Erstens Das "Problem" stand nicht völlig unerwartet und "von heut auf morgen" vor der Tür. WEIT davor, hätte man sich schon damit beschäftigen müssen. Leider versäum8t. Na ja..
Zweitens Das ist jetzt fast 10 Jahre her und Lösungen gibt es bisher wenig gute. Ist auch alles so schwer. Na ja...
Ja, vielleicht sind die wirklich Lösungen schwer.
Es gibt natürlich auch eine Vorgeschichte dazu, warum 2015 ff so viele Flüchtlinge kamen: Krieg in Syrien, politische Verfolgung in anderen Ländern - da kam viel zusammen.
Es lohnt sich, die Vorgeschichte zu sehen. Auch, dass nicht Deutschland allein verantwortlich war oder etwas im Alleingang dafür hätte tun können um im Vorfeld die spätere Lage zu verhindern:
Dann sind diese Dämme gebrochen weil der UNHCR, der bei der Bewältigung diese Probleme eindämmen sollte, unterfinanziert war.
Gekürzt Wichtige Faktoren. Natürlich hätte D das allein nicht beeinflussen können, aber der Rechtspopulismus in ganz Europa verstärkte sich ja. DA hätte die EU mal besser zusammen gearbeitet, statt sich an Klein, Klein abzuarbeiten. Auch das hätte denen, die Kritik an der Umsetzung geübt haben und noch üben, das Wasser abgegraben.
Jetzt kommt bei vielen Bürgern nur noch " Geht alles nicht, wegen EU Gesetzen" an. Leichtes Spiel für Populisten.
Zitat von print im Beitrag #8643 Allein schon der Begriff ist geeignet, Assoziationen zu wecken. Eine Chiffre, wenn nicht gar ein Kampfbegriff, um jegliche Fantasie über den Umgang mit Migranten abzudecken. Weil dabei nicht nur öffentlich verkündete Massnahmen, die man ergreifen möchte, eine Rolle spielen. Sondern auch Raum gibt für die weiter gehenden Ideen rechtsextremer Denker wie Sellner die mit der AfD in Verbindung stehen. Nicht zuletzt war er Gast auf dieser "Informationsveranstaltung" in Potsdam.
Kann man natürlich alles abtun als Spekulation.
Was ist das denn anderes als Spekulation? Assoziationen, Fantasie, Raum geben für weiter gehende Ideen.....
Sellner ist ein Kotzbrocken, es lohnt nicht, über seine Ideen zu spekulieren. Aber wenn, dann wäre es doch sinnvoll, bei dem zu bleiben, was er wirklich sagte: Weil Sellner um die Brisanz dieses politischen Richtungswechsels weiß, betont er in seinem Buch die Abgrenzung der Remigration von unmenschlichen Szenarien. Remigration hat mit Vertreibung nichts zu tun. Vertreibung war das, was beispielsweise nach dem Zweiten Weltkrieg mit 14 Millionen Ostdeutschen geschah, von denen anderthalb Millionen diesen brutalen Vorgang nicht überlebten.
Remigration ist keine Vertreibung. Es geht vielmehr um Anreizsysteme, um freiwillige Ausreise und um klare Kriterien wie Kriminalität, politische Religiosität und kulturelle Ferne. Es geht um einen Prozess, der sich über 30, 40 Jahre erstrecken würde, wenn man ihn in Gang brächte.
Die Remigration von illegal eingewanderten, von nicht integrierbaren und von unerwünschten Ausländern ist juristisch möglich, politisch gerechtfertigt, moralisch vertretbar und praktisch umsetzbar.
Wohlgemerkt, ich teile die Ideen von Sellner überhaupt nicht. Was mich aber stutzig macht, ist, dass die Gegenseite so sehr auf Interpretationen setzt, um die Stimmung anzuheizen. Wozu soll das gut sein? Um von den realen Problemen abzulenken und einen Sündenbock zu finden?
Zitat von Lilith10 im Beitrag #8655 Natürlich hätte D das allein nicht beeinflussen können, aber der Rechtspopulismus in ganz Europa verstärkte sich ja. DA hätte die EU mal besser zusammen gearbeitet, statt sich an Klein, Klein abzuarbeiten.
Doch, Deutschland hätte das sehr gut beeinflussen können.
Der Run aus Ungarn ging los, weil das Bamf getwittert hatte, D werde das Selbsteinstrittsrecht für sich in Anspruch nehmen (sprich: Die Asylverfahren nicht, wie bei Dublin vorgesehen, an der Außengrenze in Ungarn abwickeln, sondern die Leute erst mal nach D kommen lassen, um die Asylverfahren selbst durchzuführen. Das passiert ohne jede Absprache mit den andern Ländern der EU und löste eine riesige Welle aus, von der auch die Nachbarländer mitgerissen wurden. Hätte man da mal besser zusammengearbeitet. Aber Merkel entschied das in Eigenregie.
Ich empfehle die Lektüre des Buches "Die Getriebenen". Robin Alexander hat darin die Geschehnisse haarklein aufgezeigt, es wurde ihm nicht widersprochen.
Glaubst du ernsthaft, das Typen wie Sellner ( und Leute der AFD, die mit solchen Typen zusammentreffen) dumm sind und nicht wissen, was gerade noch so zu sagen geht ohne das nan ihnen nachweisen kann, was sie an Rechtsstaatlichkeit aushebeln werden, wenn sie mal an der Macht sind ?
Zitat von Timarete im Beitrag #8657Ich empfehle die Lektüre des Buches "Die Getriebenen". Robin Alexander hat darin die Geschehnisse haarklein aufgezeigt, es wurde ihm nicht widersprochen.
ich kenne das Buch nicht, es mag also informativ sein.
Aber das Narrativ: "Es wurde nicht widersprochen" hattest du ja für das auf der Potsdamer Konferenz Gesagte abgelehnt. Denn den allermeisten von Correctiv dargelegten Äußerungen hat die AfD und auch sonstwer ja nicht widersprochen.
Zitat von Genny im Beitrag #8637 Warum hängt ihr euch an Aussagen auf, die in der Vergangenheit liegen egal ob beweisbar oder unbeweisbar, wenn genau diese Aussagen heute öffentlich genau so in Wort und Schrift getätigt werden? AfD macht doch kein Geheimnis mehr um ihre Absichten.
Das ist ein Prinzip der Rechtsradikalen und Faschisten: Ablenkungsmanöver!
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
"Die Ausländer" das ist nicht mehr als ein künstlich befeuertes Feindbild um von den wirklichen Problemen abzulenken. Dort stand früher - und steht auch immer noch - "die Juden". Man kann sich dafür instrumentalisieren lassen, muss man aber nicht.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von sprachlos im Beitrag #8661"Die Ausländer" das ist nicht mehr als ein künstlich befeuertes Feindbild um von den wirklichen Problemen abzulenken. Dort stand früher - und steht auch immer noch - "die Juden". Man kann sich dafür instrumentalisieren lassen, muss man aber nicht.
Das ist eine mutige Aussage. Ich sehe das genauso.
Zitat von Timarete im Beitrag #8656Sellner ist ein Kotzbrocken, es lohnt nicht, über seine Ideen zu spekulieren. Aber wenn, dann wäre es doch sinnvoll, bei dem zu bleiben, was er wirklich sagte: Weil Sellner um die Brisanz dieses politischen Richtungswechsels weiß, betont er in seinem Buch die Abgrenzung der Remigration von unmenschlichen Szenarien. Remigration hat mit Vertreibung nichts zu tun. Vertreibung war das, was beispielsweise nach dem Zweiten Weltkrieg mit 14 Millionen Ostdeutschen geschah, von denen anderthalb Millionen diesen brutalen Vorgang nicht überlebten.
Remigration ist keine Vertreibung. Es geht vielmehr um Anreizsysteme, um freiwillige Ausreise und um klare Kriterien wie Kriminalität, politische Religiosität und kulturelle Ferne. Es geht um einen Prozess, der sich über 30, 40 Jahre erstrecken würde, wenn man ihn in Gang brächte.
Die Remigration von illegal eingewanderten, von nicht integrierbaren und von unerwünschten Ausländern ist juristisch möglich, politisch gerechtfertigt, moralisch vertretbar und praktisch umsetzbar.
Ich verwende den Begriff "Ausländer" jetzt sehr bewusst und beziehe ihn sehr bewusst nicht auf ALLE Ausländer: nicht auf Kanadier, Dänen Finnen, Luxemburger , Japaner und andere westlich geprägte Nationen der Ersten Welt. Für Viele gehört schon die Türkei nicht mehr dazu, Italien nur in der Pizzeria, Malta ist seltsamerweise ok (bei äußerst fragwürdiger Gesetzgebung. Es geht um den ahen und Mittleren Osten, die Maghreb-Länder sowieso - außer Israel natürlich - Die wollen "wir" nicht, die sollen weg. Ganz abgesehen von der Frage, wer deren Arbeit dann macht und natürlich jenseits aller traditionell christlich geprägten Werte meine subjektive, aber immer wieder gemachte Erfahrung: "Ausländer" sind höflich, hilfsbereit, bringen sich sozial ein, wo Eingeborene sich als gleichgültig bis grob unhöflich zeig(t)en. Ja, es gibt einen Bodensatz an Chauvinismus, Machos, Gewaltbereiten. Wenn die alle weg sind, wird es keine Gewalt - generell und gegen Frauen - mehr geben. Können mir das die Ausländer-raus-Fordernden verbindlich zusagen? Wenn nicht: cui bono?
Zitat von Lilith10 im Beitrag #8655 Natürlich hätte D das allein nicht beeinflussen können, aber der Rechtspopulismus in ganz Europa verstärkte sich ja. DA hätte die EU mal besser zusammen gearbeitet, statt sich an Klein, Klein abzuarbeiten.
Doch, Deutschland hätte das sehr gut beeinflussen können.
Zu denken,, es sei ein Vorteil, 'gute' Ideen der AfD zu nutzen, um auf 'gute' Lösungen zu kommen, entspringt der Idee, Hiitler sei nicht nur schlecht gewesen, schließlich habe er für Autobahnen gesorgt.
Die AfD in Schutz zu nehmen/zu verharmlosen, ohne genau hinzusehen bzw. zu denken, weil sie (noch) nicht verboten ist, sei sie ungefährlich, ist (Selbst)Betrug.
Zu sagen, die AfD sei verfassungskonform, mag z.Z. stimmen. Sollte sie jemals in einer Bundesregierung eingebunden sein, wird sie die Demokratie asap abbauen. Dann gibt es keine Opposition mehr. Bei Hitler wurde auch bei seiner Machtergreiifung gedacht, er wäre lenkbar.
Wehret den Anfängen! Ist sehr aktuell. Menschenfänger sind immer ein Nogo. Siehe auch Trump und Musk.
Freie Meinungsäußerung? JAAAAA!! Aber quasi Werbung für Faschos? Niemals unwidersprochen. Und das ganz bestimmt in Deutschland. Ganz genau hinsehen und -hören. Das tu ich auch hier, und z.T. wird mir beim Lesen kotzübel, vor allem ob der Geschichtsvergessenheit/-leugnung und der Vehemenz mit der Rechtspopulismus negiert wird.
Zitat von vultura im Beitrag #8664was würdest du vorschlagen, Lilith?
Au man. Das wäre eine seeehr lange Antwort. Denn das bezöge sich erst mal nicht auf " unerwünscht" und " unintegrierbar", sondern darauf , den Menschen eine Perspektive zu geben. Vieles davon passiert eh nicht. Und das, was jetzt schin positiv sein könnte, wird nicht richtig umgesetzt.
ich hatte in der Moderationsansage darum gebeten, das Thema Zukunft der Strom/ Energieversorgung in dem dafür geeigneten Strang zu diskutieren, hier geht es bei der Schnelligkiet der Diskussion völlig unter.
Deine Frage samt der Antworten habe ich jetzt dort hin verschoben.
Analuisa, Moderation
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von vultura im Beitrag #8651sry, ich kann das vollzitat nicht mehr bearbeiten d h löschen
Warum nicht?
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Zitat von Stefan im Beitrag #8665Zu denken,, es sei ein Vorteil, 'gute' Ideen der AfD zu nutzen, um auf 'gute' Lösungen zu kommen, entspringt der Idee, Hiitler sei nicht nur schlecht gewesen, schließlich habe er für Autobahnen gesorgt.
Die AfD in Schutz zu nehmen/zu verharmlosen, ohne genau hinzusehen bzw. zu denken, weil sie (noch) nicht verboten ist, sei sie ungefährlich, ist (Selbst)Betrug.
Zu sagen, die AfD sei verfassungskonform, mag z.Z. stimmen. Sollte sie jemals in einer Bundesregierung eingebunden sein, wird sie die Demokratie asap abbauen. Dann gibt es keine Opposition mehr. Bei Hitler wurde auch bei seiner Machtergreiifung gedacht, er wäre lenkbar.
Wehret den Anfängen! Ist sehr aktuell. Menschenfänger sind immer ein Nogo. Siehe auch Trump und Musk.
Freie Meinungsäußerung? JAAAAA!! Aber quasi Werbung für Faschos? Niemals unwidersprochen. Und das ganz bestimmt in Deutschland. Ganz genau hinsehen und -hören. Das tu ich auch hier, und z.T. wird mir beim Lesen kotzübel, vor allem ob der Geschichtsvergessenheit/-leugnung und der Vehemenz mit der Rechtspopulismus negiert wird.
Kann ich alles zu 100% unterschreiben. Mich macht es auch fassungslos, dass damals nach Ende des 2. WELTKRIEG und dem Ende der Naziherrschaft über das Grundgesetz die Grundlage dafür geschaffen worden ist, dass es solche menschenverachtende Katastrophe nie mehr möglich ist. Und jetzt wird von unseren demokratisch gewählten Volksvertretern diskutiert, oder eher negiert dass ein Partei Verbot der AfD sinnvoll sei oder die Wähler erst danach in deren Arme treiben könnte? Eine vom Gericht bzw. deren Gesichter rechtsextrem und demokratiefeindlich eingestufte liegt nun auf dem 2. Platz in den Wahlumfragen...und das einzige was den anderen Parteien dazu einfällt Koalitionen mit den Grünen auszuschließen. Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man es als schlechte Satiere bezeichnen. Ist es nicht jedermann und jederfrau Auftrag, ein weiteres faschischtes Regieren zu verhindern? Meine Eltern haben die Nachkriegszeit hautnah miterlebt und sind noch mehr geschockt über das Erstarken der AfD....
Wohlgemerkt, ich teile die Ideen von Sellner überhaupt nicht. Was mich aber stutzig macht, ist, dass die Gegenseite so sehr auf Interpretationen setzt, um die Stimmung anzuheizen. Wozu soll das gut sein? Um von den realen Problemen abzulenken und einen Sündenbock zu finden?
Wer anderen deren Spekulationen vorwirft (und Spekulationen halte ich per se nicht für schlecht, so lange sie als solche gekennzeichnet sind), der sollte sich selbst deren besser enthalten.
Meinst du, du musst jetzt einfach den Spieß umdrehen und das anheizen denen vorwerfen, die das anheizen anklagen?
Whataboutismus ist z.Z. das Mittel der Wahl, wenn Argumente fehlen. Deckt man das auf, ist man der Buhmann. Drehen und Wenden will gekonnt sein, es zu lesen tut weh.
Zitat von Stefan im Beitrag #8665 Das tu ich auch hier, und z.T. wird mir beim Lesen kotzübel, vor allem ob der Geschichtsvergessenheit/-leugnung und der Vehemenz mit der Rechtspopulismus negiert wird.
Sehe ich genauso. Und mit jedem weiteren Wort, das ich lese, verfestigt sich meine Vermutung.
Zitat von Stefan im Beitrag #8672Whataboutismus ist z.Z. das Mittel der Wahl, wenn Argumente fehlen. Deckt man das auf, ist man der Buhmann. Drehen und Wenden will gekonnt sein, es zu lesen tut weh.
Ja, fürchterlich. Geht mir genauso.
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.