Zitat von PeggySue im Beitrag #4447[quote="Madame_X"|p1322846]Witzigerweise ist dieses kleine Dorf in dem gedreht wurde tatsächlich ein katholisches Überbleibsel.
welcher Ort war es denn?
Es war der Ort Bichishausen. Der liegt auf der Schwäbischen Alb und ist ein Stadtteil von Münsingen. Ich habe das gegoogelt.
Danke! Ich schau gleich mal wo das ist.
Das sind nur 35km entfernt wo meine Tochter seit Juni wohnt, wir waren auch früher schon oft dort, aber von diesem Ort habe ich noch nie gehört.
Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen
God gave rock 'n' roll to you, put it in the soul of everyone. (KISS)
Heute erschien, wie schon erwartet, ein Artikel in der hiesigen Tageszeitung zum Tatort. Die Bewohner der Gemeinde Bichishausen sind stinksauer. Der Tennisverein Münsingen stellte 130 Statisten, die fühlen sich jetzt "verarscht". Der SWR wehrt sich mit der Aussage, dass der Tatort die Realität nicht 1:1 abbilden würde. Zwischen 1:1 und dem wie der Tatort das Landleben zeigte liegen allerdings Welten. Der Wirt des Gasthofs hatte für eine Art Public Viewing eine Scheune hergerichtet, in froher Erwartung der Ausstrahlung, da gingen die Wogen dann hoch.
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Das kann ich mir gut vorstellen. Bei uns hier wurde mal ein Schwarzwald-Tatort gedreht, die Örtlichkeiten passten natürlich nicht wirklich zusammen, wenn man wusste, wo das gedreht wurde. Das fand ich aber nicht schlimm, es sah trotzdem alles nett und gut aus, wir Leute von hier wurden auch nicht als Doofies dargestellt. Das war jetzt beim Stuttgarter Tatort anders. Da wäre ich auch sauer gewesen, muss ja kein Werbefilm werden, aber einen Ort so darzustellen, das ist schon arg. Es war, als ob die Zeit stehen geblieben wäre, ich fragte mich auch, wo denn die sonst obligatorischen Migranten waren. Gibts die auf der Schwäbischen Alb nicht? Alles nur Alteingesessene, die sich nicht vorstellen können, dass eine von ihnen nach Stuttgart (nicht mal nach Berlin oder Paris) zieht. In der heutigen Zeit sehr merkwürdig!
Ja, und wenn ein Notarzt gebraucht wird, rennt man los und klingelt den Dorfdoktor raus.... Telefon haben die nicht, aber dafür noch einen Arzt auf dem Dorf. Ja ne, is klar.
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"Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"
Zitat von Fels im Beitrag #4453Gibts die auf der Schwäbischen Alb nicht?
Die scheint es dort tatsächlich kaum zu geben. Woran das liegt weiß ich allerdings auch nicht. Vielleicht wegen der dort vorherrschenden Infrastruktur? Aber Telefon haben sie, nur keinen Arzt im Dorf zumindest keine Arztpraxis.
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Zitat von Fels im Beitrag #4453Gibts die auf der Schwäbischen Alb nicht?
Die scheint es dort tatsächlich kaum zu geben. Woran das liegt weiß ich allerdings auch nicht. Vielleicht wegen der dort vorherrschenden Infrastruktur? Aber Telefon haben sie, nur keinen Arzt im Dorf zumindest keine Arztpraxis.
Ich glaube so ganz stimmt das nicht:
In Münsingen leben Menschen aus rund 70 Nationen. Alle haben sie hier auf der Schwäbischen Alb Ihre Heimat. Ihre Hintergründe und (Familien)Geschichten sind ganz unterschiedliche.
Münsingen hat auch ein Integrationszoentrum, demzufolge sind da durchaus Migranten, Asylbewerber, Flüchtlinge.
Interessant sind auch die unterschiedlichen Kritiken FAZ Warnung vor Schwabylon: Der Stuttgarter „Tatort“ spielt mit uralten Stadt-Land-Kontrasten. Das kann man nicht ernst nehmen und soll es auch nicht
SZ leider jetzt hinter einer Bezahlschranke Schwäbischer Albtraum Grandioser Tatort Diesem Fall gebührt ein Trommelwirbel: Die Stuttgarter Episode erzählt berührend intensiv von falscher Heimeligkeit und Aufbruch – sie erinnert sogar an Tatort-Klassiker.
Ach und Bichishausen hat 128 Einwohner und gehört zu Münsingen. Sodele jetzt höre ich aber auf, denn das führt zu weit.
Der Tatort wurde nicht in Münsingen gedreht sondern in dem kleinen Örtchen Bichishausen, von daher ist es schon glaubwürdig, dass man dort nur auf "Ureinwohner" trifft.
ZitatMünsingen hat auch ein Integrationszoentrum, demzufolge sind da durchaus Migranten, Asylbewerber, Flüchtlinge.
Münsingen ja! Gedreht wurde aber.....
Aber selbst in so einem kleinen "Nescht" blieb die Zeit nicht stehen.
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Zitat von PeggySue im Beitrag #4457Der Tatort wurde nicht in Münsingen gedreht sondern in dem kleinen Örtchen Bichishausen, von daher ist es schon glaubwürdig, dass man dort nur auf "Ureinwohner" trifft.
ZitatMünsingen hat auch ein Integrationszoentrum, demzufolge sind da durchaus Migranten, Asylbewerber, Flüchtlinge.
Münsingen ja! Gedreht wurde aber.....
Aber selbst in so einem kleinen "Nescht" blieb die Zeit nicht stehen.
Wieso regt ihr euch so auf? Zufällig wurde es an diesem Ort gedreht und es war kein Dokumentarfilm. Ich stamme nicht aus dieser Gegend und trotzdem nehme ich den Tatort nicht so auf, als wenn da an diesem Ort die Zeit "stehen geblieben" ist. Es war halt Spielfilm, nicht mehr und nicht weniger. Und ich gehe aus dem Tatort auch nicht raus mit dem Gefühl: Aha, da ist es wohl so wie dargestellt.
Zitat von Malaita im Beitrag #4458 Zufällig wurde es an diesem Ort gedreht und es war kein Dokumentarfilm.
Das denke ich auch. Sonst müsste ich dem Horst Schimanski auf Dauer sehr sehr böse sein ...
Also ja, wenn ich dich wäre, wäre ich auf den Schimanski auch sauer. Duisburg muss ja ein heißes Pflaster sein . Pssst nicht ernst gemeint.
Mein Gefühl zu dem Tatort war halt in dem Moment: Dorf gegen Stadt Alt gegen Jung --- you name it.... und das hat mich kurzfristig geärgert. Schon wieder vorbei
Zitat von saggi im Beitrag #4461Das Stilmittel der " vierten Wand". Ich mag es nicht.
Meinst du die Situationen, wo sie direkt in die Kamera gesprochen haben? Das mag ich auch gar nicht. (Sie hätten es ja auch im Film bei der Vernehmung den Kommissaren erzählen können.)
Als zum ersten Mal direkt in die Kamera gesprochen wurde dachte ich auch, OmG, aber mit der Zeit fand ich es richtig gut weil es sehr gut gemacht war. Dieser Tatort hat mir gefallen, er war spannend und hat mich berührt. Am besten gefiel mir dunkelhäutige Prostituierte, aber gut gespielt haben sie alle.
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Die PUtzfrau erinnert mich an die Diskussion über Dialekte, beim letzten Mal. Ich glaube, Kölsch zu sprechen ist noch schwieriger als jeder andere Dialekt, wenn man es nicht wirklich beherrscht. Das tat richtig weh. Ansonsten wars für mich zuviel moralischer Zeigefinger. Aber die Atmosphäre war gut, die Location stimmte auch.
Anemone, ich dachte die Putzfrau kommt aus der tiefsten Eifel Hab mal aufm Weihnachtsmarkt gearbeitet und da kamen Busladungen von Frauen die ich auch nur zum Teil verstanden habe
Und irgendwie hat die mich daran erinnert
Ich will nicht glauben dass man in Köln keine Person mit passendem Dialekt gefunden hätte
Die Kölner haben ja gern öfter mal ein gesellschaftskritisches Anliegen. Gut fand ich die starken Frauen-Charaktere. Auch das Krimi-Element lud zum Mitraten. Die (echte) Lokation passte.
Das Stilmittel mit der "vierten Wand" mag ich auch nicht besonders. Das hat so einen Beigeschmack von belehren und Schulfunk. "Show, don't tell" wäre für mich besser gewesen. Aber das wäre zu viel rein gepackt gewesen, da man ja wohl viele Facetten für die Ursachen für Prostitution zeigen wollte. Hier gilt aber "weniger ist oft mehr". Von Zuhältern zu erzählen, ist eben nicht so spektakulär und anschaulich, als einen miesen Typen in seiner ganzen Miesheit vorzuführen.
Dass Männer, die daneben pinkeln, demnächst Angst haben müssen, das Zeitliche zu segnen ... wäre eine Möglichkeit.
Ich fand den Tatort spannend. Lange wusste ich nicht, wer der Mörder ist. Das Stilelement der 4. Wand ( den Ausdruck kannte ich gar nicht ) hat mich nicht gestört. Es erklärte doch, wie die Frauen in diese Situation gekommen sind.