"Letzte Woche hatte ich auch das Bedürfnis mich zu trennen - einfach wegen "Schnauze voll".
ABER bald steht der Urlaub an: alleine fahren ? An den WE alles alleine unternehmen ? Immer jemand suchen der mal Zeit für dies und das hat ? Für eine Person kochen ? Abends immer alleine vor dem TV sitzen ? Entscheidungen grundsätzlich alleine treffen? Bei Einladungen (von Pärchen) alleine auftauchen? Hoffen das Töchter/Söhne mal Zeit und Lust haben?
Klar ist es schön selbst das TV-Programm zu wählen, nicht über alles diskutieren zu müssen, Entscheidungen selbst zu treffen, Urlaubsort selbst zu bestimmen, mal mit einer Freundin verreisen - ABER IMMER ? Irgendwie schreckt mich das schon ab." (Auszug August 2021)
Ihr Lieben. Mir war dieser Thread sehr wichtig und möchte ihn in diesem Forum weiterführen/wiederbeleben
Zu der Frage : "ABER IMMER ?" , wäre meine Antwort, eindeutig : "JAAAAA !!!!" und mich schreckt es ganz und gar nicht, ab, alles weitere im Leben alleine machen zu müssen ... Selbst ist die Frau !! Ein Partner an meiner Seite brauche ich nicht .. habe ich nie gebraucht .. Was mir sehr wichtig ist, sind, zweifelsohne, meine Kinder UND gute Freunde bei Letztere, achte ich auf die Qualität und nicht auf die Quantität .. Jawohl !!
Wie sieht es bei den Singles in der BeFriends aus ... ?!? ist das Alleine leben für euch angenehm oder ätzend
Ich bin gerne und freiwillig single Für mich ist mein Single-Dasein, ohne Frage, sehr zufriedenstellend !!!
Ich bin gerade gerne Single. Ich wär zur Zeit nicht besonders kompromissfähig, ich hab das Bedürfnis sehr auf mich zu schauen, egoistisch zu sein. Das heißt nicht, dass ich nie wieder in einer Partnerschaft sein möchte, nur jetzt halt nicht. Ok, jetzt ist auch schon ein paar Jahre :) Ich schließe nichts aus, such aber nicht aktiv.
Ich genieße es, dass ich daheim ohne Rücksicht herumwuseln kann. Mich auf niemanden einstellen muss. Entscheidungen treff ich gern allein. Urlaub, hm, alleine - da hab ich mich noch nicht drüber getraut. Ich fahr gerne mit Freund:innen, das hat bislang gut geklappt. Kochen für mich alleine ist kein Problem. Ich koche gern, auch für mich alleine.
Ich kann mir zur Zeit keine Beziehung vorstellen, das kann sich wie gesagt ändern, wer weiß. Aaaaaaaber, ich kann mir gar nicht vorstellen, wieder mit jemandem zusammen zu wohnen/leben.
Vergesst den Genetiv - der kommt schon irgendwie durch. Rettet lieber den Konjunktiv - der hat Würde. -webfail.de-
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Ich habe die meiste Zeit meines Lebens bewusst allein gelebt und es meistens genossen. Jetzt lebe ich in einer Art Partnerschaft, und genieße, dass jemand da ist, dass man manche Aufgaben aufteilen kann, die gegenseitige Fürsorge, ich schlafe besser und fühle mich insgesamt sehr wohl damit. Gleichzeitig merke ich auch, es kostet auch mal Kraft und Nerven, ich muss das mit dem rechten Maß in der Anpassung und Abgrenzung noch üben, und ich wünsche mir sehr gelegentlich auch wieder, allein zu sein.
Am schwierigsten fand ich beim Alleinleben immer die Sonntage und Feiertage, also die klassischen Familienzeiten, die inzwischen oft ein Highlight der Woche sind, weil Zeit für Gemeinsames ist. Und das Heimkommen, also wenn da jemand ist...
Summa summarum sieht es für mich momentan so aus: ein Zusammenleben so wie ich es im Moment erlebe, finde ich schöner, aber wenn nötig komme ich auch allein wieder gut klar - und würde mir über kurz oder lang vermutlich wieder eine Art WG oder so suchen.
Mich schreckts eher ab dass man sich heutzutage wegen "Schnautze voll" trennt? Ich hoffe die Kinder sind bei der Familie wenigstens aus dem Haus gewesen... Naja, generell möchte ich jemanden fest an meiner Seite nicht missen. Stelle mir vor das wird noch inniger wenn ich mal alt werde. Da sprechen dann auch praktische Gründe dafür
Zitat von Mayis im Beitrag #1"Letzte Woche hatte ich auch das Bedürfnis mich zu trennen - einfach wegen "Schnauze voll".
Ich bin gerne und freiwillig single Für mich ist mein Single-Dasein, ohne Frage, sehr zufriedenstellend !!!
zum thema: schnauze voll- irgendwann brauchts halt nur noch einen tropfen und dann ist das fass voll und läuft über. da reicht letztendlich ein "mückenschiss"
für dich ist das leben so wie du es jetzt führst- das richtige.
warum? weil du dich darin wohlfühlst.
und das eigene wohlbefinden- ist der masstab der dinge.
auch wenn kinder da sind. nichts ist so übel für kinder als eltern die ein leben führen dass sie morgens schon beim zähneputzen ankotzt. zufriedene, glückliche eltern- das ist was kinder brauchen. auch eltern die vorleben: wenn man/frau sich verändert- darf sich auch die gesamtsituation verändern. nichts ist für kinder so übel wie eltern die "nur" ihretwegen zusammenbleiben.
hinfallen ist keine Schande- liegenbleiben schon.
Schmerz ist unvermeidlich- leiden ist eine Entscheidung.
Dann geselle ich mich auch zu den Singles, mittlerweile zu den absolut überzeugten.
Während meiner sehr stressigen Berufstätigkeit mit sehr vielen Dienstreisen war keine Zeit und Energie für Partnerschaft übrig. Und ich war in meiner persönlichen Entwicklung auch nicht grade partnerschaftsfähig. Nach einer Therapie hat sich das zwar geändert, aber mittlerweile geniesse ich mein Kleinstadtleben mit netten und mehr oder weniger langen Plaudereien tagsüber. Auf Reisen finde ich es sehr schön, bei Unternehmungen nur aufs Wetter Rücksicht zu nehmen und ansonsten ganz offen für neue Eindrücke zu sein.
Jetzt im Alter ist es zwar mitunter sehr lästig, nach Knochenbrüchen etc. in der Nachbarschaft um Hilfe bitten zu müssen - gerade bei so simplem Kram wie Wechsel einer Glühbirne an der Deckenlampe -, aber auch damit habe ich mich arrangiert. Im Gegenzug wird dann hundkatzemaus bei mir geparkt.
Planung bedeutet, den Zufall durch Irrtum zu ersetzen
Alleine leben - ich liebe es!!!! Über 20 Jahre habe ich mit (wechselnden) Beziehungspartnern zusammen gelebt. Meine Mitbewohner, einer davon war sogar mit mir verheiratet, waren alle nette Männer. Aber kein Vergleich zum Alleinewohnen. Ich hätte das viel früher so handhaben sollen.
Ob man das Alleinsein gut findet, wird wohl eine Typsache sein. Das ist sicher kein Modell für alle Menschen. Ein geselliger und nach außen orientierter Mensch wird sich damit vielleicht nicht wohlfühlen.
Aber ich war schon als Kind gerne alleine und zuhause. Ich lese viel, hasse Reisen und Unternehmungen und brauche Zeit für mich....und damit bin ich wahrscheinlich nicht mainstream. Ich habe auch mal anders gelebt, war geselliger, komme auch schnell in Kontakt....aber irgendwie war ich damit nie glücklich.
In meiner Wohnung gehe ich nicht nur meinen Interessen nach, sondern erhole mich dort auch von meinem Job (laut und mit vielen Menschen) - und das kann ich nur effektiv, wenn ich alleine bin. Außerdem liebe ich das Gefühl, unbeobachtet zu sein. Ich kann alleine meinen Geschmack, mein Ordnungssystem und meinen Minimalismus ausleben. In Ruhe rumkramen, ohne Mithörer stundenlang telefonieren, Dokus gucken (die andere langweilig fänden), ich kann kochen oder nicht, schlafen wie ich will, in Ruhe krank sein, schweigen, an freien Tagen blöd aussehen und Gammelklamotten tragen (würde ich nie vor Mitbewohnern), bei offener Tür aufs Klo gehen. Wenn ich nachts spazieren gehe, muss ich mich nicht erklären. Ich kann in Diensten arbeiten, deren Zeiten nicht gerade beziehungsförderlich sind. Niemand ist genervt, weil ich Weihnachten, Silvester und am Wochenende arbeite. Das waren jetzt nur die Vorteile, die mir spontan einfallen.
Manchmal habe ich richtige Glücksgefühle, wenn ich durch meine Wohnung schreite. Hört sich komisch an, ich weiß.
Und ich kann mich noch an das frühere Gefühl erinnern, als ich gedankenverloren einem Interesse nachging, etwas fesselndes las und plötzlich hörte ich den Schlüssel in der Tür und dachte: mist, nicht jetzt schon, ich will noch alleine sein und nicht begrüßen und reden (so dachte ich schon als Kind und später in meinen Beziehungen). Aber es lag nicht an den Menschen, sondern an meinem Bedürfnis mit mir zu sein.
Zitat von Hydra im Beitrag #7 Manchmal habe ich richtige Glücksgefühle, wenn ich durch meine Wohnung schreite. Hört sich komisch an, ich weiß.
Nein, jeder der ähnlich gepolt ist, kann dich verstehen. Ich tue das, obwohl ich verheiratet bin. Meine Ehe funktioniert nur, weil wir uns uns innerhalb des Hauses in eigene Bereiche zurückziehen können. In einer 2-Zi-Wohnung wäre ich längst geschieden und ich bin sicher, mein Mann würde das unterschreiben.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Ich hab das alleine leben üben müssen, nach langer Ehe und auch tierisch Angst vor alleine leben. Fast ein Grund die Ehe nicht zu beenden.
Danach folgten auch unmittelbar Suchen nach einem Partner und die Vorstellung war,definitiv miteinander zu wohnen.
Das klappt ja nicht so wie geplant*ohhh*
Für alle und alles von jetzt auf gleich komplett verantwortlich zu sein, war megaanstrengend.
Später kam dann noch mal eine große Liebe, die leider nicht alltagstauglich war.
Und nun lebe ich gern allein, was Partnerschaft angeht. Mein Alltag ist schön und in einer guten Work Life Balance.
Nun das Aber : mir fehlt was und das ist für mich! schwer zu finden, bzw ich glaube, sowas hat man oder nicht, das kann man nicht unbedingt erschaffen.
Eine gewachsene Clique
Eine Gruppe Menschen, mit denen man wandern, kochen, spielen, wichteln,fußballgucken, grillen .....kann
Nicht nur als Gruppe im Einzelbereich und nicht nur des Inhalts wegen
Sondern mit viel Sympathie und gegenseitiger Wertschätzung und viel Spaß beim Miteinander.
Das gibt es in meinem Blickfeld und das nicht selten.
Neben meine vorhandenen Menschen, mit denen ich gut und nah verbunden bin, fehlt auch noch ein Alltagsmensch. Mit dem ich gemeinsam über dies und das brüten kann und sei es zum shoppen oder kreativ sein
( Shoppen ist Platzhalter, ich mach's ungern )
Versuche, neues diesbezüglich aufzubauen hab ich hinter mir und da mag durch ein hoher Anteil von mir beigetragen haben, nicht zufrieden damit zu sein Hoher Anspruch und so.....
Ich hatte nie ein Problem damit alleine zu sein. Sehr fein - keine Rücksicht nehmen, tun was man mag.
Allerdings bin ich mit meiner Familie jetzt auch sehr glücklich und ich bin gerne verheiratet Vor allem mit den Kindern ist es sehr angenehm, nicht alles selber entscheiden zu müssen und Dinge besprechen zu können. Keine Frage, ich kann das alles alleine stemmen aber die "Last" des Alltags auf vier Schultern verteilt ist doch besser.
Doch hier muss ich zustimmen:
Zitat von Nocturna im Beitrag #8.... Nein, jeder der ähnlich gepolt ist, kann dich verstehen. Ich tue das, obwohl ich verheiratet bin. Meine Ehe funktioniert nur, weil wir uns uns innerhalb des Hauses in eigene Bereiche zurückziehen können. In einer 2-Zi-Wohnung wäre ich längst geschieden und ich bin sicher, mein Mann würde das unterschreiben.
Meinen Freiraum brauche ich unbedingt. Ein eigenes Zimmer trägt viel zum Erfolg unserer Ehe bei
Manchmal würde ich gerne switchen. Zwei Monate Familienleben und eine Woche alleine sein. Und immer so schön abwechselnd, bitte sehr Das wärs.
"...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..." Sprichwort auf Oxtorne
Mir geht es ählich wie Hydra, ich kann so viel von dem Geschriebenen nachfühlen... Ich wohne seit 9 Jahren alleine und ich LIEBE es. Habe davor in einer WG gewohnt, das war auch schön, aber alleine wohnen ist noch schöner. Für mich fühlt sich das nach maximaler Freiheit an und ich kann mir derzeit auch nicht vorstellen, diese Freiheit aufzugeben. Ich mag die Unabhängigkeit und befürchte, dass ich ein Problem haben werde, sollte mein jetziger Partner die Fernbeziehung leid sein und ernsthaft das Zusammenziehen forcieren. Ich brauche mittlerweile echt viel Zeit alleine, wo ich in aller Ruhe vor mich hin kramen und meinen Gedanken nachhängen kann, ohne dass jemand in der Nähe ist.
Neben dem Aspekt der Persönlichkeit ist es natürlich auch Gewohnheit, ob ich mir das Alleinsein vorstellen kann.
Zwischen 20 und Anfang 40 bin ich noch von Beziehung zu Beziehung geschlittert. War die eine am Ende, suchte und fand ich bereits die nächste. Vielleicht weil ich so erzogen wurde, dass ich nur mit Partner vollständig bin. Trotz der unguten Gefühle während des Zusammenlebens hielt ich lange an diesem Modell fest. Vielleicht lag es am Partner und der nächste ist besser? Nee, es lag an mir und meinem Bedürfnis nach Alleinsein.
Eingefleischte Nicht-Singles kommentieren übrigens meinen Wunsch nach Alleinleben auch gerne mit: "Du hast nur noch nicht den Richtigen getroffen". Wie viele soll ich noch ausprobieren? Und wozu, wenn ich doch auch alleine glücklich geworden bin?
Nach meiner letzten Beziehung mit gemeinsamer Wohnung überwog auch erst mal die Angst. Irgendetwas irrationales wie: "was ist, wenn du mal Hilfe brauchst..." Hat sich alles nicht bewahrheitet - obwohl ich öfter im Krankenhaus war, umgezogen bin und was sonst noch so im Leben passiert.
Wenn ich Hilfe benötige, frage ich halt jemanden. Auch meine Kollegen würden jederzeit helfen. Wie z.B. in der Quarantäne: vier Kollegen boten unabhängig voneinander an, Lebensmittel vor die Tür zu legen. Ein Ex-Freund auch. Der würde auch meine Tiere versorgen, wenn mal was ist.
Für den seltenen Fall, das Reparaturen anfallen, engagiere ich einen Handwerker. Aber das war schon in meinen Beziehungen so. Entweder weil die Männer handwerklich unbegabt waren oder weil ich nicht wollte, dass sie sich ausgenutzt fühlten.
Zum Reden findet sich auch immer jemand. Z.B. langjährige Freunde, die mittlerweile weiter weg wohnen und die ich immer anrufen kann. Aber mein Bedarf an Gesprächen ist nicht so riesig. Mir reicht das viele Reden auf der Arbeit. Das ist ja mein Job. Dazu noch mit Kollegen über privates. Zuhause bin ich froh, wenn ich schweigen kann oder schreiben, z.B. hier.
Nach einer Trennung gab es mal eine Phase, wo ich einige neue Leute kennen lernte (um über den Kummer hinweg zu kommen) und viel unterwegs war: nach meiner Erfahrung ist es nicht schwer, jemanden als Freizeitbegleitung zu finden. (Eher war es schwer, ruhige Menschen mit dem Bedürfnis nach Nichtaktion zu finden) Man darf nicht vergessen; es gibt ja jede Menge Singles (zumindest in der Großstadt), die nicht gerne alleine zuhause sind und Begleitung für Kino, Sport, Cafe etc suchen. Da kann ich jeden beruhigen, der davor Angst hat.
Mir selbst war das ständige Unterwegssein dann irgendwann zu viel. Es fühlte sich für mich anstrengend, wie ein zweiter Job, an. Ich will in meiner Freizeit keine Termine haben, sondern einfach nur zwanglos in den Tag hinein leben.
Zitat von gretchenross im Beitrag #13Mir geht es ählich wie Hydra, ich kann so viel von dem Geschriebenen nachfühlen... Ich wohne seit 9 Jahren alleine und ich LIEBE es. Habe davor in einer WG gewohnt, das war auch schön, aber alleine wohnen ist noch schöner. Für mich fühlt sich das nach maximaler Freiheit an und ich kann mir derzeit auch nicht vorstellen, diese Freiheit aufzugeben. Ich mag die Unabhängigkeit und befürchte, dass ich ein Problem haben werde, sollte mein jetziger Partner die Fernbeziehung leid sein und ernsthaft das Zusammenziehen forcieren. Ich brauche mittlerweile echt viel Zeit alleine, wo ich in aller Ruhe vor mich hin kramen und meinen Gedanken nachhängen kann, ohne dass jemand in der Nähe ist.
Ich habe mich nach 35 Jahren Ehe getrennt. Und das Alleinsein geliebt. "Unglücklicherweise" habe ich kurz darauf meinen jetzigen Partner kennengelernt. Wir sind seit 7,5 Jahren zusammen, wohnen aber getrennt. In der Woche allein, am WE zusammen. Plan ist, dass wir zusammenziehen, wenn ich in Rente gehe. Er baut gerade sein Haus aus. Ich würde dann mein Haus für sehr viel Geld vermieten können.
Aber ich bin im Zweifel. Am liebsten würde ich mein Haus als Rückziehort behalten. Macht natürlich viel Arbeit, 165 m² und noch ein Garten. Und erheblich weniger Geld. Aber ich liebe meine Eigenständigkeit.
Im Moment sage ich mir, ich muss es ja erst in 2,5 Jahren entscheiden. Ich kann alle verstehen, die gut mit dem Alleinsein klarkommen und es lieben. Aber ich liebe nun auch diesen Kerl.
Meinen Freiraum brauche ich unbedingt. Ein eigenes Zimmer trägt viel zum Erfolg unserer Ehe bei
In jeder Zusammenwohn-Beziehung hatte ich ein eigenes Zimmer. Auch in meiner Ehe. Vielleicht weil wir in Studentenzeiten in WGs lebten (ich nur kurz) und die klassische Wohnzimmer-Schlafzimmer-Aufteilung uncool fanden.
Mir hat das trotzdem nicht gereicht. Ich brauche meine eigene Wohnung.
Zitat von overknee im Beitrag #16Ich habe mich nach 35 Jahren Ehe getrennt. Und das Alleinsein geliebt. "Unglücklicherweise" habe ich kurz darauf meinen jetzigen Partner kennengelernt. Wir sind seit 7,5 Jahren zusammen, wohnen aber getrennt. In der Woche allein, am WE zusammen. Plan ist, dass wir zusammenziehen, wenn ich in Rente gehe. Er baut gerade sein Haus aus. Ich würde dann mein Haus für sehr viel Geld vermieten können.
Aber ich bin im Zweifel. Am liebsten würde ich mein Haus als Rückziehort behalten. Macht natürlich viel Arbeit, 165 m² und noch ein Garten. Und erheblich weniger Geld. Aber ich liebe meine Eigenständigkeit.
Im Moment sage ich mir, ich muss es ja erst in 2,5 Jahren entscheiden. Ich kann alle verstehen, die gut mit dem Alleinsein klarkommen und es lieben. Aber ich liebe nun auch diesen Kerl.
Kannst du nicht einen Teil des Hauses als Rückzugsort selbst nutzen, statt das komplette Haus zu vermieten?
Auch ich "oute" mich als gern Für-mich-Lebende und alte Bri-Hasen werden mich schon kennen.
Vieles, was hier geschrieben wurde, kann ich bestätigen.
Ich denke auch, dass es Typsache ist, ob jemand gern für sich ist (ich hasse das Wort "allein", denn das bin ich - und Ihr anderen - mit Sicherheit nicht).
Der Beziehungstyp ist mit dem Für-sich-leben-Typ nicht vergleichbar und ich hoffe, es entbrennt jetzt nicht wieder die/eine leidige Diskussion verpartnert vs. unverpartnert.
Mir ist positiv aufgefallen, dass in diesem Thread keiner dem anderen seine Wohlfühl-Lebensform abspricht. Finde ich gut. Es gibt halt verschiedene Menschentypen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Das lässt sich wirklich nicht vergleichen.
Ein paar tolle Beziehungen kenne ich auch in meinem Umfeld, die sind total glücklich zu zweit. Für die ist das genau das richtige. Es gibt auch jede Menge unglückliche Paare, aber auch verbitterte Alleinlebende. Letztendlich kommt es auf den Menschen selbst an.
Ich bin froh, dass wir in einer Zeit und in einer Gesellschaft leben, in der wir leben können wie wir wollen. Meine Eltern mussten noch heiraten, um eine Wohnung zu bekommen. Und als allein stehende Frau wurde man damals bedauernd angeschaut und war übergriffigen Kommentaren ausgesetzt. Wurde höchstens vorübergehend akzeptiert oder als Fräulein zur Untermiete. Das waren Zeiten.
Zitat von Hydra im Beitrag #22Mir ist positiv aufgefallen, dass in diesem Thread keiner dem anderen seine Wohlfühl-Lebensform abspricht. Finde ich gut. Es gibt halt verschiedene Menschentypen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Das lässt sich wirklich nicht vergleichen.
Ein paar tolle Beziehungen kenne ich auch in meinem Umfeld, die sind total glücklich zu zweit. Für die ist das genau das richtige. Es gibt auch jede Menge unglückliche Paare, aber auch verbitterte Alleinlebende. Letztendlich kommt es auf den Menschen selbst an.
Ich bin froh, dass wir in einer Zeit und in einer Gesellschaft leben, in der wir leben können wie wir wollen. Meine Eltern mussten noch heiraten, um eine Wohnung zu bekommen. Und als allein stehende Frau wurde man damals bedauernd angeschaut und war übergriffigen Kommentaren ausgesetzt. Wurde höchstens vorübergehend akzeptiert oder als Fräulein zur Untermiete. Das waren Zeiten.
Liebe Hydra, es geht auch nur so.
Selbst bin ich froh, in einer Zeit zu leben, wo es völlig latte ist, wie mit wem oder ohne "wem" gelebt wird.
Die wohlmeinenden Anmerkungen à la: Auch für Dich wird der "Richtige" schon noch kommen, haben wir erfolgreich hinter uns gebracht.
War nur immer froh, wenn das jeweilige Gegenüber es selbst gefunden hat.
Ich bringe meine Erfahrung mal für Unentschiedene ein.
Mein (zweiter) Mann und ich sind von der Anlage her gern allein. Darum funktioniert wahrscheinlich, ab dem ersten Tag, auch das Zusammenwohnen bei uns problemlos. Der benötigte Freiraum wird sich genommen und gelassen. Ein paar Absprachen braucht es bei uns, aber Kompromisse eigentlich nicht, was sich (für einen) gemeinsam nicht gut anfühlt, macht jeder für sich. Ja, und es gibt auch Tage, an denen wir beide zu Hause sind, aber nix Gemeinsames passiert. Wir wissen auch nicht immer, was der Andere gerade macht oder wo er ist, was Dritte manchmal irritiert. Und wir entscheiden mitnichten alles gemeinsam, nur Sachen, die Auswirkungen für den anderen haben, stimmen wir ab, aber das ist eigentlich nicht besonders viel oder oft notwendig.
Wir wohnen noch relativ großzügig, jeder von uns hat sein eigenes Wohnzimmer und sein eigenes Schlafzimmer. Wir haben uns aber auf eine Warteliste für eine altergerechte Wohnung setzen lassen, mehr als zwei Zimmer werden es dann nicht mehr sein und die Wohnungen sind auch traditionell mit einem größeren (Wohn-)Zimmer und zweitem kleineren (Schlaf-)Zimmer geschnitten. Auch dann wird jeder von uns in der einen Wohnung sein eigenes Wohn-/Schlafzimmer haben. Ich habe keine Zweifel, dass wir das auch dann hinbekommen. Es ist weniger die Wohnsituation als die innere Haltung.
Partnerschaft hat für uns den Vorteil, dass wir uns aus den Lebensformen Singleleben und Partnerschaft das Beste und Passende für uns herauspicken können. Und den Rest, der sich aus der Partnerschaft ergeben könnte, lassen wir halt. Zumindest jetzt, wo wir beide gesund, unabhängig und selbstständig sind. Wenn sich die Situation ändert, werden wir sehen.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Ich habe lange allein gelebt und nichts vermisst. Es gab einen großen Bekanntenkreis und mir hat es auch nie etwas ausgemacht, alleine irgendwo hin zu gehen.
Seit einigen Jahren lebe ich wieder Partnerschaft und ich bin glücklich; eben anders glücklich. Wir haben genug Platz und genug Zeit für ganz Eigenes und genießen Gemeinsames.
Aber das Gefühl, einfach sich mal anzulehnen, anzukuscheln, eine Hand zu drücken - das ist schon besonders.