Die Arbeitgeber in Deutschland wollen (und brauchen) Menschen, die Deutsch können. Mindestens B1. Alles andere geht nicht. Die Deutsche Bahn verlangt B2!
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Charlie03 im Beitrag #7026Alles andere geht nicht.
Vielleicht sollte von diesem Niveau abgewichen werden?
Könnte mir vorstellen, dass es mit A 1 in einem Teil von Berufen auch gehen könnte und ja, vielleicht bin ich zu sozialromantisch: Die Arbeitswelt ist die beste Möglichkeit, um ......
Zitat von Charlie03 im Beitrag #7026Alles andere geht nicht.
Vielleicht sollte von diesem Niveau abgewichen werden?
Könnte mir vorstellen, dass es mit A 1 in einem Teil von Berufen auch gehen könnte und ja, vielleicht bin ich zu sozialromantisch: Die Arbeitswelt ist die beste Möglichkeit, um ......
Das ist zu sozialromantisch.
Wir wissen alle von den Gastarbeitern der ersten Jahre, die oft heute noch kaum Deutsch können. Zudem gibt es heute diese Arbeitsplätze "mach auf, tu rein, mach zu, schick weg" kaum noch. Es muss dokumentiert (Unterhaltsreinigung), gelesen und kommuniziert (Auslieferungsfahrer - ukrainisch hat die kyrillische Schrift) sowie entsprechend den Sicherheitsvorschriften (Gleisbau) agiert werden.
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Zitat von Nocturna im Beitrag #7025Man muss weder christlich, noch sozial sein.
Wer sich das per Namensgebung auf die Fahnen schreibt, muss das schon, um keinen Etikettenschwindel zu betreiben. Wer weit entfernt davon ist den eigenen Anspruch zu erfüllen, kann ja den Namen ändern.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Die Jobs gibt es aber nicht mehr. Meine Beispiele zeigen es. Wir haben kaum Produktionsfabriken in Deutschland. Welche Industrie gibt es in deiner Stadt noch? Und bei den Dienstleistungen ist es auch schwierig.
Die Arbeitgeber winken ab.
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Und ein Ubersetzingsprogramm ist echt schwierig im beruflichen Alltag. Hast du mal in Helferjobs gearbeitet?
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Zitat von Charlie03 im Beitrag #7031 Das ist zu sozialromantisch.
Wir wissen alle von den Gastarbeitern der ersten Jahre, die oft heute noch kaum Deutsch können. Zudem gibt es heute diese Arbeitsplätze "mach auf, tu rein, mach zu, schick weg" kaum noch. Es muss dokumentiert (Unterhaltsreinigung), gelesen und kommuniziert (Auslieferungsfahrer - ukrainisch hat die kyrillische Schrift) sowie entsprechend den Sicherheitsvorschriften (Gleisbau) agiert werden.
Solche Anforderungen sind aber nicht überall gegeben. Hier ist ein junger afghanischen Familienvater nach dreiwöchiger Probearbeit im Landschaftsbau mit einem unterschriebenen Vollzeit-Arbeitsvertrag zum Jobcenter gegangen um sich dort abzumelden. Er durfte die Stelle nicht antreten, da er noch keinen Sprachkurs absolviert hat. Nach Ablauf der Residenzpflicht ist er 30 Kilometer weit weg gezogen und hatte nach wenigen Wochen einen Job. Er ist seitdem durchgehend sozialversicherungspflichtig beschäftigt, einen Sprachkurs hat er bis heute nicht besucht.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Und wie unterhält er sich? Ist er nur in seiner Blase unterwegs? Wer spricht mit den Lehrerinnen der Kinder?
Mittel- und langfristig halte ich es für falsch, auch gesellschaftspolitisch.
Zudem frage ich mich, ob er nicht der erste ist, der rausfliegt und auch seine Rechte ggü. Dem Arbeitgeber kennt.
Ich habe nur Negativbeispiele erfahren.
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Nun gut, wenn ihr meint Ist nur mein täglich Brot.
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Zitat von Charlie03 im Beitrag #7039Und wie unterhält er sich? Ist er nur in seiner Blase unterwegs? Wer spricht mit den Lehrerinnen der Kinder?
Er unterhält sich auf Deutsch, denn die Sprache kann mensch auch im Alltag lernen. Darauf zu wissen, wie ein Verb im Futur II, Konjunktiv, Passiv konjugiert wird, kann er genauso gut verzichten, wie seine deutschen Arbeitskollegen und viele, viele andere Muttersprachler:innen.
Gespräche in der Schule führt seine Frau, die nach langem Warten Sprachkurse besucht hat. Nicht, weil er das nicht kann, sondern weil er arbeitet, wenn Lehrer:innen ihre Sprechstunden haben.
ZitatMittel- und langfristig halte ich es für falsch, auch gesellschaftspolitisch.
Ich halte es für gesellschaftspolitisch auch falsch, Geflüchteten, die lieber heute als morgen arbeiten würden, die Motivation zu nehmen, weil bürokratische Bestimmungen wichtiger sind, als der Einzelfall.
ZitatZudem frage ich mich, ob er nicht der erste ist, der rausfliegt und auch seine Rechte ggü. Dem Arbeitgeber kennt. ...
Wenn sein Arbeitgeber ihn loswerden will, wird er das völlig unabhängig von den Sprachkenntnissen schaffen. Diese Erfahrung hat jedenfalls ein sehr gut Deutsch sprechender syrischer Bekannter machen müssen, als seine deutschen Arbeitskollegen ihn gemobbt haben.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
ZitatKriegsgeflüchtete aus der Ukraine, die keine Arbeit in Deutschland aufnehmen, sollen in ihr Heimatland zurückgeschickt werden – so fordert es die CSU im Bundestag. »Es muss jetzt über zwei Jahre nach Kriegsbeginn der Grundsatz gelten: Arbeitsaufnahme in Deutschland oder Rückkehr in sichere Gebiete der West-Ukraine«
So stelle ich mir Populismus vor bzw. "graben nach rechts". Es mag einige kleine Gebiete geben, wo bislang keine/kaum Bomben gefallen sind (Karpatenukraine/Gebiete rundum Lwiw -Ex-Galizien/Bukowina), aber das ist zum einen eine "dynamische Lage", zum anderen sind da bestimmt auch viele Binnenflüchtlinge. Was die Arbeitsaufnahme angeht, wäre vielleicht eher die Frage nach Beschleunigung der Anerkennung/Verwertbarkeit von bestehenden Abschlüssen, Teilzeit für Mütter und Kinderbetreuung zu stellen. Auch, wie die Arbeitsvermittler vielleicht Arbeitgeber und -nehmer besser zueinander bringen könnten. Ich vermute jedenfalls, dass die Zahl der Schulabbrecher und Analphabeten gerade in dieser Gruppe vergleichsweise sehr klein ist. Da geht bestimmt mehr.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #7026Die Arbeitgeber in Deutschland wollen (und brauchen) Menschen, die Deutsch können. Mindestens B1. Alles andere geht nicht. Die Deutsche Bahn verlangt B2!
Zitat von Neustart im Beitrag #7027Und ukrainische Mütter brauchen gesicherte Kinderbetreuung
Und beides ist in anderen europäischen Löndern, wo mehr ukrainische Flüchtlinge arbeiten, anders?
Das ist nicht provokativ gemeint, aber anscheinend ist Deutschland das Land mit der geringsten Quote von ukrainischen Flüchtigen mit Arbeitslatz. Dafür muss es einen Grund geben, und dass in Polen, Niederlanden, etc weniger Sprachkenntnisse nötig sind und mehr Kinderbetreuung vorhanden ist glaube ich irgendwie nicht.
Und gerade die Sprachkenntnisse- da kann man sich auch selbst etwas mehr engagieren, als auf den vom Amt bezahlten Sprachkurs zu warten. Es gibt Busuu, es gibt Duolingo, es gibt Netzwerke und private Initiativen. Da geht schon einiges, wenn man will.
In den NL zählt selbst ein Vertrag auf Abruf als Integration in den Arbeitsmarkt. Bei uns muss man wirklich arbeiten. Polen und Tschechien...hier ist die Sprache ähnlich.
In Ländern mit einer hohen Arbeitsintegration würden die meisten Kriegsflüchtlinge tatsächlich im Niedriglohnsektor arbeiten, so der Soziologe Thränhardt. "In keinem europäischen Land ist es bisher gelungen, die gute Ausbildung der Ukrainer*innen in größerem Maße fruchtbar zu machen. Sie arbeiten überwiegend in eher gering bezahlten Berufen, in Hotels und Gaststätten, bei einfachen Dienstleistungen, in der Landwirtschaft, bei Zeitarbeitsfirmen." In den Niederlanden und Polen seien zudem Fälle von sexueller und krimineller Ausbeutung und von Übervorteilung und Unterbezahlung dokumentiert. https://www.dw.com/de/gefl%C3%BCchtete-a...iten/a-68309754
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Was ist denn ein Vertrag auf Abruf? Sowas wie ein Zero Hours Vertrag in Großbritannien?
Das vorrangig zunächst im Niedriglohnsektor gearbeitet wird finde ich jetzt nicht verwerflich und auch nicht schlimm - es ist halt ein Einstieg in den Arbeitsmarkt. Und ähnliche Sprache - das Niederländische soll dem Deutschen ja ähnlich sein, aber ich könnte meinen Job nicht auf Niederländisch ausüben.
Ich will mich da nicht dem unsäglichen CSU-ler anschließen, Gott bewahre, aber dass man nach mehr als zwei Jahren mal in der Lage sein sollte, zumindest ansatzweise sein Leben hier selbst zu verdienen, das denke ich schon. Was die Gründe sind, dass das in Deutschland nicht so gut klappt im Vergleich zu anderen Ländern, kann ich nicht sagen: gesetzliche Vorschriften, Bürokratie, Sturköpfigkeit der Arbeitgeber, ein blödes Bestehen auf möglichst exzellente Deutschkenntnisse (es gibt ja nun Jobs, da geht’s auch ohne oder mit weniger als B1) oder eben doch mangelnder Wille der Ukrainer?
Wie gesagt, keine Ahnung, aber irgendwas scheint falsch, oder könnte zumindest besser laufen.
Zumindest im städtischen Umfeld scheint die Kinderbetreuung in NL bzgl des Umfangs besser zu sein- aber auch teurer. Eine ehemalige Kollegin von mir zahlt pro Stunde ( für ein Kind 9 Euro) und die Betreuungseinrichtung ist im Zeitraum von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Allerdings ist ihre ( sehr kleine) Tochter nicht täglich und nicht 12 Stunden da. Das ist zumindest bei den ganz Kleinen ein ganz anderes System als die deutsche Krippe. Sie war recht schnell, nach 6 Monaten, mit geringer Stundenzahl wieder im Betrieb. Es gibt Zuschüsse zu den Kosten, teilweise vom Staat, in ihrem Fall kommt noch etwas vom AG dazu.
Ist aber nur "Einzelfallschilderung".
Mir fällt auf, dass die Anerkennung von Abschlüssen und Zeugnissen (wie in fast jedem Fall, unabhängig davon, woher die Betroffenen kommen) extrem lange dauert. Zudem ist das hiesige Jobcenter ( das ist hier nicht die Agentur für Arbeit, sondern der Landkreis) ziemlich strikt- solange noch kein Integrationskurs gemacht wurde, wird nicht vermittelt. Da kann man sich auf den Kopf stellen. Aber die sind auf Monate ausgebucht- was auch daran liegt, dass die beauftragten Träger kein Personal finden. Hier im ländlichen Bereich nützt den Betroffenen ihre sehr gute Qualifikation oft nichts, weil es keine passenden Jobs gibt. Wenn sie ein Jobangebot haben, müssten sie umziehen- da haben sie das Problem, was alle haben: Sie haben hier eine Wohnung, am potentiellen Arbeitsort nicht, eine zu finden, wenn man im Jobcenter Bezug steht und die Arbeit erst aufnehmen möchte, ist schwer. Und wenn Kinder da sind, brauchen sie einen Betreuungsplatz. Die sind auch überall knapp.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #7026Die Arbeitgeber in Deutschland wollen (und brauchen) Menschen, die Deutsch können. Mindestens B1. Alles andere geht nicht. Die Deutsche Bahn verlangt B2!
Zitat von Neustart im Beitrag #7027Und ukrainische Mütter brauchen gesicherte Kinderbetreuung
Und beides ist in anderen europäischen Löndern, wo mehr ukrainische Flüchtlinge arbeiten, anders?
Das ist nicht provokativ gemeint, aber anscheinend ist Deutschland das Land mit der geringsten Quote von ukrainischen Flüchtigen mit Arbeitslatz. Dafür muss es einen Grund geben, und dass in Polen, Niederlanden, etc weniger Sprachkenntnisse nötig sind und mehr Kinderbetreuung vorhanden ist glaube ich irgendwie nicht.
Und gerade die Sprachkenntnisse- da kann man sich auch selbst etwas mehr engagieren, als auf den vom Amt bezahlten Sprachkurs zu warten. Es gibt Busuu, es gibt Duolingo, es gibt Netzwerke und private Initiativen. Da geht schon einiges, wenn man will.
Ich hab im Bürgergeld Strang vor ein paar Wochen einen Link gesetzt zum Thema Bürgergeld, da ist die Reporterin nach Polen und Schweden (? kann auch Dänemark gewesen sein) gefahren und hat dort mal nachgefragt, warum so viele UkrainerInnen dort in Arbeit sind und das dann mit dem deutschen System verglichen. Meine Erkenntnis war: wir machen es mal wieder gründlich, sehr gründlich und das hindert. Die Ukrainerinnen in den anderen Ländern bekommen nicht so viel Bürgergeld wie die Einwohner selbst. Tatsächlich ist es so wenig, dass das ein Anreiz ist, schnell eine Arbeit aufzunehmen. Die Sprachkenntnisse werden wohl häufig nicht durch verordnete Sprachkurse des Staates erworben, sondern auf Eigeninitiative. Das Thema mit der Kinderbetreuung haben die auch, aber die haben das glaube ich so gelöst, dass immer mehrere Ukrainerinnen arbeiten und dann eine auf die Kinder aufpasst.
Die gezeigten Ukrainerinnen in Deutschland bezogen alle Bürgergeld und warteten teilweise schon ein Jahr auf einen Deutschkurs oder auf einen Platz im Kindergarten oder beides. Zumindest eine wurde gezeigt, die die angefangenen Deutschkurse nie richtig beenden konnte, weil ihr Kind immer wieder krank war.
Ich habe manchmal den Eindruck, dass das Thema Integration bei uns zu stark so behandelt wird, als sei es eine Bringschuld: der deutsche Staat, muss viel leisten und bringen, damit die Integration klappt. Mein Eindruck war, andere Länder behandeln die Integration viel praktischer und deutlich stärker als Holschuld. Derjenige, der kommt, muss gucken, wie er sich schnellstmöglich integriert. Da ist die Motivation ganz anders, wer ein einigermaßen angenehmes Leben möchte, der muss da arbeiten und somit muss er auch die Sprache lernen, Eigeninitiative zeigen. Die Anerkennung von Abschlüssen dauert da auch, aber in der Zeit arbeiten die eben was anderes, auch unter dem Niveau, das sie in der Ukraine hatten.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
Zitat von Green im Beitrag #7046 Das vorrangig zunächst im Niedriglohnsektor gearbeitet wird finde ich jetzt nicht verwerflich und auch nicht schlimm - es ist halt ein Einstieg in den Arbeitsmarkt. Und ähnliche Sprache - das Niederländische soll dem Deutschen ja ähnlich sein, aber ich könnte meinen Job nicht auf Niederländisch ausüben.
n.
ein Job, Irgendein! Job ist die max. Chance auf Integration, Zugehörigkeit, Ankommen und Dazugehören. Und Sprache geht dann oft alltäglich schnell immer besser. Wille unterstelle ich mal.
Gerade diese Branchen, Gastro, Dienstleister, suchen noch und nöcher und sind oft gute Sprungbretter. Egal woher wer kommt, der sich noch schwerer tut mit dem dt. Arbeitsmarkt. Das sehe ich wie @Chambord . Ich habe ehrenamtlich mit dem Thema fast 30 Jahre Erfahrung. Also durch viele Epochen, Umstände und mit zig Herkunfts-oder Fluchtsituationen inzwischen.
Viele der mir bekannte UA sprechen auch gut Englisch. Gerade die jüngeren, aber auch meine Generation in den 50ern. Die waren ja nicht auf dem Jupiter vor dem Krieg. Ich halte die CDU Vorschläge für wahltaktisch nach der AfD schielend, inhaltlich aber für wichtig, um ein "Kippen" der Hilfsbereitschaft und Akzeptanz zu verhindern. Das wäre nämlich fatal für die Ukrainerinnen und andere auch.
Dass es "Fälle" von Ausbeutung gab ist bedauerlich. Aber das Wort "Fälle" interpretiere ich als Einzelfälle. Das muss bestraft werden ohne Frage und auch streng. Womöglich strenger als bisher. Ich fürchte aber, dass man "Fälle" von Ausbeutung oder Kriminalität ganz nie verhindern kann. Egal welcher Herkunft die Beteiligten sind. Das sind auch keine Fragen für Akteure am dt. Arbeitsmarkt, sondern für Polizei und Justiz.
Die UA, von denen ich berichten kann sind tatsächlich schnell in den erwähnten geeigneten Branchen untergekommen, Bäckereien, Putzfirmen, Pflege, Gastro, aber auch Büros. Wie gesagt ab meiner Generation (1970) konnten alle Englisch. Wie die Deutschen auch. Die einen super, die andern so "ausbaufähig". Fremd war das lat. Alphabet keiner einzigen. Urlauben und Internet sei dank.
Was ich aber tatsächlich wahrnehme, die Männer, die im arbeitsrelevanten Alter sind und hierher mitkamen, sind meiner pers. und sicher unvollständigen auschnittsartigen Beobachtung meines Umfeldes, insgesamt weniger motiviert und motivierbar. Woran das liegt, kann ich nicht gut beurteilen. Die Urkrainerinnen, bedienen sich allerdings bisweilen Einschätzungen wie faule Socke etc. Und dass der X. daheim auch schon die Arbeit nicht erfunden gehabt hätte. Wie es halt so ist. Die einen sind so, die anderen anders auch in Familien.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #7048 Thema mit der Kinderbetreuung haben die auch, aber die haben das glaube ich so gelöst, dass immer mehrere Ukrainerinnen arbeiten und dann eine auf die Kinder aufpasst.
D.
ja, das ist der Klassiker, der oft gelebt wird. Es sind ja viele mit Oma und bisweilen Opa gekommen. Manche haben auch Teenagerkinder, die dann auf die kleineren aufpassen. Ich bin in allen Belangen immer sehr pragmatisch. Das mag alles nicht der Goldstandard sein, aber was ist das schon.
Auch dass eine ukrainische Apothekerin vielleicht nicht gleich eine Apotheke als Inhaberin übernimmt, sondern einen Job, der de jure unter ihrer Qualifikation, de facto aber Einkommen, Standing und Zugehörigkeit bringt, halte ich für normal für den Anfang im neuen Leben hier in D.
Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, warum man diesen dt. Sonderweg ging mit den Jobs... Die UA sind Migranten, die keinerlei "Erklärungen oder Schulungen" über das Leben in einer Industrienation mit offener, freier Gesellschaft gebraucht haben. Die kamen mit jahreszeitlich passender moderner Kleidung, Kosmetika, Impfpässen für Mensch und Tier, Führerscheinen, EC und Kreditkarten und Ultraschall Zahnbürsten. Soll eine bis dato vollkommen! andere Ankunftssituation im Vergleich zu Personen aus z. B. afrikanischen oder arabischen Ländern beschreiben.
Dass man das so labeduddelig Chancen gerade für dt. AG vergehen lässt, ist mir ein Rätsel. Wohl Bürokratiemonster mal wieder.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.