete 40 min vor meinem Bhf. Ich warte geduldig auf meinen Zug und 15 min nach geplanter Abfahrt gibt es die Info, dass Zug ca 50 min Verspätung hat. Da die App für Abfahrt des Zuges am Startort bereits diese verspätete Abfahrt anzeigte, kann man davon ausgehen, dass auf dem Weg die 50 Min nie und nimmer aufgeholt werden können. Somit war bereits zur geplanten Abfahrtszeit meines Zuges klar, dass es Verspätung geben wird. Genau das wurde aber für meinen Bhf weder in der App noch am Bhf kommuniziert....erst nachdem schon alle 15 Min nach Abfahrt unruhig waren. Bei rund 45 min Verspätung bzw vermutlich noch mehr hätte man sich ja auch ins warme Café setzen können zum Warten. Das war kein Einzelfall, sondern kam öfter vor. Ich habe es mir bei unklarer Lage zur Gewohnheit gemacht, einfach auch in die App des grenznahen Auslands zu schauen: die hatten tatsächlich öfter schneller die Verspätungen in der App, um ihre Gäste zu informieren, dass sich die Weiterfahrt ins Ausland verzögert.
Wir fahren nur sehr selten mit der Bahn. Heute ist mein Mann mit dem ICE unterwegs. In Nürnberg sollte ein zweiter ICE-Teil angekoppelt werden. Man hat das wohl mehrere Male vergeblich versucht, dann ist ein Zugteil ohne den anderen abgefahren. Ist das wirklich möglich, dass man dieses Koppeln technisch nicht hinbekommt bzw. etwas kaputt ist? Das ist doch normaler Bahnalltag? ich bin einigermaßen fassungslos. Mein Mann saß übrigens glücklicherweise in dem Zugteil, der abgefahren ist.
Ja, das ist Alltag, dass Zugteile zusammen oder abgekoppelt werden. Aber wie bei allem, kann es halt in der Technik eine Störung geben und wenn es dumm läuft, funktioniert es halt auch mal gar nicht 🤷♀️
@Ronja es kann doch ueberall mal etwas nicht funktionieren, auch bei dir zuhause kann mal ein geraet von jetzt auf gleich den geist aufgeben und ich glaube nicht, das die bahn die fahrgaeste im nicht angekoppelten zugteil einfach stehen gelassen hat
da werden die fahrgaeste informiert, das sie in den anderen zugteil umsteigen sollen, oder es wird ein ersatztriebwagen bereitgestellt
alone we can do soo little together we can do so much
Der Zug war ohnehin voll, da ein vorheriger Zug ausgefallen war und es ist Freitag. Ginge es in meinem zu Hause zu wie bei der Bahn hätte ich schon vor vielen Jahren etwas geändert und nicht gewartet, bis ich quasi auf einer qualmenden Ruine sitze. Ersatztriebwagen nutzt ohne fahrbereiten Lokführer übrigens auch nichts. Und die sind ebenfalls rar.
Zitat von Ronja im Beitrag #1158 Ginge es in meinem zu Hause zu wie bei der Bahn hätte ich schon vor vielen Jahren etwas geändert und nicht gewartet, bis ich quasi auf einer qualmenden Ruine sitze.
Ach, da ist man zuhause auch nicht immer der Entscheider, es geschickter machen zu können: Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler, Wäschetrockner, Gefrierschrank, Backofen, Rasenmäher.da gibt man ja auch erst den Reperaturauftrag, wenn es die Geräte nicht tun. Und erst wenn es nicht repariert werden kann, tauscht man es aus gegen ein neues Gerät. Kauft ja niemand alle 6 Jahre neue Großgeräte, weil sie vielleicht kaputt gehen könnten. Und selbst wenn ein Neukauf da ist, kann es passieren dass man nach kurzer Zeit Reparatur oder Ersatz über Garantie braucht 🤷♀️ Auch Heizung, Wasserrohre, Elektroleitungen tauscht niemand aus nach 12 Jahren, weil sie nach 15 oder 20 evt. erste Schäden aufweisen könnten. Da wird man auch erst tätig, wenn erste Tücken auftreten.
Ja, die Bahn hängt hinterher mit Sanierung. Das ist nun aber so und niemand kann es von einem Jahr zum nächsten ändern 🤷♀️ Tut die Bahn etwas und es gibt Baustellen, wird auch nur gemeckert.
Ja, nervt mich manchmal auch sehr, wenn mal wieder etwas nicht klappt beim Zugfahren. Aber noch mehr nervt mich: alle meckern über die Bahn, dass sie dann lieber Auto fahren. Aber mit dem Auto klappt es auch nicht immer: aktuell bremst das Wetter - dumm gelaufen, wenn man unterwegs sein muss, bevor der Winterdienst für gut befahrbare Straßen sorgen konnte. Auch Straßen haben immer mal Baustellen mit Sperrungen oder Langsamfahrstrecken; es gibt Stau/Unfälle oder einfach zähen Verkehr, weil viele unterwegs sind zum WE/Ferien oder alle zur Arbeit in die Stadt fahren 🤷♀️
Ich war heute am Nikolaustag mit der Regionalbahn unterwegs. Der Zugführer war gut drauf und gab witzige Empfehlungen für die Weihnachtsmärkte. Auf dem letzten Streckenabschnitt spielte er das Lied von der "Weihnachtsbäckerei". :-) Das fand nicht nur ich richtig Klasse. Überall lächelnde Fahrgäste. Das war richtig schön!
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Ihr macht mir echt Mut für meinen nächsten D Aufenthalt. Da ist eine Hotelübernachtung am Flughafen vor Abflug ja schon vorprogrammiert, wenn man sich nicht mehr drauf verlassen kann, dass einen die Bahn pünktlich zum Airport bringt. Ein hiesiger Freund, der vor ein paar Monaten in D zu Besuch war und viel rumgefahren ist, hat nur Nachtzüge benutzt. Er meinte, die wären relativ pünktlich gewesen.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
.. und ich werd mich nicht mehr drüber beschweren, wenn hier so im Schnitt alle 3 Wochen mal für ein Wochenende die Bahnstrecke in die City komplett gesperrt wird, wegen Gleisarbeiten und Elektronikwartung. Schienenersatzverkehr ist zwar lästig und dauert länger, aber das nimmt man dann halt in Kauf. Besser als konstante Pannen oder monatelange Sperrung wegen Grundsanierung.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Wenn der SEV denn käme, denn da hat es auch oft. Letzte Woche angekündigt er SEV-zwei Stunden kam kein Bus. Ich habe anstatt einer Stunde Heimweg vier gebraucht.
Man kann ja auch bei niemanden anrufen, was los ist. Es standen ja so viele Personen an der SEV-Haltestelle, ab und zu sagte jemand, ob man nicht mal nachfragen können iwo. Aber wo denn?
Ehrlich gesagt kann ich das Lamento über die Bahn nur teilweise verstehen. Sicher, akut und individuell ärgerlich, im großen Ganzen aber haben wir lediglich das bekommen, was bestellt wurde.
Seit spätestens den 90er Jahren wurde der Ausbau des Straßenverkehrs in Deutschland massiv präferiert. Zu Lasten der Bahn. Das waren politische Entscheidungen, die von der Mehrheit so gewählt wurden. Die Problematik lässt sich bis in die 80er zurückführen, dem Siegeszug des Neoliberalsimus. Schlanker Staat, Privatisieren was das Zeug hält. Der katastrophale Zustand und der Niedergang der Bahn seit der Bahnreform 1994 lassen sich nur schwer ohne die Berücksichtigung dieser politischen Prioritätensetzung erklären. Dazu die Motorisierung als Wohlstandsversprechen: Das Auto galt und gilt in Deutschland traditionell als Symbol von Individualität, Freiheit, Fortschritt und Wohlstand. Die Bahn, wie auch der ÖPNV, ist etwas für Rentner und/oder arme Leute, dem Plebs – für den Staat, Länder und Kommunen eher ein lästiger Kostenfaktor. Politische Entscheidungen, die den Straßenverkehr förderten, waren da schlicht populärer und wurden, surprise, surprise intensiv von der Industrie-Lobby unterstützt.
Der Wendepunkt war dann die "Bahnreform" von 1994. Fokus auf Gewinn statt Infrastruktur. Der geplante Börsengang. Der Witz dabei, es war nicht mal eine "richtige" Privatisierung. Entscheiden war der Shift von der öffentlichen Daseinsvorsorge/Mobilität hin zur Gewinnmaximierung. Das führte - folgerichtig unter der vorgenannten Maxime - zur Vernachlässigung der Infrastruktur: Gewinne wurden primär durch Rückbau und Kürzung von Instandhaltungs- und Investitionsausgaben erzielt ("Kaputtsparen"). Das Geld, das für die Sanierung von Schienen, Stellwerken und Brücken benötigt wurde, floss teilweise in den Aufbau von Konzernstrukturen oder den Fernverkehr. Es entstand ein absurdes Firmengeflecht teilweise weit abseits der Kernaufgaben – bis hin zu interner Konkurrenz (ich sage nur Schenker).
Das führt inzwischen zu der Groteske, dass diejenigen, die letztlich mit ihrem Kreuzchen für die Präferierung des Straßenbaus, der individuellen Mobilität (und, indirekt, für den Niedergang der Bahn) gesorgt haben, jetzt argumentieren können, dass man ja das Auto benötige, weil die Bahn/der ÖPNV ja so unzuverlässig wäre. Logisch aufgelöst handelt es sich hier um Self-fulfilling Prophecy, Zirkelschluss und Kausalitätsumkehr. Es ist ein perfektes Beispiel für einen politisch konstruierten Marktversagen, das dann als Beweis dafür herhalten muss, dass "der Markt es besser kann". Aber wer schert sich schon um Logik.
Dass es anders geht, zeigen Länder wie die Schweiz, Östereich, Japan, Südkorea. Pro Kopf wird da mehr als (Schweiz), oder das annähernd doppelte (Österreich) in Bahn und ÖPNV investiert. Japan, Südkorea und China spielen nochmal in einer komplett anderen Liga. In Japan werden Verspätungen in Sekunden (!) gemessen. Das Schienennetz der Tokyo Metropolitan Area (Großraum Tokio) ist in der Lage, täglich 40 Millionen Menschen zu transportieren. Wenn ein Zug eine Verspätung von fünf Minuten hat (was extrem selten vorkommt), gilt dies bereits als großes Problem, für das sich das Personal öffentlich entschuldigt. Die Züge fahren dort übrigens zu Spitzenzeiten im Minutentakt. Ähnliches gilt für Südkorea.
Aber, sobald man mal über den Tellerrand schaut, hilft die Allzweckwaffe " das kann man nicht vergleichen".
Schon klar.
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Nun Teil des Problem ist ja durchaus, dass die, die jetzt klagen, das eben nicht gewählt haben, sondern anders gewählt haben, aber eben ohne Mehrheit.
Wobei ich insgesamt sehr zufrieden mit der Bahn bin (auch wenn das hier der falsche Strang dafür ist) ;-)) meine letzten Züge waren alle verhältnismäßig pünktlich und keine der Strecken hätte ich lieber mit dem Auto fahren wollen, weil dann hätte ich deutlich mehr Zeit gebraucht und wäre deutlich weniger entspannt angekommen ... ich schreibe allerdings aus der komfortablen Situation einer Gelegentheitsfahrerin und einer, die das Umsteigen größtenteils vermeiden kann.
Ich muss mal eine Lanze für den SEV brechen, mit dem bin ich diese Woche Stuttgart-Tübingen und retour gefahren - ich wünschte, es gäbe ihn immer. Alle Viertelstunde ein Direktbus, der nicht noch an 20 Milchkannen hält, auf der Rückfahrt nach Stuttgart vor dem Hbf Halt nur in Degerloch und zwar direkt beim U-Bahn-Abgang. Da ausgestiegen und mit einer der vielen Linien in die Stadt runter, ging viel schneller als mit dem Zug und war weniger nervig.
Jetzt habe ich endlich kapiert, was der Strangname bedeutet. Innerlich habe ich mich kringelig gelacht. Habe nämlich nach Jahrzehnten mal wieder die DB gewählt. Und die Durchsage gehört. Kann bis jetzt nicht negatives vermelden, bis auf die übliche Verspätung. So schnell war ich seit 10 Jahren nicht mehr in FfM, fahre sonst mit dem Auto hier vorbei. Knappe Stunde aus Köln, toll.
Hätte ich bloß nichts geschrieben, gerade steigt ein Schreibaby zu. 😳
@Hair bri bildet und zugfahren auch, wie du heute erlebt hast 😂
die strecke frankfurt-köln ist schon klasse und unschlagbar schnell und komfortabel mit dem ice es ist halt auch eine der wenigen reinen ice schnellfahrstrecken in d
alone we can do soo little together we can do so much
Hannover-Dortmund-Duisburg: Irgendwas ist immer. Zug zu spät, Begründung: Personal verspätet aus vorhergehender Fahrt. 10 Minuten wären kein Drama. Aber "ausserplanmäßig heute nur bis Hamm". "Grund dafür ist eine Störung in der Oberleitung". Da bin ich ja mal gespannt, wie es da weiter geht, unter "normalen" Bedingungen ist das ja noch ca. 1 Stunde mit ICE. Jetzt wahrscheinlich ein Milchkannenzuzug. Und wer weiß, wann der kommt.
"Danke für IHR Verständnis". Leute, wenn so was einmal im Jahr wäre. Aber jedes Mal? Dafür habe ich jetzt 85 Euro gezahlt, dass ich vielleicht eine Stunde auf dem Bahnsteig stehen muss. Und dann nochmal 30 Minuten länger fahren.
Bei Verspätung von x Minuten gibts Geld zurück. Die Details weiß ich leider nicht aus dem Kopf. Besser ist zwar, wenn man einigermaßen pünktlich irgendwo ankommt, aber vielleicht als kleines Trostpflaster besser als gar nix.
Danke, das mußte ich schon öfter mal in Anspruch nehmen. Wobei ich finde, dass das durch Digitalisierung schwieriger geworden ist. Weil passt oft nicht ins virgegevene Schema und wird dann abgelehnt. Jetzt bin ich tatsächlich schon eine Stunde in Hamm, wo ich NICHT hinwollte.. Die Tafel sagt, 21.15 in Duisburg. Da wollte ich schon 19.30 sein.