Zitat von Flau im Beitrag #7669… Ohne dass jetzt thematisch diskutieren zu wollen: Ich las neulich einen Tweet, in dem sinngemaess stand: Wenn man bedenkt, dass niemals jemand so ueber den Deppenapostroph gezornt hat wie jetzt ueber das Gendern, geschweige denn, dass eine Landesregierung sich bemuessigt gefuehlt haette, gegen ihn aktiv zu werden, merkt man, dass es nicht um die Bewahrung der Sprache geht. Ich finde, da ist schon was dran. Dementsprechend finde ich es auch sinnvoll, ab und zu mal rechts und links zu kucken, ueber welche Stoerungen man sich warum aufregt.
Hatte ich auch gelesen und fand das auch so gut und nachdenkenswert, dass ich den Spruch eine ganze Zeit lang hier in meiner Signatur hatte. 👍
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Zitat von lenita im Beitrag #7671Nochmal: im Fall der Computerpanne handelt es sich vielleicht um menschliches Versagen, vielleicht um Fahrlässigkeit.
Desinteresse an den Auswirkungen der eigenen Fahrlässigkeit, Interesse an Profitmaximierung würde ich noch dazuzählen.
ZitatNervt auch, führt vielleicht zum gleichen Ergebnis - man sitzt Stunden oder auch den ganzen Tag blöd am Flughafen rum, evtl. noch mit schreienden Kleinkind. Es ist aber eben keine ABSICHT. Bei den Aktivisten schon.
Ja, und zwar eine gute. Sie machen das nicht, um sich die eigene Tasche zu füllen, sondern weil sie auf eine reale Gefahr aufmerksam machen wollen, gegen die - nach Auffassung vieler, auch vieler Wissenschaftler*innen - viel zu wenig getan wird.
wenn man schon die Absicht in die Beurteilung einfließen lässt, dann bitte auch in diesem Falle.
ZitatUnd sie sind vermutlich noch beseelt davon, etwas Gutes zu tun, bzw. moralisch allen bösen Fluggästen, die vielleicht im Alltag ihre Wege mit Bus oder zu Fuss zurücklegen, überlegen zu sein.
Reine Interpretation, die ich im übrigen nicht teile. Sie nehmen immerhin für ihre Überzeugung in Kauf, bestraft zu werden und laufen auch immer wieder Gefahr, körperlich attackiert zu werden. Ich habe dafür Respekt, auch wenn mich das Verhalten in der konkreten Situation sicher auch nerven würde.
Zitat von Flau im Beitrag #7669Ich las neulich einen Tweet, in dem sinngemaess stand: Wenn man bedenkt, dass niemals jemand so ueber den Deppenapostroph gezornt hat wie jetzt ueber das Gendern, geschweige denn, dass eine Landesregierung sich bemuessigt gefuehlt haette, gegen ihn aktiv zu werden, merkt man, dass es nicht um die Bewahrung der Sprache geht. Ich finde, da ist schon was dran.
Nee, eigentlich nicht. Denn Gendern betrifft tatsächlich die Sprache - falsche Pluralformen z.B. -, aber der Deppenapostroph "nur" die Schreibweise, die Sprache an sich ändert sich dadurch ja nicht. Und der Grund für die falsche Schreibweise ist kein ideologischer, sondern wohl eher eine Rechtschreibschwäche. Das ist schon ein Unterschied.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #7678Denn Gendern betrifft tatsächlich die Sprache - falsche Pluralformen z.B. -, aber der Deppenapostroph "nur" die Schreibweise, die Sprache an sich ändert sich dadurch ja nicht.
Für mich gehört die Schriftform zur Sprache dazu, und je mehr Deppen-Apostrophe zu lesen sind und unkommentiert "durchgehen", umso mehr Leute werden das für korrekt und normal halten und selbst verwenden, fürchte ich. Also sehr wohl eine Veränderung, zum Negativen hin.
ZitatUnd der Grund für die falsche Schreibweise ist kein ideologischer, sondern wohl eher eine Rechtschreibschwäche. Das ist schon ein Unterschied.
"Ideologisch" ist schon wieder eine Bewertung. Ich sehe eher einen rationalen Grund dahinter. Und wenn man der Meinung ist, bestimmte Genderformen seien eine Sprachverhunzung, finde ich es verwunderlich, wenn dann andere Verhunzungen so locker hingenommen werden.
Die Genderformen "hört" man ja aber, den "Deppen-Apostroph" nicht. Da wär schon mal die Frage, ob diejenigen, die den NICHT bemäñgeln, ihn überhaupt erkennen.
Und auch bei den "Progressiven": Schreibfehler zu bemängeln, gilt ja seit mind. 20 Jahre. als unhöflich und elitär. Das schärft dann auch nicht gerade das Bewusstsein für Orthographie und Grammatik.
Offizieller Grund für das schlechte Abschneiden eines ganzen Jahrgangs "Corona"
Gute Entscheidung! Die "Pandemie" wurde auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen ausgetragen. Deren Zukunft sonst immer noch davon neg. beeinflusst wäre. MV ist da großes Vorbild, in BY wäre das undenkbar.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #7678Und der Grund für die falsche Schreibweise ist kein ideologischer, sondern wohl eher eine Rechtschreibschwäche. Das ist schon ein Unterschied.
Der Grund für falsche Schreibweisen wie beim Deppenapostroph dürfte in den meisten Fällen schlichtes Desinteresse sein.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Offizieller Grund für das schlechte Abschneiden eines ganzen Jahrgangs "Corona"
Gute Entscheidung! Die "Pandemie" wurde auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen ausgetragen. Deren Zukunft sonst immer noch davon neg. beeinflusst wäre. MV ist da großes Vorbild, in BY wäre das undenkbar.
Ich finde es nicht in Ordnung, sowas nur für ein einzelnes Bundesland zu entscheiden. (Ja, ich weiß, Kultushoheit ...) Corona gab es nicht nur in MV. Mindeststandards müssen aus Gerechtigkeitsgründen einheitlich sein, weil am Ende alle Abiturienten um die gleichen Studienplätze konkurieren. Sonst kommt nächstes Jahr ein anderes Bundesland auf die Idee, die zweite Fremdsprache am Gymnasium abzuschaffen.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #7678Und der Grund für die falsche Schreibweise ist kein ideologischer, sondern wohl eher eine Rechtschreibschwäche. Das ist schon ein Unterschied.
Der Grund für falsche Schreibweisen wie beim Deppenapostroph dürfte in den meisten Fällen schlichtes Desinteresse sein.
Ach, ich weiß nicht ... die Begabungen sind da schon sehr unterschiedlich, das muss nicht unbedingt was mit Desinteresse zu tun haben. Würde man jemandem, der schlecht rechnen kann, ja auch nicht unterstellen, oder? Beim Schreiben ist ein Problem ja auch, dass die Schreibweisen komplett "ausgedacht" sind in dem Sinne, dass man sie eben auch verändern kann (siehe Rechtschreibreform). Damit kommt nicht jeder gut zurecht.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #7687Beim Schreiben ist ein Problem ja auch, dass die Schreibweisen komplett "ausgedacht" sind in dem Sinne, dass man sie eben auch verändern kann (siehe Rechtschreibreform). Damit kommt nicht jeder gut zurecht.
Naja fein, dann spricht ja auch nichts gegen Gendern mit * und _ und was es noch so alles gibt.
Amüsiert mich mehr, als dass es mich fassungslos macht: ... »Wir werden uns nur an einer Landesregierung beteiligen, die auch bundespolitisch klar Position für Diplomatie und gegen Kriegsvorbereitung bezieht«, sagte die BSW-Bundesvorsitzende Sahra Wagenknecht.
Thüringens BSW-Co-Chef Steffen Schütz bezeichnete das Thema als »Markenkern« der Partei. »Wenn wir das auf dem Altar des politischen Geschäfts opfern, dann haben wir es auch nicht verdient, wiedergewählt zu werden«, sagte er. ... Hieße dann für mich: wenn der UA-Krieg vorbei wäre, stünde das BSW "markenentkernt" da - ob da so ein cleverer Zug ist?
Ad 2: Also müsste Mario Voigt in Thüringen auf krassen Gegenkurs zur Bundes-CDU gehen, um eine Koalitionsoption mit dem BSW zu haben. ... Voigt verbat sich erneut Einmischungen von Wagenknecht. »Eine CDU-geführte Landesregierung würde sich natürlich auch für Diplomatie in diesem Land einsetzen. Das ist Maßstab. Ich wünsche mir auch persönlich Frieden. Aber gleichzeitig ist die Thüringen-Wahl keine, die darüber zu bestimmen hat«, sagte er. Über das, was Wagenknecht fordere, könne Thüringen nicht entscheiden. »Ich erwarte, dass wir einen Wahlkampf darüber führen, was für die Thüringerinnen und Thüringer konkrete Probleme vor Ort sind, die wir auch hier anpacken können.« .... Czwiericz.
Da könnte der Eindruck entstehen, dass es auch dem BSW nicht darum geht, konkret vernünftige Politik im Rahmen von Möglichkeiten zu machen. Oder ist das eine Brandmauer gegen fast jedwede Regierungsbeteiligung. Die Diäten im thüringischen Landtag sind ja auch nicht zu verachten. Oder ist das ein verdecktes Koalitionsangebot an die AfD?
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #7678Und der Grund für die falsche Schreibweise ist kein ideologischer, sondern wohl eher eine Rechtschreibschwäche. Das ist schon ein Unterschied.
Der Grund für falsche Schreibweisen wie beim Deppenapostroph dürfte in den meisten Fällen schlichtes Desinteresse sein.
Ach, ich weiß nicht ... die Begabungen sind da schon sehr unterschiedlich, das muss nicht unbedingt was mit Desinteresse zu tun haben. Würde man jemandem, der schlecht rechnen kann, ja auch nicht unterstellen, oder? Beim Schreiben ist ein Problem ja auch, dass die Schreibweisen komplett "ausgedacht" sind in dem Sinne, dass man sie eben auch verändern kann (siehe Rechtschreibreform). Damit kommt nicht jeder gut zurecht.
Ich hätte vielleicht noch dazu schreiben sollen, dass ich durchaus Verständnis für Menschen mit LRS etc habe. Mich stört nur, dass oft reflexhaft LRS unterstellt wird, wenn irgendwo ein grober Fehler sichtbar wird. Ganz besonders, wenn dieser mehreren hätte auffallen müssen, bevor es final da steht. Und so viele Menschen mit LRS haben wir nun auch wieder nicht. Ich meine jetzt auch nicht unbedingt irgendwelche Texte, die man auf Insta, X oder Facebook sieht, sondern durchaus im beruflichen Kontext. Beispielsweise, wenn ich mit einem Mitarbeitenden beim Arzt, beim Optiker etc schreibe.
Viele diktieren ja auch ihre Texte ohne Punkt und Komma. Liest sich dann wie Sprechdurchfall. Das ist definitiv Desinteresse.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Irgendwann wird es halt einfach so sein, dass wir zusätzlich zum Abitur Hochschulzugangstests haben werden. Hoffentlich gute, mit so Sachen wie Dreisatz- und Prozentrechnung, Fragen zum Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität, Volt und Ampère, direkten und indirekten Steuern, Erst- und Zweitstimme bei Wahlen, dem Wesen von Föderalismus, Logik, Rethorik und so weiter. Oder Lebens- und Arbeitrealität wird größeren Raum in allgemeiner Schuldbildung erhalten. Schadet beides nix.
auch wenn Du es gut humoristisch verpackt hast, Du sprichst da das Hauptproblem unseres Bildungssystems an. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es zu meiner Studienzeit Vorbereitungskurs für Mathematik etc. Gegeben hat. Wir haben gebüffelt und uns durchgebissen.
Och doch, die gab es schon Anfang der 80er an der Uni - aus gutem Grund, denn schon damals gab es viele, die nicht mehr konnten als das kleine Einmaleins.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #7678Nee, eigentlich nicht. Denn Gendern betrifft tatsächlich die Sprache - falsche Pluralformen z.B. -, aber der Deppenapostroph "nur" die Schreibweise, die Sprache an sich ändert sich dadurch ja nicht. Und der Grund für die falsche Schreibweise ist kein ideologischer, sondern wohl eher eine Rechtschreibschwäche. Das ist schon ein Unterschied.
Direkt Rechtschreibschwäche, also LRS, weist ganz bestimmte Merkmale auf. Sämtliche falsche Schreibweisen kann man nicht mit LRS rechtfertigen.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #7687...Würde man jemandem, der schlecht rechnen kann, ja auch nicht unterstellen, oder? Beim Schreiben ist ein Problem ja auch, dass die Schreibweisen komplett "ausgedacht" sind in dem Sinne, dass man sie eben auch verändern kann (siehe Rechtschreibreform). Damit kommt nicht jeder gut zurecht.
Nun ja, so grundlegend hat sich die Schreibweise auch durch die Rechtschreibreform nicht verändert. Das betrifft doch im Prinzip nur Wörter mit ß/ss und Getrennt- und Zusammenschreibung von manchen Konstruktionen. Kommas in einigen Fällen auch. Aber grundsätzlich ist auch durch die Reform die Rechtschreibung nicht soooo massiv verändert.
Zitat von Nicolo im Beitrag #7694Irgendwann wird es halt einfach so sein, dass wir zusätzlich zum Abitur Hochschulzugangstests haben werden. Hoffentlich gute, mit so Sachen wie Dreisatz- und Prozentrechnung, Fragen zum Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität, Volt und Ampère, direkten und indirekten Steuern, Erst- und Zweitstimme bei Wahlen, dem Wesen von Föderalismus, Logik, Rethorik und so weiter. Oder Lebens- und Arbeitrealität wird größeren Raum in allgemeiner Schuldbildung erhalten. Schadet beides nix.
Zumindest in den Lehrplänen für die Schule stehen all diese Sachen drin. Kein Physik-Unterricht kommt ohne Volt/Ampere aus. Was Wahlen und Föderalismus betrifft: Fach Gemeinschaftskunde/Gesellschaftskunde. Als Beispiel.
Manchmal ist es auch Sache der Schüler und Schülerinnen, was sie aus dem Unterricht "mitgenommen" haben.
Zitat von Ranunkel im Beitrag #7693Seit wann findet nach Corona in MV wieder Präsenzunterricht statt?
Doch sicher länger als ein Jahr?
Aus dem Artikel geht hervor, dass in MV mit derselben Begründung vor zwei Jahren die Mathenoten schon um zwei Punkte angehoben wurden.
Also vor einem Jahr gab es kein Problem wegen Corona, vor zwei Jahren und dieses Jahr aber schon? 🤔 Merkwürdig.
Da frage ich mich auch, wozu es die großen Kultus-Konferenzen auf Bundesebene gibt mit der Frau Stark-Watzinger. Föderalismus hin oder her. Aber wenigstens könnte "übergeordnet angeordnet" werden, dass die Bundesländer in Sachen Corona-Folgen einheitlich handeln.