Ich kehre momentan wiederholt zurück zum Album "Flóð og Fjara" (Ebbe und Flut) von Gulli Gudmundsson. Der isländische Bassist hat sich hier zusammengetan mit dem niederländischen Pianisten Jeroen van Vliet und dem ebenfalls niederländischen Trompeter Koen Smits.
Inspiration für das Album ist die traurige Liebesgeschichte seiner Großeltern, die einander durch den 1. Weltkrieg verloren und nie mehr wiedersahen. Entsprechend sehnsuchtsvoll und melancholisch ist die Musik.
Seit einigen Monaten höre ich sehr gerne das Album "Ramour" von Fontamar Consort. Jean Fontamart komponiert und schreibt für die Stimme von Laurianne Langevin. Sie sind Franzosen, die inzwischen fast zwanzig Jahre in Italien leben und dort mit italienischen Musikern zusammen arbeiten u.a. mit dem bekannten Trompeter Paolo Fresu, der dieses Album auch produziert hat und darauf mitspielt.
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
"Jutta Hipp war die erste Musikerin aus Europa, die beim legendären Blue Note Label veröffentlichte – eine deutsche Jazzpianistin, die sich in den 50ern von Nazi-Deutschland bis nach New York spielte. Die Doku erzählt von ihrem Aufstieg, ihrem Bruch mit der Szene und ihrem Rückzug ins Private. Ein Porträt über Selbstbehauptung und künstlerische Integrität."
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Allein die Erwähnung dieser Band in dieser Rubrik hätte in den 70ern schon diverse Musikkritiker zur Weißglut getrieben. Nach den Endsechzigern und der zunehmenden Aufspaltung zwischen freieren Formen bis zum Free Jazz auf der einen und Fusion in sämtlichen Geschmacksrichtungen (mit dem Startpunkt Miles Davis/Bitches Brew 1969) auf der anderen Seite hat sich bis Ende der 70er eine Art Unversöhnlichkeit und quasi Kriegszustand zwischen den Lagern entwickelt, der heute kaum noch nachvollziehbar ist. Die Rezensions-Schlachten im Downbeat und anderen Publikationen waren episch. Eine der Bands, an dem sich das Ganze stets und zuverlässig entzündete war die Band Weather Report. Für mich ein Glücksfall, das Zusammentreffen von 'Joe' Zawinul und Wayne Shorter bei Miles Davis und der Gründung der eigenen Band 1970. Die beiden blieben der Nukleus dieser Formation, weder der Ausstieg von Miroslav Vitous, noch all der anderen Bassisten, Schlagzeugern, Percussionisten haben das Fundament der beiden durcheinander bringen können. Selbst das quälende Ende von Jaco hat man verkraften können. Paradigmatisch sei hier eine Scheibe herausgestellt:
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Danke! Weather Report habe ich lang nicht mehr gehört. Mit ein paar skandinavischen Free Jazzern, Soft Machine, Miles Davis, John Coltrane und Dave Brubeck gehörten sie zu meinen Jazz-Einstiegsdrogen in den 70ern.
Zitat von Katelbach im Beitrag #186 Weather Report habe ich lang nicht mehr gehört. Mit ein paar skandinavischen Free Jazzern, Soft Machine, Miles Davis, John Coltrane und Dave Brubeck gehörten sie zu meinen Jazz-Einstiegsdrogen in den 70ern.
Das ging wahrscheinlich sehr vielen aus unserer Generation so. Ich hab' mich damals an Miles und Coltrane hochgehangelt bin dann an sehr schnell bei Herbie Hancock und Freddie Hubbard gelandet – praktisch schon Proto-Fusion. Die Jungs haben modalen Jazz gespielt und plötzlich tauchte das Fender Rhodes auf - und hat, neben dem Minimoog - alles verändert. Neue 'Farben', neue Akkordstrukturen (die ich erst seeeehr viel später verstanden habe), aber ein Grundgefühl von: "hier passiert etwas Neues". Und ja, ich war in meiner Jugend zuweilen auch überfordert.
Großartig! Wobei der Josef sich eher widerwillig hat 'kaufen lassen', das war nicht ganz ohne Friktionen. Gulda natürlich am fetten 2,90m Bösendorfer …:) (mein Keyboard-Kumpel hat mal als Nebenjob in einem Klavierladen gearbeitet, hatte den Schlüssel zum Laden und wir sind, ein- zweimal nächtens da rein. Alter Falter, der Ton an diesen Steinway/Bösendorfer-Monstern ist f***g crazy.
Da gäbe es – aus Bremer Sicht – noch ein paar Geschichte zu Lyle Mays und Keith Jarret in Bezug auf Flügeln speziell in der Glocke, aber die soll ein andermal erzählt werden
Bin eigentlich nicht so Big-Band-affin, aber das hat was.
Schwester im Geiste… Big-Bands waren mir immer zu 'fett', zu 'behäbig', alles 'over'. Stehe ich auch heute noch zu, obwohl es geniale Ausnahmen gibt:
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Klassische Trio-Besetzung: Vijay Iyer – Piano Linda May Han Oh – Bass Tyshawn Sorey – Drums
Mir zuweilen etwas zu sperrig, aber – je nach Tagesform – kompatibel bis großartig.
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Er bleibt auf seinem hohen Standard, auch in neuer Triobesetzung (plus vielen Gastmusikern) klingt vieles vertraut. Mir fehlt natürlich immer noch Lyle Mays.
Faszinierend bei Pat finde ich, neben seiner meisterlichen Melodiösität in jeglichem komplexen Harmoniekontext (die durch seine Folk-Roots immer recht 'einfach' klingt) den Umgang mit seiner Synthi-Gitarre (Roland GR300/303). Damals in den 80er Jahren musste ich das auch unbedingt mal ausprobieren. Kompletter Fail. Das Ding hat eine unfassbare Latenz, man spielt eine Note und der Ton kommt gefühlt eine Sekunde später. Kein normaler Mensch kann das Ding mit halbwegs korrekten Timing spielen. Er kann es; weiss der Henker wie er das macht. Im Studio ist das ja recht einfach, alle anderen Tracks mit dem entsprechendem Delay nach hinten ziehen, aber Live geht das halt nicht :)
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Mit dem zuweilen starken Fokus auf Bass und repetitiven Mustern auf dem Piano erinnert es mich etwas an die Zusammenarbeit zwischen Rainer Brüninghaus und Eberhard Weber in den 70er Jahren
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
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"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Damals™ habe ich sieben oder acht Monate jeden Tag sechs bis acht Stunden mit dem Stück verbracht. Angefangen mit halben Tempo, immer weiter gesteigert. Habe mir die seltsamsten Möglichkeiten auf dem Griffbrett zusammengebastelt, nichts hat wirklich funktioniert. Weiss der Henker, wie er das spielt.
Ich habe es nicht geschafft, ich musste aufgeben. Eigentlich habe ich damit einen bestimmten Weg in der Musik aufgegeben. Schmerzt immer noch.
Und nein, es stimmte mich nicht glücklicher, als ich die WDR-Big-Band ähnlich habe scheitern gesehen.
Mike Stern – Gitarre (ja, seine alte Tele aus den 50ern) Steve Jordan – Drums Jaco Pastorius – Bass (kurz bevor es mit ihm richtig übel bergab ging Bob Berg – Tenor Sax (leider auch zu früh durch einen Unfall gestorben)
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
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