Ist denn schon eine andere Meinung haben und dieses mitteilen Ausgrenzung?
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Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #8740 Diese Sehnsucht nach einer Vergangenheit, die es so nie gab, und die Schritte in diese Richtung halte ich für dumm.
Erinnerungsverklärung: es bleibt, was positiv erlebt wurde und damit positiv belegt ist: Baden am See, Winter mit Schnee und Schneemann, wir hatten wenig, aber wir waren glücklich mit Puppenstube und Ankerbaukasten. Den ganzen Tag draußen uerwegs. Ausgeblendet die rigide Kontrolle und Erziehng ("hat uns nicht geschadet, Ohrfeigen auch nicht").
Wer will wirklichh leben wie in den 1960-er Jahren? Mit brüllenden Chefs, Sechs-Tage-Woche, maximal einem Auto, einem Urlaub (wenn überhaupt), nix Convenience Produkte, Kohleheizung und einmal in der Woche Baden.Mutti musste sich den Lippenstift vom Nadelgeld abknapsen. oder vom Haushaltsgeld, Schwangerschaft war Schicksal, Berufsausübung für Frauen nur mit Erlaubnis des Ehemannes, der nicht daran dachte, daheim auch nur einen Finger zu rühren.Maximal drei TV-Programme. tbc Es soll so sein wie früher, aber mit allen Annehmlichkeiten von heute.
Ich denke, schöne Erinnerungen an Vergangenes haben wir alle mehr oder weniger. Aber hier geht es um was anderes:
Kaiserreich in positivem Licht
Die Partei legt zudem Wert darauf, das Kaiserreich und Preußen in positivem Licht darzustellen. Ein entsprechender Passus wurde auf Antrag einiger Delegierter mit großer Mehrheit ins Wahlprogramm eingefügt. "Der ideologische Furor, der sich mittlerweile gegen Preußen und das Kaiserreich richtet, gilt nicht nur diesem vergangenen Staat, sondern der deutschen Nation an sich", heißt es dort. Noch heute zehre man in der Bundesrepublik von den geistigen, technologischen und wirtschaftlichen Errungenschaften des ersten deutschen Nationalstaates.
Zitat von vultura im Beitrag #8747 Nun, der hat nicht im luftleeren Raum agiert. Beide Aussagen ergänzen sich
Dieses lächerliche staatenlose Männchen hätte keine Chance gehabt, wenn die Stimmung - sowohl von Seiten der Kommunisten wie der Faschos - nicht so aufgeheizt gewesen wäre. Beide wollten die Republik zu Fall bringen. Außerdem ist die Entwicklung nicht ohne die Folgen des vorherigen Krieges und der Weltwirtschaftskrise denkbar. So schlimm steht es heute zum Glück noch nicht.
Leider hat niemand meine Frage beantwortet: Worauf läuft diese Polarisierung hinaus? Wie stellt ihr euch vor, dass das enden wird? Die Versuche, eine bestimmte Partei durch Ausgrenzung zum Verschwinden zu bringen, sind gescheitert. Sie hat immer mehr Zulauf. Auf Länderebene hilft man sich schon damit, dass man mit der putinfreundlichen "Einfrauenpartei" einer erklärten Marxistin koaliert.
Zitat von frangipani im Beitrag #8749Der Vorteil den wir heute haben, ist das Wissen über das, was damals war. Es sollte heute deutlich einfacher sein, sich diese Dinge vorzustellen, weil sie schonmal passiert sind. Es gibt keine Ausrede mehr. Man kann sich heute überall informieren, sollte man in der Schule gepennt oder nicht entsprechend unterrichtet worden sein.
Zum Wissen über damals gehört aber auch zwingend die Vorgeschichte. Die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen waren in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts andere. Was aber auffällt, ist die starke Polarisierung - damals wie heute. Deswegen frage ich, was mit der rigorosen Ausgrenzung erreicht werden soll. Die NSDAP war in manchen Bundesländern und in A verboten, geholfen hat es nichts. Die ausgegrenzten Parteien inszenieren sich als Opfer und erhalten dadurch nur noch mehr Zuspruch.
Mir ist völlig schleierhaft, warum man nicht einen Weg wählt wie die Skandinavier: Sich ansehen, welche Sorgen die Menschen umtreiben und darauf eingehen, zB. in Bezug auf die Einwanderungspolitik.
Statt dessen hält man in Deutschland alle Themen, die auch von der AfD bewirtschaftet werden, für tabu. Sobald eine andere Partei sie anspricht, kommt sofort das Totschlagargument: Die reden wie die AfD. Das ist ein simpler rhetorischer Trick, denn natürlich gibt es kein Urheberrecht auf bestimmte politische und gesellschaftliche Themen. Trotzdem verfängt er. Auch hier meine Frage: Wie soll das weitergehen? Immer mehr Leute ausschließen und in die rechte Ecke stellen? Und dann? Demokratie abschaffen? DDR 2.0?
Ich sehe keine Polarisierung, weder damals noch heute. Die rechtskonservativen Parteien in Deutschland sind doch gut dabei, gerade bei der Einwanderungspolitik. Integration ist doch längst kein Thema mehr. Stattdessen geht es nur noch um Ausschaffung. Übrigens gibt es in Skandinavien mittlerweile auch Rechtspopulisten.
Zitat von Timarete im Beitrag #8755Auch hier meine Frage: Wie soll das weitergehen? Immer mehr Leute ausschließen und in die rechte Ecke stellen?
Wenn du dich fragst, wie es mit der Demokratie weitergehen soll, nimm doch endlich mal zur Kenntnis, dass die AfD eine in weiten Teilen gesichert verfassungsfeindliche Partei ist, die in ihrer Gesamtheit als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird. Deren Wähler:innen stimmen mit ihrem Kreuz auf dem Stimmzettel den antidemokratischen Positionen und Bestrebungen von Politiker:innen zu, die ich ungestraft Nazis und Faschisten nennen darf, und von denen mehrere z. T. wiederholt mit bestehenden Gesetzen in Konflikt geraten sind, u. a. wegen Volksverhetzung.
Diese Leute schließen sich selber und ganz freiwillig aus der großen Mehrheit derer aus, denen die Bewahrung des demokratischen Rechtsstaats wichtig ist.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Ich schließe mich Charlies Frage an, inwiefern denn AfD-Unterstützer:innen - um die geht es doch? - ausgeschlossen werden. Weil ihnen widersprochen wird? Weil sie kritisiert werden? Wie kommunizieren sie, was nicht erwidert wird? Ich gebe gerne zu, dass meine Erfahrungen durchaus begrenzt sind, aber an Kommunikation von der AfD ist mir vor allem bekannt: Harsche Kritik an anderen Parteien bis hin zu Verzerrungen, Drohungen, mindestens Anfeindungen gegen die Verfassung, Lautstärke... Ich seh da jetzt keine Kommunikation(sbereitschaft), die nicht erwidert würde. Sie geben ihre Meinung kund und Andere eine andere Meinung, das ist doch politischer Diskurs.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Ich bedanke mich insbesondere bei Susannah für die Links als Antwort auf meine Frage, welche Lüge(n) Correctiv konkret vorgeworfen werden. Ich habe es gesehen und schreibe auch noch was dazu, ich hinke etwas hinterher.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
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Zitat von noBarbie im Beitrag #8757 Diese Leute schließen sich selber und ganz freiwillig aus der großen Mehrheit derer aus, denen die Bewahrung des demokratischen Rechtsstaats wichtig ist.
Also stimmen deiner Meinung nach 12-14 Millionen Wähler in Deutschland den antidemokratischen Positionen und Bestrebungen von Politiker:innen zu, die du ungestraft Nazis und Faschisten nennen darfst. Das ist heftig. Dann sollte man sich im Ausland vielleicht wieder vor Deutschland fürchten. Ich hoffe, dass es nicht so ist, es wäre schrecklich für ganz Europa.
Zitat von Flau im Beitrag #8758Ich schließe mich Charlies Frage an, inwiefern denn AfD-Unterstützer:innen - um die geht es doch? - ausgeschlossen werden.
Nein, nicht die Wähler, die halte ich größtenteils für Protestwähler, wie überall in Europa. Die Partei.
Schlimmer finde ich, dass manche Themen als "verbrannt" gelten, zB. Fragen zur besseren Steuerung der Einwanderung. Die Union versucht, das Thema anzusprechen, aber statt der Erleichterung darüber, dass sich eine bürgerliche Partei des Problems annimmt, wird die Union dafür abgewatscht, dass sie sich angeblich "AfD-Themen" zu eigen macht. Das wirkt so, als ob manche Themen schlicht nicht erwünscht wären, und natürlich treibt das die Wähler den Parteien zu, die darüber sprechen und so tun, als ob sie Lösungen hätten. Übrigens basiert auch der Erfolg des BSW darauf. Allerdings halte ich diese Partei auch für problematisch.
Wenn man möchte, dass Parteien an den Rändern nicht mehr von bestimmten Themen profitieren, muss die politische Mitte versuchen, auf die Sorgen der Menschen einzugehen und die Probleme zu lösen, so gut es geht.
Hat jemand gestern das Interview mit Alice Weidel im Heute Journal gesehen (ab Minute 3:26) ? Ich fand das sehr bizarr wie sie sich da in Rage geredet hat. Die scheint ja jede einzelne Windkraftanlage persönlich zu hassen. @Timarete, ich finde es schon bedenklich, dass man die AfD-Wähler mit Logik und Fakten nicht erreicht. Darum finde ich, dass Ausgrenzung der einzige Weg ist. Wenn du die Hassrede von Alice auf dem Parteitag nicht schlimm fandest, macht diskutieren aber auch gar keinen Sinn.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von sprachlos im Beitrag #8762 @Timarete, ich finde es schon bedenklich, dass man die AfD-Wähler mit Logik und Fakten nicht erreicht. Darum finde ich, dass Ausgrenzung der einzige Weg ist. Wenn du die Hassrede von Alice auf dem Parteitag nicht schlimm fandest, macht diskutieren aber auch gar keinen Sinn.
Ich fand Weidel auch grausig. Aber wie lange willst du 12-14 Millionen Wähler ausgrenzen? Tendenz steigend? Wenn man all diese Millionen tatsächlich für eingefleischte Faschos hält, ist Hopfen und Malz verloren. Protestwähler kann man dagegen zurückholen. Aber nicht, indem man sie pauschal zu Idioten und Staatsfeinden erklärt.
Erstens, es gibt nicht die homogene Wählerschaft. Zweitens, sieht es ja im europäischen Ausland auch nicht besser aus. Vielleicht schlagen sich bald mal die Faschisten verschiedener Länder gegenseitig den Kopf ein.
Zitat von Cerulean im Beitrag #8764 Zweitens, sieht es ja im europäischen Ausland auch nicht besser aus.
Eben. Sie sind überall ein Problem, aber der Umgang mit ihnen ist unterschiedlich.
Ob Ausgrenzung tatsächlich die bessere Lösung ist, sei dahingestellt. Die Entwicklung in Deutschland spricht nicht dafür. Die Opferrolle treibt den Rechtspopulisten immer mehr Wähler zu.
Zitat von Timarete im Beitrag #8760Also stimmen deiner Meinung nach 12-14 Millionen Wähler in Deutschland den antidemokratischen Positionen und Bestrebungen von Politiker:innen zu, die du ungestraft Nazis und Faschisten nennen darfst.
Mal abgesehen davon, dass jede:r sie, juristisch abgesegnet, so nennen darf, würde mich mal interessieren, wie du deine Wahlentscheiddung triffst, wenn nicht danach, welchen Positionen, Forderungen, Programmen von Parteien deine höchste Zustimmung finden?
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Timarete im Beitrag #8761Schlimmer finde ich, dass manche Themen als "verbrannt" gelten, zB. Fragen zur besseren Steuerung der Einwanderung.
Nancy Faeser hat eigentlich schon einiges getan, das merkt aber niemand mehr, weil es noch immer mehr sein muss. So viele kriminelle Migranten gibt es doch gar nicht, das ist doch Quatsch.
Ich bin auf Instagram und folge in meiner Stadt verschiedenen Seiten, die Veranstaltungen veröffentlichen, auch der Stadtseite selbst. Es ist unvorstellbar, wie toxisch die Kommentare dort sind und immer mit dem Tenor, man könne überhaupt nicht mehr in die Innenstadt gehen, weil man dann abgestochen oder vergewaltigt würde - was natürlich nicht stimmt. DAS ist das Ergebnis dessen, was die AfD bisher erreicht hat. Und wie gesagt, es ist nie genug, um dem künstlich erzeugten Feindbild gerecht zu werden.
Wir können gar nicht mehr ohne Einwanderung bestehen, daher müssen wir Einwanderung fair und streng nach dem Gesetz regeln. Und das tun wir aktuell, wenn das natürlich auch nicht optimal läuft.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von Timarete im Beitrag #8760Also stimmen deiner Meinung nach 12-14 Millionen Wähler in Deutschland den antidemokratischen Positionen und Bestrebungen von Politiker:innen zu, die du ungestraft Nazis und Faschisten nennen darfst.
Mal abgesehen davon, dass jede:r sie, juristisch abgesegnet, so nennen darf, würde mich mal interessieren, wie du deine Wahlentscheiddung triffst, wenn nicht danach, welchen Positionen, Forderungen, Programmen von Parteien deine höchste Zustimmung finden?
Protestwähler lesen meist keine Parteiprogramme, sie wählen aus dem Bauch raus.
Viele dieser Wähler haben das diffuse Gefühl: "Es muss sich was ändern". Wenn dann eine Partei kommt, die Änderungen verspricht, wählen sie diese. Wird diese Partei rigoros ausgrenzt (auch auf kommunaler und Länderebene), kommt sie nie in die Verlegenheit, tatsächlich zeigen zu müssen, was sie kann. Sie kann sich weiter als Opfer inszenieren und behaupten, sie hätte die Lösung.
Zitat von Timarete im Beitrag #8755Auch hier meine Frage: Wie soll das weitergehen? Immer mehr Leute ausschließen und in die rechte Ecke stellen?
Wenn du dich fragst, wie es mit der Demokratie weitergehen soll, nimm doch endlich mal zur Kenntnis, dass die AfD eine in weiten Teilen gesichert verfassungsfeindliche Partei ist, die in ihrer Gesamtheit als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird. Deren Wähler:innen stimmen mit ihrem Kreuz auf dem Stimmzettel den antidemokratischen Positionen und Bestrebungen von Politiker:innen zu, die ich ungestraft Nazis und Faschisten nennen darf, und von denen mehrere z. T. wiederholt mit bestehenden Gesetzen in Konflikt geraten sind, u. a. wegen Volksverhetzung.
Diese Leute schließen sich selber und ganz freiwillig aus der großen Mehrheit derer aus, denen die Bewahrung des demokratischen Rechtsstaats wichtig ist.
Das neutralisiert sie aber nicht. Mit der sehr berechtigten Be- und Verurteilung ändert man ihr Denken nicht. Auch nicht das Nicht-zu-Ende-Denken dessen, was sie mit ihrer Haltung bewirken. Ein angeblich nicht unerheblicher Teil der AfD-Sympathisanten (ich habe die Zahlen nicht nachgeprüft) ist nicht wirklich extrem rechts, viele fühlen sich von den etablierten poltischen (auch gesellschaftspolitischen) Meinungsführern nicht gehört, nicht verstanden. Dass sie sich selber ins Knie schießen sehen sie nicht, auch und erst recht nicht mit Bäh-Bashing
Zitat von sprachlos im Beitrag #8767 Wir können gar nicht mehr ohne Einwanderung bestehen, daher müssen wir Einwanderung fair und streng nach dem Gesetz regeln.
Hätte man sich von Anfang an die bestehenden Einwanderungsgesetze gehalten, incl. Dublin III, wäre das Problem heute nicht so groß. Die klassischen Einwanderungsländer zeigen, wie man reguläre Einwanderung gestalten kann. Sie fahren seit Jahrzehnten gut damit. Diesem Beispiel ist Europa nicht gefolgt, statt dessen ließ es jahrelanges Chaos zu.
Na ja, so ganz funktioniert das auch nicht überall. Kanada hat durchaus Probleme, die USA sowieso. Wo läuft es richtig gut? Unsere Welt hat sich geändert, daran haben Neoliberalismus, "westliche (Wirtschafts)Werte", Klimafolgen ihren Anteil und das wird sich eher noch zuspitzen. Dass sehr rechte Politik mit oder ohne back to Kaiserreich ungefähr so wirksam ist, als wolle man mit Wind Feuer löschen sehen sie nicht,, die mainstream-Politik auch nicht wirklich
Zitat von vultura im Beitrag #8769 Mit der sehr berechtigten Be- und Verurteilung ändert man ihr Denken nicht. Auch nicht das Nicht-zu-Ende-Denken dessen, was sie mit ihrer Haltung bewirken.
Das gilt für alle Wähler extremer Parteien. Auch für die Linksradikalen. Mit einem gewissen Prozentsatz Unbelehrbarer muss man immer leben. Bei den Protestwählern sehe ich aber durchaus die Möglichkeit, sie zurückzuholen. Diese Leute sind zumeist keine ausgeprägten Ideologen.
Zitat von vultura im Beitrag #8769 Mit der sehr berechtigten Be- und Verurteilung ändert man ihr Denken nicht. Auch nicht das Nicht-zu-Ende-Denken dessen, was sie mit ihrer Haltung bewirken.
Das gilt für alle Wähler extremer Parteien. Auch für die Linksradikalen. Mit einem gewissen Prozentsatz Unbelehrbarer muss man immer leben. Bei den Protestwählern sehe ich aber durchaus die Möglichkeit, sie zurückzuholen. Diese Leute sind zumeist keine ausgeprägten Ideologen.
Ja - wenn. man mit ihnen redet und sie ernst nimmt
Zitat von vultura im Beitrag #8771Na ja, so ganz funktioniert das auch nicht überall. Kanada hat durchaus Probleme, die USA sowieso.
Versuch mal, in Kanada einfach so die Grenze zu überqueren. Du bist ganz schnell wieder draußen. Die Probleme Kanadas sind vor allem wirtschaftlicher Natur: Hohe Lebenshaltungskosten, zu große Abhängigkeit von den USA. Natürlich verstärkt wie überall die hohe Zuwanderung das Wohnungsproblem, aber sie versuchen es wenigstens.
Im Gegensatz zu Merkel, die suggerierte: Da können wir nichts machen, Grenzen kann man nicht schützen, nun sind sie eben da. Das war ein haarsträubendes Beispiel der Selbstaufgabe staatlichen Handelns.
Zitat von Timarete im Beitrag #8772Bei den Protestwählern sehe ich aber durchaus die Möglichkeit, sie zurückzuholen. Diese Leute sind zumeist keine ausgeprägten Ideologen.
Warum wählen diese Protestwähler eigentlich nicht die Linken wenn es denen ausschließlich um Protest ginge? Es muss schon ein bisschen mehr als das sein, es ist rechte Ideologie, die sie wollen und das meint meist, sich irgendwelche Minderheiten rauszupicken und die für alles verantwortlich machen. Das sollte nicht gesellschaftsfähig werden.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...