Zitat von just me im Beitrag #8150Du glaubst ernsthaft, das Problem besteht nur an dieser Schule?
Habe ich das gesagt? Aber zwischen einige/ etliche/ viele Schulen in Deutschland und "eine ganze Generation" liegen Welten.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
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Leider sind Kinderehen noch weit verbreitet: Am weitesten verbreitet sind Kinderehen in Subsahara-Afrika und im südlichen Asien. In West- und Zentralafrika waren 37 Prozent der jungen Frauen bereits vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet – 12 Prozent waren sogar jünger als 15 Jahre. Im östlichen und südlichen Afrika lag der Anteil der Frühehen bei 32 Prozent der Mädchen, im südlichen Asien bei 28 Prozent in Lateinamerika/ Karibik bei 21 Prozent, und in Osteuropa und Zentralasien bei zehn Prozent. Auch im Mittleren Osten und Nordafrika sind Frühehen weiterhin verbreitet, allerdings gibt es dazu aktuell keine regionale Statistik (Stand Februar 2023).Wenn man sich einzelne Länder ansieht, gibt es prozentual die meisten Kinderbräute in Niger (76 Prozent), in der Zentralafrikanischen Republik (61 Prozent), im Tschad (61 Prozent), in Mosambik (53 Prozent), Bangladesch (51 Prozent), Burkina Faso (52), Mali (54), Südsudan ( 52 Prozent), Guinea (47 Prozent). Aber auch in anderen Ländern wie Afghanistan (28 Prozent), Brasilien (26 Prozent), Kuba (29 Prozent), Irak (28 Prozent) oder Jemen (30 Prozent) ist der Anteil der jungen Frauen, die bereits vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet waren, hoch.
Und es trifft nicht nur Mädchen. Kinderehen bei Jungen sind in einer Reihe von Ländern in Subsahara-Afrika, Lateinamerika und Karibik, Südasien sowie Ost-Asien und der Pazifik-Region verbreitet. Am häufigsten heiraten minderjährige Jungen aktuellen Schätzungen zufolge (Stand Februar 2023) in Belize (22 Prozent), Surinam (20 Prozent), Nicaragua (19 Prozent) und der Zentralafrikanischen Republik (17 Prozent).
Wobei ich es noch als gravierenden Unterschied empfinde, ob es um "grosse Teenager" (17), "kleine Teenager" (13-15) oder wirklich "Kinder" (in schiitischen Regionen theoretisch ab 9 Jahren, praktisch teils noch jünger) geht. Ehe/Sex mit präpubertären Kindern ist ja doch eine Form von legalisierter Pädophilie, in jedem Fall ist es eine Form von Ausbeutung. Wobei es den Eltern wohl meist darum geht, "überzählige Esser" in anderleuts Verantwortung zu überstellen. Von mir aus dürfte das Mindesheiratsalter gerne bei 25 oder realistischer bei 20 Jahren liegen. Wäre besser für die Betroffenen und zudem auch gut gegen Überbevölkerung. Gerade in ärmeren Weltregionen aber bis auf weiteres eine Wunschvorstellung.
Zitat von Madame_X im Beitrag #8153Dürfen im Irak bald 9jährige Kinder offiziell heiraten? Konstantin Fleming Kriegsreporter berichtet darüber.
Es ist kaum zu glauben. Schlimm genug, dass es illegal, trotz Verbot, getan wird.
Ist es wirklich bislang offiziell verboten? Nach verschiedenen Berichten, die ich bislang dazu gesehen habe, scheint es jedenfalls in schiitischen Gebieten relativ weit verbreitet - in Afghanistan, im Irak, im Libanon im Jemen... Häufig dann auch in Form einer sog. Zeitehe, die besonders einfach auch wieder aufzulösen ist. Für die Betroffenen bedeutet das dann auch ein Schicksal als Prostituierte, aus dem man dann in den offiziell puritanischen Gesellschaften besonders schwer jemals wieder herauskommt.
Den Bericht z.B. fand ich erschütternd. Da geht es speziell um sog. Zeitehen mit Minderjährigen. Und wie sich verschiedene Geistliche da als Zuhälter betätigen.
"Nordrhein-Westfalen will die Vorgaben für Kitas stark lockern: Bei akuter Personalnot darf eine ausgebildete Erzieherin mithilfe von »Ergänzungskräften« 60 Kinder betreuen. Die Opposition schäumt, andere finden es gut." https://www.spiegel.de/panorama/bildung/...nden%20es%20gut.
Ich finde, hieran sieht man genau, worum es geht, und worum nicht. Die Eltern sollen weiter arbeiten gehen können, die Kinder sind egal.
Zudem sollen ja Ergänzungskräfte begrenzt helfen können. Aber woher bekommt man die denn nun wieder? Und wie stellt man die ein? Auf die jeweilige Zeit befristet?
Flickschusterei, ohne jegliche ernsthafte Zukunftsperspektive 🙄
Eltern beklagen vor allem, dass sie keine Kita-Plätze bekommen. Wenn man nicht genügend Personal hat, ist es nur folgerichtig, dass man die Regeln lockert, damit die Kinder tagsüber betreut sind.
Zitat von Rote Zora im Beitrag #8159Interessant, ich sehe es genau anders:
Eltern beklagen vor allem, dass sie keine Kita-Plätze bekommen. Wenn man nicht genügend Personal hat, ist es nur folgerichtig, dass man die Regeln lockert, damit die Kinder tagsüber betreut sind.
Kommt wohl drauf an, was man erwartet. Eine Aufbewahrungsmöglichkeit, oder eine Vorbereitung auf die Schule.
Und das beantwortet ja auch nicht die Frage , woher man für kurze Zeit auf die Schnelle Ergänzungskräfte bekommt.
Stimmt, aber meine Antwort hatte ich getippt, bevor du die Frage nach Ergänzungskräften gestellt hast.
Und es ist vielleicht einfacher, an Leute zu kommen, die mit einer kurzen Schulung in einer Kita aushelfen, als an Leute, die eine aufwendige Erzieherausbildung durchlaufen haben.
In einer heilen Welt hätte ich auch einen anderen Anspruch an eine Kita. Aber in der aktuellen Welt wäre ich froh, wenn alle Kinder, deren Eltern Kita-Plätze suchen, untergebracht werden könnten.
" Kurzfristig " Helfer. Wo bekommt man die her? Wie sollen die eingestellt werden ? Wer arbeitet die ein?
Alles Fragen, die nicht beantwortet werden und keine langfristigen Lösungen bieten.
Ich bin durchaus nicht gegen Ergänzungskräfte. Die dann aber fester Bestandteil sein sollten und sich, von mir aus, zusätzlich extern , weiter bilden müssten. Dafür haben die Kitas aber nicht genügend Geld zur Verfügung.
Das, was oben gewollt ist, macht vorne und hinten keinen Sinn.
Mir fehlt der Hinweis, dass das eine Notlösung sein soll, die nur ausnahmsweise und auf wenige Wochen zeitlich begrenzt umgesetzt werden kann.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von noBarbie im Beitrag #8163Mir fehlt der Hinweis, dass das eine Notlösung sein soll, die nur ausnahmsweise und auf wenige Wochen zeitlich begrenzt umgesetzt werden kann.
Notlösungen stopfen nur Löcher, die nicht dauerhaft bearbeitet werden.
Und mit welchem Personal ? Mit denen , die sonst nicht allein arbeiten dürfen? Und nicht fest eingeplant werden können, weil kein Geld ?
Zitat von noBarbie im Beitrag #8163Mir fehlt der Hinweis, dass das eine Notlösung sein soll, die nur ausnahmsweise und auf wenige Wochen zeitlich begrenzt umgesetzt werden kann.
Notlösungen stopfen nur Löcher, die nicht dauerhaft bearbeitet werden.
Und mit welchem Personal ? Das, das sonst nicht allein arbeiten darf ? Und nicht eingeplant werden kann, weil kein Geld ?
Selbst wenn Geld da wäre, soviel, dass eine aussreichende Reserve bezahlt wird, um die nächste unplanbare Infektionswelle im Winter (und nur im die geht es, nach dem, was ich in den Medien gelesen habe) personell abedecken zu können, wird es nicht sein können.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Mal aus Interesse: Wieviel verdient eine Führungskraft, die MitarbeiterInnen leitet und koordiniert, in der freien Wirtschaft?
Wenn diese Ergänzungskräfte im schlechtesten Fall alle Teilzeit arbeiten und pro 20 Kinder jeweils 2 Erwachsene gleichzeitig kalkuliert werden, könnten in dem Modell 12 Ergänzungskräfte/60 Kinder notwendig sein.
Ich kann mal verraten, was ich mit durchschnittlich 45 schnellgeschulten Kräften ( die auch z.Teil nur tageweise im Einsatz waren) für fast 300 Kinder aufs Konto bekam vor 11 Jahren: 1200 Euro netto war meine Arbeit nach Haustarif wert .
Selbst für eine nach TVöD sue bezahlte ausgebildete Fachkraft ist ein Job dieser Art mit dem Spagat zwischen mehreren Räumen, um auch noch die Ergänzungskräfte im Blick zu haben, dermaßen uninteressant und fordernd, dass ich die Prognose stelle: damit gehen auch noch die letzten Fachkräfte verloren
Zitat von noBarbie im Beitrag #8165 Selbst wenn Geld da wäre, soviel, dass eine aussreichende Reserve bezahlt wird, um die nächste unplanbare Infektionswelle im Winter (und nur im die geht es, nach dem, was ich in den Medien gelesen habe) personell abedecken zu können, wird es nicht sein können.
Das halte ich für Augenwischerei, denn Krankschreibungen gab es zu allen Zeiten, nicht nur diesen Winter. Wie hatte man das Problem denn da gelöst?
Nicht nur, dass ich nicht wollen würde, dass jeder Hinz und Kunz mein Kind betreut, dieser Vorschlag wertet die Arbeit und Ausbildung von Erziehern weiter ab.
--- Hunde sind Gottes Entschädigung für all die verlogenen Menschen.
Sicher mussten auch Haustarife angehoben werden bei den entsprechenden Trägern, aber die sind bei dem speziellen Träger immer noch klar unter TVöD. Sollte auch nur dazu dienen aufzuzeigen, dass so ein Job auch finanziell unattraktiv ist im Vergleich zur freien Wirtschaft
Ist das noch Demokratie? Nonnemacher wollte gegen Vermittlungsausschuss für Krankenhausreform stimmen Woidke verhinderte mit der Entlassung, dass Nonnemacher gegen die Anrufung des Vermittlungsausschusses für die Krankenhausreform stimmt. https://www.focus.de/politik/deutschland..._260502014.html
--- Hunde sind Gottes Entschädigung für all die verlogenen Menschen.
Zitat von noBarbie im Beitrag #8165 Selbst wenn Geld da wäre, soviel, dass eine aussreichende Reserve bezahlt wird, um die nächste unplanbare Infektionswelle im Winter (und nur im die geht es, nach dem, was ich in den Medien gelesen habe) personell abedecken zu können, wird es nicht sein können.
Das halte ich für Augenwischerei, denn Krankschreibungen gab es zu allen Zeiten, nicht nur diesen Winter. Wie hatte man das Problem denn da gelöst?
Notbetreuung. Muss man jedes Jahr ab spätestens November bis Feb/März mit rechnen. Sieht zum Beispiel so aus, dass die Kinder in zwei Gruppen geteilt werden, die einen kommen Mo und Mi, die anderen Di und Do., und Fr ist ganz zu. Oder so.
Zitat von noBarbie im Beitrag #8165Selbst wenn Geld da wäre, soviel, dass eine aussreichende Reserve bezahlt wird, um die nächste unplanbare Infektionswelle im Winter (und nur im die geht es, nach dem, was ich in den Medien gelesen habe) personell abedecken zu können, wird es nicht sein können.
Eine unplanbare Infektionswelle im Winter trifft vor allem die Kinder. Wenn weniger Kinder in die Kita kommen, braucht man auch weniger Personal.
Wir müssen uns von der schematischen Vorstellung lösen, mit 16 Jahren sind alle erwachsen und mit 65 alle alt. (Franz Müntefering)