Zitat von R_Rokeby im Beitrag #121 Doch ich schon. Trotz aller Bindungsstörung und Unabhängigkeitsbedürfnisse
Ich gehöre zu meinem Partner. Und er zu mir. Aber nicht in dem Sinne, dass wir dauernd aufeinander glucken. Das eine ist innerlich. Das andere organisatorisch.
Ich würde von mir sagen: ich gehöre mir erst mal selbst. Der Rest ist optional. Nice to have, aber nicht obligatorisch.
Zitat von Lilith10 im Beitrag #113Ich kann zum Beispiel gar nichts anfangen mit " wir gehören zusammen "
Doch ich schon. Trotz aller Bindungsstörung und Unabhängigkeitsbedürfnisse
Ich gehöre zu meinem Partner. Und er zu mir. Aber nicht in dem Sinne, dass wir dauernd aufeinander glucken. Das eine ist innerlich. Das andere organisatorisch.
Mir ist das zu nah an " mein Partner gehört mir" Aber das ist halt mein Ding.
Trotzdem bin ich seit über 10 Jahren verbindlich. Geht also 😊
Zitat von promethea71 im Beitrag #45. Dann spreche ich mit meinem Freund und sage, ich würde da gerne mit X auf das Konzert gehen, haben wir an dem Tag schon andere Pläne, magst du mitkommen, wie sieht es aus.
Aber welche anderen Pläne kannst „du“ denn haben, von denen du nichts weißt? Da läge das Problem dann doch woanders (jemand bestimmt über deine Zeit, ohne dich zu informieren).
Kennst du Bleistift-Termine? Also Termine, die noch nicht fix sind, aber in Diskussion, z.B. weil man sich mit anderen Freunden abstimmen muss?
Zitat"Vielleicht geht es mir auch nur bisschen darum, wenn er unterwegs ist, Spaß hat und ich sitz zu Hause und glotz in den TV. Mein Problem, ich weiß!
Ich kann dich sehr gut verstehen als Alleinerziehende. Ich habe keinen Partner und die Sache ist: du kannst es dir nicht aussuchen. Du kannst halt nicht raus, selbst wenn du willst, weil du dein Kind nicht alleinlassen kannst. Entweder dich kommt jemand besuchen oder du verbringst den Abend allein auf der Couch. Das kann nerven. Aber noch schlimmer ist: man gewöhnt sich dran, je länger es so ist.
Stimmt! Mein Sohn ist jetzt 8 und ich kannte es die letzten Jahre nicht anders. Klar bin ich mal 1-2x die Woche rausgekommen. Aber dann eben immer Babysitter organisieren, das ist meistens meine Mama, die das auch mehr stresste, als dass es ihr Freude macht. Aber gemacht hat sie es trotzdem. Für mich, für ihren Enkel.
Ich habe auch nicht wirklich damit gerechnet, dass da nochmal jemand kommt, dass sich an diesem Zustand überhaupt nochmal etwas ändert. Und der Freundeskreis wurde die letzten Jahre auch immer kleiner. Der Freundeskreis von früher, mit dem man mal spontan was machen konnte, was trinken gehen oder die einfach mal vorbeigekommen sind. Natürlich sind neue Freundschaften dazugekommen. Andere... Die eben auch Kinder haben und nicht mal spontan abends vorbeikommen können.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #128 Kennst du Bleistift-Termine? Also Termine, die noch nicht fix sind, aber in Diskussion, z.B. weil man sich mit anderen Freunden abstimmen muss?
Nein. Ich stimme da nichts ab. Der Termin ist da oder nicht. Notfalls ein „Blocker“. Wenn ich vorhabe, meinen Partner da mit einzubeziehen, sorge ich dafür, dass er davon so früh wie möglich Kenntnis hat. Der Hauptaspekt ist aber doch: die TE hatte gar nichts vor an dem letzten Oktober-Wochenende. Und wenn der Mann sie gefragt hätte, hätte sie gesgt: geht nicht, Kind. Das weiß er ja mittlerweile. Insofern verstehe ich den Aufreger nicht.
Dass es deinen Freund aber auch stören könnte, dass du durch deine Lebenssituation so stark fremdbestimmt bist, das ist wichtig, finde ich. Kannst du dich in seine Lage einfühlen? Wie das wohl so ist, mit einer Freundin, die er liebt, die aber oft nicht kann (und auch nicht will, wenn du ehrlich bist, oder?) Mit einem kleinen Buben, der sicher lieb und nett ist, aber nicht sein Kind.
Das sind Parameter, die nicht so easypeasy sind. Du musst ihm nicht "dankbar" sein oder so ein Mist. Aber mal eine Umkehrhaltung einnehmen? Wie geht es ihm? Mit euch
Kann zu. mehr gegenseitigem Einfühlen führen.
Ja, natürlich kann ich mich auch in seine Lage versetzen. Manche Dinge will ich tatsächlich nicht mitmachen. Wie die, bei dem Freundeskreis, der 50 km entfernt lebt. Wenn dann 4 Kumpels im Partykeller übernachten auf dem Boden - definitiv nix für mich.
Zitat von Magnoona im Beitrag #133[ Ja, natürlich kann ich mich auch in seine Lage versetzen. Manche Dinge will ich tatsächlich nicht mitmachen. Wie die, bei dem Freundeskreis, der 50 km entfernt lebt. Wenn dann 4 Kumpels im Partykeller übernachten auf dem Boden - definitiv nix für mich.
Aber du würdest doch wollen, dass er auch absagt und statt dessen mit dir fernsieht, stimmt‘s?
Zitat von Agathe13 im Beitrag #128 Kennst du Bleistift-Termine? Also Termine, die noch nicht fix sind, aber in Diskussion, z.B. weil man sich mit anderen Freunden abstimmen muss?
Nein. Ich stimme da nichts ab. Der Termin ist da oder nicht. Notfalls ein „Blocker“. Wenn ich vorhabe, meinen Partner da mit einzubeziehen, sorge ich dafür, dass er davon so früh wie möglich Kenntnis hat. Der Hauptaspekt ist aber doch: die TE hatte gar nichts vor an dem letzten Oktober-Wochenende. Und wenn der Mann sie gefragt hätte, hätte sie gesgt: geht nicht, Kind. Das weiß er ja mittlerweile. Insofern verstehe ich den Aufreger nicht.
Ich stimme auch nix ab. Ich teile mit. Wenn ich gern hätte, dass wir beide was machen und das tricky von den Terminen ist, sag ich rechtzeitig, dass ich gerne....
Sonst sage ich " Am Montag gehe ich brauen, am Samstag backe ich und am Sonntag ..."
Er genauso. Immer. Jeder "er"
Typsache. Ich suche mir solche Typen.
ABER: mit Kind oder abhängigen anderen Angehörigen ist das anders!
Ja, natürlich kann ich mich auch in seine Lage versetzen. Manche Dinge will ich tatsächlich nicht mitmachen. Wie die, bei dem Freundeskreis, der 50 km entfernt lebt. Wenn dann 4 Kumpels im Partykeller übernachten auf dem Boden - definitiv nix für mich.
Du betonst oft die "50 km" ist das für dich so weit weg?
Was wäre denn ein lebbarer Kompromiss für dich? Vielleicht hilft es dir, deine "Linien" auszuloten. Um dich entscheiden zu können. Aber wie gesagt, wenn du dich nach anderen Beziehungsformen sehnst, verplempere keine Zeit mit diesem Freund. Insbesondere, wenn du dir noch weitere gem. Kinder wünschen solltest.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #131 Ist es möglich, dass DU dich meldest? Aktiv, ja, mal fordernd? Gar nicht ?
Ich bin nicht Magnoona und hab statt Großeltern wenigstens den Kindsvater in der Nähe, der zuverlässig seine "Kindstermine" wahrnimmt. Aber ein drüberraus ist tlw.ein nervenaufreibender Akt, der so in die Eingeweide fährt, dass du dir wünschtest, du hättest nie gefragt. Ich will gar nicht wissen, wie das mit nem Kindsvater ist, der sich null komma null für sein Kind interessiert. Das sind dann gern solche, die kurzfristig absagen. Ohne Rücksicht auf das sich schon freuende Kind. Da würde ich den Babysitter vorziehen. Und den muss man sich leisten können. 13€ Kinokarte, 7€ Futter, Minimum zweieinhalb Stunden weg inklusive Fahrt ohne Kneipenbesuch hinterher, sind plus 30€. Und das ist nur der Stundenlohn für einen Teenager, den man nachts um halb elf noch heimfahren muss...ein Erwachsener ist teurer. 70€ um ins Kino zu gehen, gut, wer sich das leisten kann... Am End funktioniert sowas echt am besten mit Übernachtung des Kindes bei Freunden. Da muss aber ein gutes soziales Netzwerk her.
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Ich weiß echt nicht, warum anscheinend so viele Mütter kein Netzwerk haben. Geht doch allen so, das sie mal ohne Kind sein wollen. Da nimmt man mal die Kinder der anderen und hat dann dafür gleich auch mehrere Tage "gut"
Ich erlebe im Ehrenamt öfters, dass abtrünnige Väter dann auf einmal interessierter werden, wenn die Kinder so in der 3. sind. O-Ton "jetzt kann ich mehr anfangen"
Zitat von Lilith10 im Beitrag #140Ich weiß echt nicht, warum anscheinend so viele Mütter kein Netzwerk haben. Geht doch allen so, das sie mal ohne Kind sein wollen. Da nimmt man mal die Kinder der anderen und hat dann dafür gleich auch mehrere Tage "gut"
Das freut mich für dich, dass das bei dir so super läuft. Gibt mehrere Gründe, weswegen das bei anderen anders ist. Infrastruktur, fehlender Anschluss aufgrund der Alleinerziehendensituation, keine Verwandten in der Nähe, seltsames Vereinsmeiertum, keine Kinder in der Nachbarschaft, zugezogen etc...
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Zitat von Spatz33 im Beitrag #142. Gibt mehrere Gründe, weswegen das bei anderen anders ist. Infrastruktur, fehlender Anschluss aufgrund der Alleinerziehendensituation, keine Verwandten in der Nähe, seltsames Vereinsmeiertum, keine Kinder in der Nachbarschaft, zugezogen etc...
Klingt aber andererseits auch ein bisschen nach „ich mag da nicht mitmachen“. Das ist dann eine Wahl, die man getroffen hat.
Ja, mag sein. Die ersten 3 Jahre hatte er unseren Sohn keine Minute alleine. Er hätte ja Windeln wechseln müssen... Dann wurden zwar mal Ausflüge gemacht, aber ich musste dabei sein. Erst seit letztem Jahr nimmt er ihn alleine. Wie gesagt, wir reden hier von 2 - 3x im Jahr.
Ein Netzwerk, bei dem er mal übernachten kann? Schwierig. Er hat zwar Kumpels aus der Schule. Aber die haben selten Zeit, weil sie täglich in irgendwelchen Vereinen etc. sind. Es ist schwierig, da eine tiefere Freundschaft aufzubauen, die dann auch mal in einer Übernachtung enden. Und ich geb mir da auch Mühe, dass zwischen den Jungs was stattfindet. Letztendlich ist immer mein Sohn derjenige, der aktiv wird und fragt, ob XY heute Zeit hat. In meiner Kindheit war das viel einfacher. Wir sind nachmittags auf die Straße und mind. 5 Kinder waren da.
Zitat von Magnoona im Beitrag #145 Ein Netzwerk, bei dem er mal übernachten kann? Schwierig. Er hat zwar Kumpels aus der Schule. Aber die haben selten Zeit, weil sie täglich in irgendwelchen Vereinen etc. sind. da.
Warum ist dein Sohn dann nicht auch in diesen Vereinen? Da gibt‘s doch dann so was wie „alle fahren am Sonntag zum Auswärts-Spiel, und der Kleine fährt bei Jan-Torben mit.“ Und schon hast du ein paar Stunden Zeit mit deinem Freund gewonnen.
Das sind zig verschiedene Vereine. Kickboxen, Tischtennis, Basketball, Turnen, Musik. Ich rede hier von 4 - 5 verschiedenen Kindern. Ihm macht nur Fußball Spaß. Das macht er auch. Was bringt es mir, ihn in einen Verein zu stecken, bei dem er keinen Spaß hat?
Zitat von Magnoona im Beitrag #148. Was bringt es mir, ihn in einen Verein zu stecken, bei dem er keinen Spaß hat?
Einfach mal ausprobieren? Außerdem geht‘s ja nicht immer nur drum, was der Kleine will. Denk doch auch mal an dich. Es ist jetzt nicht unnormal, dass Kinder in dem Alter mehrere Sportarten machen. Die müssen sie nicht alle gleich gern mögen. Alternativ mehr an den Fußball-Verein ranrobben, da gibt‘s bestimmt Potenzial.
Aber müssen wir nicht vertiefen. Interessanter ist doch die Frage: wäre es für die Beziehung förderlich, wenn du mehr Freiräume hättest? Und wolltest du das überhaupt? Oder ist dein Idealbild: dein Herzensmsnn wird 100% Ersatzvater, und Eure Freizeit besteht zum allergrößten Teil aus kinderkompatiblen Aktivitäten. Seinen eigenen Freundeskreis verlässt er dafür.
Zitat von Magnoona im Beitrag #114 Vielleicht geht es mir auch nur bisschen darum, wenn er unterwegs ist, Spaß hat und ich sitz zu Hause und glotz in den TV.
Was hast du denn so VOR ihm in deinem Leben gemacht? Lies mal statt schnödes TV ein Buch … nein, sorry, Scherz … aber jeder Liebesbeziehung tut es verdammt gut, wenn die beiden einzelnen auch ein glückliches Einzelleben haben und was mit sich anzufangen wissen, sacht Tante Rotwein. Mir kommt es ein wenig vor, als neidest (hartes Wort, ich finde kein besseres) du ihm ein wenig seine unbekümmerte Unabhängigkeit.
Aber hey: er fragt dich! Er will dich dabeihaben!
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.