Zitat von bazeba im Beitrag #222Ich war von der Schwangerschaft weg alleinerziehend - ich glaube du hast was ähnliches erwähnt?
Jedenfalls wurde mir - und das ist noch gar nicht so lange her - klar, dass ich einen großen Schmerz in mir trage. Nicht weil ich mich als Alleinerziehende so unwohl gefühlt habe. Sondern, weil ich nie erlebt habe, wie sich der Vater auf das Kind freut in der Schwangerschaft, seine Emotionen nach der Geburt, die ersten Monate mit einem glücklichen, stolzen Papa,.... das habe ich alles nicht erlebt. Und das macht mich manchmal traurig, auch mal wütend.
Die Fantasie das irgendwie nachzuholen (ich hatte bei folgenden Partner manchmal die Fantasie doch wieder schwanger zu werden, obwohl ich keinen konkreten Kinderwunsch verspürt habe), hat mich immer wieder verfolgt. ich sehe heute mit Mitte 40 ganz klar, dass das nicht wieder gut gemacht werden kann. Es ist wie es ist - was nicht heißt, dass man sich deshalb jede Nacht in den Schlaf weint. Aber es ist da, ich sehe mir den Schmerz an und er wird kleiner.
Vielleicht kannst du mit diesen Gedanken was anfangen?
Ich kann dieses Gefühl zu 100 % unterschreiben! Ich hatte auch nie einen stolzen Vater, der voller Vorfreude ist. Einen weiteren Kinderwunsch habe ich nicht. Ich bin froh, dass mein Sohn einigermaßen aus dem Gröbsten raus ist. Aber ja, es tut weh, wenn man dann Väter sieht, die sich auf das Kind freuen und stolz ohne Ende sind.
Zitat von schlaucher im Beitrag #225Magnoona, was ist eigentlich mit den restlichen 3 von 4 Großeltern deines Sohnes? Hat er da auch keine Beziehung und ist nie zu Besuch?
Ich finde, ihr steht ganz schön alleine da, dein Sohn und du. Da ist eine neue Beziehung schnell mit Ansprüchen überfrachtet, wenn die das abfangen soll.
Den Vater von deinem Sohn würde ich weiter versuchen, in die Pflicht zu nehmen (zahlt er Unterhalt?). Was ist denn mal mit Schulferien dort verbringen?
Oder nicht bestimmte Termine anfragen, sondern fragen "wann hast du Zeit, ihn wieder zu nehmen?"
Die andere Oma ist schon Ü80 und nicht mehr sehr belastbar. Da kann man mal zu Besuch hin. Aber dass sie ihn mal einen ganzen Tag nehmen würde oder gar über Nacht ist nicht möglich. Und die beiden Opas sind schon verstorben. Mein Vater schon lange vor der Geburt meines Sohnes.
Ja, Unterhalt zahlt er. Und egal, wie ich es mache: Frage ich nur, ob er ihn mal wieder nehmen möchte, bekomme ich als Antwort, dass er sich meldet. Was dann selten passiert.
Zitat von Magnoona im Beitrag #228 Ja, Unterhalt zahlt er. Und egal, wie ich es mache: Frage ich nur, ob er ihn mal wieder nehmen möchte, bekomme ich als Antwort, dass er sich meldet. Was dann selten passiert.
Aber auch da fehlt mir die Ich-Botschaft. „Lieber Ex, ICH brauche Planungssicherheit.“ „mal wieder nehmen wollen“ klingt relativ unverbindlich. Hat der Ex denn eine Mutter, mit der du mal bzgl. des Engagements ihres Sohnes reden könntest? Über Bande ist nicht die feine Art, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen.
Bei allem Miteinbeziehen-wollen vom Vater- glaube ich doch, dass eine Mutter lieber ihr Kind bei sich weiß als bei einen Vater, der an dem Kind kein Interesse hat!
Wie ich mir nicht vorstellen kann, dass hier Ich- Botschaften der Schlüssel sind.
Es stimmt wohl, dass er dieses Kind sehr ins Herz geschlossen hat und auch, dass das keineswegs selbstverständlich ist.
Dennoch- und zwar ganz unabhängig davon- ist es keine schöne Grundlage in einer Beziehung, wenn ich denke "ich find sicher keinen anderem Mann mehr". Da kommen doch zu allem, noch Ängste auf, die nicht dienlich für Entscheidungen sind.
Ich habe es beim Kindsvater schon so oft versucht in den letzten Jahren. Es bringt nichts. Ich habe mit ihm keinerlei Planungssicherheit. Da kann ich Ich-Botschaften senden, Wünsche artikulieren etc. Es bringt nichts. Er will nicht, kann nicht etc. Er ist selbstständig, hat sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, viel Wochenendarbeit. Richtig planen kann er da selber nicht.
@Magnoona: auch, wenn es abgedroschen klingt - du sprichst immer viel darüber, was alles NICHT geht (Oma geht nicht, Freunde zum Übernachten gehen nicht, Kindsvater geht nicht). Was geht denn statt dessen, um mehr Freiheiten für Dich (und deinen Partner ) zu bekommen?
Zitat von Magnoona im Beitrag #234Doch, Oma geht natürlich. Meine Tante geht auch gelegentlich mal. Also es ist nicht so, dass niemand da ist.
Aber ich kann meine Mama z. B. eben nicht 3x die Woche damit behelligen, den Babysitter zu spielen.
Aber dann ist doch auch „Party 50 km weiter mit Übernachtung auf der Luftmatratze“ mal drin. Braucht eben entsprechende Planung.
Was mir ansonsten noch auffällt: deine bisherigen Männer (zumindest die drei, die ich hier rausgelesen habe) waren alle der Typ „frei und unabhängig“. Was zieht dich denn an diesem Muster an? Und wärst du mit dem Typ „leidenschaftlicher Familienvater“ als Gegenentwurf überhaupt so glücklich?
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #236deine bisherigen Männer (zumindest die drei, die ich hier rausgelesen habe) waren alle der Typ „frei und unabhängig“
So klingt Magnoonas Freund für mich gar nicht. Seinen Bedarf an "Freiheit" finde ich mengenmäßig ganz normal.
Der Kindsvater klingt für mich nicht "frei und unabhängig", sondern verantwortungsscheu.
Zitat von schlaucher im Beitrag #237 So klingt Magnoonas Freund für mich gar nicht. Seinen Bedarf an "Freiheit" finde ich mengenmäßig ganz normal.
Der Kindsvater klingt für mich nicht "frei und unabhängig", sondern verantwortungsscheu.
Ich habe das eher als Gegenentwurf zu "voll in der Vater-Rolle aufgehen und unter der Woche mit der TE vor dem TV sitzen" gemeint. Ich persönlich finde jetzt auch nicht, dass der Partner der TE ein "überbordendes" Freiheitsbedürfnis hat, und habe auch immer das Fragezeigen, wieviel jetzt ein echtes "Problem" im Sinne diametral unterschiedlicher Bedürfnisse und wieviel eher ein Kommunikations-Ding zwischen den beiden ist.
Ich würde das jedenfalls bald mal mit ihm klären statt jahrelang aus Angst nichts besseres zu finden einen Kompromiss zu leben. Passiert vermutlich sehr häufig, bei mir auch 10 Jahre lang um die es mir jetzt leid tut.
Zitat von kenzia im Beitrag #231wenn ich denke "ich find sicher keinen anderem Mann mehr". Da kommen doch zu allem, noch Ängste auf, die nicht dienlich für Entscheidungen sind.
Wer sich freier fühlt, klammert weniger.
Ich denke, ich habe deutlich geschrieben, dass ich das nicht meine. Sondern was ist die Realität. Jenseits von romantischen Vorstellungen von "ganz und gar". Die Realität @Magnoonas ist, dass sie alleinerziehende Mutter mit Job und wenig fam. Unterstützung ist und daher in ihrer Zeit- und Lebensplanung von anderen abhängt bzw. auf diese achten muss und will. Die Realität pot. Partner ist, dass diese das so! nicht haben oder auch. Beides führt zu Abstimmungsthemen. Ein Mann, der selber Kinder hat und diese zumindest teilweise bei sich betreut hat noch weniger zeitlichen Spielraum ....
Das ist nicht "oh Gott, ich finde NIE + MEHR + EINEN"!
Das ist das Gute sehen. Und ggfs. in die Waagschale geben zum Schlechten oder nicht so prickelnden, das auch da ist.
Dass hier klammern ein Thema ist, sehe ich allerdings auch so. Und dass @Magnoona vollkommen unabhängig von irgendwelchen Männern (Freund oder Bub ;-) ) unbedingt wieder ein Eigenleben erleben sollte um sich wohler zu fühlen. Und ja, freier zu sein.
Zitat von Ewiger_Bub im Beitrag #239Ich würde das jedenfalls bald mal mit ihm klären statt jahrelang aus Angst nichts besseres zu finden einen Kompromiss zu leben. .
Um was zu klären, muss man aber selbst „klar“ sein. Da habe ich bei der TE ein paar Fragezeichen, was sie jetzt eigentlich möchte. So „on the long run“.
@Magnoona, du hast ja von mehreren ? Freundinnen geschrieben, die sich zumindest kritisch geäußert haben. Es gibt also Freunde!
Können die mal babysitten? Haben die keine Kinder, die dein Sohn als Spielkameraden kennt und mag?
Ich finde nicht! dass man den Buben wegorganisierten sollte. Aber ich glaube, dass dir mal ein Tag für dich sehr gut täte.
Kannst du dir vorstellen, deine Mama zu einem für euch beide fixen Termin als Babysitterin zu haben? So alle 14 Tage Freitag abends bis Samstag Mittag oder so?
Vielleicht wäre ein fixer Turnus entspannend für euch alle?
Zitat von Magnoona im Beitrag #55Dass er mit mir besprechen soll, was er vor hat Dass er auch mal mit mir plant und nicht immer nur alleine Dass es endlich auch mal "unser" Leben gibt und nicht nur "seins" und "meins"
Ein Mann der dich liebt, der plant mit dir und spricht sich ab, anders kenne ich sowas gar nicht. Dieser Mann mag dich und will dich auch nicht verlieren, vermutlich kann er schlecht alleine sein, aber ganz sicher bist du nicht die Nr1 für ihn. Da hilft auch kein ansprechen etc. Entweder akzeptierst du es oder du musst dich trennen. Sorry...
Zitat von Magnoona im Beitrag #232Er will nicht, kann nicht etc. Er ist selbstständig, hat sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, viel Wochenendarbeit. Richtig planen kann er da selber nicht.
Will dein Sohn denn Kontakt zum Vater? Ich finde es immer wieder ein Unding, wenn Männer ihren Kindern den Umgang verweigern (denn das tut der Kindsvater) und das Umfeld das hinnimmt und möglicherweise auch noch entschuldigt (z.B. mit viel Arbeit).
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Einen Menschen, der keinen Kontakt zu seinem Kind möchte, aus intrinsischer Motivation, kann man schon motivieren. Aber ob das sinnvoll ist, ist oft kontrovers diskutiert.
@Greenbird, du schreibst sehr apodiktisch. Ich denke, @Magnoonas Freund hat das Gefühl, er stimme sich ab. Er fragt immer, soweit ich es verstanden hab, ob Magnoona mitkommen will. Auch dass der Bub mitkäme wäre ihm kein Problem bzw. sogar recht (?). Wenn Magnoona nun nicht möchte oder kann - was soll er abstimmen? Wenn er selber eine Unternehmung machen möchte.
Das ist bissl die Gretchenfrage. Worauf verzichtet man. Der "Liebe" halber. Und wann fällt einem das wieder auf die Füße.
Klar, könnte er aus Liebe zu @Magnoona sagen, "gut, dann bleib ich auch daheim bei dir. Das ist mir lieber, weil ich liebe dich so sehr, dass ich lieber fernsehe als was mit Freunden zu machen, Hauptsache wir sind zusammen"
Gibt es! Nur? wie oft? Immer? Jedes 2. Mal? Einmal im Monat?
Umgekehrt könnte der Mann doch auch empfinden, bei größerer Liebe würde @Magnoona mit dem Buben öfter mal mitkommen. Sich zu seinen Freunden gesellen, Spaß haben, zusammen eine schöne Zeit erleben. Könnte er umgekehrt doch genauso empfinden oder? "Ich liebe dich so sehr, ich will mit dir am liebsten zusammen sein. Bevor ich allein auf der Couch hocke, fahre ich mit dir zu deinen Freuden und hab eine schöne Zeit mit dir."
Die Interessen sind erstmal gleichwertig. Daraus "Liebt mich (nicht)" zu stricken ist schwierig, finde ich.
Ich würd sagen, ihr müsst zuerst mal richtig streiten lernen. Eine Frage wie im Strangtitel (wer ist richtig, wer ist falsch) kann nur Verlierer erzeugen.
Von der Art, wie jemand sein Leben plant, kann man nicht auf Gefühle schliessen.
Und klar kann man auch wenn man Dinge unterschiedlich angeht, gemeinsame Wege finden.
Dazu gehört aber Auseinandersetzung.
Und dazu, da gebe ich Naomi recht, gehört eine gewisse Klarheit, was du brauchst.
Rokeby, ich könnte dir persönlich alles sehr gut erklären, nur leider liegt mir das schreiben so gar nicht und dann halte ich mich meistens sehr kurz;.)) Was bedeutet denn apodiktisch?
Ich finde einfach, wenn man eine Partnerin mit Kind hat und sie beide liebt, dann kann man nicht mehr alles so machen wie als Junggeselle und will es in der Regel auch nicht. Man spricht sich ab und flüchtet nicht. Gerade die Wochenende sind doch auch Paarzeit, die man aber auch planen muss bzw beide, gerade wenn einer alleinerziehend ist.
Auch wenn er sie fragt, ob sie am we mit den Kumpels mitkommen möchte zur Party, so weiß er doch, das es nicht mit einem 8 jährigen Jungen geht. Ich finde ihn aber auch extrem unreif für Ende 40, wer lässt denn dauernd alles stehen und liegen für einen Kumpel in dem Alter???Feuchtfröhliche Partys auf Matratzen??hahahaa..die hatte ich mit 20 Jahren vielleicht;.)))
. Jeder sollte auch seinen Freiraum haben und Freundschaften pflegen, darum geht es auch nicht,.... Aber die Paarzeit bzw Freizeitgestaltung sollte man doch mit seinem Partner absprechen und ihn nicht regelmässig vor vollendeten Tatsachen stellen. Nicht umsonst hat die Te so ein schlechtes Gefühl., sie spürt ganz genau, da läuft was nicht rund. Darauf sollte sie hören und mir scheint, leider ist sie noch nicht so stark um klar und deutlich ihre Meinung und Wünsche zu äußern, den Weg des geringsten Widerstand geht.
Zitat von Greenbird im Beitrag #243 Ein Mann der dich liebt, der plant mit dir und spricht sich ab, anders kenne ich sowas gar nicht....
Du vielleicht nicht, andere kennen das aber schon. Menschen sind verschieden. Den „Prototyp“ Beziehung gibt es nicht. Ich würde keinen Mann ohne eigenes Leben haben wollen, weil mir mein eigenes Leben sehr wichtig ist. Das ist aber Einstellungssache.
Zitat von Greenbird im Beitrag #247Gerade die Wochenende sind doch auch Paarzeit,
Aber doch nicht JEDES Wochenende? Habe ich nie so gelebt.
Ich glaube, dass der Schlüssel zu einer langen, vertrauensvollen Beziehung darin liegt, sich gegenseitig genug Freiräume zu geben. Dazu gehört aber auch, eben ein eigenes Leben zu haben - was mache ich an den Wochenenden, an denen mein Partner nicht da ist. Wenn ich darauf keine Antwort habe, habe ich mich abhängig gemacht. Und das ist nicht gut. Leider aber auch so ein Frauen-Ding. Beobachte ich bei Männern sehr viel seltener.
Ansonsten habe ich immer noch das Fragezeichen, wie denn der Ideal-Mann für die TE gestrickt wäre - hat der auch Kinder? Eines, zwei, drei? Wie alt sind die? Leben die zu 50% bei ihm oder doch eher bei der Mutter, und er sieht sie mal am Wochenende? Ist er eher Typ "Hausmann" oder Typ "Abenteurer"? Ist er der Typ "symbiontische Beziehung/siamesischer Zwilling"? Oder Typ "jeder hat seinen Orbit, aber unsere Orbits überlappen sich zu einem guten Prozentsatz"? Wie würde sich denn die TE als "Ersatz-Mama" für den Anhang eines potenziellen neuen Partners fühlen?
So, ein kurzer Zwischenstand: er hat heute von selbst gefragt, wann wir denn mal wieder was zusammen machen können.
Ich "Na spätestens, wenn Sohn bei Papa ist"
Schweigen...
"Von 14 auf 15? Mist... von 15 auf 16 wäre besser gewesen..."
Natürlich hätte er für diesen Tag schon was ausgemacht. Aber: er verzichtet drauf und hat 2 Städte vorgeschlagen, wo wir hinfahren können. Bad, Restaurant, weggehen.