Zitat von Katelbach im Beitrag #4624Ich fand den Polizeiruf - äh, naja - brav. Dass der Psychtherapeut der Täter war, hat sich schnell ergeben. Dass Frau Wokalek (ich hab ihren Rollennamen vergessen) sich oberblöd verhalten hat, ist eh klar. Aber ich mag die Wokalek sehr :-) Also alles recht vorhersehbar.
Ihr Kripo-Kollege Dennis ist mir (Münchnerin!) zu krachert dargestellt.
Nette Frühabend-Uterhaltung ...
Ich war zu faul um es so ausführlich darzustellen, geb Dir in allen Punkten Recht 😊
Ich habe nicht so recht verstanden, wieso es nicht offiziell angesagt werden darf, dass der Täter mit einer "berechtigten" Person verwandt ist, wieso es ein großes Geheimnis bleiben muss, wenn die Polizei dahingehend eine Spur zum Täter hat.
Davon ab (und ich meine jetzt nicht, wie die Kommissarin tatsächlich zu einer DNA-Probe gekommen ist): so wie sie es vorhatte, durch Einschleichen ins Haus zu einer Probe zu kommen - das wäre ja auch illegal gewesen und hätte nicht vorgebracht werden dürfen zur Beweisführung.
Zitat von Katelbach im Beitrag #4624Ich fand den Polizeiruf - äh, naja - brav. Dass der Psychtherapeut der Täter war, hat sich schnell ergeben. Dass Frau Wokalek (ich hab ihren Rollennamen vergessen) sich oberblöd verhalten hat, ist eh klar. Aber ich mag die Wokalek sehr :-) Also alles recht vorhersehbar.
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Wir sind uns ja öfter einig 😊
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Malaita im Beitrag #4628Ich habe nicht so recht verstanden, wieso es nicht offiziell angesagt werden darf, dass der Täter mit einer "berechtigten" Person verwandt ist, wieso es ein großes Geheimnis bleiben muss, wenn die Polizei dahingehend eine Spur zum Täter hat.
Das habe ich auch nicht verstanden. Wenn DNA-Spuren ausgewertet werden, dann dürfen sie mit Täter:innen-Datenbanken abgeglichen werden. Warum nicht mit der DNA der "Berechtigten"?
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Zitat von Malaita im Beitrag #4628Ich habe nicht so recht verstanden, wieso es nicht offiziell angesagt werden darf, dass der Täter mit einer "berechtigten" Person verwandt ist, wieso es ein großes Geheimnis bleiben muss, wenn die Polizei dahingehend eine Spur zum Täter hat.
Die DNA-Probe hatten sie freiwillig von der Tochter erhalten, damit man die Spuren am Tatort nach bekannten und unbekannten Personen sortieren kann. Es war ja klar, dass von ihr dort viel DNA gefunden werden würde. Vor Gericht hat man das Recht zu schweigen, wenn man nahe Verwandte belasten würde. Das würde man aushebeln, wenn man die Tätersuche auf Basis von DNA-Verwandschaftsanalyse verwenden würde. (Vielleicht gibt es auch noch weitere Gründe, warum es verboten ist.)
Zitat von Holunder im Beitrag #4631 Die DNA-Probe hatten sie freiwillig von der Tochter erhalten, damit man die Spuren am Tatort nach bekannten und unbekannten Personen sortieren kann. Es war ja klar, dass von ihr dort viel DNA gefunden werden würde. Vor Gericht hat man das Recht zu schweigen, wenn man nahe Verwandte belasten würde. Das würde man aushebeln, wenn man die Tätersuche auf Basis von DNA-Verwandschaftsanalyse verwenden würde.
Ja, aber man hätte dazu doch nicht sie befragen müssen, sondern ihn? Und die Schwester vielleicht. Dann hätte man zwar wieder vor "sich schließender Tür" gestanden (nochmalige DNA-Probe, "Sie waren es nicht" ) aber der ganze Aufriss - und der war ja wohl der zentrale, spannungerzeugensollende Punkt - wäre unnötig gewesen. Es wurde erklärt, von dem Anwalt, ich habe extra nochmal zurückgespult - aber ich verstehe es nicht.
Zitat von Holunder im Beitrag #4631 Vor Gericht hat man das Recht zu schweigen, wenn man nahe Verwandte belasten würde. Das würde man aushebeln, wenn man die Tätersuche auf Basis von DNA-Verwandschaftsanalyse verwenden würde. ...
Ja, man hat das Recht, vor Gericht nicht auszusagen, wenn es Verwandte sind. Aber man wird auch gefragt, ob man von diesem Recht Gebrauch machen will. Sagt man "Ja", dann kann man schweigen. Man DARF aber aussagen, wenn man das will.
Darf man sie nicht damit konfrontieren, dass ein Verwandter auch am Tatort zugegen war?
Zitat von Holunder im Beitrag #4631 Die DNA-Probe hatten sie freiwillig von der Tochter erhalten, damit man die Spuren am Tatort nach bekannten und unbekannten Personen sortieren kann. Es war ja klar, dass von ihr dort viel DNA gefunden werden würde. Vor Gericht hat man das Recht zu schweigen, wenn man nahe Verwandte belasten würde. Das würde man aushebeln, wenn man die Tätersuche auf Basis von DNA-Verwandschaftsanalyse verwenden würde.
Ja, aber man hätte dazu doch nicht sie befragen müssen, sondern ihn? Und die Schwester vielleicht. Dann hätte man zwar wieder vor "sich schließender Tür" gestanden (nochmalige DNA-Probe, "Sie waren es nicht" ) aber der ganze Aufriss - und der war ja wohl der zentrale, spannungerzeugensollende Punkt - wäre unnötig gewesen. Es wurde erklärt, von dem Anwalt, ich habe extra nochmal zurückgespult - aber ich verstehe es nicht.
Klar hätte man ihn vernehmen können. Alibi und so. Dass das alles seine Dame von der Rechtsabteilung geregelt hat, finde ich irgendwo an den Haaren herbeigezogen. Schließlich muss ja die Polizei das ganze Umfeld abklopfen, danach wer ein mögliches Motiv hätte haben können. So eingeschränkt kann ja die Polizei auch nicht sein in ihrer Arbeit, schließlich geht es ja um Tätersuche. Ich halte das irgendwo nicht für glaubwürdig.
Zitat von Katelbach im Beitrag #4624Aber ich mag die Wokalek sehr
ich mag sie auch, nur nicht unbedingt als Kommissarin
Zitat von Katelbach im Beitrag #4624Ihr Kripo-Kollege Dennis ist mir (Münchnerin!) zu krachert dargestellt.
der ist mir als Metzger bei Eberhofer sehr viel lieber
Zitat von Timeless im Beitrag #4627Habe nach 10 Minuten umgeschaltet..
ich bin eingeschlafen, habe es aber trotzdem geblickt als ich wieder wach wurde, mein Mann ist um kurz nach neun ins Bett gegangen. Die Geschichte war an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig.
Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen
God gave rock 'n' roll to you, put it in the soul of everyone. (KISS)
Das Gesetz existiert so. Wenn ein Verwandter von mir Blödsinn baut,kann ich ja nix dafür. Aber das weiss die Polizei. Und alles,was die Kommissarin im Haus sichergestellt hat,wäre vor Gerucht nicht verwendbar gewesen. Was ja auch der Vater wusste. Es ist nicht schlüssig,dass eine Polizistin so agiert.
Zitat von Lilith10 im Beitrag #4618Jetzt musst du auch dran bleiben �� Mal sehen, ob wir beide richtig liegen
Yep Wobei ich die allerletzen Minuten verschlafen habe.
Insgesamt war da schon krass viel Blödsinn dabei. Also wie die Kommissarin an die Probe des vermeintlichen Vaters gekommen ist - puh. Auch wie die Party der Tochter dargestellt wurde. Das war mir erhlich gesagt zu drüber. Und die Pornoszenen anfangs haben auch nicht besonders viel zur Story an sich beigetragen. Den Einblick bezüglich Gesetzeslage um diese DNA Probe fand ich gut, aber nicht wie es weiter gegangen ist. Kurzum, den hätte ich mir sparen können.
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Zitat von _tarasjugina_ im Beitrag #4632 Ja, aber man hätte dazu doch nicht sie befragen müssen, sondern ihn? Und die Schwester vielleicht. Dann hätte man zwar wieder vor "sich schließender Tür" gestanden (nochmalige DNA-Probe, "Sie waren es nicht" ) aber der ganze Aufriss - und der war ja wohl der zentrale, spannungerzeugensollende Punkt - wäre unnötig gewesen. Es wurde erklärt, von dem Anwalt, ich habe extra nochmal zurückgespult - aber ich verstehe es nicht.
Das Recht, keine Angehörigen belasten zu müssen, hatte ich als Vergleich mit erwähnt, weil das vielen bekannt ist.
Für mich ist es eine logische gesetzgeberische Konsequenz, dass aus freiwillig erhaltenen DNA-Proben keine Verwandtschaftsverhältnisse untersucht werden dürfen. Es gibt Regeln, wann DNA-Proben erbeten und wann sie erzwungen werden dürfen und wie sie danach behandelt werden müssen (die meisten Daten dazu müssen gelöscht werden).
Stellt euch mal vor, die Polizei dürfte aus diversen Gründen eine riesige DNA-Sammlung aller Bürger haben - da wären wir aber sauber bei einem Überwachungsstaat. Klar würde es die Ermittlungsarbeit erheblich erleichtern, aber für einen sehr hohen Preis, den alle unbescholtenen Bürger zahlen.
Im übrigen kommt es dann auch noch zu solchen "Aufklärungen" wie gestern im Film: Die Polizei steckt jemandem, dass er nicht der Vater ist. Kann mir nicht vorstellen, dass das legal war (war aber eh egal in Anbetracht der Aktion der DNA-Beschaffung). Polizei hat sich schlichtweg nicht in Familienverhältnisse einzumischen.
Wenn ich richtig liege, ist es ja zum Schutz der Familie gesetzlich auch so geregelt, dass der Ehemann grundsätzlich als Vater eines Kindes gilt, solange keine anderen Aussagen bzgl. der Vaterschaft vorliegen. (Vielleicht korrigiert mich @Fritzi64 , falls ich falsch liege.)
Wenn ich richtig liege, ist es ja zum Schutz der Familie gesetzlich auch so geregelt, dass der Ehemann grundsätzlich als Vater eines Kindes gilt, solange keine anderen Aussagen bzgl. der Vaterschaft vorliegen. ...
So kenne ich das auch.
Die Kommissarin sagte noch sinngemäß, dass sie eine "gute Nachricht" für ihn hätte (weil er ja wegen der Tochter einen schlechten Ruf für sich und seine Firma befürchtete), er sei nicht der Vater..... Na, das war ja nun gar keine "gute Nachricht" für ihn und wenn er publik machen würde: Die Porno-Tochter ist ja gar nicht meine Tochter - er hat sie schließlich erzogen und lebt in seinem Haushalt. Dem "Ruf" für die Firma bringt es gar keine Punkte. Außerdem besteht zusätzlich noch die Gefahr, dass er sich lächerlich macht: Die Frau hat ihm ein Kind untergejubelt....Manche Leute warten ja nur auf Gesprächsstoff....
(Ja, mal abgesehen davon, dass die Kommissarin da sehr übergrififg war in ihrer Rede - Zu der DNA-Beschaffung sag ich nichts weiter, das war mir zu doof.)
Zitat von Holunder im Beitrag #4639 Für mich ist es eine logische gesetzgeberische Konsequenz, dass aus freiwillig erhaltenen DNA-Proben keine Verwandtschaftsverhältnisse untersucht werden dürfen. Es gibt Regeln, wann DNA-Proben erbeten und wann sie erzwungen werden dürfen und wie sie danach behandelt werden müssen (die meisten Daten dazu müssen gelöscht werden).
Will mich nicht festbeißen, aber ja, ich neige dazu ... Es sollte/müsste doch für die Ermittlung nur die DNA-Ungleichheit des gesetzlichen Vaters zur DNA, die man unter den Fingernägeln des Opfers gefunden hat gezeigt werden, die Tochter hätte man doch völlig herauslassen können? Das meine ich doch gerade, dass die Kommissarin den Vater um eine freiwillige DNA-Probe hätte bitten können - "um Sie als Täter ausschließen zu können". Dass er, nachvollziehbar, ein Motiv gehabt haben könnte muss ihm selbst klar gewesen sein, dass er es nicht war, erst recht - er hätte doch vermutlich zugestimmt?
Oder wird es jetzt ganz ethisch verzwickt, weil sie, nachdem die Forensikerin ihr gegenüber mit der Verwandschaft Tochter/mutmaßlicher Täter herausgeplatzt war, gerade diese Nichtbefangenheit verloren hat, ihn "zum Ausschluss" um die freiwillige Probe zu bitten - sondern ihn mit einer Kenntnis, die sie nicht haben darf darum bittet. Dass also "so handeln, als wüsste sie nicht" juristisch/polizeiethisch nicht möglich ist?
Will mich nicht festbeißen, aber ja, ich neige dazu ... Es sollte/müsste doch für die Ermittlung nur die DNA-Ungleichheit des gesetzlichen Vaters zur DNA, die man unter den Fingernägeln des Opfers gefunden hat gezeigt werden, die Tochter hätte man doch völlig herauslassen können? Das meine ich doch gerade, dass die Kommissarin den Vater um eine freiwillige DNA-Probe hätte bitten können - "um Sie als Täter ausschließen zu können". Dass er, nachvollziehbar, ein Motiv gehabt haben könnte muss ihm selbst klar gewesen sein, dass er es nicht war, erst recht - er hätte doch vermutlich zugestimmt?
Oder wird es jetzt ganz ethisch verzwickt, weil sie, nachdem die Forensikerin ihr gegenüber mit der Verwandschaft Tochter/mutmaßlicher Täter herausgeplatzt war, gerade diese Nichtbefangenheit verloren hat, ihn "zum Ausschluss" um die freiwillige Probe zu bitten - sondern ihn mit einer Kenntnis, die sie nicht haben darf darum bittet. Dass also "so handeln, als wüsste sie nicht" juristisch/polizeiethisch nicht möglich ist?
Das MUSSTE filmgemäß alles so stattfinden, sonst wäre dem Polizeiruf diese "furiose" DNA-"Abnahme" und die grandiose Erkenntnis, dass er nicht der Vater ist, als Film-Höhepunkt entgangen (was alles sehr konstruiert daher kam).
ABER: Am Ende hat man sich ja dann doch auf das Vater-Tochter-Verhältnis auf Grundlage der DNA-Proben gestützt und den Psych.-Arzt auf dieser Basis als Mörder identifiziert. Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke: Wenn man dem Gesetz s.o. folgt, wäre das ja nun auch eigentlich nicht statthaft. ???
Zitat von Malaita im Beitrag #4642 Das MUSSTE filmgemäß alles so stattfinden, sonst wäre dem Polizeiruf diese "furiose" DNA-"Abnahme" und die grandiose Erkenntnis, dass er nicht der Vater ist, als Film-Höhepunkt entgangen (was alles sehr konstruiert daher kam).
Ja, aber ich möchte eben wissen, wie es in Wirklichkeit ist! Irgendeine Kritik schrieb auch, dass da tatsächlich eine juristische Lücke/Unschärfe ist.
Ja, aber ich möchte eben wissen, wie es in Wirklichkeit ist! Irgendeine Kritik schrieb auch, dass da tatsächlich eine juristische Lücke/Unschärfe ist.
Ich stelle mir das in Wirklichkeit so vor:
Die Polizei überprüft das gesamte Umfeld des Opfers und klopft ab, wer ein Motiv haben könnte. Da wären sie auf den Vater zugegangen, hätten seine Alibis überprüft - im persönlichen Gespräch und nicht durch so eine Rechtsabteilungsfrau- und hätten ihn auch um eine DNA-Probe gebeten. Dann hätten sie auch den Psych.-Arzt als ständigen Betreuer der Tochter unter die Lupe genommen.
Also zwei Ermittlungsstränge: ausgehend vom Umfeld des Opfers und dann vom Umfeld seiner nächsten Bezugsperson, dieser Tochter.
Nein ... buhuu, keiner versteht mich ... mit "wie es in Wirklichkeit ist" meine ich, wieso ihr das Wissen um die Verwandschaft es so unmöglich gemacht hat, eine legale DNA-Probe zu erbitten. Was daran so belastend war - Forensikerin und Kommissarin waren ja fast am Heulen. Warum man dieses Wissen nicht einfach ignorieren kann, für das was man eh vorhaben müsste. Ob es ein "Ende der Unschuld" gibt.
Abgewandelt wie: ob ich einen Patienten "routinemäßig" um einen HIV-Test bitten darf, wenn ich aus anderen Dokumenten wüsste, er hat es.
Zitat von _tarasjugina_ im Beitrag #4641 Das meine ich doch gerade, dass die Kommissarin den Vater um eine freiwillige DNA-Probe hätte bitten können - "um Sie als Täter ausschließen zu können". Dass er, nachvollziehbar, ein Motiv gehabt haben könnte muss ihm selbst klar gewesen sein, dass er es nicht war, erst recht - er hätte doch vermutlich zugestimmt?
@_tarasjugina_ Ja - das wäre wohl die vernünftige Lösung gewesen und vermutlich auch die rechtliche saubere ... Aber dann hätte der Polizeiruf keine 90 min. gehabt.
Aber mal so grundsätzlich und nicht an den Polizeiruf-Fall gebunden: Wäre ich Kriminalkommissarin und könnte an Beweismittel kommen, die dann vor Gericht nicht verwendet werden dürfen, obwohl ein Täter damit eindeutig überführt werden könnte, und er kommt dann frei - das würde mich ja wahnsinnig machen ...
Zitat von _tarasjugina_ im Beitrag #4646Nein ... buhuu, keiner versteht mich ... mit "wie es in Wirklichkeit ist" meine ich, wieso ihr das Wissen um die Verwandschaft es so unmöglich gemacht hat, eine legale DNA-Probe zu erbitten. Was daran so belastend war - Forensikerin und Kommissarin waren ja fast am Heulen. Warum man dieses Wissen nicht einfach ignorieren kann, für das was man eh vorhaben müsste. Ob es ein "Ende der Unschuld" gibt.
Abgewandelt wie: ob ich einen Patienten "routinemäßig" um einen HIV-Test bitten darf, wenn ich aus anderen Dokumenten wüsste, er hat es.
Ich hatte dich schon verstanden . Ich meinte nur, dass ich "in Wirklichkeit" anders an den Fall herangegangen wäre, zumindest wie ich mir das so vorstelle (vielleicht bin ich da naiv). Dann hätte sich die Frage wegen der Verwandtschaft gar nicht erst gestellt.
Aber mal so grundsätzlich und nicht an den Polizeiruf-Fall gebunden: Wäre ich Kriminalkommissarin und könnte an Beweismittel kommen, die dann vor Gericht nicht verwendet werden dürfen, obwohl ein Täter damit eindeutig überführt werden könnte, und er kommt dann frei - das würde mich ja wahnsinnig machen ...
Na ja, das hatte aber doch auch der aufgesuchte Anwalt ausgeführt: verurteilt worden sei der Täter in den ihm bekannten Fällen durchaus - nur die Karriere der Kommissarin sei damit beendet.
Zitat von Holunder im Beitrag #4647... Wäre ich Kriminalkommissarin und könnte an Beweismittel kommen, die dann vor Gericht nicht verwendet werden dürfen, obwohl ein Täter damit eindeutig überführt werden könnte, und er kommt dann frei - das würde mich ja wahnsinnig machen ...
Eben. Da weiß ich gar nicht, wieso sie nun heimlich eine DNA-Probe ergattern wollte. Das hätte ja sowieso keinen Bestand für die Überführung des Täters.
Wenn ich mich recht erinnere, hatte der Rechtsanwalt, bei dem sie sich Rat geholt hatte, ihr dazu geraten, "zufällig" an eine Probe zu gelangen. Bei aller Gesetzeskonformität, die ihr der Rechtsanwalt vorbetete, passte das ja nun wieder gar nicht.