Ich weiß es nicht. Mit den CumCum-Geschäften hab ich mich nie beschäftigt, nur mit den CumEx-Geschäften. Ich wusste nicht, dass bei den CumCum-Geschäften noch viel mehr abgegriffen wurde.
Dass die ganze Sauerei bis in die höchsten Politikkreise geht finde ich unglaublich.
Die Frustration von Frau Brorhilker kann ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen. Dass sie nicht aufgibt und weiter kämpft, nötigt mir tiefen Respekt ab.
Nun teilte der Sender auf SZ-Anfrage mit: „Der RBB hat entschieden, die Zusammenarbeit mit Sebastian Hotz alias ‚El Hotzo‘ bei Fritz bis auf Weiteres zu beenden.“ Er werde die Sendung nicht mehr moderieren. Nach dem Attentat auf Trump am Samstagabend hatte Hotz, dem auf X knapp 700 000 User folgen, einen Witz gepostet: Was haben der letzte Bus und Donald Trump gemeinsam? „Leider knapp verpasst.“ Den Eintrag löschte Hotz zwar später, schrieb dann aber: „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.“
Waldesrauschen und Vogelgezwitscher beim RBB, nachdem Dieter Nuhr im Zusammenhang mit Kriminalität in Deutschland or wenigen Wochen im Fernsehen fragte:
„Was sind das für Menschen, die mit einem Messer aus dem Haus gehen? Sollte man solche Leute nicht besser einschläfern lassen?“
Zitat„Was sind das für Menschen, die mit einem Messer aus dem Haus gehen? Sollte man solche Leute nicht besser einschläfern lassen?“
Teil 1 der Frage finde ich sehr berechtigt. Teil 2: mit viel gutem Willen als satirische Zuspitzung (statt z.B. Sind die dann nicht ohnehin gemeingefährlich). Aber ja, gerade in Deutschland sind solche Äußerungen sicher jenseitig.
Hmm, ich bin da zwiegespalten. Ganz ehrlich, ich habe solche Gedanken auch. Auch wenn ich weiß, ich sollte diese Gedanken nicht haben, ich hab sie trotzdem.
Wieviel Elend wäre der Welt erspart geblieben, hätte das Attentat auf Hitler geklappt. Was würde ich darum geben, würde ein Vertrauter Putins ihm Gift ins Essen mischen. Ja, auch Putin hat ein Recht auf Leben, aber für mich wiegen die ganzen Menschenleben, die er bereits auf dem Gewissen hat, mehr.
Ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin mit solchen Gedanken, das Aussprechen dieser Gedanken ist aber verpönt. Warum eigentlich?
ZitatIch glaube nicht, dass ich die Einzige bin mit solchen Gedanken, das Aussprechen dieser Gedanken ist aber verpönt. Warum eigentlich?
Liegt das nicht auf der Hand? Einmal " Gewalt ist keine Lösung", jedenfalls keine gute. Außerdem Ideen von Karma, Anstand etc. Und natürlich ist es auch was anderes, wenn man das im Vier-Augen-Gespräch sagt oder als öffentliche Figur im Fernsehen.
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #7507Hmm, ich bin da zwiegespalten. Ganz ehrlich, ich habe solche Gedanken auch. Auch wenn ich weiß, ich sollte diese Gedanken nicht haben, ich hab sie trotzdem.
Wieviel Elend wäre der Welt erspart geblieben, hätte das Attentat auf Hitler geklappt. Was würde ich darum geben, würde ein Vertrauter Putins ihm Gift ins Essen mischen. Ja, auch Putin hat ein Recht auf Leben, aber für mich wiegen die ganzen Menschenleben, die er bereits auf dem Gewissen hat, mehr.
Ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin mit solchen Gedanken, das Aussprechen dieser Gedanken ist aber verpönt. Warum eigentlich?
Ich oute mich, ich habe auch solche Gedanken. Aber, wo fängt man an und wo hört man auf ? Und wer darf bestimmen, wer durch ein Attentat getötet werden darf ? Und Trump und Purin usw. Sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Haben aber ihre Anhänger dann auch das Recht politische Gegner zu töten ?
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #7507Ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin mit solchen Gedanken, das Aussprechen dieser Gedanken ist aber verpönt. Warum eigentlich?
Wie bitte? Du fragst ernsthaft, warum es "verpönt" ist, darüber nachzudenken Menschen einzuschläfern???
Was wären denn deine Vorschläge? Spritze oder Gas?
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Wahrscheinlich haben sich viele schon mal vorgestellt, Putin könnte doch auch mal vom Balkon fallen, so wie seine Gegenspieler. Deshalb gründet man aber keine Gruppe, die dann nach Moskau fährt etc. Wenn man solcherlei per Leserbrief an die lokale Tageszeitung schriebe, ist das aber möglicherweise auch strafbewehrt?
Richtig, es ist das eine, ich sag mal ganz neutral und mich ausdrücklich einschließend: menschliche Gedanken zu haben. Es ist etwas Anderes, das hier diskutierte öffentlich zu propagieren. Und gerade wenn der/die sich Äußernde eine gewisse Reichweite besitzt, ist das aus meiner Sicht schon Propagieren. Hier zwar auch öffentlich, aber anonym zu schreiben: "Ich denke auch manchmal sowas, obwohl ich weiß, dass es eigentlich saunickelig ist", hat für mich eine andere Qualität, auch in der Formulierung, als die Äußerungen von von Hotz und Nuhr.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Wo ist der Unterschied zwischen dem Attentat auf Hitler und dem Attentat auf Trump? Das eine wird gefeiert, auch öffentlich, die Attentäter sind Helden. Das andere wird verurteilt.
Liegt es daran, dass man hinterher schlauer ist? Wir noch nicht wissen was Trump für Verbrechen begehen wird? Und ob überhaupt?
Wenn er Verbrechen gegen die Menschen begehen wird, wird dann der Attentäter posthum doch ein Held?
Ja, meistens-heiter, verantwortungsethisch läuft das schon so, wie Du beschreibst.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
ZitatLiegt es daran, dass man hinterher schlauer ist?
Findest Du, das das keine Rolle spielt, ob jemand z.B. Kriegsverbrechen begangen hat oder "nur" davon fabuliert? Das andere sind ja auch die Motive: dem Trump-Attentäter ging es vermutlich nicht darum, die amerikanische Demokratie zu retten.
Die Attentäter vom 20. Juli hatten vermutlich die Idee, nicht noch eine/mehrere Million(en) Soldaten für einen Krieg sterben zu lassen, der schon lange verloren war. Der Tyrannenmord ist soweit mir bekannt, ethisch ein Sonderfall. Dafür muss man aber wohl auch schon gewordener Tyrann sein. Das geht kaum präventiv.
Immerhin stellt sich Trump ja einer demokratischen Wahl, auch wenn wir in Europa manches am amerikanischen Wahlsystem merkwürdig finden dürfen. Aber: er war kein Diktator, wird auch keiner werden. Dafür gibt es ja noch so etwas wie die Verfassung, da kann er sich wohl kaum komplett darüber hinweg setzen. Und dann mal eine provokante Frage: außer dass er völlig undiplomatisch ist und ab und zu meinte, es gehören ihm die USA, was hat er denn schlimmeres gemacht als die anderen US-Präsidenten? Ich mag ihn auch nicht und könnte mir auch niemals vorstellen, ihn zu wählen, falls ich das dürfte, aber er war seit langem der erste Präsident, der keinen Krieg von den USA aus angezettelt oder unterstützt hat. Schon mal darüber nachgedacht? Grundsätzlich kann ich mich nicht freuen, wenn in einem freien Land ein Präsidentschaftskandidat Opfer eines Attentats wird. In der Demokratie gibt es andere Möglichkeiten, sich zu wehren.
Dass bei der Beurteilung der Äußerungen von Hotz und Nuhr mit zweierlei Maß gemessen wurde, scheint hier ebenso wenig zu interessieren, wie der Rassismus von Nuhr, der seinen unsäglichen Vorschlag mit dem Migrationshintergrund von Gewalttätern verknüpft hatte.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
lenita, ich weiß es nicht, deswegen frage ich. Vielleicht müsste ich einen Philosophen fragen.
Ich hab ein Problem damit, wenn gesagt wird, jeder, wirklich jeder hat ein Recht auf Leben und Unversehrtheit, auf der anderen Seite aber das Attentat auf Hitler gefeiert wird. Gilt für ihn dieses Recht dann nicht?
Ja, im Nachhinein hätten wir froh sein können, hätte jemand das Buch von Hitler rechtzeitig ernst genommen und ihm früh ein Ende gesetzt.
Aber dann bin ich wieder bei der Frage: wenn nur jemand fabuliert, rechtfertigt dies dann Gewalt?
Zitataber er war seit langem der erste Präsident, der keinen Krieg von den USA aus angezettelt oder unterstützt hat. Schon mal darüber nachgedacht?
Das wird von den Anhängern jetzt öfter geäussert. Ich halte das aber mehr für einen - glücklichen - Zufall. Immerhin hat es mit Nordkorea mal ordentlich gerappelt. Und nach dem Anschlag auf den Chef der Iranischen Revolutionsgarden hätte auch mehr (militärische) Gegenwehr erfolgen können.
Bleibt, ich wiederhole mich, der Putschversuch vom 6. Januar 2021. Und der wäre ein Fall für den Rechtsstaat (gewesen). Von hier aus finde ich ein Attentat schwer zu legitimieren. Aber ja, könnte noch so kommen, dass es ex post dann anders bewertet wird.
Ich hab ein Problem damit, wenn gesagt wird, jeder, wirklich jeder hat ein Recht auf Leben und Unversehrtheit, auf der anderen Seite aber das Attentat auf Hitler gefeiert wird. Gilt für ihn dieses Recht dann nicht?
Doch, natürlich. Für mich sind das verschiedene Dinge.
Wenn das Recht auf Unversehrtheit gebrochen wird, dann kann das zu Erleichterung führen - dazu muss man das Attentat noch nicht einmal gut heißen. Tatsächlich finde ich es schwieriger, wenn lebenden Personen der Tod gewünscht wird (egal, wem) als wenn ein Attentat auf einen erwiesenen Menschenschlächter erfolgreich war. Im Falle Hitlers: gewesen wäre.
ZitatJa, im Nachhinein hätten wir froh sein können, hätte jemand das Buch von Hitler rechtzeitig ernst genommen und ihm früh ein Ende gesetzt.
Aber dann bin ich wieder bei der Frage: wenn nur jemand fabuliert, rechtfertigt dies dann Gewalt?
Keine Ahnung, ich finde es schwierig.
Dass Hitler gar nicht fabuliert hatte, das wußte man auch erst, als es zu spät war. Bzw. die wenigen, die es ahnten und mahnten, blieben ungehört von der Masse die Hitler "demokratisch" wählten und zur uneingeschränkten macht verhalfen. Da war es dann vorbei mit der Demokratie.... Nicht überall, wo Demokratie drauf steht, ist auch Demokratie drin.
Ich denke, diese Tatsache hat sich tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben. Misstrauen gegen Politiker in Trumps Format finde ich deswegen auch berechtigt.
Diejenigen, die Führerpersönlichkeiten heute wieder gut finden (wenn diese denn nur alles in ihrem Sinne "richtig" machen), verdrängen da so einiges oder haben die alte Angst vor Wiederholung überwunden. Oder sind zu weit weg, historisch gesehen (USA).
ZitatAber: er war kein Diktator, wird auch keiner werden. Dafür gibt es ja noch so etwas wie die Verfassung, da kann er sich wohl kaum komplett darüber hinweg setzen
So ganz sicher kann man sich da m.E. nicht sein. Er hat ja klar autoritäre (und außerdem egomanische) Tendenzen. Und außerdem eine verstrahlt-beseelte Anhängerschaft. Und außerdem beizeiten dafür sorgen können, dass die Verhältnisse im Supreme Court nach seinem Geschmack sind. Putin und Erdogan haben sich da ja in der Art verhalten, " was nicht passt, wird passend gemacht". Neue Verfassung so zur Abstimmung gebracht, dass das durchgeht, Amtszeit verlängert, Wiederwahl auf Lebenszeit möglicherweise eingeschlossen, mögliche Gegenkandidaten eingeschüchtert/beseitigt.
Um zu sagen: man kann nicht sicher sein, wie das weitergeht. Wenn jemand nicht akzeptiert, abgewählt worden zu sein, kann man schon befürchten, dass er daraus so lernt, dass ihm das nicht nochmal passiert.
Zitat von lenita im Beitrag #7508 Und natürlich ist es auch was anderes, wenn man das im Vier-Augen-Gespräch sagt oder als öffentliche Figur im Fernsehen.
Seine wahre Meinung nicht zu sagen aus Angst vor Repressalien oder gleich ganz den Mund zu halten soll dann wohl klüger sein?