Im Kochforum gibt es einen Strang, in dem es um die Verpflegung bei einer Party anlässlich der Einschulung eines Kindes geht. Irgendwann erwähnt die TE, dass 17 Leute da sein werde. Bei sowas schüttelt sich mein Kopf immer automatisch.
Man liest und hört immer öfter, dass um die Einschulung ein Riesentamtam gemacht und das ganze als großes Event zelebriert wird. Klar, für das Kind ist die Einschulung schon ein wichtiger Tag (auch für die Eltern), und die frischgebackenen Erstklässler dürfen da ruhig im Mittelpunkt stehen. Aber so eine große Fete? Ich kenne das von meinen Kindern so: Bei der Einschulung waren Oma und Opa dabei (von meiner Seite, die andere Oma hatte kein Interesse). Nach dem ersten "Unterricht" ging es zum Pizzaessen und dann nachhause. Dort wurden die ersten "Hausaufgaben" gemacht und mit dem Spielzeug, das sich in der Schultüte befand (Sohn Lego, Tochter Bastelperlen - hatten sie sich gewünscht) gespielt. Vor dem Abendessen haben wir dann noch die Kleidung für den nächsten Morgen rausgelegt und die Schultasche gerichtet - in der Hoffnung, dass das Kind diese Tätigkeiten bald verinnerlichen würde.Und dann ging es zeitig ins Bett, weil wir ja am nächsten Tag auch zeitig rausmussten. Gut, das ist eine Weile her.....
Aber auch, wenn das heute vielleicht anders läuft: eine große Party finde ich nach wie vor übertrieben. Bin ich da ein bisschen old school?
Wir hatten letzte Woche eine Einschulung. Wir waren 22:-) Patchwork...da kommt alles doppelt.
Zur Zeit meiner Kinder gingen wir nach der Einschulung einfach nur mit den Großeltern zum Kaffee.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
@Gute Laune: so in etwa war es bei uns auch. Ich bin auch old school. Macht aber gar nichts. Vor allem ist die Einschulung doch in der Woche. Wieso können da so viele kommen ? Nehmen Sie sich frei dafür ?
Manche machen einen Riesenbohei, manche nicht. Teilweise auch regional verschieden.
Bei uns fiel eine Einschulung mit dem 79. Geburtstag des Opas zusammen, da waren dann auch mehr Gäste anwesend als normalerweise (wenn die Tante schon wegen des Geburtstags ihres Vaters mit Ehemann angereist ist, kommt sie natürlich nicht erst zum Kaffeetrinken). Da war dann das Mittagessen sozusagen die Einschulungsfeier, normalerweise wäre dann Schluss gewesen, aber danach wurde dann halt noch der Geburtstagskaffee des Opas gefeiert.
Zitat von Farfalle im Beitrag #3 Vor allem ist die Einschulung doch in der Woche. Wieso können da so viele kommen ? Nehmen Sie sich frei dafür ?
In Niedersachsen beginnt die Schule nach den Sommerferien immer an einem Donnerstag, die "Einschulung" der 5.-Klässler an den weiterführenden Schulen ist Freitags und die Einschulung an der Grundschule Samstags.
Zitat von Farfalle im Beitrag #3@Vor allem ist die Einschulung doch in der Woche. Wieso können da so viele kommen ? Nehmen Sie sich frei dafür ?
Bei uns sind die immer Samstags.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Wir sind jeweils mit dem Einschulungskind alleine mittags essen gegangen - da wir mehrere Kinder haben, war das fuer sie etwas besonderes, und sie durften auch das Restaurant aussuchen. Einmal war eine befreundete Familie dabei, deren Kind in dieselbe Klasse kam, einmal die Grossmutter, die gerade zu Besuch war, sonst immer "nur" das betreffende Kind.
Wenn aber z.B. alle 4 Grosseltern oder die Patentante oder so in der Naehe wohnen wuerden, haetten wir sie vermutlich mit eingeladen.
Zu meiner eigenen Einschulung gab es noch einen Schulgottesdienst am ersten Tag, obwohl es keine religioese Schule war.
Jede(r) so, wie es sich halt ergibt und fuer Eltern und Kind passt, denke ich...
Zitat von Farfalle im Beitrag #3 Vor allem ist die Einschulung doch in der Woche.
Bei uns ist das immer der Samstag, bevor die Schule wieder beginnt. Vormittag ist ein Gottesdienst für die, die mögen und 14 Uhr die offzielle Feierstunde mit Programm der älteren Grundschüler und Lehrer. Zuckertüten gab es auch schon immer hier, welche Ausmaße das annimmt, ist ein anderes Thema, auch die Bekleidung der Mädchen, Friseurbersuch etc.
Und in meiner Gegend wurde das schon immer größer gefeiert, bei mir damals auch mit Paten und Familie.
ich (ich kann mich nicht erinnern, dass das irgendwie gefeiert wurde, es war trotzdem ein besonderer Tag), also ich sehe das nicht so dramatisch. Manchmal ist jeder Anlass recht, um zu feiern, der nagelneuen Grundschülernden tut es sicher gut, Hauptperson zu sein und diesem Tag so richtig Bedeutung zu geben. Bei Evangelen dauert das ja sonst noch eine ganze Weile bis zur Konfi, Kathen haben zwar mit so 8 die Erstkommunion, aber inhaltlich und im Ranking der Bedeutung hat der Einschulungstag den längst abgelöst und Gottlose haben sowieso nix. Warum also den Tag nicht feiern? Wir sind damals mit dem Kind Pizza Essen gegangen Mit Schulgottesdiensten hatte ich schon damals ein Problem und das Kind auch ("was machen die da? was tun die? Aufstehen, Sitzen, Knieen... nach unerkennbaren Regeln. immer tun, was die Anderen machen? Soll ich doch sonst nicht! Gedichte und Lieder: noch nie gehört. Und warum erzählt der Mann eine Geschichte? Das war vom Kindergarten nicht trainiert, Kind war bei den anderen Kindern, konnte also nicht fragen). Gerne ein freibleibendes ökumenisches Angebot, das ist auch ökonomisch sinnvoll, aber nicht als Teil der Einschulungsfeier
Zitat von GuteLaune im Beitrag #1 Aber auch, wenn das heute vielleicht anders läuft: eine große Party finde ich nach wie vor übertrieben. Bin ich da ein bisschen old school?
Früher gab's idR keine Partys. Das war früher und heißt deswegen ja nicht, dass sich die Zeiten nicht auch ändern können. Ja, ich finde, Du denkst ein bisschen old school ;).
Ein Schuleintritt ist ja auch etwas, das man ruhig feiern darf. Ist schließlich der Beginn eines neuen Lebensabschnitts für ein Kind. Erwachsene feiern ja auch so ihre Meilensteine im Leben, wenn sie's für richtig halten.
Ich hab das erste Mal bei einer Reha in den (damals) brandneuen Bundesländern von Parties zur Einschulung gehört. Da war das wohl immer schon ein Event und schwappte dann langsam hier rüber.
In a world full of Kardashians be a Morticia
Ich benutze das generische Femininum, Männer sind selbstverständlich immer mitgemeint
Hier ist die Einschulung immer an einem Samstag und ja, es ist auch ein Ereignis. Aber auch das wird unterschiedlich gehandhabt. Und wenn die Familie etwas größer ist, dann kommen schnell mal 15-20 Personen zusammen. Es ist eine Familienfeier. Aber ich habe jüngst auch mit Bestürzung von gemieteten Hüpfburgen gehört.. nun ja. Kann man machen, muss man aber sicherlich nicht. Wir saßen im Garten und haben gegrillt.
Zitat von Naoko im Beitrag #13Aber ich habe jüngst auch mit Bestürzung von gemieteten Hüpfburgen gehört..
Dann hast du von mir gehört. Ich hab das Teil gesponsert.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
In den östlichen Bundesländern war die Einschulung wohl schon immer ein sehr großes Event, und das wäre auch nicht meins, wobei ich das weniger an der Gästezahl messe als vielmehr an dem, wie der Tag vielfach sonst gestaltet wird und wie die Kinder angezogen werden.
Ansonsten gilt doch, finde ich, leben und leben lassen. Ich finde die Einschulung an sich aufregend genug, so dass es da für uns nicht die riesige Party mit Hüpfburg etc. braucht, aber andererseits verstehe ich immer dieses „ist doch ein ganz normaler Tag“ nicht. Nein, das ist es nicht. Die Einschulung ist einer der größeren Einschnitte in einem Kinderleben und das als unwichtig abzutun, finde ich ebenso falsch, wie eine kleine Hochzeit draus zu machen. Hier in BaWü war die Einschulung zu meiner Zeit unter der Woche und heute machen es die meisten Schulen samstags, was ich schön finde, weil dann meist unkomplizierter beide Eltern dabei sein können. Hier ist Zeremonie, erste Schulstunde, Übergabe der Schultüte und erste Hausaufgaben, die man aber eben auch sonntags in Ruhe machen kann.
Bei 17 Personen frage ich mich, wieso das als so viel wahrgenommen wird. Wir haben schon nur ein Großelternpaar und haben jeweils noch die Paten eingeladen. Das waren dann einmal 15 und einmal 17 Leute (inklusive uns und allen Kindern) und das war ein kleiner Kreis. Bei Familien kommt ruckzuck was zusammen - mein Mann hat letzte Woche Geburtstag gefeiert, im wirklich kleinen Kreis: engste Freunde als Familie (5), sein Bruder mit Familie (4), meine Schwester, wo nur die halbe Familie konnte (2), meine Eltern (2) und wir vier - auch 17 Personen. Das finde ich echt nicht viel.
Wir haben bei den Einschulungen einfach daheim erst einen Snack (Butterbrezel) angeboten, dann Kaffee und Kuchen gemacht und abends einmal geggrillt und einmal Pizza bestellt und für unsere Kinder war der Trubel mit Feier, Schultüte auspacken, Besuch ausreichend - ein Restaurantbesuch wäre da eher zu viel gewesen, so musste keiner noch länger still sitzen und sie konnten mit den anderen Kindern draußen im Garten oder am nahen Spielplatz sein. Wenn die Familie mehr aus Erwachsenen besteht, finde ich es aber auch schön, wenn es noch kleines Highlight fürs Kind gibt (eine Runde Minigolf oder was immer es in der Nähe gibt) - sonst ist es doch oft so, dass die Erwachsenen sich dann festquatschen und das Kind eher untergeht.
Meine eigene Einschulung von 33 Jahren lief so: mit Mama und Papa zur Einschulungsfeier in die Schulaula. Anschließend erste Stunde im Klassenzimmer, danach noch Schulfotograf und zuhause wurde dann gegrillt und nachmittags Kaffee + Kuchen. Viele Gäste waren nicht da, nur eine Tante und ein Onkel, die in der Nähe wohnten und mit denen wir engeren Kontakt hatten und mein Pate.
Bei Freunden war es in den letzten Jahren verschieden: manche haben auch nur im kleinen Kreis zuhause gefeiert, andere mit sämtlichen Onkel, Tanten, Großeltern, Paten - locker auch Mitte 20 Personen, aber dann zuhause mit Grillen oder bestelltem Essen.
Über Freunde hab ich aber auch mitbekommen, dass einige wenige ziemlich auf den Putz hauen. Mit Feier im Restaurant in großer Runde, die Eltern tauchten zur Einschulungsfeier so gestylt auf, als würden sie gleich auf eine Hochzeit gehen mit festlicher Hochsteckfrisur, langem Abendkleid etc pp.
Finde ich persönlich too much, aber jeder so wie er mag
In Bayern ist die Einschulung immer dienstags (erster Schultag nach den Sommerferien).
Das reduziert die Anzahl der teilnehmenden Gäste.
Eltern nehmen sich für die Einschulung frei, Großeltern sind meistens nicht mehr berufstätig. Sonstige Verwandte oder Paten können nur im Ausnahmefall teilnehmen, besonders, wenn sie nicht in der Nähe wohnen.
Zitat von Naoko im Beitrag #13 Aber ich habe jüngst auch mit Bestürzung von gemieteten Hüpfburgen gehört.. Wir saßen im Garten und haben gegrillt.
Soll heißen, einige übertreiben maßlos, während Ihr Euch in Bescheidenheit übt?
Soll nur heißen, dass ich öfter den Vorwurf (?) oder die Meinung hörte, dass in den (nun nicht mehr ganz so) neuen Bundesländern bei der Einschulung maßlos übertrieben wird. Und da ich eben aus Diesen stamme, konnte ich damit nichts anfangen, weil es immer eine Familienfeier war. Ich konnte wirklich nicht verstehen, was so schlimm daran sein sollte, wenn die Familie zusammen kommt und dieses Ereignis feiert. Und das bestand bei allen die ICH kenne eben aus die Familie kommt zusammen, ähnlich wie bei Geburtstagen. Erst als eine befreundete Mutter mir von ihren Nachbarn berichtete, dass diese eine Hüpfburg bestellt hätten und sie mich fragte, ob das denn HIER normal sei, habe ich davon gehört. Und ja, ich gebe zu, ICH fand es gewöhnungsbedürftig.
Da gibt es sicherlich regionale Unterschiede. In den "neuen" Bundesländern wird die Einschulung üblicherweise mit Verwandten und Bekannten gefeiert. Die Feierstunde mit Schultütenübergabe ist am Samstag in der Schule, die reguläre Schulzeit beginnt dann am darauf folgenden Montag.
Warum nicht etwas feiern? Es ist ein neuer Lebensabschnitt.
Hier war auch kürzlich Einschulung, es wurde auch in der Nachbarschaft entsprechend gefeiert, neu für mich ist allerdings, dass sich für den Schulweg die Eltern, meist ein Elternteil, mit Kind an einem Sammelpunkt mit den anderen Erstklässlern samt Elternteil treffen und dann von da aus gemeinsam zur Schule gehen. So lernt das einzelne Kind ja gar nicht seinen späteren Schulweg kennen, es sei denn, die nehmen - jedenfalls aus unserer Nachbarschaft - weiterhin diesen Umweg in Kauf.
Bevor ich mich jetzt aufrege, isses mir lieber egal.
Wir haben am Samstag auch eine große Einschulungsfeier gehabt. Meiner Meinung nach ist für Kinder die Einschulung wesentlich wichtiger als irgendein religiöser Quatsch, von daher wird sie selbstverständlich genauso groß gefeiert. Mir ist ein Rätsel wie man ein Kommunion oder Konfirmation feiern kann, absolut überflüssig.
Zitat von LulaMae im Beitrag #21Hier war auch kürzlich Einschulung, es wurde auch in der Nachbarschaft entsprechend gefeiert, neu für mich ist allerdings, dass sich für den Schulweg die Eltern, meist ein Elternteil, mit Kind an einem Sammelpunkt mit den anderen Erstklässlern samt Elternteil treffen und dann von da aus gemeinsam zur Schule gehen. So lernt das einzelne Kind ja gar nicht seinen späteren Schulweg kennen, es sei denn, die nehmen - jedenfalls aus unserer Nachbarschaft - weiterhin diesen Umweg in Kauf.
Das nennt sich "Schulbus auf Füßen" und ist dafür gedacht, dass die Kinder gemeinsam gehen, statt gefahren zu werden oder alleine zu gehen, was vielen Eltern heutzutage zu gefährlich erscheint.