Zitat von noBarbie im Beitrag #7639Terrororganisationen sind nach meinem angelesenen Wissen eher nicht für bürokratische Organisationsstrukturen bekannt.
Wäre ich nicht so sicher. ISIS hat damals wohl auch eine ziemliche Bürokratie aufgebaut. Kein Witz.
Zitat von lenita im Beitrag #7643Last Generation wieder auf Tour. Ich bin ja gar nicht gegen Demos oder Aktionen, die Klima- und Umweltthemen wieder nach vorne holen. Aber so ist das glaube ich " nicht hilfreich". Wer mit Kind und Koffer am Flughafen steht, wird im Zweifel wütend, wenn er da stundenlang festhängt. Mit Pech rekrutiert man so eher noch ein paar weitere AFD-Stimmen, aus schierem Trotz.
Ich finde es ja interessant, dass bei der globalen Computer-Panne vor ein paar Tagen überhaupt keine Wut zu vernehmen war und auch keine Drohungen, jetzt AfD zu wählen. Dabei kam es dadurch auch zu Wartezeiten, Flugausfällen etc. und natürlich ist es von Menschen verursacht, die zwar wohl nicht absichtlich, aber doch unglaublich fahrlässig gehandelt haben. Aber das scheint man hinzunehmen wie eine Naturkatastrophe.
Zitat von Malaita im Beitrag #7650... Mir geht es darum, dass in Flughäfen immer noch nichts unternommen worden ist, um "so was" zu verhindern.)
Das ist aber keine politische Angelegenheit. Besseren Schutz könnten und müssten die Flughafengesellschaften ganz allein umsetzen. Und im Gegensatz zu Entschädigungen, die im Falle verspäteter oder ausgefallener Flüge gezahlt werden müssen, kostet der effektiv besserer Schutz des Flughafengeländes immer Geld.
ZitatDabei kam es dadurch auch zu Wartezeiten, Flugausfällen etc. und natürlich ist es von Menschen verursacht, die zwar wohl nicht absichtlich, aber doch unglaublich fahrlässig gehandelt haben.
War aber eben nicht vorsätzlich herbeigeführt, das macht in der Wahrnehmung doch einen Unterschied. Ich war in beiden Fällen nicht betroffen, ich denke aber schon, dass auch bei der Computerpanne auch nicht alle festsitzenden Fluggäste guter Laune waren.
Zitat von Malaita im Beitrag #7650... Mir geht es darum, dass in Flughäfen immer noch nichts unternommen worden ist, um "so was" zu verhindern.)
Das ist aber keine politische Angelegenheit.....
Ok.
-------> Ich trete in diesem Fall den Rückzug an.
Du könntest das Ganze ja nebenan als Fassungslosigkeit diskutieren. Mich stört daran auch nur, dass mal wieder so getan wird, als sei dies Aufgabe der Politik.
Zitat von Nicolo im Beitrag #7656... Du könntest das Ganze ja nebenan als Fassungslosigkeit diskutieren. Mich stört daran auch nur, dass mal wieder so getan wird, als sei dies Aufgabe der Politik.
Nur zur Erklärung: Ich war jetzt nicht so sortiert, dass ich sofort an Politik gedacht habe. Ich bin eingestiegen, weil das Thema aufgemacht wurde und mich das aufregt. Und ja: es ist nicht Thema fürs Politische. Das sehe ich ja ein.
Schutz der (Verkehrs-)Infrastruktur betrifft den Staat gar nicht? Bin ich ja nicht so sicher.... Außerdem ist "Politik" ja mehr als staatliches Handeln. Wenn ein Aktivistengruppe sich öffentlich "Raum nimmt", ist das ja auch politisches Tun.
Zitat von lenita im Beitrag #7658Schutz der (Verkehrs-)Infrastruktur betrifft den Staat gar nicht? Bin ich ja nicht so sicher.... Außerdem ist "Politik" ja mehr als staatliches Handeln. Wenn ein Aktivistengruppe sich öffentlich "Raum nimmt", ist das ja auch politisches Tun.
Hmm - ja, ich bin etwas verpeilt im Moment....
Stimmt. Frau Faeser hat sich ja auch entsprechend geäußert. Sie fordert diesbezüglich härtere Strafen.
Zitat von lenita im Beitrag #7658Schutz der (Verkehrs-)Infrastruktur betrifft den Staat gar nicht? Bin ich ja nicht so sicher....
Doch, sicher - aber nicht in der Form, dass das jeweilige Bundesland da mehrfache Sicherungszäune etc. aufbauen und/oder ein paar Hundertschaften Polizei zur Bewachung abstellen müsste. Die Flughafenbetriebsgesllschaften gehören zwar meist anteilig dem Staat, sind aber eben Privatunternehmen. Und wie andere Privatunternehmen müssen die eben primär selbst dafür sorgen, dass ihr Betriebsgelände betriebssicher ist. Das kostet, also wird die Nutzung teurer.
Zitat... Außerdem ist "Politik" ja mehr als staatliches Handeln. Wenn ein Aktivistengruppe sich öffentlich "Raum nimmt", ist das ja auch politisches Tun.
Stimmt - aber die von Malaita beleuchtete Fassungslosigkeit war ja dass da ja immer noch nix passiert ist. Und das klingt unter "Politische Fassungslosigkeiten" für mich nach: "Vater Staat muss ..."
Zitat von lenita im Beitrag #7655War aber eben nicht vorsätzlich herbeigeführt, das macht in der Wahrnehmung doch einen Unterschied. Ich war in beiden Fällen nicht betroffen, ich denke aber schon, dass auch bei der Computerpanne auch nicht alle festsitzenden Fluggäste guter Laune waren.
"nicht guter Laune" mag sein - aber zumindest in der Berichterstattung war nichts von irgendwelchen Hassausbrüchen oder gar Gewaltfantasien gegenüber nachlässigen IT-lern (oder deren Managern) zu hören.
Zitat von Nicolo im Beitrag #7661... Stimmt - aber die von Malaita beleuchtete Fassungslosigkeit war ja dass da ja immer noch nix passiert ist. Und das klingt unter "Politische Fassungslosigkeiten" für mich nach: "Vater Staat muss ..."
Ich habe nochmal nachgedacht. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen: Oh ja! Der Staat muss handeln. (Nicht nur was die Strafen betrifft.)
Zur Fußball-EM hat der Staat gefordert: In den Flughäfen müssen die Einreisen verstärkt kontrolliert werden. Wurden sie, ich habs gesehen (ob genug, weiß ich nicht). Ich habe gelesen, dass zig Einreisen registriert wurden, die unerlaubt waren.
Was ist mit der Terror-Gefahr? Die Aktivisten machen es sehr schön vor, wo die Schwachpunkte liegen. Wenn ich als Passagier kontrolliert werde, ob ich spitze Gegenstände im Handgepäck trage oder irgendwelche Flüssigkeiten - das ist vom Staat vorgegeben. Also soll der Staat auch dafür sorgen, dass eine Forderung kommt, Rollfelder zu kontrollieren. (Zum Beispiel) Das hat auch was zu tun mit dem Schutz der Binnengrenzen und unbedingt mit dem Schutz vor Terrorismus. Wie gesagt: die Aktivisten sind da sehr schön die Hinweiser auf die Schwachpunkte.
Zitat von Nicolo im Beitrag #7661 Und wie andere Privatunternehmen müssen die eben primär selbst dafür sorgen, dass ihr Betriebsgelände betriebssicher ist. Das kostet, also wird die Nutzung teurer. ....
Ein Flughafen ist ja nicht nur: Lieschen Müller will jetzt mal verreisen. Sondern so ein Flughafen ist INTERNATIONAL und da werden GRENZEN überschritten (und an der Stelle wirds politisch). Von daher kann man sich nicht so einfach aufs Private berufen.
Einreisekontrollen sind aber eine hoheitliche Aufgabe, der reibungslose Betrieb eines privatwirtschaftlch betriebenen Flughafens nicht.
Aber fordert ruhig, dass alle Steuerzahler:innen die erhebliche Rechnung dafür bezahlen sollen, damit die, die es sich leisten können, möglichst billig und ungestört Flugreisen machen können.
Und da der Staat das Geld dafür nicht hat, wird halt da gespart, wo immer gespart wird: Bahn und andere, m.E. wichtigere Infrastruktur, Bildung, Sozialleistungen ... Passt ins gesamtgesellschaftliche Bild.
Aber fordert ruhig, dass alle Steuerzahler:innen die erhebliche Rechnung dafür bezahlen sollen, damit die, die es sich leisten können, möglichst billig und ungestört Flugreisen machen können.
Und da der Staat das Geld dafür nicht hat, wird halt da gespart, wo immer gespart wird: Bahn und andere, m.E. wichtigere Infrastruktur, Bildung, Sozialleistungen ... Passt ins gesamtgesellschaftliche Bild.
Du musst mich nicht dafür um Entschuldigung bittten, dass Dir keine ernstzunehmenden Gegenargumente mehr einfallen.
Nimm einfach mal an, für die Sicherung des Flughafen FRA müsste nur eine Hundertschaft Polizei 24/7*365 abgestellt werden. Das wären dann in etwa vier Hundertschaften. Und dann noch eben 20 km² Fläche, die auf Staatskosten bestmöglich abgesichert werden müssten.
Das dann mulitpliziert mit den Flüghäfen in München, Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Stuttgart und vielleicht noch Leipzig ... Was glaubst Du wohl, über wieviel Hunderte Millionen an laufenden Kosten wir da sprechen? Und wo das Geld dafür herkäme, wenn das Ganze auf Staatskosten erfolgen würde?
Zitat von lenita im Beitrag #7643Last Generation wieder auf Tour. Ich bin ja gar nicht gegen Demos oder Aktionen, die Klima- und Umweltthemen wieder nach vorne holen. Aber so ist das glaube ich " nicht hilfreich". Wer mit Kind und Koffer am Flughafen steht, wird im Zweifel wütend, wenn er da stundenlang festhängt. Mit Pech rekrutiert man so eher noch ein paar weitere AFD-Stimmen, aus schierem Trotz.
Zustimmung zur bzw. Verstaendnis fuer die Frage, ab wann Aktionen einfach taktisch unklug werden. Allerdings verstehe ich dieses AfD-Argument nie, Du bist ja bei weitem nicht die Einzige, die so argumentiert. Das interpretiere ich so, dass es illegitim / dumm / zu verurteilen ist, stoerend auf die wirklich verzweifelte Klimasituation hinzuweisen, aber legitim / logisch / verstaendlich, wegen solcher Aktionen (!) die AfD zu waehlen. Das kann man einzeln jeweils finden, aber beides zusammen finde ich echt inkohaerent.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #7652[...] Ich finde es ja interessant, dass bei der globalen Computer-Panne vor ein paar Tagen überhaupt keine Wut zu vernehmen war und auch keine Drohungen, jetzt AfD zu wählen. Dabei kam es dadurch auch zu Wartezeiten, Flugausfällen etc. und natürlich ist es von Menschen verursacht, die zwar wohl nicht absichtlich, aber doch unglaublich fahrlässig gehandelt haben. Aber das scheint man hinzunehmen wie eine Naturkatastrophe.
Das naemlich. Ich finde solche Vergleiche tatsaechlich hin und wieder ganz hilfreich. Ohne dass jetzt thematisch diskutieren zu wollen: Ich las neulich einen Tweet, in dem sinngemaess stand: Wenn man bedenkt, dass niemals jemand so ueber den Deppenapostroph gezornt hat wie jetzt ueber das Gendern, geschweige denn, dass eine Landesregierung sich bemuessigt gefuehlt haette, gegen ihn aktiv zu werden, merkt man, dass es nicht um die Bewahrung der Sprache geht. Ich finde, da ist schon was dran. Dementsprechend finde ich es auch sinnvoll, ab und zu mal rechts und links zu kucken, ueber welche Stoerungen man sich warum aufregt.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
ZitatDas interpretiere ich so, dass es illegitim / dumm / zu verurteilen ist, stoerend auf die wirklich verzweifelte Klimasituation hinzuweisen, aber legitim / logisch / verstaendlich, wegen solcher Aktionen (!) die AfD zu waehlen
Nein, ich persönlich finde es ùberhaupt nicht logisch, die AFD zu wählen. Ich kann mir nur vorstellen, dass es Leute gibt, die bei solchen Aktionen so geladen sind, dass sie zum einen denken: Bleib mir weg mit dem Klima-Thema, ich KANN es einfach nicht mehr hören. Und weiterhin: Ich wähle jetzt jeden, der mir verspricht, dass er das abstellt und zwar pronto.
So ungefähr und nochmals, nein das ist nicht meine Einstellung.
ZitatIch finde es ja interessant, dass bei der globalen Computer-Panne vor ein paar Tagen überhaupt keine Wut zu vernehmen war und auch keine Drohungen, jetzt AfD zu wählen. Dabei kam es dadurch auch zu Wartezeiten, Flugausfällen etc. und natürlich ist es von Menschen verursacht
Nochmal: im Fall der Computerpanne handelt es sich vielleicht um menschliches Versagen, vielleicht um Fahrlässigkeit. Nervt auch, führt vielleicht zum gleichen Ergebnis - man sitzt Stunden oder auch den ganzen Tag blöd am Flughafen rum, evtl. noch mit schreienden Kleinkind. Es ist aber eben keine ABSICHT. Bei den Aktivisten schon. Und sie sind vermutlich noch beseelt davon, etwas Gutes zu tun, bzw. moralisch allen bösen Fluggästen, die vielleicht im Alltag ihre Wege mit Bus oder zu Fuss zurücklegen, überlegen zu sein.
Zitat von Nicolo im Beitrag #7668Du musst mich nicht dafür um Entschuldigung bittten, dass Dir keine ernstzunehmenden Gegenargumente mehr einfallen.
Nimm einfach mal an, für die Sicherung des Flughafen FRA würde nur eine Hundertschaft Polizei 24/7*365 abgestellt werden müsste. Das wären dann in etwa vier Hundertschaften. Und dann noch eben 20 km² Fläche, die auf Staatskosten bestmöglich abgesichert werden müssten.
Das dann mulitpliziert mit den Flüghäfen in München, Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Stuttgart und vielleicht noch Leipzig ... Was glaubst Du wohl, über wieviel Hunderte Millionen an laufenden Kosten wir da sprechen? Und wo das Geld dafür herkäme, wenn das Ganze auf Staatskosten erfolgen würde?
Ich denke, dass eine Video-Überwachung auch ausreichen kann. Wenn sich jemand am Zaun zu schaffen macht, wird eben die Security losgeschickt. Das Gelände ist sehr groß? Ja. Aber ehe die den Zaun durchgeschnitten haben und sich positioniert haben, festgeklebt haben usw., brauchen die auch einige Zeit dafür.
(Der Frankfurter Flughafen war auch nicht der erste jetzt wieder, bei dem die Aktivisten auf der Matte gestanden haben. Kurz vorher waren Hamburg und Köln/Bonn dran. Eigentlich hätte man gewarnt sein können, dass das jetzt wieder losgeht. Aber im Grunde wundert mich das in Frankfurt auch eigentlich nicht so sehr. Mit Frankfurt habe ich ständig irgendwelche Sachen, die nicht klappen, erlebt.)
Ganz schön naiv gedacht von mir? Ja. Aber noch naiver ist es, die Zäune zu den Rollfeldern einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Und lebensgefährlich. Ich denke vor allem an Terrorismus.
Ich bin keine Sicherheits-Expertin. Mir Gedanken darum zu machen, ist nicht mein Job.
Von Staatskosten spreche ich nicht. Der Staat kann aber kontrollieren, ob Sicherheit gewährleistet wird. Entsprechende Gesetze dazu erlassen. Der Flughafenbetreiber muss liefern. Was weiß ich, woher der das Geld dafür nimmt. Ich kenne nicht die Gewinne oder Verluste. Und wenn mir 10 Euro als Fluggast zusätzlich aufgebrummt werden (die Masse an Fluggästen bringts ja dann auch), bin ich auch nicht böse.
Zitat von Malaita im Beitrag #7672Ich denke, dass eine Video-Überwachung auch ausreichen kann. Wenn sich jemand am Zaun zu schaffen macht, wird eben die Security losgeschickt. Das Gelände ist sehr groß? Ja. Aber ehe die den Zaun durchgeschnitten haben und sich positioniert haben, festgeklebt haben usw., brauchen die auch einige Zeit dafür.
Das sollte man annehmen. Ausserdem sind es ja doch einige Meter vom Zaun bis zur Rollbahn.Ein paar Hunde könnten da helfen.
In meiner Stadt hat die LG hat auch einmal demonstriert, ich bin fast hineingeraten und war fassungslos, was da abging. Die ganze Kreuzung war gesperrt, überall standen Polizeiautos und Rot-kreuz-Fahrzeige herum. Einige Polizisten standen tatenlos da und haben mehr oder weniger diese "Aktivisten" beim auf-der-Kreuzung-sitzen beschützt. Das ganze ging über eine Stunde. Die LG scheint Narrenfreiheit zu haben.
Zitat von noBarbie im Beitrag #7639Terrororganisationen sind nach meinem angelesenen Wissen eher nicht für bürokratische Organisationsstrukturen bekannt.
Da sei dir nicht so sicher. Von anderen Organisationen weiß ich es nicht, aber ich habe mich einigermaßen intensiv mit der IRA beschäftigt, und die waren straff organisiert.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)