Zitat von noBarbie im Beitrag #1818Aus dem vernkten Artikel: Objekte, die heute zur schlechtesten Kategorie G gehören, sollen demnach so saniert werden, dass sie mindestens die Klasse F erreichen.
Wie viele komplett sanierte Altbauten, das entspricht Kategorie F, kennst du in denen Belüftungsgeräte installiert sind, bzw deren Bewohner:innen ohne diese Geräte erstickt sind?
Ich kenne keine Erstickten, weil die Sanierungen nur unter der Bedingung gemacht werden dürfen, wenn sie Belüftungsanlagen anbringen lassen. Fenster öffnen soll man ja nicht, das Haus könnte auskühlen und wäre dann nicht mehr die Energieklasse, die man dem Kunden vorgaukelt. Ich kenne genug von dem Zeug und deshalb mache ich es bei meinem 92 Jahre alten Haus ganz sicher nicht.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #1826Ich kenne genug von dem Zeug und deshalb mache ich es bei meinem 92 Jahre alten Haus ganz sicher nicht.
Welche Maßnahmen zum Energiesparen/Klimaschutz planst du stattdessen für dein Haus?
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #1826Ich kenne genug von dem Zeug und deshalb mache ich es bei meinem 92 Jahre alten Haus ganz sicher nicht.
Welche Maßnahmen zum Energiesparen/Klimaschutz planst du stattdessen für dein Haus?
Ich vermute mal, die Maßnahmen die sinnvoll und dabei bezahlbar sind.
Bei einem gepflegten Haus mit 92 Jahren oder auch zum Beispiel Fachwerkhäuser gleicht dieses Unterfangen aber komplett Sanierung oder auch Abriss. Also sechstelliger Betrag
Stell dir mal vor du hast einen normalen job, hast irgendwann mal ein kleines Häuschen geerbt. Die Instandhaltung ist schon kostenintensiv und man ist damit schon am Limit. Zeitgleich wird vorgeschlagen das Häuser die bis 2030 die Vorgaben nicht erfüllen, nicht mehr bewohnt werden dürfen.
Wenn einen allein solche Überlegungen dazu nicht fassungslos machen.....
Aber so alte Häuser sind doch nicht automatisch energetisch total schlecht. Und wenn sie es sind, dann macht doch eine Modernisierung Sinn? Es geht um die schlechteste Effizienzklasse.
Unser Haus ist fast 120 Jahre alt und erreicht recht gute Werte, natürlich nicht wie ein neues Niedrig-Energiehaus. Aber G ist schon wirklich ineffizient.
Ist doch eh alles Beschiss. Wir haben vor 25 Jahren die beste und stärkste Dämmung auf das Haus machen lassen, die für Geld zu haben war. War ein sechsstelliger Betrag. Nur um Jahre später zu erfahren, dass die Feuerwehr damit ein erhebliches Problem hat und das Dämmmaterial hochproblematisch ist. Muss irgendwann mal als Sondermüll für sehr viel Geld entsorgt werden.
Dazu kommt, als ich mich dann intensiv mit Gärtnern beschäftigte, erkannte ich, dass eine Dämmung mit Pflanzen ein Bruchteil gekostet hätte, total umweltfreundlich gewesen wäre, sie im Winter wärmt, im Sommer kühlt. Gut, die Wärmedämmung ist nicht ganz so effizient, dafür hätte ich den Kühlfaktor gehabt. Aber sowas sagt dir natürlich keiner, alles muss man in mühseliger Kleinarbeit selber rausfinden (damals gab es noch kein Internet) und jetzt steh ich da mit dieser verdammten Dämmung.
Ja, Dämmung haben wir genau aus dem Grunde auch nicht gemacht, wir wollten unser Haus nicht in sowas einpacken. Sorry, klingt jetzt blöd, aber ich geb zu, das war mein Albtraum, dass wir sowas machen müssen. Hätte dann nicht gekauft, war aber auch erst vor ca 10 Jahren und damit mit einem anderen Wissen.
Aber die Wände sind unten fast 1m dick. Mit passenden Fenstern und einer effizienten Heizung erreicht man durchaus gute Werte, trotz hoher Decken im Übrigen. Wobei das vermutlich von Haus zu Haus auch unterschiedlich ist, weil alles etwas anders gebaut ist.
Zitat von Convallaria im Beitrag #1829Aber so alte Häuser sind doch nicht automatisch energetisch total schlecht. Und wenn sie es sind, dann macht doch eine Modernisierung Sinn? Es geht um die schlechteste Effizienzklasse. .
Ja, trotzdem kostet es Geld das viele nicht haben.
Denn die 100 -300 Euro was die Energie im Monat mehr kostet, kann man tragen. Eine Sanierung im sechstelligen Bereich nicht.
Ja, trotzdem kostet es Geld das viele nicht haben.
Denn die 100 -300 Euro was die Energie im Monat mehr kostet, kann man tragen. Eine Sanierung im sechstelligen Bereich nicht.
Verrückt ich weiß aber Realität.
Realität ist, dass Besitzer:innen selbstgenutzter Immibolien keine monatlichen Mietkosten, aber in der Regel Anspruch auf steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen haben. Realität ist auch, dass es ansonsten Zuschüsse und günstige kfw-Darlehen gibt und jede:r sich ausrechnen (lassen) kannn, was für sie oder ihn günstiger ist.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
NoBarbie, glaub mir, für das Geld was ich in energetische Maßnahmen gesteckt habe, könnte ich ungefähr 100 Jahre Energie bezahlen. Sowas rechnet sich nie, sowas macht man wegen Umweltbewusstsein und Enthusiasmus.
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #1834NoBarbie, glaub mir, für das Geld was ich in energetische Maßnahmen gesteckt habe, könnte ich ungefähr 100 Jahre Energie bezahlen. Sowas rechnet sich nie, sowas macht man wegen Umweltbewusstsein und Enthusiasmus.
Danke ... So ist es.
Und die ganzen Förderungen/Zuschüsse machen das ganze trotzdem nicht kostenlos.
Und die eingesparten Mietkosten muss man für Rücklagen auf die Seite legen.
Denn jeder der ein Haus hat, weiß das ständig was kommen kann.
Beispiel: gerade ist hier verpflichtende Kanaldichtheitsprüfung. Die Stadt schickt ne Firma und als Eigentümer darfst du die Rechnung Übernehmen. Hier ca. 12000 Euro. Völlig ungeplant.
Zitat von noBarbie im Beitrag #1833Realität ist auch, dass es ansonsten Zuschüsse und günstige kfw-Darlehen gibt und jede:r sich ausrechnen (lassen) kannn, was für sie oder ihn günstiger ist.
@noBarbie: Du scheinst eine andere Realität zu haben, als die Immobilieneigentümer die hier mit schreiben. Erstes wohnen die meisten nicht umsonst - wie Du schreibst mietfrei - , sondern zahlen in der Regel eine Hypothek ab (Stichwort: Altersvorsorge, mietfreies Wohnen im Alter) und müssen zusätzlich Rücklagen für Reparaturen bilden. Der Austausch einer Heizungsanlage kann heute schon mal 30.000 Euro kosten (und da ist die Förderung schon abgezogen). Falls Du auch eine Immobilie besitzt, dann frage doch mal bei Deiner Hausbank nach, Du hättest gern ein Kfw-Darlehen für energetische Sanierung. Die Banken lehnen das überwiegend ab, da zu viel Aufwand usw. und versuchen stattdessen Ihre (teureren) Sanierungsdarlehen an den Mann/die Frau zu bringen.
Und meine Realität als Mieterin ist, dass ich nur so wohnen will, wie ich es mir auch wirklich leisten kann, auch und gerade mit Blick auf die Zukunft.
Ich halte es für unrealistisch zu glauben, dass Klima- und Umweltschäden nicht in absehbarer Zeit zu deutlichen Einschränkungen in unserem Alltag führen werden. Und je höher der Lebens- und Wohnstandard, desto schmerzhafter dürften diese Einschränkungen wahrscheinlich (empfunden) werden.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
noBarbie, jetzt erklärt sich das. Dir scheint nicht bekannt zu sein, dass oft bei der Abtragung des Kredites für das Haus (auch mit KfW) nicht mehr gezahlt wird als sonst die Monatsmiete war/ist. Nur hat man beim Haus eben noch einen Gegenwert. Kaltmiete ist weg. Niemand sagt, dass Klimaschäden nicht existierten. Im Prinzip wäre eine Lösung dafür sich nicht weiterhin zu vermehren wie die Karnickel.
Die leute mit dem großen Fußabdruck vermehren sich nicht wie die Karnickel, doch ihr Fußabduck wird immer größer.
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Zitat von Chickenwings im Beitrag #1839noBarbie, jetzt erklärt sich das. Dir scheint nicht bekannt zu sein, dass oft bei der Abtragung des Kredites für das Haus (auch mit KfW) nicht mehr gezahlt wird als sonst die Monatsmiete war/ist.
Mein Allgemeinwissen umfasst auch solche, hinlänglich bekannte Fakten.
ZitatNiemand sagt, dass Klimaschäden nicht existierten. Im Prinzip wäre eine Lösung dafür sich nicht weiterhin zu vermehren wie die Karnickel.
Ist dir nicht bekannt, dass die Länder mit hohen Geburtenraten ganz weit hinter den Spitzenreitern beim Ausstoß klimaschädlicher Gase liegen, und dass reiche Menschen unabhängig von der Kinderzahl erheblich umweltschädlicher leben als arme?
Falls nicht wäre das eine persönliche, aber keine politische Fassungslosigkeit, weshalb ich mich nicht noch weiter vom Strangtitel wegbewegen möchte.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Auszug: Wer ein schlecht gedämmtes Haus besitzt, wird dies in den nächsten Jahren möglicherweise modernisieren müssen: Die EU-Kommission will Eigentümer zur Sanierung von Altbauten verpflichten. Dabei fehlen schon jetzt die Handwerker.
Nun ist ja der Artikel schon älter als ein Jahr (18.12.2021), gibts denn da schon neue Erkenntnisse?
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Zitat von Klemenzia im Beitrag #1840Die leute mit dem großen Fußabdruck vermehren sich nicht wie die Karnickel, doch ihr Fußabduck wird immer größer.
aber beide Faktoren Füße und Karnickel tragen extrem dazu bei, dass es auf Erden immer ungemütlicher wird. Für alle.
@meistens-heiter - danke für den Strang nebenan. Ich glaub einfach, vieles ist den doch extrem unterschiedlichen Lebensrealtitäen der User geschuldet. Ist von der Betrachtungslage her wohl kaum zu vereinbaren, ob man in einer Metropole Häuser besitzt und instand halten etc. muss und will oder eben die Lage als Mieter sieht. Ich glaube, 2 Stränge sind da besser.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Ich kann ja verstehen, dass sie kaputt ist (vielleicht steckt da ja auch mehr dahinter als sie sagt, Long Covid oder so) oder es gab vielleicht innerparteiliche Dinge, die (noch) nicht nach aussen kommen. Aber ich hätte mir echt gewünscht, sie wartet bis nach der Wahl in diesem Jahr, ich glaube, sie hätte ihre Partei nochmal zum Sieg gebracht. Sie war sicher nicht bei allen im Land beliebt, aber sie ist (für mich) immer noch eine der authentischsten und ehrlichsten, bürgernahesten PolitikerInnen, die es derzeit gibt.
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