Zitat von Mediterranee im Beitrag #73Ich finde, King ist sehr leicht zu lesen, die Sprache ist flüssig und rund und mir manchmal fast etwas zu schlicht. Aber erzählen kann er wie kein zweiter.
Dieses "schlichte" scheint mir ganz bewusst eingesetzt. Da trifft man oft auf sehr simpel gestrickte, bodenständige Menschen, die komplizierte Sachverhalte in sehr einfachen Worten auf den Punkt bringen. Und da sitzt man beim Lesen einfach nur da, hält inne und nickt...und lächelt: "genau so isses".
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Zitat von Saltimbocca im Beitrag #78Gut finde ich bei King auch seine sozialen Aktivitäten, in Maine öffentliche Büchereien zu finanzieren. Auf liebenswerte Weise altmodisch.
Ja, eine gute Idee!
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Saltimbocca im Beitrag #78Gut finde ich bei King auch seine sozialen Aktivitäten, in Maine öffentliche Büchereien zu finanzieren. Auf liebenswerte Weise altmodisch.
Das wusste ich nicht. Danke für die Info. Mir gefällt auch sein spezieller Humor und seine Verweise auf andere Geschichten von ihm in manchn seiner Romane. Da fällt mir z.B. „tommyknockers“ ein, den ich nicht sooo toll fand, in dem aber jede Menge Querverweise auf andere Geschichten von ihm sind und ein Getränkeautomat jemanden angreift (fand ich zumindest damals beim lesen eher lustig als gruselig). Es gibt auch im „outsider“ eine Szene, die eigentlich schaurig ist, weil er beschreibt wie jemand von etwas bösem attackiert wird. Da das ganze aber auf dem Klo stattfindet, während die Figur noch zusätzlich mit massiven Magen Darm Problemen zu kämpfen hat, musste ich dann doch grinsen
O ja, die Querverbindungen zwischen den Büchern mag ich auch sehr. Ich erinnere mich unter anderem daran, dass in "11/22/63" zwei Figuren aus "Es" einen Gastauftritt haben.
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Zitat von _Zehstern_ im Beitrag #50Da bin ich wohl die Einzige, die es beim Lesen von "Es" (als Teenager, ist also schon ein paar Tage her) absolut "unrund" fand, dass der Beitrag des einzigen Mädchens der Gruppe zum Entkommen aus der kritischen Lage in deren Teenagertagen in angebotenem (und gern angenommenem) Sex bestand, ...
Bist du nicht; diese Szene in der Höhle gefällt mir auch nicht.
In einigen Büchern gibt es solche Merkwürdigkeiten, wo ich mich frage, ob Meister King sie verfasst hat, als er besoffen oder high war (und das war er zwischendurch wohl heftig), oder ob er unter Zeitdruck stand und ihm nix mehr eingefallen ist.
In "Sie" (Misery) hat er diese schriftstellerischen Geburtswehen schön beschrieben.
Ich vermute, der vermurkste Initiationsritus ist aus so einer Situation entstanden - irgendwie mussten die Seiten voll werden ...
Zitat von bunte Kuh im Beitrag #85 In einigen Büchern gibt es solche Merkwürdigkeiten, wo ich mich frage, ob Meister King sie verfasst hat, als er besoffen oder high war (und das war er zwischendurch wohl heftig), oder ob er unter Zeitdruck stand und ihm nix mehr eingefallen ist.
Er hatte durchaus mal ein heftiges Alkoholproblem, ob auch Drogen im Spiel waren, weiß ich nicht.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.