ZitatUnter den Bürgergeldempfängern waren im Februar 506.339 Menschen im erwerbsfähigen Alter, davon wiederum zwei Drittel weiblich (etwa 336.000) und ein Drittel männlich (etwa 170.000). 217.024 waren nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte - in der Regel Kinder, so die Arbeitsagentur.
Quelle: tagesschau.de
Okay, etwa 500.000 ukrainische Bürgergeldbezieher aktuell scheint in etwa hinzukommen.
Bei der Berechnung wurden allerdings auch diejenigen einbezogen, die schon vor 2022 in Deutschland waren.
Zitat von Mingararin im Beitrag #7062 ? Ich unterstelle dir nichts. Warum bist du nur so schnell an der Zündung? Es ist ein schwieriges und wichtiges Thema. Das schilderst du. Die einen kriegen schneller, was andere nicht so schnell erhalten. Das sorgt für Konflikte. Ich erlebe die tagtäglich, denn in meinen Metiers habe ich mit Migranten aus ALLER Herren Länder zu tun. Und die werden ungleich versorgt.
Dass du Wut und Neid unter Zugewanderten erlebst, ist ganz allein deine Sache. Ich erlebe diese Gefühle in meinem Umfeld nicht und habe sie nicht angesprochen, wie du mir unterstellst.
Mir geht es einfach gegen den Strich, wenn jemand sich anmaßt, von mir Geschriebenes ins Blaue hinein umzudeuten. Wenn du Wut und Neid unter Migrant:innen thematisieren willst, dann mach das, aber halt mich da raus.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von noBarbie im Beitrag #7053e=: Es kann nicht sein, dass Ukrainer:innen nur ein Jahr, wenn überhaupt, auf einen Sprachkurs warten, während Geflüchtete aus anderen Ländern nach zwei Jahren noch nicht mal einen Termin in Aussicht haben, weil z. B. hier in NRW die Landesregierung zusätzliche Gelder bereit gestellt hat für Sprach-und Integrationsangebote ausschließlich für Menschen aus der Ukraine.
e.
ich bezog mich allein auf das. In meinen Umfeldern ist es oft Thema, dass es diese Ungleichbehandlung gibt. Und diese führt zu Wut und Neid. Wenn das bei euch anders ist, super! "Meine Sache" ist das nicht. Ich schildere das Problem der Ungleichbehandlung, ohne es zu haben.
Deine Anekdote über den afghanischen Flüchtling kann ich total unterschreiben. Sowas erleben wir hier auch gar nicht selten. Gerade LaGa ist eine Branche, wo viele fitte junge Männer schnell Fuß fassen und weiterkommen, ankommen.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #7072 warum dann in säuselndem Ton hinterher telefonieren, wenn derjenige gar nicht kommen will? Wenn beide genau wissen, dass er ihr eigentlich sagen könnte „go fuck yourselves“? Dafür setzen wir MitarbeiterInnen ein und anderswo fehlen sie? Wo sie was bewirken könnten?
weils Fernsehen da ist?
Och komm. Sie haben das gefilmt, was als Standardprozedere vorgestellt wurde. Wenn du unbedingt glauben möchtest, dass die ganze Doku gefaked ist, dann erübrigt sich natürlich jedes Gespräch darüber. 😥
Zitat Wie gesagt, ich wäre für Bedigungslsoes Grundeinkommen und sonst: nichts. Keinerlei andere Leistungen.
Spart den gesamten "Apparat" an Verwaltung von Transferleistungen ein. Gut, was machen die dann? könnte man sich fragen
Das wird im Land der Einzelfallgerechtigkeit nie passieren. Unter jedem Dach ein Ach, deshalb muss der individuellen Situation immer Rechnung getragen werden, sonst fühlt sich der Deutsche in seinem individuellen Ach nicht gesehen. Da werden alle dafür sein und davon ausgehen, dass allen anderen alle Sonderlocken gestrichen werden, nur nicht seine. Und dann wird nach und nach wieder alles eingeführt, was wir jetzt schon haben. Und spätestens dann kanns keiner mehr bezahlen. Ist bei der Steuererklärung genauso. Könnte man auf einem Bierdeckel machen, wenn man vieles abschaffen würde, angefangen mit den Steuerklassen, wäre aber politischer Selbstmord.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
was treibt denn der eigentlich? Der Prof. aus Heidelberg.
Du, da rennst bei mir offene Türen ein, wir haben mal wieder Betriebsprüfung im Juli.
Sonst hast auch recht. Ich frage mich mal öfters, woher das kommt mit dem "Einzelfallgerechtigkeits-Ding" bei uns. Also kulturell? Sozio-Kulturell?
Warum haben wir da den Fetiche und auffallend viele andere Nationen nicht (so) ?
Eigentlich müsste das GEwese mit Einzelfallg. (nachfolgend: EFG) doch in den USA total durch die Decke gehen wegen der dortigen Juristerei und "Klage-Lage" mit ja für Europäer horrenden Entschädigungen und so...
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Mich ärgert ein bisschen, dass du mir zutraust, dass ich hier über so eine RTLII „Doku“ reden würde. Das war eine seriöse Doku. Vom NDR, glaube ich. Da ist nichts geskriptet. Ich weiß auch langsam nicht mehr weiter. Ich will einfach keine Tatsachenbehauptung aufstellen ohne Info, woher ich das Wissen hab. Klar, du kannst das natürlich alles anzweifeln, aber warum, frage ich mich?
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Ich glaub dir doch. Und mir glaube bitte, dass jeder Augenschlag und wo der Locher steht von der Redaktion des Senders vorgekaut wird. Übrigens besonders exakt von seriösen Sendern. Weil die im Gegensatz zu unseriöseren nicht auf "Laie redet sich um Kopf und Kragen" Effekte setzten, sondern davor bewahren.
ich verstehe dich nicht recht Wärst du denn nicht "freundlich, professionell und frisch geduscht" wenn in dein Büro der BR kommt und dich beim Job filmt? Also ich schon. Ich hab das auch bei einem früheren AG mehrmals gehabt. Da räumt man auf, spricht ab, wer wann was sagt und lasst die Person in die Kamera schauen, die das kann. Und die "säuselt" dann vielleicht allein vor lauter Aufregung.
Mehr sage ich nicht. Und um bei deinem Beispiel zu bleiben, die Person, die da so verschlafen ans Telefon ging, wusste entweder vorher dass der Anruf kommt und dass dieser dann Teil eines TV-Berichts wird oder sie hat dem nachher schriftlich zugestimmt. Weil das sonst gegen deren Pers. rechte verstöße, glaub ich . Oder die Stimme muss verzerrt werden.
Und ein seriöser Sender macht das korrekt, und nicht wie versteckte Kamera oder Böhnmermann.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Mir fehlt bei allen Überlegungen der menschliche Aspekt, die Folgen von Flucht, Traumatisierungen etc. - ganz gleich um welche Flüchtlinge es sich handelt.
Es sind geflüchtete Menschen in den Gemeinden engagiert, die anderen Flüchtlingen helfen, sie bei dem Papierkrieg unterstützen, Waren sammeln und für Transporte vorbereiten. Selten steht davon einmal etwas in der Zeitung.
Im Bürgergeldbezug kann ja auch "Aufstockung" bedeuten so wie früher auch Geringverdiener aufgestockt haben, oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Da es mit der Ukraine kein Rentenabkommen gibt und die Ukraine nicht in der EU ist, können die Flüchtlinge im rentenfähigen Alter nur Grundsicherung im Alter beantragen. Es wird jedoch gerne erzählt, dass ukrainische Flüchtlinge Rente in Deutschland beziehen.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Sariana im Beitrag #7084.. Selten steht davon einmal etwas in der Zeitung.
es fehlen überhaupt mehr so "Erfolgsgeschichten". Positive Berichte über gelungenes Ankommen. Auch als Vorbilder. Oder Motivation. Täte allen Akteuren gut. Aber, Negativiät ist verkäuflicher...
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Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #7079... Ist bei der Steuererklärung genauso. Könnte man auf einem Bierdeckel machen, wenn man vieles abschaffen würde, angefangen mit den Steuerklassen, wäre aber politischer Selbstmord.
Ich glaube zwar nicht, dass eine sinnstiftende und ausreichendes Volumen generierende Lohn- und Einkommenssteuergesetzgebung durch Streichung von Ausnahmeregelungen und Schlupflöchern so vereinfacht werden könnte, dass die Steuererklärung auf einen Bierdeckel passt. Fände ich auch gar nicht so wichtig - wichtiger wäre m.E., dass die Leute die Regelungen besser verstehen.
Aber wir können getrost davon ausgehen, dass es so weit sowieso nie kommen wird. Denn das Nachsehen hätten naturgemäß die Menschen, die am meisten von den Ausnahmeregelungen und Schlupflöchern profitieren. Und die werden ihren Einfluss schon geltend machen, wie auch die seit Jahrzehnten betrüblich geringe Quote von Außenprüfungen bei Einkommensmillionär:innen zeigt. ... Der Bundesrechnungshof hatte bereits im Jahr 2006 gemahnt, dass die damalige Prüfungsquote von 15 Prozent „viel zu gering“ gewesen sei, „um eine der Rechtslage entsprechende Besteuerung der Einkommensmillionäre und eine gleichmäßige Besteuerung zu erreichen“. Die Rechnungsprüfer appellierten an das Bundesfinanzministerium, es solle „auf eine deutlich höhere und einheitliche Prüfungsquote hinwirken“. Heute liegt sie bei sechs Prozent. Derweil steigt die Zahl der Einkommensmillionäre laut dem Bundesamt für Statistik seit Jahren. ... Die Bundestagsabgeordnete Lötzsch bezieht sich explizit auf die Aussagen des Bundesrechnungshofs von 2006. „Seitdem ist die Prüfquote stark gesunken“, sagt die Linke-Politikerin. „SPD und Grüne haben vor der vergangenen Bundestagswahl eine Vermögenssteuer versprochen. Die kam nicht. Es wäre schon ein Fortschritt, wenn die Vermögenden auch die Steuern zahlen würden, die gesetzlich vorgeschrieben sind.“
Lötzsch meint, reiche Bundesländer hätten kein Interesse daran, ihre Millionäre ordentlich zu besteuern. Da die Länder über Jahre ihrer Pflicht nicht nachgekommen seien, müsse künftig das Bundeszentralamt für Steuern Einkommensmillionäre prüfen.
„Das Recht hat das Bundeszentralamt. Doch der zuständige Bundesfinanzminister Lindner hat auch kein Interesse, sich mit den Bundesländern anzulegen“, sagt die Abgeordnete aus Berlin. „Er fordert lieber Kürzungen im sozialen Bereich. Das ist Klassenpolitik, wie ich es aus alten Lehrbüchern kenne.“
Wie es um die Bereitschaft zu ernsthafterer und ernstzunehmenderer Steuerpolitik bestellt ist, können wir auch daran ablesen, dass es in D nur eine einzige und vermutlich auch deshalb ziemlich bedeutungslose Partei* gibt, die sich die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit auf die Fahne geschrieben hat. geht ja auch nur um 1000-150 Mia. Euro im Jahr. (Wenn Bitte Sarah Wählen das von der LINKEN übernähme, wären es immerhin zwei Parteien. Aber irgendwas sagt mir, dass Bitte Sarah Wählen dies nicht zur offiziellen Parteilinie machen wird.)
Wenn ich mich nicht schon so daran gewöhnt, wie es in D eben läuft, wären das glatt zwei politische Fassungslosigkeiten.
Und die "nervige" Gesine Lötzsch von der LINKEN, deren Anfrage Obiges mal wieder ans Tageslicht befördert hat, scheidet mit der nächsten Bundestagswahl aus. Möglicherweise scheitert ja auch die ganze LINKE-Fraktion an der 5%-Hürde. Dann kann Deutschland wieder etwas ruhiger weiterschlafen.
"Anfang Mai hatten sich einige Hochschullehrende in einem offenen Brief kritisch gegen die polizeiliche Räumung einer Besetzung von Teilen der Berliner FU durch propalästinensische Studierende geäußert. Eine Panorama-Recherche zeigte, dass das Bildungsministerium prüfen lassen wollte, ob man ihnen Fördermittel entziehen könne." https://www.tagesschau.de/investigativ/p...en%20k%C3%B6nne.
Also- zum einen bekommt man als Sachbearbeiter, ob im Bereich SGB II oder III, regelmäßig "Sprachschulungen". Daran hat man sich zu halten- geht so weit, dass man die Formulierung "muss" bzw "Sie müssen " absolut zu vermeiden hat. Und zumindest im Bereich SGBIII sitzt regelmäßig der Vorgesetzte- nach Zustimmung durch den Kunden, natürlich- dabei und hört zu. Und hinterher wird "zerpflückt"- da sorgt man von allein dafür, dass man sich an die vorgegebenen Regeln hält. Automatisch. Zweitens Problem: Es muss vor Kürzungen/Sperren/Sanktionen nicht nur nachgewiesen werden, dass die Einladung verschickt wurde, sondern auch, dass der Kunde sie auch erhalten hat. Gerichtsfest. Also müsste man jedes Schreiben per Zustellungsurkunde zustellen lassen- wir rechnen nun mal die Kosten für beide Bereiche, SGB II und III hoch, bundesweit- das würde nicht billig. Der Bund der Steuerzahler bekäme vermutlich eine Attacke:)
Ich denke, jeder Sachbearbeiter weiß irgendwann, welcher seiner Kunden will und nicht kann und wer kann, aber nicht will. Nur der Beweis ist eben kaum anzutreten- ist ja niemand so dumm und sagt "Ich will nicht arbeiten. " Dazu würde ich mir mehr passgenaue Fördermöglichkeiten, für Kunden und die anderen Gegebenheiten wünschen. Ein absolutes KO Kriterium in meiner Gegend ist der fehlende Führerschein/Pkw. Da kann jemand noch so perfekt in einem Mangelberuf ausgebildet sein. Aber dafür eine Förderung zu bekommen ist wirklich sehr schwierig- obwohl damit viele Leute sehr schnell in Beschäftigung und aus dem Bezug wären. Aber: Es könnte ja mediales Geschrei geben, daß "das Amt" Führerschein und Pkw fördert. Dabei hätte sich das für den Steuerzahler meist innerhalb weniger Monate rentiert..
Zitat von Sariana im Beitrag #7084... Im Bürgergeldbezug kann ja auch "Aufstockung" bedeuten so wie früher auch Geringverdiener aufgestockt haben, oder habe ich da etwas falsch verstanden? ...
Nein, das ist so - da werden nur "Köpfe" gezählt.
Zitat... Da es mit der Ukraine kein Rentenabkommen gibt und die Ukraine nicht in der EU ist, können die Flüchtlinge im rentenfähigen Alter nur Grundsicherung im Alter beantragen. Es wird jedoch gerne erzählt, dass ukrainische Flüchtlinge Rente in Deutschland beziehen.
Je weniger die Leute wissen, desto mehr erzählen sie. Und je öfter sie irgendwas erzählen, desto mehr glauben sie die eigenen Erzählungen.
Zitat von SASAPI im Beitrag #7088Also- zum einen bekommt man als Sachbearbeiter, ob im Bereich SGB II oder III, regelmäßig "Sprachschulungen". Daran hat man sich zu halten- geht so weit, dass man die Formulierung "muss" bzw "Sie müssen " absolut zu vermeiden hat. Und zumindest im Bereich SGBIII sitzt regelmäßig der Vorgesetzte- nach Zustimmung durch den Kunden, natürlich- dabei und hört zu. Und hinterher wird "zerpflückt"- da sorgt man von allein dafür, dass man sich an die vorgegebenen Regeln hält. Automatisch. Zweitens Problem: Es muss vor Kürzungen/Sperren/Sanktionen nicht nur nachgewiesen werden, dass die Einladung verschickt wurde, sondern auch, dass der Kunde sie auch erhalten hat. Gerichtsfest...
Und das noch vor laufender Kamera. Eh ein Wunder, dass sich da eine Person dafür hergab.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Zitat von Lilith10 im Beitrag #7087"Anfang Mai hatten sich einige Hochschullehrende in einem offenen Brief kritisch gegen die polizeiliche Räumung einer Besetzung von Teilen der Berliner FU durch propalästinensische Studierende geäußert. Eine Panorama-Recherche zeigte, dass das Bildungsministerium prüfen lassen wollte, ob man ihnen Fördermittel entziehen könne." https://www.tagesschau.de/investigativ/p...en%20k%C3%B6nne.
Am Ende des Tages ist Frau Stark-Watzinger dann eben doch in der FDP.
Zitat von SASAPI im Beitrag #7088Also- zum einen bekommt man als Sachbearbeiter, ob im Bereich SGB II oder III, regelmäßig "Sprachschulungen". Daran hat man sich zu halten- geht so weit, dass man die Formulierung "muss" bzw "Sie müssen " absolut zu vermeiden hat. Und zumindest im Bereich SGBIII sitzt regelmäßig der Vorgesetzte- nach Zustimmung durch den Kunden, natürlich- dabei und hört zu. Und hinterher wird "zerpflückt"- da sorgt man von allein dafür, dass man sich an die vorgegebenen Regeln hält. Automatisch. Zweitens Problem: Es muss vor Kürzungen/Sperren/Sanktionen nicht nur nachgewiesen werden, dass die Einladung verschickt wurde, sondern auch, dass der Kunde sie auch erhalten hat. Gerichtsfest...
Und das noch vor laufender Kamera. Eh ein Wunder, dass sich da eine Person dafür hergab.
Die wollten ja zeigen, wie verständnisvoll sie mit denen umgehen und wieviel Mühe sie sich mit denen geben, die ihnen eigentlich den ausgestreckten Mittelfinger zeigen.
@SASAPI , kannst du die Kunden, von denen du das weißt, einfach links liegen lassen oder musst du da auch tätig werden?
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von Sariana im Beitrag #7084... Im Bürgergeldbezug kann ja auch "Aufstockung" bedeuten so wie früher auch Geringverdiener aufgestockt haben, oder habe ich da etwas falsch verstanden? ...
Nein, das ist so - da werden nur "Köpfe" gezählt.
Kommt drauf an. Bei der Bundesagentur für Arbeit gibts ja recht genaue Statistiken und da hab ich auch schon oft welche gesehen, in denen Aufstocker ausgewiesen sind. Auch in den Pressemitteilungen.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Sonst hast auch recht. Ich frage mich mal öfters, woher das kommt mit dem "Einzelfallgerechtigkeits-Ding" bei uns. Also kulturell? Sozio-Kulturell?
Warum haben wir da den Fetiche und auffallend viele andere Nationen nicht (so) ?
Ich glaube, das ist einfach typisch deutsch. Korreliert vielleicht mit unserer Genauigkeit und Detailverbissenliebtheit. Ich kenne das gar nicht anders: jemand macht einen Vorschlag, der im Großen und Ganzen ganz gut ist. Sofortestens kommt jemand daher und sagt „ja, aber was ist mit denen, die …“ und dann wird eine recht kleine Bevölkerungsgruppe genannt. Alleinerziehende männliche Lehrer mit zwei Stiefkindern oder sowas. Ja, und dann wird die Maßnahme nicht umgesetzt, weil sie eben das Problem nur für 95% der Bevölkerung verbessert und nicht für 100%. Ich dann jedesmal:
Zitat
Eigentlich müsste das GEwese mit Einzelfallg. (nachfolgend: EFG) doch in den USA total durch die Decke gehen wegen der dortigen Juristerei und "Klage-Lage" mit ja für Europäer horrenden Entschädigungen und so...
In Sachen Pragmatismus können wir uns da eine Scheibe abschneiden. Ich hab da viel dazugelernt in der Zusammenarbeit, muss ich sagen. Früher habe ich Projekte immer ziemlich durchgeplant, von A-Z mit Eventualitäten. Dauerte ziemlich lange, die Planung. Die Amerikaner planten von A-L, sagten „sieht doch super aus“ und „let’s got!“. Ich war entsetzt, waaas, noch nicht zu Ende geplant, was, wenn unterwegs Schwierigkeiten auftreten. Was soll ich sagen, dann löst man die halt. Also das war jetzt sehr übertrieben, stimmt aber grundsätzlich schon. Denn auch bei A-Z geplant können unterwegs Schwierigkeiten auftreten und dann ist es s blöd, wenn man beim Plan bleiben muss.
Und die Amerikaner klagen gerne, ja, aber die sind schon realistisch: das muss ja immer einer bezahlen. Die überlegen sich das schon.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
hm. Ich hatte halt überlegt, ob das auch wieder auf Hitler oder Wilhelm Zwo oder so zurückzuführen wäre...
die ganze Kultur ist defizitorientiert. Fängt schon in der Schule an. Fokus auf "was fehlt" nicht : "was lief super"
Die US-amerikaner haben oft auch eine ganz andere Herangehensweise an Probleme, insbesondere Erkrankungen etc. Überzogen formuliert, bei uns wird gejammert und geklagt, dort ermutigt und gefreut für das, was geht.
Ich glaub diese Einzelfallexemplare haben auch mit Neid zu tun! Neid, dass ein anderer eine gute Idee hatte, man selber nicht oder nicht so und dann: eine reinwürgen.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Ich glaube auch, dass diese deutsche Genauigkeit und Gründlichkeit einfach typisch deutsch ist. Hat ja auch seine guten Seiten.
Ich war mal mit meinem Partner (Autoliebhaber) in einem Tesla-Autohaus. Ich fand die Autos rein optisch ansprechend, mein Partner schlug die Hände überm Kopf zusammen, weil die Autos so schlampig und billig verarbeitet waren.
Vor einiger Zeit sah ich mal eine Doku über deutsche Mülltonnen. Irgend ein arabisches Land brauchte Mülltonnen. Weil die deutschen Mülltonnen zu teuer waren, wurde in Frankreich bestellt. Aber die hielten die Hitze nicht aus und dann wurde doch in Deutschland gekauft. Ich hab damals so drüber nachgedacht was Material in Deutschland aushalten muss. Da wo ich wohne, hatte ich von minus 25 Grad bis knapp plus 40 Grad schon alles. Meine Mülltonnen machen das seit 25 Jahren klaglos mit. Das finde ich tatsächlich toll, dass die Deutschen sowas hinkriegen.
Also diese typisch deutsche Mentalität ist nicht nur schlecht und nervig, auch wenn ich mir oft mehr so südländische Leichtigkeit wünsche. Aber dafür ist wahrscheinlich das Wetter bei uns zu schlecht 😊
Zitat von Mingararin im Beitrag #7098 … die ganze Kultur ist defizitorientiert. Fängt schon in der Schule an. Fokus auf "was fehlt" nicht : "was lief super"
Ja, zufrieden sein liegt uns nicht gut.
Zitat Die US-amerikaner haben oft auch eine ganz andere Herangehensweise an Probleme, insbesondere Erkrankungen etc. Überzogen formuliert, bei uns wird gejammert und geklagt, dort ermutigt und gefreut für das, was geht.
Wir wissen auch gar nicht zu schätzen, was wir alles haben. Nicht falsch verstehen, ich nehm mich da nicht aus. Wenn man bei uns krank ist, hat man so viele Vorteile, freie Arztwahl, zweite und dritte Meinung, wirklich gute Behandlung und das alles kostenlos: ja, mei, alles selbstverständlich. Freie Schulbildung inklusive Uni: auch selbstverständlich, im Gegenteil sollte der Staat eigentlich noch fürs Leben aufkommen. Könnte ewig so weitermachen. Mich erdet das immer, wenn ich unsere Situation mit der in anderen Ländern vergleiche. Natürlich ist hier auch nicht alles super, sage ich gar nicht, aber ich finde schon, dass man in der Geburtslotterie einen der Hauptpreise gewonnen hat, wenn man in D auf die Welt kommt.
Zitat Ich glaub diese Einzelfallexemplare haben auch mit Neid zu tun! Neid, dass ein anderer eine gute Idee hatte, man selber nicht oder nicht so und dann: eine reinwürgen.
Kann gut sein. Neid können wir eh gut. Der Kollege hat ein neues Auto und schon ist der Tag versaut
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!