Zitat von Liberta im Beitrag #1099Schon Mussolini soll einmal gesagt haben: "Es ist nicht unmöglich, Italien zu regieren, es ist nur vollkommen sinnlos".
Der hat's mit der Brechstange gemacht.
Der Begriff italienischer Faschismus (italienisch: Fascismo italiano, Eigenbezeichnung Fascismo, Faschismus) bezeichnet eine 1919 im Königreich Italien gegründete rechtsextreme politische Bewegung, deren politische Ideologie sowie deren diktatorische Herrschaftsformen im faschistischen Italien (1925–1943) und der faschistischen Sozialrepublik RSI (1943–1945). Von 1921 bis 1945 wurden die Faschisten von ihrem „Duce“ (dt. Führer) Benito Mussolini angeführt.
Zitat von Chambord im Beitrag #1102... Wenn sie mal den A... in der Hose haben und sie auf "null" runterfahren, das wär doch mal was.
Mit der weiteren Losung: Seht zu, wie ihr klarkommt, von uns ... nullo, niente.
Die EU ist aber nicht Mami, die den widerspenstigen Kindern das Taschengeld kürzen darf.
Genau das war ja der Ausgangspunkt des Gesprächs hier: Die EU hat Mittel zur Sanktion von Mitgliedsländern, welche Gemeinsschaftsbeschlüsse nicht umsetzen oder gemeinsame Regeln missachten. Aber bei deren Einsatz muss selbstverständlich rechtskonform vorgegangen werden, nicht nach persönlichem oder parteilichem Gusto.
Was wäre denn so schlimm daran, wenn die EU durch das Tun einiger Regierungen an die Wand gefahren wird? Warum so viel Aufruhr eigentlich? Dann fällt die EU auseinander und neue Bündnisse entstehen.
Die Welt würde davon nicht untergehen. Dann können Polen, Ungarn, Italien und wer sonst noch will, sich zusammentun, die EU verlassen, die EU bricht auseinander und ein Dutzend Staaten, die mehr zueinander passen, gründen was Neues. Wo liegt also das Problem?
Die extreme Rechte? Ja, das ist ein Problem, aber es liegt nicht an den Politikern.
Zitat von Kastanie im Beitrag #1104Was wäre denn so schlimm daran, wenn die EU durch das Tun einiger Regierungen an die Wand gefahren wird? ...
Im Grunde nichts, nur wäre mir ein "Übrigbleiben der "Willigen" lieber, da damit eine ganze Menge Verträge mit Drittstaaten erhalten blieben (siehe mussiliche Lage des UK nach dem Brexit).
Zitat von Nicolo im Beitrag #1103Die EU hat Mittel zur Sanktion von Mitgliedsländern, welche Gemeinsschaftsbeschlüsse nicht umsetzen oder gemeinsame Regeln missachten. Aber bei deren Einsatz muss selbstverständlich rechtskonform vorgegangen werden, nicht nach persönlichem oder parteilichem Gusto.
Was heißt "persönlichem oder parteilichem Gusto"?
Verabschiedet sich ein Land aus demokratischen Strukturen ist auch die Kohle wech. So einfach ist das.
Wer hat demgemäß also als Erster gegen Gemeinschaftsbeschlüsse und Regeln verstoßen?
Muss sich ein Land überlegen, was wichtiger ist: Fascho's an der Macht oder als Demokratie vom europäischen Zusammenschluss profitieren.
Duschen ohne nass zu werden, geht nun mal nicht.
Mir ist klar, geht nicht, so wie ich das gern hätte, wegen .... siehe oben.
Dann schaun wir mal, bis die starken Wirtschaften auch irgendwann sagen: Nee, bei uns is jetzt auch nix mehr zu holen. Können hier nicht alle pämpern und die feiern Bunga-Bunga und machen, was sie wollen.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1097Jedes Land soll agieren, wie es will. Diese Freiheit gibt ein Land mit der EU-Mitgliedschaft allerdings teilweise auf.
Wenn aber ein Land wie Ungarn sich die Freiheit nimmt, sich wiederholt nicht an die Regeln zu halten, ohne dass es negative Konsequenzen befürchten muss, dann darf man sich nicht wundern, dass es Nachahmer gibt.
Zitat von Chambord im Beitrag #1106... Was heißt "persönlichem oder parteilichem Gusto"? ...
Das war doch Caramias Vorwurf an Frau vdL - sie würde EU-Mitgliedsländern mit Sankionen drohen, wenn diese unliebsam wählen oder regieren würden. Was auch immer unliebsam ist, wäre dann eine Frage von "persönlichem oder parteilichem Gusto".
Das was Du beschreibst, ist ja was Anderes: Es gibt gemeinsame, verbindliche Regeln. Wenn ein Land gegen diese verstößt, wird es eben sanktioniert. M.E. völllig ok und wird viel zu selten, spät und/oder lasch eingesetzt.
Zitat von Liberta im Beitrag #1107... Wenn aber ein Land wie Ungarn sich die Freiheit nimmt, sich wiederholt nicht an die Regeln zu halten, ohne dass es negative Konsequenzen befürchten muss, dann darf man sich nicht wundern, dass es Nachahmer gibt.
Eben. Für "Wehret den Anfängen" ist es zu spät, aber nun sollte es langsam mal losgehen.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1105 Im Grunde nichts, nur wäre mir ein "Übrigbleiben der "Willigen" lieber, da damit eine ganze Menge Verträge mit Drittstaaten erhalten blieben (siehe mussiliche Lage des UK nach dem Brexit).
Es wäre das, was ich mir seit Jahren wünsche. Dieses ewige Gezerre muss nicht sein.
Ein kleinerer "Club" und dann könnten wir endlich nach vorne schauen. Auch dann wird es natürlich Kontroversen und auch mal Streit geben, aber anders. Deutschland, Frankreich, Niederlande, Luxemburg und paar andere, ca. ein Dutzend, das würde reichen. Und die Anderen gründen auch was und machen, was sie wollen und wir haben unsere Ruhe von all den Orbans und Co.
Das ist auch das einzig Positive an einem angestrebten Beitritt der Ukraine: Sie wird die Spaltungstendenzen in der EU bechleunigen.
Zitat von Chambord im Beitrag #1110... Zu sehen, was in Italien (und anderswo) jetzt abgeht, braucht's kein persönliches/parteiliches Gusto....
Loggahblaihm. In Italien geht überhaupt noch nichts ab. In Sachen Polen ist die EU mitlerweile ganz gut am Ball. Was Ungarn angeht, so wird es allerdings höchste Zeit für kantige Ecken.
Zitat von wohinwoher im Beitrag #1065 Kennt denn jemand hier überhaupt [...]
wohinwoher, Du bist damit vor allem hartnäckig im falschen Strang. Ich habe Deine Frage im Ungarnstrang beantwortet.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Interessantes Detail zu Italien, eben ein Interview gesehen in der Kulturzeit/3sat:
Es gibt in Italien weder eine Briefwahl, noch eine Onlinewahlmöglichkeit. Man muss sich zum Zeitpunkt der Wahl in seiner Gemeinde an die Urne begeben.
Bemerkenswert, dass die Italiener bei früheren Wahlen eine recht hohe Beteiligung hatten, unter solchen Bedingungen. Obwohl sie ja sehr oft wählen müssen... Diesmal nur um die 64%.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1066Die geringe Wahlbeteiligung in Italien beschäftigt mich. Wir erleben ja auch seit Jahren, das immer weniger Menschen zur Wahl gehen.
Viele sagen, es läge an der "Politikverdrossenheit", manche sagen, das nicht das erwünschte Ergebnis der nichtwählenden herauskommen würde.
Möglich. Ich sehe eine viel größere Gruppe, die einfach kein Bock auf Politik hat. Die sich nicht informieren - weil es sie nicht interessiert.
In NRW hat fast die Hälfte der berechtigten Wähler nicht gewählt. Ich weiß nicht, ob es hilfreich ist, denen einfach nur "keinen Bock" zu unterstellen. Wesentlich zielführender für die Erhatung der Demokratie halte ich die Ursachenforschung und damit einhergehende Änderungen
Ich unterstelle niemandem was. Das sind meine Überlegungen, die natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit haben. Aber ich rede viel mit etlichen Leuten. Dabei erlebe ich halt oft, das jemand sagt: das interessiert mich nicht. "ich gucke lieber Fußball" "wir arbeiten nur im Garten " oder was auch immer.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1103Die EU hat Mittel zur Sanktion von Mitgliedsländern, welche Gemeinsschaftsbeschlüsse nicht umsetzen oder gemeinsame Regeln missachten. Aber bei deren Einsatz muss selbstverständlich rechtskonform vorgegangen werden, nicht nach persönlichem oder parteilichem Gusto.
Was heißt "persönlichem oder parteilichem Gusto"?
Verabschiedet sich ein Land aus demokratischen Strukturen ist auch die Kohle wech. So einfach ist das.
Zitat von Chambord im Beitrag #1110Sie verabschieden sich von demokratischen Strukturen, das reicht.
Ich denke das nicht. Erst einmal muss man sehen, wie lange dieses Dreierbündnis überhaupt besteht, so es denn, wie vermutet, zustande kommt. Die "Halbwertzeit" italienischer Regierungen ist ja nicht allzu hoch... Italien ist eine starke, stabile Demokratie und hat zudem eine starke, streitlustige Zivilgesellschaft. Außerdem verfügt Italien über einen starken Justizapparat, der auch über die Verfassung wacht. Und nicht zuletzt steht über allem der Staatspräsident Matarella, ein Sozialdemokrat, der dafür sorgen wird, dass die Verfassung auch weiterhin gesichert ist.
Zitat von Chambord im Beitrag #1110Zu sehen, was in Italien (und anderswo) jetzt abgeht,
Ja, die können nichts anderes, als auf die nationalistische Pauke zu hauen. Ich empfinde nur noch Abscheu für diese zunehmend blaubraune Gesinnung...
Zitat von Brischa im Beitrag #1123 Italien ist eine starke, stabile Demokratie und hat zudem eine starke, streitlustige Zivilgesellschaft. Außerdem verfügt Italien über einen starken Justizapparat, der auch über die Verfassung wacht. Und nicht zuletzt steht über allem der Staatspräsident Matarella, ein Sozialdemokrat, der dafür sorgen wird, dass die Verfassung auch weiterhin gesichert ist.
Zitat von Chambord im Beitrag #1110Zu sehen, was in Italien (und anderswo) jetzt abgeht,
Ja, die können nichts anderes, als auf die nationalistische Pauke zu hauen. Ich empfinde nur noch Abscheu für diese zunehmend blaubraune Gesinnung...
Naja, die haben schon vor, die Verhältnisse zu verändern. Auch die Verfassung.
Italiens Rechtsparteien wollen bei einem Wahlsieg die Verfassung ändern und ein präsidentielles Regierungssystem wie in Frankreich oder den USA einführen. Das bestätigte Silvio Berlusconi von der Partei Forza Italia in einem Radiointerview am Freita Dabei sorgte er mit dem Kommentar für Aufsehen, dass Staatspräsident Sergio Mattarella dann zurücktreten müsse.