Nun gut, dann werden eben 60 kinder zuhause von einzelpersonen betreut, bis die Kita wieder aufmacht. 60 unbezahlte hilfskräfte in gestalt von eltern, grosseltern und anderen. Ist das gesamtgesellschaftlich gesehen wirklich billiger und für die kinder besser? Sehe ich nicht so.
Zitat von noBarbie im Beitrag #8165Selbst wenn Geld da wäre, soviel, dass eine aussreichende Reserve bezahlt wird, um die nächste unplanbare Infektionswelle im Winter (und nur im die geht es, nach dem, was ich in den Medien gelesen habe) personell abedecken zu können, wird es nicht sein können.
Eine unplanbare Infektionswelle im Winter trifft vor allem die Kinder. Wenn weniger Kinder in die Kita kommen, braucht man auch weniger Personal.
Äh, naja.
Das gleicht sich allerdings nicht aus, zumal Kinder auch krank gebracht werden. Sind ja nur ein paar Erzieher je Gruppe. Wenn da von 3 krankheitsbedingt ausfallen, dann war es das erstmal.
Schön, dass wir hier das Thema durch haben, das sag ich angesichts der aktuellen Infektionswellen ganz ehrlich.
Zitat von Internistin im Beitrag #8175Eine unplanbare Infektionswelle im Winter trifft vor allem die Kinder. Wenn weniger Kinder in die Kita kommen, braucht man auch weniger Personal.
... Sind ja nur ein paar Erzieher je Gruppe. Wenn da von 3 krankheitsbedingt ausfallen, dann war es das erstmal.
Wenn die Hälfte der Erzieher*innen krankheitsbedingt ausfällt, dann dürfte mindestens auch die Hälfte der Kinder erkrankt sein und zu Hause betreut werden. Kranke Kinder haben in der Kita nichts zu suchen, denn sie stecken andere an und machen die ganze Sache nur noch schlimmer.
Es gibt Dinge, die muss man nicht mit der Öffentlichkeit teilen. [Michael Michalsky]
Kranke Kinder haben aber Eltern, die arbeiten (müssen) - vor allem in Städten kann selten davon ausgegangen werden, dass schon jemand da ist, der unterstützen kann.
Zitat von Rote Zora im Beitrag #8159Interessant, ich sehe es genau anders:
Eltern beklagen vor allem, dass sie keine Kita-Plätze bekommen. Wenn man nicht genügend Personal hat, ist es nur folgerichtig, dass man die Regeln lockert, damit die Kinder tagsüber betreut sind.
Ich finde es sehr fragwürdig nicht ausgebildetes Personal in die Kitas - zu den Kleinsten und Schutzbedürftigsten - zu lassen. Das ist dann nur noch eine simple Aufbewahrung. Ob da immer das Kindeswohl im Blick ist, bezweifle ich bei 60 Kindern…
Zitat von Internistin im Beitrag #8175Eine unplanbare Infektionswelle im Winter trifft vor allem die Kinder. Wenn weniger Kinder in die Kita kommen, braucht man auch weniger Personal.
... Sind ja nur ein paar Erzieher je Gruppe. Wenn da von 3 krankheitsbedingt ausfallen, dann war es das erstmal.
Wenn die Hälfte der Erzieher*innen krankheitsbedingt ausfällt, dann dürfte mindestens auch die Hälfte der Kinder erkrankt sein und zu Hause betreut werden. Kranke Kinder haben in der Kita nichts zu suchen, denn sie stecken andere an und machen die ganze Sache nur noch schlimmer.
Hm. Als Mutter eines Kindes, das bis zum vergangenen Sommer in der Kita war, sag ich mal - das ist in der Realität anders. Es sind prozentual deutlich weniger Kinder krank als Erzieherinnen. Gründe gibt es viele.
Zitat von Izzie123 im Beitrag #8183Das ist dann nur noch eine simple Aufbewahrung.
Natürlich ist es eine Aufbewahrung. Das ist oftmals das, was nötig ist, wenn beide Elternteile arbeiten.
Man kann ja versuchen, den Beruf attraktiver zu gestalten, so dass diesen Beruf mehr junge Leute erlernen. Aber solange personalmangel herrscht, muss man überlegen, wie man damit umgeht.
Zitat von Izzie123 im Beitrag #8183Das ist dann nur noch eine simple Aufbewahrung.
Natürlich ist es eine Aufbewahrung. Das ist oftmals das, was nötig ist, wenn beide Elternteile arbeiten.
Wenn Kinder in der Kita nur aufbewahrt werden, müssen die Eltern nach der Arbeit eben all das aufholen, was die Kinder in der Kita nicht mehr lernen. Aber dafür haben viele Eltern gar keine Kapazitäten mehr frei.
Kommt ja nicht von irgendwo, das Kinder immer weniger können.
Von Chancengleichheit brauchen wir dann überhaupt nicht mehr reden
Ich habe mit ungelernten Kräften zusammengearbeitet. Sehr nette Menschen, doch. Aber ...
"Komm, meine Süße, ich schmiere dein Brot, das ist doch viel zu gefährlich" "Och, was bist du süß!" "Du hast noch nix gebastelt" (täglich mehrmals). Bastelsachen rausgeholt, schwierige Stellen geschnitten. "Warte, ich mach das schon!"
Die Ausbildung hat schon ihren Sinn.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Ich kann nur von mir reden, aber ich schränke mich finanziell lieber ein, als dass ich mein Kind in eine Aufbewahrung gebe, bei der gerade nur noch sichergestellt wird, dass sich die Kinder nicht die Köpfe einschlagen.
Genau so, Kaffeesahne! Und wenn man ganz unbedarfte Kräfte hat, muss man noch aufpassen, dass nicht noch das private Handy gezückt wird (sogar in der Wickelsituation) , weil klein Frieda doch gerade so herzallerliebst lacht.
Und die Erzieherinnen und Erzieher sind deshalb so viel krank, weil sie einen harten Job unter immer schlechter werdenden Bedingungen machen und immer wieder kranke Kinder in der Einrichtung betreuen müssen.
Zitat von Madame_X im Beitrag #8153Dürfen im Irak bald 9jährige Kinder offiziell heiraten? Konstantin Fleming Kriegsreporter berichtet darüber.
Es ist kaum zu glauben. Schlimm genug, dass es illegal, trotz Verbot, getan wird.
Ist es wirklich bislang offiziell verboten? Nach verschiedenen Berichten, die ich bislang dazu gesehen habe, scheint es jedenfalls in schiitischen Gebieten relativ weit verbreitet - in Afghanistan, im Irak, im Libanon im Jemen... Häufig dann auch in Form einer sog. Zeitehe, die besonders einfach auch wieder aufzulösen ist. Für die Betroffenen bedeutet das dann auch ein Schicksal als Prostituierte, aus dem man dann in den offiziell puritanischen Gesellschaften besonders schwer jemals wieder herauskommt.
Ich möchte doch noch hierauf antworten. Das ist halt mein Problem, dass ich oft erst später antworten kann und dann die Thematik schon viel weiter ist bzw. ein anderes Thema gerade aktuell.
Ich beziehe mit mit meiner Fassungslosigkeit nur auf den Irak. Also laut Bericht von Konstantin Fleming sieht es so aus als ob das Parlament dafür stimmen würde, dass das Mindestalter für eine Ehe von 18 auf 9 Jahre herabgesetzt wird. Das Gesetz ist allerdings noch nicht durch. Aber allein schon daran zu denken, dass dies im Parlament überhaupt diskutiert wird, ist furchtbar. Tatsächlich haben gerade die schiitischen Parteien eine Mehrheit im irakischen Parlament. Diese berufen sich, auch schon davor, auf die göttlichen Gesetze und daher kommt offenbar das Mindestalter von 9 Jahren. Die Schiiten hatten bisher das Schlupfloch der religiösen Eheschließung und dadurch gibt es sehr viele Kinderehen. Allerdings, sollte das juristische Gesetz geändert werden, gibt es noch weniger Möglichkeit, sich zu widersetzen und es ist kein Schlupfloch mehr sondern ein offizielles Gesetz. Deshalb bin ich fassungslos.
Wenn du möchtest kannst du dir den Bericht anschauen. Er dauert nur ca. 10 Minuten.
Zitat von Neustart im Beitrag #8191Genau so, Kaffeesahne! Und wenn man ganz unbedarfte Kräfte hat, muss man noch aufpassen, dass nicht noch das private Handy gezückt wird (sogar in der Wickelsituation) , weil klein Frieda doch gerade so herzallerliebst lacht.
Dürfen die das? Gibt es da vorweg keine Belehrung?
Ich beziehe mit mit meiner Fassungslosigkeit nur auf den Irak. Also laut Bericht von Konstantin Fleming sieht es so aus als ob das Parlament dafür stimmen würde, dass das Mindestalter für eine Ehe von 18 auf 9 Jahre herabgesetzt wird. Das Gesetz ist allerdings noch nicht durch. Aber allein schon daran zu denken, dass dies im Parlament überhaupt diskutiert wird, ist furchtbar. Tatsächlich haben gerade die schiitischen Parteien eine Mehrheit im irakischen Parlament. Diese berufen sich, auch schon davor, auf die göttlichen Gesetze und daher kommt offenbar das Mindestalter von 9 Jahren. Die Schiiten hatten bisher das Schlupfloch der religiösen Eheschließung und dadurch gibt es sehr viele Kinderehen. Allerdings, sollte das juristische Gesetz geändert werden, gibt es noch weniger Möglichkeit, sich zu widersetzen und es ist kein Schlupfloch mehr sondern ein offizielles Gesetz. Deshalb bin ich fassungslos.
...
Das darf einfach nicht wahr sein! Göttliches Gesetz usw. - Haben diese Menschen, die so was beschließen wollen, überhaupt einen Verstand oder irgendein Gefühl, irgendeine Empathie???
Der Minister habe dem RKI demnach mitgeteilt, dass eine Herabstufung der Risikobewertung »politisch nicht gewünscht« sei – obwohl das RKI und ihr damaliger Präsident Lothar Wieler dies zu dem Zeitpunkt gewollt hätten. Am 25. Februar hieß es laut Bericht , die »Reduzierung des Risikos von sehr hoch auf hoch wurde vom BMG abgelehnt.«. https://www.spiegel.de/politik/deutschla...d3-08eb01f173c4
Was passiert eigentlich gerade in Deutschland? Wir gehen zu Methoden nach Vorbild von Trump über?
Die nächste zum "Skandal" raufgejazzte Nichtigkeit wabert durch die sozialen Medien, mal wieder lanciert von der BILD-Spahn-Nius-Cicero-Klöckner-Connection. In diesem Fall waren die Fakten nicht nur falsch, es war auch noch komplett umgekehrt:
Deutschland hatte 2022 kein Stromproblem, wir hatten ein Gasproblem. Energieminister Habeck hat während des russischen Angriffskriegs, einer angespannten Gasversorgung und einer historischen Atomkraft-Krise in Frankreich, die französische Kollegin gefragt, wann mit welcher Leistung aus der Atomkraft gerechnet werden kann, um sich auf die anstehenden Stromexporte vorzubereiten. Um Frankreich mit Strom auszuhelfen. Spahn lügt sich aber das genaue Gegenteil davon zurecht bzw. hat diese Interpretation von Cicero und Nius übernommen.
Das Problem ist jedoch, dass Aufklärung nicht mehr reichen wird. Politiker früherer Zeiten hätten, konfrontiert mit diesen Informationen, ihre Aussage zurückgezogen, ihre Tweets gelöscht usw.
Jens Spahn und Julia Klöckner tun das ganz bewusst nicht, weil es ihnen nicht um Fakten um Diskurs geht. Es ist Teil der Strategie, an der Lüge festzuhalten. Es geht darum. den politischen Gegner mit so viel Mist zu bewerfen, dass im Auge des Wahlvolks ein bisschen was davon kleben bleibt. Und aktuell funktioniert das.
Das ist ein kompletter und gefährlicher Werteverfall innerhalb der Union. Wie kann man solche Politiker wählen wollen? Mir leuchtet das beim besten Willen nicht ein.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von sprachlos im Beitrag #8199Was passiert eigentlich gerade in Deutschland? Wir gehen zu Methoden nach Vorbild von Trump über?
Die nächste zum "Skandal" raufgejazzte Nichtigkeit wabert durch die sozialen Medien, mal wieder lanciert von der BILD-Spahn-Nius-Cicero-Klöckner-Connection. In diesem Fall waren die Fakten nicht nur falsch, es war auch noch komplett umgekehrt:
Deutschland hatte 2022 kein Stromproblem, wir hatten ein Gasproblem. Energieminister Habeck hat während des russischen Angriffskriegs, einer angespannten Gasversorgung und einer historischen Atomkraft-Krise in Frankreich, die französische Kollegin gefragt, wann mit welcher Leistung aus der Atomkraft gerechnet werden kann, um sich auf die anstehenden Stromexporte vorzubereiten. Um Frankreich mit Strom auszuhelfen. Spahn lügt sich aber das genaue Gegenteil davon zurecht bzw. hat diese Interpretation von Cicero und Nius übernommen.
Das Problem ist jedoch, dass Aufklärung nicht mehr reichen wird. Politiker früherer Zeiten hätten, konfrontiert mit diesen Informationen, ihre Aussage zurückgezogen, ihre Tweets gelöscht usw.
Jens Spahn und Julia Klöckner tun das ganz bewusst nicht, weil es ihnen nicht um Fakten um Diskurs geht. Es ist Teil der Strategie, an der Lüge festzuhalten. Es geht darum. den politischen Gegner mit so viel Mist zu bewerfen, dass im Auge des Wahlvolks ein bisschen was davon kleben bleibt. Und aktuell funktioniert das.
Das ist ein kompletter und gefährlicher Werteverfall innerhalb der Union. Wie kann man solche Politiker wählen wollen? Mir leuchtet das beim besten Willen nicht ein.
bezüglich Cicero stimmt der Vorwurf nicht, man muss nur lesen können: "... In Habecks Akten findet sich zudem ein Dokument zur Vorbereitung seines Telefonats mit der französischen Ministerin am 29. August 2022. Darin stand: „FRA betont, auf DEU Unterstützung bei Stromversorgung im kommenden Herbst/Winter angewiesen zu sein. FRA ist es wichtig, dass wir im Winter ausreichend Strom nach FRA liefern (explizite Erwähnung europ. Solidarität).“ Und als eigene Position dazu: „DEU sollte nicht die Verantwortung dafür bekommen, wenn FRA aufgrund der zunehmenden Alterung seiner AKW-Parks in Versorgungssicherheitsprobleme gerät.“.."