Zitat von Immernagellack im Beitrag #750Ich hab mir den Beitrag mit Lasse Stolley, der in der Bahn lebt, jetzt einmal angesehen. Was mir darin fehlt: Warum macht er das? Einige Fragen hatte ich auch danach: Wo hat er seine ganzen Sachen? Schlafsack, Luft Matratze, Laptop, mehrere Handys, Kultur Tasche, Anziehsachen. Da kommt ja doch einiges zusammen.
Warum er das macht wird tatsächlich nicht genauer erläutert. Ist wohl billiger als ne handelsübliche Miete. Seine Sachen hat er im Rucksack. Regelmäßig ist er wohl bei seiner Freundin in Berlin und tauscht dort Klamotten aus. Die Freundin hat er übrigens in der DB Lounge kennengelernt.
“Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.”(Nietzsche - Also sprach Zarathustra)
Zitat von Nordsee im Beitrag #747Mal wieder Bahn Ärger.
Schon im Oktober hab ich für April eine Fahrt nach Dresden gebucht. Hin von meinem Heimatort und zurück nach München, inkl. jeweils zwei Plätze in der 1. Klasse.
Am Wochenende schau ich eher durch Zufall in die BahnApp und sehe, dass bei beiden Tickets steht: Fahrt fällt aus.
Allerdings hat die Bahn es bisher nicht für nötig befunden, mich darüber zu informieren und nun ist es so, dass es für die einzig mögliche Alternativverbindung in der 1. Klasse keine freien Plätze mehr gibt. In der 2. gäbe es noch genug Auswahl.
Was also tun? Wenn ich das Ticket storniere (bei Zugausfall bekommt man ja den kompletten Ticketpreis erstattet) und mir ein neues für die 2. Klasse kaufe, kostet das mehr als das im Oktober gekaufte First Class Ticket, das ich zurück gebe. ...
Ich würde gar nichts tun. Denn auch wenn die erste Klasse als ausgebucht gilt, zeigt die Erfahrung, dass einige Leute reserviert haben, aber nicht kommen und schlimmstenfalls setzt du dich eben in die zweite Klasse ... wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du ja in der zweiten Klasse noch zusätzlich reservieren .... aber auf keinen Fall ein neues Ticket kaufen, denn wenn dein Zug ausfällt, kannst du mit dem gekauften Ticket auch jeden anderne Zug auf der Strecke nehmen.
Eine Reservierung kannst du auch ohne Ticket machen. .... weil das viele machen sind ja oft mehr Plätze gebucht als dann Leute kommen, weil sie in drei Zügen reservieren, aber nur einen nehmen.
Das hat mir schon einige nette Fahrten zu angenehmen Zeiten verschafft, weil mein günstig gebuchter Zug zu "Randzeiten" ausfiel und ich einen anderen nehmen konnte.
Wie promethea sagt.
Du könntest Dir auch einen Platz in der 1. Klasse nur für einen Teil der Strecke versuchen zu reservieren. Wenn von A nach C die 1. Klasse ausgebucht ist, heißt das nicht, dass der Teilabschnitt von B nach C es auch ist. Da müsste man mal ein bissl rumprobieren. Für den "Notfall" einen Platz in der 2. reservieren, falls man gar keinen Platz findet.
Mein Mann hatte jetzt auch das Vergnügen, dass eine schon vor Monaten spottbillig gebuchte Fahrt nach Hamburg ausfällt. Jetzt wird halt ein anderer Zug genommen, Plätze sind zum Glück noch reservierbar. Ich finde es auch nicht okay, dass man keine Mitteilung bekommt, wenn die gebuchte Fahrt ausfällt. Der Grund erschließt sich mir nicht, wäre doch ein Klacks für die Bahn. Sauer ist man doch sowieso, weil man sich nochmal kümmern muss. Dann aber doch lieber mit einem dezenten Vorabhinweis.
@Chaosqueen Danke, ja, das mit der Freundin sagte er. Aber warum dann nicht bei der Freundin wohnen. Und ob man auf Dauer so schlafen kann, Züge bewegen sich, machen Geräusche. Es ist vielleicht nicht geheizt.
Naja,Fragen über Fragen. Ich fahre ja auch jeden Tag Bahn und sitze gerade in der Regionalbahn. Da ist an Schlafen nicht zu denken. ICEs sind da wohl komfortabler.
Er hat eine eigene Webseite, da erklärt er ein bisschen mehr und listet auch auf, was er alles dabei hat - einfach nach seinem vollständigen Namen suchen.
- - - Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann. Menschen werden nicht klüger dadurch, dass man sie auf ihre Dummheit hinweist.
Da war ich jetzt auch neugierig und hab den Artikel gefunden von dem aus der auf seine Packliste verlinkt. https://www.lassestolley.com/howto-minimalismus-im-rucksack/ Demnach hatte er zum Zeitpunkt des Artikels (Juli 2023) einen 30 Liter Rucksack der 7 Kilo wog und bei seinen Eltern einen (einzigen) Umzugskarton. Als Minimalist. Die Freundin kam wohl später ;)
Mein Mann hatte jetzt auch das Vergnügen, dass eine schon vor Monaten spottbillig gebuchte Fahrt nach Hamburg ausfällt. Jetzt wird halt ein anderer Zug genommen, Plätze sind zum Glück noch reservierbar. Ich finde es auch nicht okay, dass man keine Mitteilung bekommt, wenn die gebuchte Fahrt ausfällt. Der Grund erschließt sich mir nicht, wäre doch ein Klacks für die Bahn. Sauer ist man doch sowieso, weil man sich nochmal kümmern muss. Dann aber doch lieber mit einem dezenten Vorabhinweis.
Wir hatten das auch vor einiger Zeit mit der Bahn. Im ICE. Extra für eine mehrstündige Fahrt Platzreservierungen vorgenommen ganz nach unseren Bedürfnissen. Kurz vor der Einfahrt des Zuges erfuhren wir am Bahnsteig, dass heute leider diese Plätze nicht gelten, weil der Zug anders zusammengesetzt werden musste (so ähnlich).
Im Zug war dennoch genug Platz, die Reservierungen bekam ich dann anschließend vergütet. Aber trotzdem. Es ist halt kein Verlass.
Genauso wie man sich auf die hiesigen S-Bahnen nicht verlassen kann, die auch von der DB geregelt werden. Plötzlich fallen die Züge aus.
Heute lässt die Bahn nix aus. 20 Minuten Verspätung wegen technischer Störung bei der Abfahrt. In Mannheim brennt ein Busch, deswegen werden wir umgeleitet, nachdem wir noch etwas warten durften. Jetzt gibt es eine Signalstörung. Egal, der eigentliche Anschlusszug fiel sowieso aus, weil das Stellwerk unterbesetzt ist. Der ICE eine halbe Stunde später ist dann auch weg. Kann man sich nicht ausdenken...
Bei mir lief es gestern trotz Schienenersatzverkehr super. Bei den Umstiegen kurze Wartezeiten und vor allem keine Treppen. Einfach aussteigen auf den nächsten Buststeig und weiter gehts. Dann noch die herrliche Fahrt über die Dörfer. Ich habe Ecken gesehen, in die ich sonst nie fahre. War echt ein Erlebnis.
Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. (Gustav Heinemann)
Zitat von Jorinde im Beitrag #758Heute lässt die Bahn nix aus. 20 Minuten Verspätung wegen technischer Störung bei der Abfahrt. In Mannheim brennt ein Busch, deswegen werden wir umgeleitet, nachdem wir noch etwas warten durften. Jetzt gibt es eine Signalstörung. Egal, der eigentliche Anschlusszug fiel sowieso aus, weil das Stellwerk unterbesetzt ist. Der ICE eine halbe Stunde später ist dann auch weg. Kann man sich nicht ausdenken...
Und das am Freitagnachmittag. Hoffentlich musst nicht auf dem Boden campieren oder darfst nimmer einsteigen. Das wäre mir persönlich ein Graus.
Ich fahre übernächste Woche für paar Tage in die Heimat und wieder zurück. Beides Verbindungen mit geringer Auslastung. Aber man steckt ja nicht drin, wenn es plötzlich wo brennt. Hatte auch einmal Verspätung wegen Böschungsbrand bei Mörfelden. Als wir anschließend dran vorbeigefahren sind, sah es nicht wild aus, bischen verkokelt nur. Wenigstens droht kein Schnee, Eis oder Laub (hoffentlich) oder Streik.
Mit 70 Minuten Verspätung sind wir angekommen, bei einer Fahrt, die eigentlich nur zwei Stunden hätte dauern sollen. Insofern war ich froh, dass das Ziel nicht gar zu weit entfernt war. Morgen geht es zurück - bin gespannt...
Oh je, dann wird mein Bruder wohl auch evakuiert. Der wohnt nicht weit entfernt. Ansonsten müssten allerdings Bahnreisende, die das betrifft, blind UND taub sein, um entsprechende Anzeigen und Durchsagen nicht mitzubekommen.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Am Donnerstagnachmittag im RE von Dresden nach Hof.
Der Zug ist schon am Startbahnhof rappelvoll, es gibt überwiegend Vierertische. Wenn man nicht in einer Gruppe unterwegs ist, sitzt man also fremden Leuten gegenüber, was ich gar nicht mag, andere Plätze waren aber nicht mehr frei.
Als letzte setzte sich eine hübsche junge Frau an den Tisch. Kaum war der Zug losgefahren, öffnete sie ihren Schminkkoffer, steckte sich die langen Haare mit zwei Klammern zurück und begann, sich nach allen Regeln der Kunst zu schminken. Wimpernzange, Augenbrauen gebürstet und mit Mascara behandelt, Lidschatten, Wimperntusche, Rouge und Puder.
Ich war mit meinem Enkel unterwegs. Er saß neben mir und flüsterte mir nach einer Weile ins Ohr: Darf man das? Ich flüsterte zurück: Verboten ist es nicht, aber sowas macht man eigentlich zu Hause im Bad und nicht im Zug.
Ehrlich gesagt, war ich ziemlich fassungslos über diese Zurschaustellung. Demnächst darf man vielleicht in der Bahn auch mal beim Rasieren zuschauen oder jemand schneidet sich die Fingernägel, weil er daheim nicht dazu gekommen ist.
Ich bin Pendlerin und habe mehrere Mitfahrerinnen, die die Zugfahrt nutzen, um sich zu schminken. Ich frühstücke zB im Zug. So nutzt man die Zeit wenigstens sinnvoll.
Bist du tatsächlich der Meinung, dass Schminken im Zug genauso normal ist wie Essen?
Ich fahre auch öfter mit der Bahn, habe sowas aber noch nie erlebt. Es ging nicht nur um ein bisschen Lippenstift oder Wimperntusche sondern um das komplette Programm. Die ganze Aktion hat fast eine halbe Stunde gedauert.
Immerhin ist es weder Lörm noch unangenehmer Geruch. Oder hat sie noch die Nägel lackiert?
- - - Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann. Menschen werden nicht klüger dadurch, dass man sie auf ihre Dummheit hinweist.
Mich hätte es auch fasziniert. Wahrscheinlich hätte ich interessiert zugeguckt und auch nachgefragt, was sie wie und warum macht. Gut – vermutlich hätte ich nichts gesagt, aber da ich das nicht gut kann, hätte ich interessiert geguckt.
Mich hätte es nicht gestört. sie hat die Zeit gut genutzt.
Zitat von Nordsee im Beitrag #765... Ich flüsterte zurück: Verboten ist es nicht, aber sowas macht man eigentlich zu Hause im Bad und nicht im Zug. ...
Jetzt muss ich die Befürworter aber doch mal fragen, wo da für euch die Grenze ist. Wäre es auch okay, wenn ein Mann sich im Zug rasiert oder jemand seine Nägel mit dem Clipser schneidet? Die nächste cremt sich dann die Füße ein, zupft sich die Augenbrauen, reinigt ihre Ohren mit Wattestäbchen oder die Zahnzwischenräume mit Zahnseide.
Das sind für mich sämtlich Tätigkeiten, die nicht in die Öffentlichkeit gehören und schon gar nicht in einen vollbesetzten Zug.