Zitat von meistens-heiter im Beitrag #2349Was nützt denn dem Einzelnen der Schienenverkehr, der nachts um 2.00 Uhr von seinem Heimatdorf in sein Arbeitsdorf kommen muss, weil er Bäcker ist? ...
Wenn er dem einzelnen Bäcker nichts nutzt, heißt das ja nicht, dass es zig anderen Arbeitnehmer:innen nichts nutzt, wenn der letzte Zug in die Schlafstadt der Metropole nicht nach Unterrichsende der Schulen, sondern nach Firmen-, Büro- und Geschäftsschluss fährt.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #2349Was nützt denn dem Einzelnen der Schienenverkehr, der nachts um 2.00 Uhr von seinem Heimatdorf in sein Arbeitsdorf kommen muss, weil er Bäcker ist? ...
Wenn er dem einzelnen Bäcker nichts nutzt, heißt das ja nicht, dass es zig anderen Arbeitnehmer:innen nichts nutzt, wenn der letzte Zug in die Schlafstadt der Metropole nicht nach Unterrichsende der Schulen, sondern nach Firmen-, Büro- und Geschäftsschluss fährt.
Es wäre ja vielerorts schon mal ein Fortschritt, wenn es ÜBERHAUPT einen ÖPNV gäbe, der öfter fährt als zweimal am Tag.
Die meisten haben doch genug Verstand, dass sie sich ganz gut ausrechnen können ob ihnen der ÖPNV (sofern vorhanden) mehr Vorteile als Nachteile bringt oder ob es zumindest ausgewogen ist. Klar fahre ich für 49 € in die Arbeit, wenn es mich nicht wesentlich mehr Zeit kostet und lass das Auto stehen. Sieht man ja auch sehr schön in den Großstädten. All meine Kollegen und Kolleginnen, die in der Stadt wohnen, kommen mit den Öffis in die Arbeit. Da fährt aber der Bus auch alle 15 Minuten, die Straßenbahn alle 10 Minuten und die U-Bahn noch häufiger. Auto ist eine teure Angelegenheit, da rechnen doch die meisten ob sie nicht lieber mit den Öffis fahren.
Sprachlos, dein Argument verstehe ich jetzt nicht. Was bringt es dem Bäcker, wenn er mit einem Carsharing-Auto in die Arbeit fährt und das Auto dann dort 8 Stunden rumsteht?
Die Idee ist, dass das Auto dann gar nicht zwingend 8 Stunden rumsteht, sondern in dieser Zeit wieder von jemand anderem genutzt werden kann. Ist ja nicht "seins"
Ist die Flotte große genug, dann könnte das klappen. Mit Reservierungsoption sowieso, ist halt nicht 100% spontan.
Nee, das funktioniert nicht. Wir reden hier von einem Dorf in der eine Großbäckerei steht. Einwohnerzahl vielleicht 2000. Die Arbeitnehmer kommen aus den umliegenden Dörfern. Arbeitszeitbeginn ist zwischen 22.00 Uhr und 2.00 Uhr. Ende flexibel.
Warum jeder einzelne kleine problematischere Fall herangezogen werden muss, um grundsätzlich Lösungsvorschläge in Frage zu stellen, werde ich wohl nie verstehen
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #2357Nee, das funktioniert nicht. Wir reden hier von einem Dorf in der eine Großbäckerei steht. Einwohnerzahl vielleicht 2000. Die Arbeitnehmer kommen aus den umliegenden Dörfern. Arbeitszeitbeginn ist zwischen 22.00 Uhr und 2.00 Uhr. Ende flexibel.
Ach so - in meiner Vorstellung war es umgekehrt, Fahrt vom Dorf in die Großbäckerei (Stadt/Industriegebiet).
Eigentlich wäre diese Situation gut für einen Werksbus, der die Leute pro Schicht einsammelt.
Zitat von Neustart im Beitrag #2358Warum jeder einzelne kleine problematischere Fall herangezogen werden muss, um grundsätzlich Lösungsvorschläge in Frage zu stellen, werde ich wohl nie verstehen
Um "nachzuweisen", das Veränderungen nichts bringen. 🤨
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #2357Nee, das funktioniert nicht. Wir reden hier von einem Dorf in der eine Großbäckerei steht. Einwohnerzahl vielleicht 2000. Die Arbeitnehmer kommen aus den umliegenden Dörfern. Arbeitszeitbeginn ist zwischen 22.00 Uhr und 2.00 Uhr. Ende flexibel.
Eigentlich wäre diese Situation gut für einen Werksbus, der die Leute pro Schicht einsammelt.
Zack, schon steht's bei Tichy, und nachdem ja bekannt und fast schon gerichtlich festgestellt wurde, daß der mindestens ein Erstgeborenes zum Frühstück verschlingt, kann man es ab da dann getrost ignorieren, weil's ja nur Tichys Propaganda sein kann. So einfach kann man sich sein Weltbild wieder geraderücken.
Werksbusse gab und gibt es für die großen Firmen in der Großstadt. Das Problem sind die Zeiten. Die Werksbusse fahren jedes noch so kleine Dorf an. Für eine Strecke von 40 km ist man einfach 2 Stunden unterwegs. Plus Arbeitszeit ist man 13 Stunden außer Haus. Das hat noch vor 2 Jahrzehnten gut funktioniert, da waren die Frauen daheim oder Teilzeitbeschäftigte. Aber das lässt sich heute keine Frau mehr gefallen, dass der Mann praktisch nicht daheim ist.
Ich dachte, Nachtschichten in Bäckereien wären ein Auslaufmodell, weil man heute andere technische Möglichkeiten hat, den Teig am Vortag vorzubereiten.
@weka - wenn Du das gerne liest... steht Dir ja frei 🤷♀️
Ich persönlich lese lieber die SZ und die NZZ und habe diese auch abonniert. Dort stand ein ganz guter Artikel zu Habecks Atomkraftwerks-Äusserung drin. Vielleicht liest Du auch mal eine seriöse Zeitung, nur so als Anregung.
Zitat von Neustart im Beitrag #2358Warum jeder einzelne kleine problematischere Fall herangezogen werden muss, um grundsätzlich Lösungsvorschläge in Frage zu stellen, werde ich wohl nie verstehen
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #2366Ich dachte, Nachtschichten in Bäckereien wären ein Auslaufmodell, weil man heute andere technische Möglichkeiten hat, den Teig am Vortag vorzubereiten.
Ich empfehle ein Praktikum in einer Grossbäckerei. Irgendwie reden hier manche von Dingen, die offenbar über das Vorstellungsvermögen hinausgehen. Um der Frage zuvorzukommen: ja, ich habe schon in einer Bäckerei gearbeitet (Arbeitsbeginn 4h) und ich kenne einige selbständige Bäcker.
Im (gross-) städtischen Umfeld funktioniert das wunderbar mit Öffis, Car-Sharing und diesen Scootern, aber auf dem platten Land ist das eine ganz andere Hausnummer. Mein Bruder wohnt auch ländlich, er hat mit Kollegen eine Fahrgemeinschaft zum Arbeitsort (Grosskonzern, 35 km). Mit Öffis käme er da schlichtweg nicht an den Arbeitsplatz.
Was mir fehlt, sind kleine Autos für kurze Strecken, die wenig Energie (was auch immer) verbrauchen. Das 3-l-Auto war mal angedacht . .
Mit Car-Sharing wird es im ländlichen (!) Raum schwierig. Da fährt einer von Hintertupfingen nach Klein-Kleckersdorf, da steht das Auto dann rum. Der nächste will von Gross-Kleckersdorf nach sonstwo . . wie kommt er an das Auto ran? Autonom fahrende Autos sind sicher eine Hilfe, das ist aber technisch noch ein paar Jahre hin. Ergo brauchen wir eine elegante und halbwegs (!) klima-freundliche Interimslösung.
Das 3 Liter Auto war nicht nur angedacht, das gab es. Und teilweise fahren sie heute noch herum. Der Ur- Lupo mit einfachster Ausstattung schaffte damals unter "Laborbedingungen" 3l. Und war ein günstiger Neuwagen. Ich habe einen solchen ein Jahr gefahren, danach meine Tochter weitere 2. Die ist nach Hamburg gezogen und hat ihn an einen jungen Mann aus dem Nachbarort hier verkauft. Der nutzt ihn beruflich- als Pizzabote. 20 Jahre alt ist die Kiste, 220.000 gelaufen und kam problemlos durch den TÜV.
Ich wäre gerne ohne Auto, geht aber nicht, deshalb fahre ich einen Aygo, der mit knapp 4l auskommt. Auf der Landstraße hier ist eh durchgehend 70. Damit komme ich genauso warm und trocken zur Arbeit wie meine Kollegen, die für einen Arbeitsweg von 20km zwingend einen A6 oder vergleichbar groß benötigen. Und dann motzen, dass das Dickschiff nicht auf den Parkplatz passt, weil die Parklücken zu klein sind:)
Der Arbeitgeber meines Mannes hat den Mitarbeitern ein gutes Angebot gemacht: Jobrad, bis zu 2 Räder zum Gesamtpreis von 8000 Euro, Versicherung und Service etc inklusive. Darüber haben wir jetzt zwei Ebikes, mit der Preisvorgabe gabs ja ordentlich Auswahl, und wenn es nicht furchtbar giesst fahre ich jetzt Rad. Der Wind interessiert mich mit nem EBike nicht mehr. Für meinen Arbeitsweg perfekt. Monatliche Kosten für meinen Mann 70 Euro. Der AG gibt noch was dazu.
Ich muss Neustart recht geben. Das bringt doch eine Diskussion null weiter, wenn man immer auf die Einzelfälle fokussiert. Dann sollen halt die Bäcker weiterhin mit dem Auto oder dem Fahrrad fahren (die arbeiten oft wohnortnah) aber die ganzen (Büro-)arbeiter, die alle zwischen 8 und 9 am Arbeitsplatz sein wollen, das ist doch die Masse und wenn da mehr mit dem ÖPNV fahren könnten (mehr, nicht alle!) dann wäre doch viel gewonnen.
Irgendwie wird das immer nerviger. Wenn jemand in Deutschland einen Vorschlag macht, kommt irgendjemand anders daher und sagt „aber die Gruppe X, die kann das nicht machen“ auch wenn die Gruppe X nur 0,3% der Gesamtgruppe ist und das soll dann beweisen, dass der ganze Vorschlag schlecht ist. Digitalisierung? Geht schon deshalb nicht, weil die 92jährige Omi das dann nicht kann und selbstverständlich hat sie niemanden, der ihr helfen könnte. Keine Nachkommen, keine Nachbarn, keine Seniorenhilfe, also müssen wir nach wie vor alles mit Formularen machen - nur ein Beispiel. Derweil ziehen andere Länder an uns vorbei.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von luciernago im Beitrag #2369Mit Car-Sharing wird es im ländlichen (!) Raum schwierig. Da fährt einer von Hintertupfingen nach Klein-Kleckersdorf, da steht das Auto dann rum. Der nächste will von Gross-Kleckersdorf nach sonstwo . . wie kommt er an das Auto ran?
Ich habe auch 30 Jahren auf dem Land gewohnt und weiß durchaus Bescheid um die Verhältnisse. Nichtsdestotrotz muss ja nicht alles so bleiben weil es schon immer so war. Es geht aber bei Veränderung u.a. darum, nicht gleich jeden Gedanken abzuschmettern, sondern auch etwas zu probieren und sich auf etwas einzulassen. In Österreich gibt es offensichtlich Menschen, die es zumindest versuchen wollen. https://www.mobil-am-land.at/content/Carsharing
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Die #Ampel betreibt mit ihrem Vorschlag zur #Wahlrechtsreform organisierte Wahlfälschung. Direkt gewählten Abgeordneten den Einzug ins Parlament zu verweigern, kennen wir sonst nur aus Schurkenstaaten. Die links-gelbe Ampel legt damit die Axt an unser demokratisches Fundament.
Besonders die CSU ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Denn was nun von der Partei in der Bundeswahlrechtsreform als verfassungswidrig angesehen wird, ist in Bayern offenkundig seit Jahrzehnten unproblematisch. Im bayerischen Landeswahlgesetz gibt es exakt diese Klausel nämlich nicht.
Solche verbalen populistischen Entgleisungen sind einfach nur peinlich...
Lucy, ist doch egal, ob ich derzeit stadtnah wohne ( ich habe auch schon in einem Dorf gelebt, von dem aus ich 2 Stunden/Strecke mit Kleinkind gemeinsam zur Arbeit - und Krippe - gefahren bin, falls mich das dann qualifiziert, eine Meinung zu vertreten 😉) Dass ein Lösungsansatz nicht jedem einzelnen gerecht wird, heißt doch nicht, dass er komplett unzureichend ist. Die eierlegende Wollmilchsau wird es nicht geben, die 82 Millionen Menschen berücksichtigt und zufrieden stellt.