Zitat von Charlie03 im Beitrag #1773Ich finde es gut, dass hier eine Grenze aufgezeigt wird. 30 Verkäufe im Jahr. Das sind fast drei pro Monat und ist schon viel.
30 Verkäufe im Jahr erreicht man locker, wenn man versuchen würde, seine umfangreiche private Plattensammlung - nur um ein Beispiel zu nennen -, einzeln an den Mann und an die Frau zu bringen. Also mich würde das massivst ärgern!
Zitat von Analuisa im Beitrag #1770Ich finde einen Gewinn von 2000 Euro im Jahr schon ganz schön viel - auf Gebrauchtes. Da musste erstmal hinkommen.
Ist es nicht unbedingt. Unsere Tochter verkauft netterweise gerade einen Teil der Eisenbahnsachen von ihrem Opa, da kommen schnell ein paar hundert Euro zusammen. Sollte sie umziehen wollen und es stehen dadurch weitere Verkäufe von ihren eigenen Sachen an, dann wird es schnell eng bei 2000 Euro oder mit 30 Verkäufen.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Zitat von Starbuck im Beitrag #1774Ich finde es eher fassungslosmachend, dass da auf einmal der Datenschutz nicht mehr so wichtig ist.
Wenn es um Steuerhinterziehung geht, finde ich das völlig in Ordnung.
Mag ja sein. Aber wieso muss nun jeder deutsche Eigentümer eine Grundsteuererklärung zu seinem Eigentum machen, obwohl theoretisch die Möglichkeit für die Finanzämter bestünde, sich die Daten aus den Grundbuchämtern zu holen? Da wird auf einmal der Datenschutz vorgeschoben.
Edit: Steuerhinterziehung? Bei 2000 EUR Umsatz im Jahr? Oh, bitte!
Zitat von Charlie03 im Beitrag #1773Ich finde es gut, dass hier eine Grenze aufgezeigt wird. 30 Verkäufe im Jahr. Das sind fast drei pro Monat und ist schon viel.
2000.... als brutto/netto Zusatzeinkommen. Bürgergeldempfängern wird da gekürzt.
Ich habe kürzlich 5 Bücher verkauft, also hätte ich noch 25 Verkäufe in diesem Jahr. Ich muss akribisch Buch führen, zu welchem Preis ich die gekauft und nun verkauft habe. Ich muss aufzeichnen auf welchen Portalen ich Waren eingestellt, gekauft und ggf. wieder verkauft habe. Es ist einfach der Wahnsinn.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Ihr ärgert Euch über die Mengen- und Einkommensgrenze oder darüber, dass es Grenzen gibt?
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Charlie03 im Beitrag #1782Ihr ärgert Euch über die Mengen- und Einkommensgrenze oder darüber, dass es Grenzen gibt?
Mich würde eigentlich nur ärgern, wenn ich bei einem Verkauf dessen, was ich über mehrere Jahrzehnte zu meinem eigenen Vergnügen und Gebrauch gekauft habe, Steuern zahlen müsste. Mein Verständns dafür wäre exakt bei Null.
Die Mengen und Einkommensgrenze sowie den damit verbundenen Aufwand um nachzuweisen, dass man kein gewerblicher Verkäufer ist. Man muss die Kosten für Porto und Verpackung nachweisen sonst wird das dem Gewinn zugerechnet.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Charlie03 im Beitrag #1782Ihr ärgert Euch über die Mengen- und Einkommensgrenze oder darüber, dass es Grenzen gibt?
Ich ärgere mich vor allem, wenn mal wieder ein Gesetz erlassen wird, dessen Einhaltung aus Personalmangel wohl kaum überprüft werden kann. Nach Angaben der deutschen Steuergewerkschaft fehlen rund 15 000 Finanzbeamt:innen, das ist ein gutes Drittel des derzeitigen Personals. Unter anderem dadurch gehen dem Staat jährlich zig Milliarden Steuereinnahmen durch die Lappen, die sicher nicht durch Privatverkäufe im Internet zusammenkommen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Hinterziehe ich Steuern, wenn ich eine neuwertige Einbauküche, die mal 8.000 € gekostet hat, und ich sie für 5.000 € verkaufe, weil in der neuen Wohnung bereits eine Küche ist? Nur mal als Beispiel.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Sariana im Beitrag #1785Nicht zu vergessen, welchen Aufwand Portale wie nebenan.de, Vintage und wie sie alle heißen, haben.
Das sollen sie auch.
Wer Steuer hinterzieht, handelt asozial.
nebenan.de wird durch Spenden und Fördergelder finanziert. Um die Verkäufer zu erfassen müssen ganz andere Datenbankroutinen geschaffen werden, die kosten Geld. Die Leute, die über dieses Portal verkaufen, hinterziehen wohl kaum Steuern, wenn Dinge eingestellt werden, die noch gut erhalten sind und von anderen Nachbarn genutzt werden können.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Charlie03 im Beitrag #1782Ihr ärgert Euch über die Mengen- und Einkommensgrenze oder darüber, dass es Grenzen gibt?
Ich über Ersteres. Wie das Beispiel von Sariana ja schon beweist, man ist ja kein professioneller Verkäufer und Steuerhinterzieher, wenn man einmalig eine gebrauchte Küche verkauft.
Für mich hat das (sorry für die Stammtischparole) was von "die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen"
Zitat von Sariana im Beitrag #1789Die Leute, die über dieses Portal verkaufen, hinterziehen wohl kaum Steuern, wenn Dinge eingestellt werden, die noch gut erhalten sind und von anderen Nachbarn genutzt werden können.
Jetzt weiß ich wieder, wieso ich über derartige Portale ausschließlich verschenke. Spare ich mir den ganzen Aufriss....
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1745ja, ich finde es auch eigenartig, Ich hätte 2 neg. PCR Tests und 5 Tage Quarantäne Nachweis verlangt.
Vor der Einreise.
aber: D und Ö brauchen die Massentouristen aus China dringend. Die Chinesen, die nach Europa reisen (dürfen) sind total reich und hauen ihr hier Geld raus ohne wenn und aber. Die shoppen bis zum Umfallen, oft in absoluten Luxusbereich, frequentieren Gastro (weniger zum essen, mehr für Fotos, Essen geht oft unberührt zurück), nehmen alles mit und wahr, was hergeht. Das ist super lukrativ für Hotels, Gastro, Shops...
Ist halt eine Kosten-Nutzen Abwägung.
Sehr trollig oder multiple Persönlichkeit? Wer weiss🤭🥱😀😍😁😊
Cerulean, bitte unterlasse diese pers. Angriffe.
wie du lesen kannst würde ICH (wenn ich der König von Lalaland wäre) ... tun Ich bin aber nicht der König von Lalaland. Die Könige von Lalaland haben andere Abwägungen als ich (bzw. nicht mehr, da die Realität das Post ja inzwischen überholt hat)
Zu schildern, was ich täte und gleichzeitig, was womöglich andere als meine Interessen sind ist doch total üblich?
Zitat von noBarbie im Beitrag #1787Ich ärgere mich vor allem, wenn mal wieder ein Gesetz erlassen wird, dessen Einhaltung aus Personalmangel wohl kaum überprüft werden kann. Nach Angaben der deutschen Steuergewerkschaft fehlen rund 15 000 Finanzbeamt:innen, das ist ein gutes Drittel des derzeitigen Personals.
Deswegen wird ja die Meldung solcher bösen Steuerhinterzieher auf die Verkaufsplattformen abgewälzt.
Zitat von noBarbie im Beitrag #1787Unter anderem dadurch gehen dem Staat jährlich zig Milliarden Steuereinnahmen durch die Lappen, die sicher nicht durch Privatverkäufe im Internet zusammenkommen.
Zitat von Sariana im Beitrag #1789Die Leute, die über dieses Portal verkaufen, hinterziehen wohl kaum Steuern, wenn Dinge eingestellt werden, die noch gut erhalten sind und von anderen Nachbarn genutzt werden können.
Jetzt weiß ich wieder, wieso ich über derartige Portale ausschließlich verschenke. Spare ich mir den ganzen Aufriss....
Irgendwann kommt noch ein findiger Mensch darauf zu prüfen, ob beim Verschenken nicht wirklich Geld fürs Sparschwein der Enkel geflossen ist. Oder die Finanzbehörde schickt Aufpasser zu Haushaltauflösungen.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Also früher, in der guten alten Zeit konnte man sich mit Flohmärkten das Studium mitfinanzieren. 2.000 Euro wären sagen wir 4.000 Mark gewesen?
Früher total schnell beisammen. Pro Flohmarkt oft mehrere Hundert Mark. Wenn man in der Saison jeden Samstag auf Flohmärkte geht, immer so um die 300 bis 700 Mark eingenommen hätte, hätte man da allein in den Sommersemesterferien...
Ich glaub übrigens, dass man das immer schon versteuern hätte müssen. So rein theoretisch. Die Bemessungsgrenzen waren doch immer schon so in etwa?
Ich kenne auch viele, die davon ein gutes Zubrot haben, auf online Plattformen zu verkaufen. Das ist nicht nur so "mal die Alessi Sammlung von der Oma" sondern richtiges Geschäft. halt oft unter dem Radar. er Staat braucht dringend Geld.
Zitat von Sariana im Beitrag #1794Irgendwann kommt noch ein findiger Mensch darauf zu prüfen, ob beim Verschenken nicht wirklich Geld fürs Sparschwein der Enkel geflossen ist. Oder die Finanzbehörde schickt Aufpasser zu Haushaltauflösungen.
Zitat von Sariana im Beitrag #1788Hinterziehe ich Steuern, wenn ich eine neuwertige Einbauküche, die mal 8.000 gekostet hat, und ich sie für 5.000 verkaufe, weil in der neuen Wohnung bereits eine Küche ist? Nur mal als Beispiel.
So ist es.
Dann schreibt man halt in Zukunft wieder Zettelchen am schwarzen Brett vom Supermarkt.
An sich bin ich nicht mal gegen das Gesetz.... Aber 2000 Euro sind lächerlich.
Rokeby, es geht mir einzig und allein um den kleinen "Mann", der aus welchen Gründen auch immer einen Haushalt auflöst und vielleicht mehr als 30 Verkäufe auf einen Schlag hat und mehr als 2.000 € in Summe einnimmt. Ich schrieb von meinen 5 Büchern, es gibt noch einige davon, die ich anbieten will. Dann fallen mir noch mindestens 10 Sachen ein, die bereits auf der Seite stehen. Kleidung verschenke ich, auch diverse Haushaltsartikel.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Sariana im Beitrag #1798Rokeby, es geht mir einzig und allein um den kleinen "Mann",
hab ich verstanden!
ich halte das für ein bedauerliches Nickeln bei den falschen. Ich hätte die Schwellensumme der Inflation angepasst zumindest. Also sagen wir auf 8.000. Aber: der Staat braucht Geld.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1795 Ich glaub übrigens, dass man das immer schon versteuern hätte müssen. So rein theoretisch. Die Bemessungsgrenzen waren doch immer schon so in etwa?
Ja.
ZitatIch kenne auch viele, die davon ein gutes Zubrot haben, auf online Plattformen zu verkaufen. Das ist nicht nur so "mal die Alessi Sammlung von der Oma" sondern richtiges Geschäft. halt oft unter dem Radar. er Staat braucht dringend Geld.
Mir hat gestern noch jemand erzählt, der bei einem Global Player Spielzeughersteller tätig ist, dass es einige Verkäufer auf eBay und den anderen Verkaufsplattformen gibt, die als mehrere Privatpersonen getarnt mit solchen Verkäufen eine schöne Stange Geld verdienen, er sprach von einem größeren fünfstelligen Gewinn im Jahr und mehr und dass das keine Seltenheit wäre. Gegen die geht das wohl hauptsächlich. Die haben u.a. auch ihre Kanäle etabliert, wie sie an neue und sehr gefragte Ware kommen. Diese verkaufen sie dann gegen hohe Aufpreise. Der normale Kunde und teilweise auch der normale Spielzeugfachhandel geht dann leer aus. Das gibt’s wohl auch bei vielen anderen Branchen, die dafür anfällig sind.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!