Naja, das „le“ als Diminutiv gibt es natürlich, aber „Derbyle“ würde jetzt wohl eher niemand sagen, jedenfalls nicht ernsthaft.
Aber klar heißt es hier bspw. Turnschläpple, Babyfläschle, ein Schrebergarten ist bei vielen das „Gärtle“ und junge/kleine Haustiere sind Kätzle, Häsle, Hündle… also alles Wörter, die auch anderswo mit „chen“ oder „lein“ verniedlicht werden.
Im Bereich Fußball fällt mir aber grad kein Wort mit „le“ ein, das wirklich im Sprachgebrauch ist.
Bei Derbyle müsste ich etwas ausholen und das Wort hat sich inzwischen in Freiburger Fankreisen ironisch gehalten. In Stuttgarter Kreisen wird es sicher weniger verwendet. Das hat einfach damit zu tun, dass das Spiel für die Freiburger immer sehr viel wichtiger ist als für die Stuttgarter, die immer lange auf den Sportclub herunter geschaut haben. Wenn ein VfB-Fan an ein Derby denkt, dann ging es immer gegen den Karlsruhe. Aber für ein Derby waren die Freiburger immer zu unwichtig.
Aus Freiburger Sicht haben die Spiele gegen Stuttgart natürlich eine Bedeutung und so haben sie irgendwann angefangen das Le an das Derby anzuhängen, als Antwort, dass VfB-SCF kein Derby wäre. Ein Derbyle wäre es auf jeden Fall.
Danke dass ihr mit der Diskussion um die Pokalspiele diesen Strang etwas wiederbelebt habt.
Abgesehen davon hab ich die Saison innerlich für mich schon ein bisschen abgehakt, Platz 7 bei den Männern wird sich wohl verdientermaßen Freiburg schnappen, und nur mit viel Glück und beim Eintreffen vieler Faktoren wird Frankfurt auch noch als Achter bei irgendeinem europäischen Trostpreis-Wettbewerb mitmachen können.
Bei den Frauen hab ich etwas größere Hoffnung, dass die Eintrachtfrauen Platz Drei verteidigen und damit die Europa-Quali schaffen. Aber jetzt am SO gegen Wolfsburg das wird ein ganz schweres Heimspiel, und zu den Bayernfrauen (die bereits als Meisterinnen feststehen) müssen sie auch noch.
Zitat von nur_so im Beitrag #827Bei Derbyle müsste ich etwas ausholen und das Wort hat sich inzwischen in Freiburger Fankreisen ironisch gehalten. In Stuttgarter Kreisen wird es sicher weniger verwendet. Das hat einfach damit zu tun, dass das Spiel für die Freiburger immer sehr viel wichtiger ist als für die Stuttgarter, die immer lange auf den Sportclub herunter geschaut haben. Wenn ein VfB-Fan an ein Derby denkt, dann ging es immer gegen den Karlsruhe. Aber für ein Derby waren die Freiburger immer zu unwichtig.
Aus Freiburger Sicht haben die Spiele gegen Stuttgart natürlich eine Bedeutung und so haben sie irgendwann angefangen das Le an das Derby anzuhängen, als Antwort, dass VfB-SCF kein Derby wäre. Ein Derbyle wäre es auf jeden Fall.
Ich glaube, das ist aber wirklich eine sehr "freiburgische" und nicht sehr positive Sicht - so empfinde ich das gar nicht. Im Gegenteil. Der SC Freiburg wird eigentlich von den meisten Schwaben gemocht und natürlich ist ein Spiel im eigenen Bundesland auch immer ein Derby. Auch Stuttgart-Hoffenheim ist ein Lokalderby. Der Unterschied zu Karlsruhe ist eher, dass da viele eher Animositäten haben. VfB-KSC sind oft Hochrisikospiele mit "Fan"-Gewalt und viel Polizei. Nichts, worauf der VfB stolz sein musss, nichts, worauf der SC neidisch sein muss. Hat übrigens gestern auch der Sprecher gesagt, dass Stuttgart und Freiburg sich normalerweise wohl gesonnen sind, sowohl auf Spieler- als auch auf Fan-Ebene.
Nur_so vielen Dank fürs erklären! Natürlich kenne ich das angehängte „le“ Habe aber auch von ⚽️Fans in Freiburg nie Derbyle gehört. Kenne anscheinend andere Fans als du 😉
Ja, Tara, der Abstiegskampf bzw. Kampf um den vielleicht rettenden Rele-Platz ist spannend, und ich gönne eigentlich keinem (außer vielleicht Wolfsburg) den Abstieg. Heidenheim ist das "gallische Dorf" von der Alb, und der Frank Schmidt einer der letzten "Typen" im positiven Sinne in der Bundesliga.
Auch St. Pauli ist mir sympathisch, allein schon wegen der klaren politischen Positionierung, und ich hab mich im Stadion auch schon nett mit Pauli-Fans unterhalten als die bei uns spielten.
Ich wage mal zu behaupten, dass diese drei Clubs den Abstieg bzw. die Relegation unter sich ausmachen, Bremen , HSV, Köln etc. rutschen da nicht mehr rein.
Nur_so und Stina, Danke für die interessante Hintergrund-Info zum badisch-schwäbischen Verhältnis. Übrigens, zum KSC pflegen wir auch eine innige Feindschaft.
In der 2. Frauenbundesliga sind noch 3 Spieltage zu spielen und aktuell sind Stuttgart und Sand (kleiner Ort, etwa 10 km nördlich von Offenburg) punktgleich an der Spitze. Mainz 5 Punkte dahinter in Lauerstellung. Das hätte schon was, wenn es Sand mit den geringen Möglichkeiten es wieder in die Bundesliga schaffen würde. Für den VfB Stuttgart wäre es der 1. Aufstieg in die Frauenbundesliga.
4 Teams aus Baden-Württemberg wären natürlich auch schon grandios.
PS: So schnell kann es gehen, ich konnte mir heute nachmittag relativ spontan den erwähnten SC Sand anschauen, weil er in der zweiten Liga bei der U20 unserer Frauen gastierte. Die schickten die Gäste und Aufstiegs-Aspiranten aus dem Badischen allerdings relativ humorlos mit 3:1 nach Hause. Balsam für meine Fußball-Seele nach dem Spiel der Männer gestern...
Ich freu mich gerade für die Freiburger, die 3:0 gegen Braga führen. Klar machen es die Portugiesen ihnen in Unterzahl leichter, aber Freiburg spielt schon einfach gut ⚽🍀⚽!
Menschen können nicht irgendein Leben führen, sondern nur ihr eigenes. Remo Largo
Gratulation an die Freiburger zum Erreichen des Finales!
Ich weiß noch, wie ich vor knapp einem Jahr nach dem entscheidenden Spiel, in dem es um CL oder EL ging, einen jugendlichen Freiburg-Fan im Familienkreis tröstete, dass die Europa League doch auch nicht schlecht sei. Nun steht Freiburg im Finale der EL, und die Eintracht fiel nach größtenteils peinlichen Vorstellungen recht schnell und unsanft vom hohen Ross Champions League herunter und steht am Ende der Saison wohl mit leeren Händen da, auch was die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb in der nächsten Saison angeht...
Zitat von Iceman im Beitrag #841 Ich weiß noch, wie ich vor knapp einem Jahr nach dem entscheidenden Spiel, in dem es um CL oder EL ging, einen jugendlichen Freiburg-Fan im Familienkreis tröstete, dass die Europa League doch auch nicht schlecht sei.
Natürlich ist CL eine ganz andere Nummer 😉, aber dort könnte es den Freiburgern ähnlich ergehen wie den Frankfurtern 🤷♀️
Hier war der Jubel auf dem Sofa auch riesig 🙃 Mich freut das auch sehr für Julian Schuster;denn es gab doch auch sehr negative, kritische Stimmen, als man sich entschied, dem "Jungspund" aus dem eigenen Verein das Traineramt der 2. Mannschaft zu übergeben. Gerade heutzutage, wo sich negative Kritik Einzelner/Weniger durch die Sozialen Medien+Presse auch schnell in fiesen Shitstorm mit Drohungen aufputschen, braucht man als Neuling in solch prominenter Rolle auch gute Nerven. Aber zum Glück ist das ein "Kuschelverein" und da gab es von Beginn an volle Rückendeckung. Ein "fremder" Trainer hätte es da evt. sogar schwerer gehabt.
Nun heißt es Daumendrücken im Finale 👍👍👍 So viele Hochs und Tiefs habe ich über 2 Jahrzehnte mit dem Verein/den Sportlern/den Fans erlebt und ausgerechnet jetzt bei den großen Erfolgen bin ich viel zu weit *schnüff*