Schau mal nach einem guten Endokrinologen und lass auch mal Sexualhormone checken. Alle Hormone spielen zusammen. Wenn du da ein Thema hast oder hattest, ist das gut wenn man das checkt.
Es gibt Menschen, die laufen Jahrzehnte mit einer "milden Depression" rum, weiß nicht, wie man das klinisch nennt. Also depressiv genug für Probleme, aber eben im Alltag größtenteils funktionierend.
Ich lese bei Dir, @Ewiger_Bub halt auch oft raus, dass Du eine Beziehung suchst, lese aber auch sehr "pubertäre" Wünsche an diese Beziehung heraus.
Ich glaube schon, dass einem im Leben was fehlt, wenn man es nicht schafft, entweder als "erwachsener und mit sich im Reinen stehender Single" oder in einer "erwachsenen" Beziehung zu leben. Dass es aber Gründe hat, wenn man das nicht schafft. Und diese Gründe schon in einem selbst zu suchen sind (in etwas, was da irgendwie schief gelaufen ist, schief läuft, dazu führt, dass man sich selbst sabotiert) - aber das würde zu weit führen, damit bin ich wieder vorne im Kreis angekommen - ohne brauchbaren Therapeuten ist da wenig zu wollen. Evtl. auch eher in einer Gruppe als so in Einzeltherapie, damit man von der Gruppe auch mal was gespiegelt bekommt.
Zitat von Ewiger_Bub im Beitrag #366 Fakt ist daß es uns hier so unglaublich gut geht, mir wird das gerade wieder jeden Tag in Arbeit und sonstigem Alltag klar und ich bin total dankbar dafür. Kein Grund mich mit ungesundem fettzufressen, damit mache ich mir höchstens gesundheitliche Probleme.
Tatsächlich fehlt hier jedem etwas. Es gibt ja nicht nur materielle Dinge, die einem fehlen könnten. Und selbst wenn wir im Moment materiell und auch emotional ganz gut "satt" sind, ist uns genau bewusst, daß dies nicht so bleibt. Der nächste "Hunger" kommt unausweichlich.
Die großen Lebenstreiber der westlichen Gesellschaft sind: Glück, Sinn/„Purpose“ und „Abwechslung“/Neugier.
Zitat von Tigerente im Beitrag #377Es gibt Menschen, die laufen Jahrzehnte mit einer "milden Depression" rum, weiß nicht, wie man das klinisch nennt. Also depressiv genug für Probleme, aber eben im Alltag größtenteils funktionierend.
Und wie findet man das heraus ? Ich war jahrelang immer wieder mal bei Therapeuten und Coaches, habe das auch angesprochen, gefragt. Praktische Ärztin habe ich gefragt ob man das irgendwie über Hormonwerte Blutbild testen kann ob eine Depression vorliegt, wurde verneint. Und ein Psychiater (vor vielen Jahren) konkret darauf angesprochen meinte auch nach seiner "Untersuchung" daß ich definitiv nicht depressiv sei.
Ich wüsste jetzt nicht wo ich da nochmal von vorne anfangen soll.
Du schreibst das immer wieder, jahrelang bei Therapeuten, Coaches etc. Was heißt das? Jahrelang immer mal den einen oder anderen für ein paar Stunden ausprobiert? Oder richtig lange in Therapie ohne Erfolg?
Ich wüsste jetzt nicht wo ich da nochmal von vorne anfangen soll.
"vor vielen Jahren" war vor vielen Jahren.
Wo anfangen.
Du suchst dir einen Endokrinologen in Wien. ggfs. den Hausarzt fragen, ob er einen empfiehlt.
Dort lässt du deine SD und Sexualhormone und noch was, was der Endo will untersuchen
Womöglich bist einfach falsch eingestellt mit der SD. OP klingt ja nach gr. Problemen damit...
Selbst wenn du nicht depressiv bist - vielleicht tut es dir gut, 1x/W mit wem zu reden? Dich auszusprechen, ggfs. zu kotzen. Kann sich anfühlen wie eine Dusche, nach einem langen Sommertag in der U6 als Effekt.
Kann man übrigens auch im Sinne der Selbstfürsorge machen, damit man nicht depressiv wird in diesen Zeiten....
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #370 Geht es dir denn so unglaublich gut?
Das ist eine wirklich gute Frage. Ich habe mich schon gefragt ob es sein kann daß es einem nicht gut geht ohne daß man das weiß/spürt.
Dann wäre es aber eigentlich dumm mit Mitte 50 in einer Therapie danach zu suchen und draufzukommen daß vielleicht das ganze Leben "falsch" war.
Also entsprechend dem Spruch daß man mit immer neuen bessseren Untersuchungsmethoden bei Vorsorgeuntersuchungen sicher irgendwas findet. "So lange zum Arzt geht bis man etwas findet".
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #381Flankierend doch mal wieder zum Tanzen gehen?
Ja das hatte ich angedacht aber das ist noch das selbe Thema 10-15 kg zu viel um mich so blicken zu lassen und meine Kreislaufkondtion lässt es auch nicht wirklich zu. Und ich bin und bleibe in den Abendschichten.
Dann wäre es aber eigentlich dumm mit Mitte 50 in einer Therapie danach zu suchen und draufzukommen daß vielleicht das ganze Leben "falsch" war.
damit hast du vollkommen recht!!!!
allerdings: großes Missverständnis deinerseits:
eine Therapie ist nicht "rückwärtsgewand" allenfalls um Änderungen zu bewirken, die dir eine bessere Zukunft bescheren-- (Leider aber nicht abrakadabra- das wäre aber ein anderer Strang) es liegt an dir- wer will, sucht Wege, wer nicht will, sucht Gründe- du hast du Wahl -
das habe ich dir schon mehrmals geschrieben....
ich will hier bitteschön keinen einzigen G r u n d mehr von dir lesen- es ermüdet mich ungemein....
Zitat von Ewiger_Bub im Beitrag #382 Ich habe mich schon gefragt ob es sein kann daß es einem nicht gut geht ohne daß man das weiß/spürt. Dann wäre es aber eigentlich dumm mit Mitte 50 in einer Therapie danach zu suchen und draufzukommen daß vielleicht das ganze Leben "falsch" war.
Ich muss jetzt zugeben, darauf wäre ich jetzt nicht gekommen.
also
a) ja es kann sein, dass es einem beschissen geht und man das nicht dort spürt, wo man es vermutet oder sucht. Sondern an Stellen die im Dunkeln liegen. Oder man kennt es nicht anders und weiß gar nicht, wie es sich anfühlt sich gut zu fühlen.
Ist übrigens recht verbreitet. Wäre also Standardproblem
b) Leben kann meiner Überzeugung nach nicht falsch sein. Leben ist Leben. Und Leben ist sehr robust. Man kann es nicht ruinieren. Das kommt einem nur so vor. Straftaten etc. lasse ich mal außen vor. Und selbst da erkennt unsere Epoche und Kultur den Grundsatz der Rehabilitierung als Wichtigstes.
Du hast jeden Tag die Chance neu. Musst auch nie auf Sonnenaufgang oder Mitternacht warten. Kann man immer sofort.
Du beschreibst oft Therapieerfahrungen, die ich bedauerlich finde. Der Sinn eines Therapieerfolgs ist nicht, dass man erkennt, Mist, seit 1980 alles Mist, oder dass einem das Wunder überkommt. Sondern meiner. Ansicht nach, dass man schneller erkennen kann, wo es oft kracht innerlich, dieses Krachen als Krachen zu entdramatisieren und dann nach dem Krach schneller und geschmeidiger einfach weiterzugehen.
Den Krach nicht zu beheben, aber die Angst davor souveräner selbst zu managen.
Wie bei Kopfweh. Wenn man dazu neigt, ist es gut, zu erkennen, wann man oft Kopfweh bekommt Und dann hat man nach guter Beratung mehrere Mittel, die probat sind um die Schmerzen zu lindern. Wissen warum man zu Kopfweh neigt (egal ob einem der Vater seinen Dachschaden vererbt hat oder man früh einen Schlag bekam) kann helfen das einzuordnen und auch leichter zu ertragen.
Auch vorsorglich. Weil man z. b. erkannte, okay bei so und so, krieg ich oft schlimm Kopfweh. Daher lasse ich so und so. Oder: wenn ich so und so muss, dann entlaste ich mich mit dem und dem.
Das ist imho der Sinn einer therapeutischen Hilfe. Dass man sich selber helfen lernt. Und dann erkennt, das Leben seit 1980 war nicht falsch. Aber jetzt ist es besser.
Ich sehe es auch anders als Tolstoi. Ich empfinde, dass sich das Unglücklichsein frappierend ähnelt bei den Menschen. Und dass das Glück individuell daher kommt.
"Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, mit Ungeliebten vereint sein, von Geliebten getrennt sein, nicht erreichen, was man begehrt – all das ist Leiden."
Zitat von 1a2b im Beitrag #385toll- jetzt ist es wieder der Strang des Buben und alle arbeiten sich an seiner Thematik ab.... salu
Woran liegt das ? Ich schreibe über psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen. Ja meine, was sonst ? Soll ich eine Anekdote über Fertigpizza erzählen und dann wieder verschwinden ?
Zitat von 1a2b im Beitrag #385toll- jetzt ist es wieder der Strang des Buben und alle arbeiten sich an seiner Thematik ab.... salu
Woran liegt das ? Ich schreibe über psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen. Ja meine, was sonst ? Soll ich eine Anekdote über Fertigpizza erzählen und dann wieder verschwinden ?
Es ist ja überhaupt nicht ungewöhnlich, viele Anläufe zu brauchen, um von einem bestimmten Gewicht runter zu kommen, und es kann ja für die Leserschaft auch erhellend sein, zu verstehen, warum bei bestimmten Usern bestimmte Dinge NICHT funktioniert haben. Von daher würde mich schon interessieren, was denn die Quintessenz aus der „vielfältigen Coaching- und Therapie-Erfahrung“ von ewiger Bub war. Was genau war denn da der Klemmer - alle Therapeuten irgendwie auf dem falschen Dampfer, oder Schwierigkeiten in der eigenen Umsetzung der Erkenntnisse aus Coaching/Therapie?
Vielleicht ist Rokeby ja auf der richtigen Spur - zu viel „Psycho“, zu wenig Fahndung nach körperlichen Ursachen (Schilddrüse, …). Kann ja auch eine lessons learned für andere sein, erst mal die organischen Dinge umfassend abzuklappern.
Ja, schade. Aber vllt eine Anregung an ewiger Bub, die Therapien und Coachings mal aufzuschreiben und zu überlegen, was da jeweils schief gelaufen ist.
Zitat von 1a2b im Beitrag #385toll- jetzt ist es wieder der Strang des Buben und alle arbeiten sich an seiner Thematik ab....
Ja und nein. Ich habe mir auch vorgenommen, jetzt letztmals (möge ich das durchhalten) darauf einzugehen. Andererseits - auf einer abstrakteren Ebene ist es ja eine Thematik, die viele haben, glaube ich, und vielleicht auch für Andere interessant. Aber eben ohne das endlose Kreisen um das gleiche "alles versucht, nützt nichts, was nun?" etc. Weshalb ich auf dieses Kreisen auch nicht einsteigen will.
Aber das hier muss ich nochmal kommentieren.
Zitat von Ewiger_Bub im Beitrag #382 Ich habe mich schon gefragt ob es sein kann daß es einem nicht gut geht ohne daß man das weiß/spürt.
Dann wäre es aber eigentlich dumm mit Mitte 50 in einer Therapie danach zu suchen und draufzukommen daß vielleicht das ganze Leben "falsch" war.
Genau das meinte ich. Einen solchen Widerstand sehe ich bei einigen Leuten, die ich kenne. Die haben sogar schon Therapien angefangen. Aber sobald es ernst wird, ist "der Therapeut / die Klinik Mist/unfähig". Weil sie (unbewusst) Angst haben, dass sie Dinge in einem anderen Licht sehen müssten, und vielleicht auch schon 10 oder 20 Jahre früher an den Kernpunkt ihrer Leiden hätten kommen können, und dem nicht ins Auge sehen wollen. Dabei ist das Quatsch. Denn es geht ihnen ja schlecht. (Dir geht es auch schlecht, sonst würdest Du hier nicht schreiben, was Du schreibst.) Und wenn es ihnen dann besser gehen würde, ist es ihnen vielleicht 10 - 20 Jahre in ihrem Leben schlecht gegangen, aber die nächsten 10 - 20 Jahre würde es ihnen besser oder sogar gut gehen. Eigentlich eine gute Alternative zu 10 - 20 weitere Jahre schlecht gehen, oder?
Bei mir hat sich seelisch unheimlich viel in der Zeit seit meinem 40. Geburtstag entwickelt. Und ist immer noch dabei, sich zu entwickeln. Positiv. Und klar, manches Mal denke ich "hätte ich das doch alles schon 10 - 20 Jahre früher erkannt". Ich hätte vielleicht meinem jüngeren Kind auch Leid ersparen können. Aber Vorwürfe nützen ja nichts. Man kann nur vorwärtsgehen und versuchen, es immer besser zu machen und sich positiv zu entwickeln.
Ich kann leider keine persönlichen Erfahrungen beisteuern aber meine Schwester hatte einige Jahre Gewichtsprobleme und hatte vieles probiert. Plötzlich nach ihrem Jobwechsel lief es wie von alleine, rückwirkend hatte sie bemerkt wie groß der psychische Druck bei ihrem alten AG war.
Zitat von Tigerente im Beitrag #394Und klar, manches Mal denke ich "hätte ich das doch alles schon 10 - 20 Jahre früher erkannt". Ich hätte vielleicht meinem jüngeren Kind auch Leid ersparen können. Aber Vorwürfe nützen ja nichts. Man kann nur vorwärtsgehen und versuchen, es immer besser zu machen und sich positiv zu entwickeln.
tolles statement- jeder Satz!
und ja, Vorwürfe nützen nichts-
da hab ich sogar eine gute Nachricht - vielleicht zur Entlastung -:
Du hast es nicht erkannt, weil du eben -"0 - 20 Jahre früher" - noch nicht so weit warst- denn w e n n du es g e k o n n t hättest, dann hättest du es auch gemacht- aber es ging damals- zum Unterschied zu heute- eben noch nicht..
wir verändern uns im Laufe der Zeit, die Dinge verändern sich, alles verändert sich ständig, die ganze Welt, und wir mit ihr...so ist das Leben eben...
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #354Ich habe in der letzten Zeit mehrfach überlegt, selbst noch eine systemische Coaching-Ausbildung zu machen und das dann mit einem Trainer-Schein im Bereich Sport zu verbinden - einfach weil ich feststelle, dass es das hierzulande kaum gibt (und weibliche Sport-Coaches gibt‘s so gut wie gar nicht). In den USA ist das viel verbreiteter, dass Sport-Coaching mehr ist als „Fitness-Übungen“.
Finde ich super spannend.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Hallo, leider liege ich mit einer heftigen Erkältung im Bett. Das Buch von der Maria Sanchez " Die revolutionäre Kraft des Fühlens " habe ich aus der Stadtbücherei holen können. Ich wollte es am Wochenende lesen. Nichts geht .
Hallo Ihr Lieben, heute möchte ich diesen Strang wieder hochschubsen.
Im Januar hatte ich mit dem Gedanken gespielt, fünf Kilo abzunehmen. Habe seitdem beobachtet, ob ich mich in meinem Körper so, wie er jetzt ist, wohl fühle und die Figur annehmbar finde, und die Antwort lautet nachhaltig "nein".
Also geht es ab jetzt ans Abnehmen. Passenderweise möchte ich nicht nur schlanker, sondern auch insgesamt fitter und muskulöser werden. In den letzten Wochen habe ich in einigen Situationen gemerkt, dass das dringend nötig ist. Ich will mir jetzt nicht aus Bequemlichkeit und zu viel Instant-Belohnungsverhalten vermeidbare gesundheitliche Hypotheken für die kommenden Jahrzehnte an Land ziehen. Lieber jetzt den Fokus wieder mehr auf Fitness und Gesundheit legen.
Speziell Bauchfett (eine meiner Problemzonen... grrrr) ist sehr ungesund, und deshalb habe ich das Körpermaßziel umformuliert: Nicht "fünf Kilo loswerden", sondern den Bauchumfang erstmal runter auf 85cm bringen und danach unter die magische Grenze von 80cm.
Zum "Wie" gibt es schon ein paar Gedanken:
- Planung: Spätestens morgens wird geplant, wann und was im Verlauf des Tages gegessen wird. Um 17h zu überlegen "Hmm, worauf hab ich denn heute Abend Appetit?" ist Mist, weil ich zu der Zeit regelmäßig großen Hunger habe und mir dann das Erstbeste reinstopfe, was greifbar ist. Schokolade, Pizza Calzone vom Imbiss am Heimweg, Döner... nee, das muss aufhören. Mit 3 Mahlzeiten am Tag komme ich nicht aus, weil dann besagtes 17h-Problem auftritt, also wird es hinauslaufen auf Frühstück, Mittagessen und danach zwei kleine Mahlzeiten. Eine zwischen 16h und 17h und die zweite am richtigen Abend.
- Weitgehend gestrichen werden Lebensmittel mit einem miesen Kalorien-Sättigungs-Verhältnis, wie Schokolade, Kekse usw, die Definition von "weitgehend" ist noch nicht felsenfest
- Zuckerhaltige Getränke fliegen komplett raus. Ausnahme: frisch gepresster Orangensaft, und am Wochenende darf es gelegentlich etwas Alkoholisches sein.
"Essen und Genuss entkoppeln", wie weiter vorn vorgeschlagen, behalte ich als "If all else fails"-Ausweg im Hinterkopf. Ziel wäre aber, den Genussfaktor auch mit weniger Kalorienzufuhr hochzuhalten.
Aus aktuellem Anlass hole ich diesen Strang mal aus der Versenkung.
Anlass 1: ich habe ihn in einem anderen Strang verlinkt.
Anlass 2: bei mir hat sich (wieder) was getan.
Erstmal in die falsche Richtung. Habe wieder relativ viel genascht und im Laufe des letzten Jahres so ca. 1-2 kg zugenommen, was ja so das Level war, das mir über den Lauf von vielen Jahren mein Übergewicht beschert hat. Mir ist irgendwann aufgegangen, dass das aber eher "Gewohnheit" als "Bedürfnis" war, und habe dann dieses Jahr die Fastenzeit als Aufhänger genommen, mal auf Süß- und Knabberkram komplett zu verzichten. Also mir das vorzunehmen.
Ich habe das noch nie gemacht, weil mir der Gedanke an so einen Verzicht für eine so lange Zeit echt Panik gemacht hat. Dieses Mal nicht. Obwohl mir bei der Arbeit eine extrem anstrengende Zeit bevorstand. Und es war dann auch erstaunlich einfach. Also, ich habe es mir schon "einfach" gemacht und nicht gesagt "ich verzichte auf Zucker", sondern nur auf die Zwischendurch-Nascherei von Schokolade, Gummibärchen, abendliche Chips und ähnliches verzichtet. Weil das Ziel auch ist, das länger durchzuziehen. Denn das Ziel ist ja, wieder dauerhaft in dieses veränderte Essverhalten einzusteigen, denn nur so kann das Gewicht weiter sinken und unten bleiben. War nur mental einfacher zu sagen "erstmal diese 7 Wochen". Ja, und es fällt mir total leicht. Ich denke einfach gar nicht ans Naschen. Nebenher, auch wenn ich es mir gar nicht vorgenommen habe, das ergab sich irgendwie so, haben wir (also mein Mann und ich) abends nie einen Wein aufgemacht. Ich habe in der ganzen Zeit zweimal (einmal nach einem auch körperlich sehr anstrengenden Arbeitstag, einmal nach einem sehr anstrengenden Sport-Trainingstag) ein Bier getrunken. Das war's. Fehlt mir auch nicht.
Es hilft, dass ich auch körperlich Positives merke. Weniger Wassereinlagerungen (daher weniger nächtliche Toilettengänge), und das Gewicht ist auch schon wieder um 1 kg runtergegangen (eigentlich mehr, aber das Mehr war vermutlich das Wasser).
Ich staune immer noch, wie einfach und richtig sich das aktuell anfühlt. Und ich kein bisschen denke, dass ich mich auf Ostern und die zugehörigen Süßigkeiten freue. Im Gegenteil. Juckt mich irgendwie gar nicht.