Zitat von meistens-heiter im Beitrag #6920Hmm, NoBarbie, warum soll die CDU das machen? Die FW sind doch auch voll rechts. Dann heißt‘s doch nur wieder, die CDU macht sich gemein mit den Rechten. Nee, da würde ich auch ganz gepflegt meine Klappe halten.
Weil die CDU m. E. Flagge gegen Rechtsextremismus zeigen sollte, damit die Brandmauer ihre Glaubwürdigkeit nicht vollends verliert.
Zwischen "voll rechts" und einem in der braunen Wolle gefärbten Neonazi und Hitler-Verehrer sehe ich erhebliche Unterschiede. Außerdem hätte die CDU die Wähler:innen ja darauf hinweisen können, dass sie sich nicht für den FW-Kandidaten ausspricht, weil er so toll ist, sondern weil jede Stimme für ihn die Rechtsextremisten schwächt.
Schließlich ist das öffentliche Interesse an dieser Wahl relativ groß, weil kaum jemand verstanden hat, warum Frenk überhaupt zur Wahl zugelassen wurde. Übrigens mit den Stimmen der CDU, die jetzt in Hildburghausen, wie ich finde, die Chance vertan hat, klar zu zeigen, dass sie sich nicht mit Nazis gemein macht.
Neueste Studien in Deutschland haben ergeben, dass 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung gar keine Laktose brauchen um intolerant zu sein.
Zitat von SASAPI im Beitrag #6919Natürlich geht das nicht zusammen, Nicolo. Aber mit Argumenten und Diskussionen erreicht man diese Leute nicht. Sieh es als sarkastische Erziehungsmaßnahme an. Quasi "Lernen durch Schmerzen ".
Ich befürchte, das Erste und Einzige, was die lernen, ist, mit Gewalt durchzusetzen, dass ihre Meinung die einzige Akzeptable ist.
"Eine Woche nach dem Messerangriff von Mannheim hat die AfD zu einer Kundgebung gegen Islamismus aufgerufen. Tausende Gegendemonstranten stellten sich dem entgegen [...] Mehr als 3.000 Menschen haben in Mannheim gegen eine Kundgebung der AfD gegen Islamismus demonstriert. An der AfD-Veranstaltung auf dem Mannheimer Paradeplatz nahmen nach Polizeiangaben parallel etwa 700 Menschen teil.[...]" (Quelle-zeit)
Okay... mal ganz davon abgesehen das ich sowieso dagegen bin an einem Ort, an dem gerade ein schlimmes Verbrechen stattgefunden hatte und die Menschen vor Ort noch kaum Zeit hatten das zu verarbeiten, unbedingt eine Demonstration abzuhalten, frage ich mich warum man sich nach dem Mord an dem jungen Polizisten gegen eine Kundgebung gegen Islamismus stellen muss.
Weil die falsche Partei dazu aufgerufen hat?
Wenn das so ist, dann frage ich mich... warum überlässt man der falschen Partei dann das Feld... warum organisiert kein anderer eine Demonstration gegen Islamismus? Ich persönlich finde Islamismus genau so gefährlich und genau so undemokratisch wie Rechtsextremismus.
Gestern in den Nachrichten gesehen: die Stadt Mannheim konnte vor dem Verwaltungsgericht durchsetzen dass die AfD Demonstration nicht am Ort des Geschehens, dem Tatort (Marktplatz) sondern auf dem nahe gelegenen Paradeplatz stattfindet.
Begründung: die Umgebung des Tatorts soll ein Ort des stillen Gedenkens sein und nicht für politische Demonstrationen. Darum konnte auch eine Trauerveranstaltung mit dem Bundespräsidenten dort stattfinden, mit Schweigeminute. Die Angehörigen des ermordeten Polizisten waren dort auch anwesend, es wir also mit ihnen abgestimmt und von ihnen für gut befunden worden sein.
Meines Wissens war die AfD die einzige Partei mit dem Ansinnen, jetzt und dort so eine Protestveranstaltung abzuhalten. Was m.E. nicht mit Desinteresse der anderen Parteien zu tun hat sondern mit Respekt für den Ermordeten und den trauernden Menschen.
Warum sich die AfD auf den Klageweg begeben hat um den Markplatz durchzusetzen spricht nicht dafür dass es ihr nur um das Thema ging sondern auch um den größtmöglichen Effekt. In einer aufgeheizten Stimmung noch darauf zu kalkulieren finde ich persönlich widerwärtig.
Zitat von print im Beitrag #6933... Warum sich die AfD auf den Klageweg begeben hat um den Markplatz durchzusetzen spricht nicht dafür dass es ihr nur um das Thema ging sondern auch um den größtmöglichen Effekt. In einer aufgeheizten Stimmung noch darauf zu kalkulieren finde ich persönlich widerwärtig.
ja, das finde ich auch, und ich finde es gut und richtig, dass es im Endeffekt dann doch noch verboten wurde!
Was die im Link erwähnte Demonstartion angeht... es waren lt. dem Artikel 700 Menschen die mit der AfD gegen Islamismus demonstriert haben... und mehr als 3000 die gegen diese Kundgebung demonstriert haben. also diesen knapp 4000 Menschen war der Respekt für die trauernden Menschen schon mal zweitrangig... und... mal ganz einfach ausgedrückt... wenn ich gegen "dagegen" demonstriere, dann demonstriere ich genau genommen "dafür". Das sollte den Gegendemonstranten auch klar sein. Wenn ich aber absolut nicht "dafür" demonstrieren möchte... dann bleibe ich eben zu Hause.
Kommt jetzt darauf an, was du dabei als "dafür" und "dagegen" definierst? Ich meine: den Bezug. Deine letzten Zeilen verstehe ich diesbezüglich nicht.
Dass die AfD Recht bekommen hat ihre Demonstration durchzuführen muss man (ich: zähneknirschend) hinnehmen. Es ist ihr Recht. Es ging um den Ort dafür und dass die Proteste in einiger Entfernung vom Trauerort stattfinden. Mit der gerichtlichen Entscheidung ist damit die für mich schlimme Situation wenigstens eingedämmt worden.
Dass es nun viel mehr Menschen bewegt hat DASS die AfD diesen Anlass nutzt für ihre politische Botschaft, das finde ich nicht verwerflich. Beide Demonstrationen fanden nicht auf dem Marktplatz statt, wenn ich das richtig verstanden habe. Beide Demonstrationen sind vom Recht gedeckt.
Demonstrationen, die von der AfD (mit) initiiert werden haben keinen guten Ruf. Es haben sich schon öfter gewaltbereite Menschen darunter gemischt. Das muss im aktuellen Fall nicht so gewesen sein aber die Sorge, dass es so weit kommen könnte, halte ich für berechtigt. Gerade wenn die Stimmung aufgeheizt ist.
Bei der Suche nach vergleichbaren Situationen/Vorfällen habe ich das hier gefunden, das macht mich am Ende auch fassungslos:
"Ich hatte noch nie so ein Panikgefühl", erinnerte sich die junge Frau. "So ein krasses Gefühl der Unsicherheit." Die Studentin war am 1. September 2018 von Marburg nach Chemnitz gereist, um ein Zeichen gegen rechts zu setzen. Es war der Tag des großen Schulterschlusses von AfD, Pegida und militanter Neonazi-Szene, als nach dem tödlichen Messerangriff eines Geflüchteten Tausende Rechte in der sächsischen Großstadt aufmarschierten.
......
Gegen insgesamt 27 Männer aus verschiedenen Teilen des Landes hat die sächsische Generalstaatsanwaltschaft deshalb Anklage erhoben, wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch. Nach acht Verhandlungstagen endete am Freitag in Chemnitz der erste von drei Prozessen, in die die Anklagebehörde den Komplex aufgeteilt hat – und es konnte nach der Beweisaufnahme mit den erschütternden Aussagen der zahlreichen Betroffenen kein Zweifel mehr bestehen, dass die Hetzjagd so stattgefunden hatte wie von der Staatsanwaltschaft angenommen. Dennoch wurde niemand verurteilt.
Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen. Man muss mit Gewalt rechnen und darf nicht darauf hoffen, dass Täter wenigstens dafür verurteilt und angemessen bestraft werden.
Zitat von print im Beitrag #6935Kommt jetzt darauf an, was du dabei als "dafür" und "dagegen" definierst? Ich meine: den Bezug...
Islamismus... es geht mir um Islamismus, das ist doch das Thema wenn es um Mannheim geht... es gab zwar noch kein Gerichtsurteil, aber die Lage scheint recht eindeutig dahin zu gehen das der Attentäter radikaler Islamist ist. Und wie ich schrieb... wenn ich gegen eine Demo gegen Islamismus demonstriere... dann demonstriere ich genau genommen dafür.
Ich meinte es wie so.... das ich nicht mit der AfD für oder gegen irgendwas demonstrieren gehe ist für mich keine Frage... wenn sie aber gegen eine Sache demonstriert, gegen die ich eigentlich auch bin, dann gehe ich auch nicht zu einer Gegendemo sondern bleibe zu Hause.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #6931Ich bin da mittlerweile nicht mehr sicher. Das ist so wie mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine.
Der Aggressor bestimmt die Waffen.
Das sehe ich mittlerweile genauso. Und beim Kampf gegen die Neonazis werden keine demokratischen „Waffen“ greifen. Aber wenn wir den Boden der Demokratie verlassen haben wir eh verloren.
Wer bei einer Demo der AfD nicht mit geht bzw. gegen eine von der AfD aufgerufene Demonstration gegen Islamismus aufruft ist damit nicht für Islamismus.
Sorry wenn ich das so deutlich sage: das finde ich abstrus. Oder verstehe ich deinen Punkt immer noch nicht?
Ich sehe die Veranstaltung der AfD nicht neutral im Sinne des Themas an und was dabei noch mit schwingt stößt mich ab. Hier wird instrumentalisiert und das dürfte die Gegendemonstranten bewegt haben.
ja, das ist okay! und das ist ja auch unter Anderem was ich unter Meinungsfreiheit verstehe... jeder von uns beiden hat eine andere Meinung über diese Dinge... aber beide können die Meinung des anderen so stehen lassen. Danke dir...
Zitat von noBarbie im Beitrag #6941Die Menschen in Mannheim haben nach meiner Auffassung einzig und allein gegen die AfD demonstriert, völlig unabhängig vom Thema Islamismus.
naja, natürlich haben die Menschen dort gegen Rechts und für Toleranz und Vielfältigkeit demonstriert... und das ist ja auch gut so! Aber hätten sie auch zu dieser Zeit und an diesem Ort demonstriert, wenn die AfD nicht gerade zu der Kundgebung aufgerufen hätte?
Ich frage mich in letzter Zeit öfter mal, wo denn die Demos gegen Islamismus bleiben... das hatte ich mich schon nach dieser "Kalifat-Demo" in Hamburg gefragt... dort war die Zahl derer, die gegen diese Islamisten demonstriert hatten kleiner als die der anderen. Ich wünschte mir eigentlich genau so "klare lante" gegen Islamismus, wie gegen Rechts.
In der faz von heute hat eine grüne Mannheimer Bundestagsabgeordnete einen Satz gesagt, den ich absolut unterscheiben würde... "die Debatten über Islamismus und Integration müssten endlich stärker aus der Mitte der demokratischen Parteien geführt werden. Es müsse möglich sein, über diese Themen zu sprechen, ohne in bestimmte Schubladen gesteckt zu werden." (Quelle-faz)
Ob ich hier im Forum mit meiner Meinung in einer Schublade bin? Sicherlich! Gegen Islamismus mach ich meinen Mund auf. Gegen anderes auch.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Max im Beitrag #6942naja, natürlich haben die Menschen dort gegen Rechts und für Toleranz und Vielfältigkeit demonstriert... und das ist ja auch gut so! Aber hätten sie auch zu dieser Zeit und an diesem Ort demonstriert, wenn die AfD nicht gerade zu der Kundgebung aufgerufen hätte?
Ich gehe, wie schon geschrieben, davon aus, dass die Menschen gegen die AfD demonstriert haben. Da macht es m. E. mehr Sinn das in direkter Nähe der Blaunen und ihrer Anhänger:innen zu tun, statt anlasslos auf irgendeinem Marktplatz.
ZitatIch frage mich in letzter Zeit öfter mal, wo denn die Demos gegen Islamismus bleiben...
Sehr wahrscheinlich da, wo die meisten daran interessierten Menschen darauf warten, nämlich auf dem heimischen Sofa. Das ist jetzt ganz allgemein und nicht auf dich bezogen, weil ich nicht wissen kann, ob du schon an Demos gegen Antisemitismus teilgenommen, oder (zusammen mit anderen) welche geplant und organisiert hast.
ZitatIch wünschte mir eigentlich genau so "klare lante" gegen Islamismus, wie gegen Rechts.
Da die Gefahr des Rechtsextremismus in Deutschland um ein Vielfaches höher ist, als die des Islamismus (erkennbar nicht nur an der Zahl der Todesopfer in den letzten Jahren, sondern auch an der Zahl von Sitzen in Stadträten, Kreis- und Landtagen und im Bundestag), finde ich es nachvollziehbar, dass die Anzahl der Demonstrationen und deren Teilnehmer:innenzahl entsprechend ist. Und auch hier (ohne dass du dich persönlich angesprochen fühlen musst, s. o.): Wer "klare Kante" auf der Straße erwartet, sollte bei sich selbst anfangen und auf die Straße gehen.
Der Internationale Islamismus ist noch einmal eine ganz andere Nummer, da meiner Meinung nach sehr viel brandgefährlicher als ein paar ideologisch durchgeknallte Einzeltäter. Aber die Drahtzieher irgendwo im Ausland werden sich von Demonstrationen in deutschen Städten, deren Namen sie vermutlich nicht mal kennen, wohl kaum beeindrucken lassen.
Neueste Studien in Deutschland haben ergeben, dass 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung gar keine Laktose brauchen um intolerant zu sein.
Zitat von Max im Beitrag #6942Ich wünschte mir eigentlich genau so "klare lante" gegen Islamismus, wie gegen Rechts.
Da die Gefahr des Rechtsextremismus in Deutschland um ein Vielfaches höher ist, als die des Islamismus (erkennbar nicht nur an der Zahl der Todesopfer in den letzten Jahren, sondern auch an der Zahl von Sitzen in Stadträten, Kreis- und Landtagen und im Bundestag), finde ich es nachvollziehbar, dass die Anzahl der Demonstrationen und deren Teilnehmer:innenzahl entsprechend ist. Und auch hier (ohne dass du dich persönlich angesprochen fühlen musst, s. o.): Wer "klare Kante" auf der Straße erwartet, sollte bei sich selbst anfangen und auf die Straße gehen.
Für mich spielt auch noch ein Aspekt eine Rolle:
Dass Islamismus zu verurteilen und zu bekämpfen ist, darüber dürfte in der weit, weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung Einigkeit bestehen. (Wir haben ja hier oder jedenfalls irgendwo im Forum gelesen, dass nur um die 5% der Muslime (die ja wiederum eine Minderheit der Bevölkerung in D stellen) in D Gewalt im Namen des Islam unter Umständen befürworten). Daher bedarf es dafür keiner Demo, keiner Selbstvergewisserung, keines Zeichens. Anders beim Rechtsextremismus - zumindest die Spielart "AfD" befürworten doch immerhin zwischen 15 und 20% der Bevölkerung. Und sie reklamieren für sich, dass sie das Volk seien, für die schweigende Mehrheit sprächen etc. Das ist doch eine völlig andere Hausnummer und dass man dagegen ist, eben nicht völlig klar. Daher sind hier Demos wichtig(er), IMNSHO als gegen Islamismus.
Zitat von Lufti 2.0 im Beitrag #6910Ausländer raus zu rufen ist nicht strafbar (wurde so vom Gericht bestätigt/entschieden)
Welches Gericht? Hast du eine Quelle?
Zitat von Brischa im Beitrag #6924 Meines Wissens ist immer der Einzelfall entscheidend. Somit kann man eine Strafbarkeit nicht generell ausschließen oder bestätigen. In jedem Fall aber handelt es sich um einen Anfangsverdacht der Volksverhetzung.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #6947[...] dass nur um die 5% der Muslime (die ja wiederum eine Minderheit der Bevölkerung in D stellen) in D Gewalt im Namen des Islam unter Umständen befürworten). Daher bedarf es dafür keiner Demo, keiner Selbstvergewisserung, keines Zeichens. [...] immerhin zwischen 15 und 20% der Bevölkerung. Und sie reklamieren für sich, dass sie das Volk seien, für die schweigende Mehrheit sprächen etc. Das ist doch eine völlig andere Hausnummer und dass man dagegen ist, eben nicht völlig klar. Daher sind hier Demos wichtig(er), IMNSHO als gegen Islamismus.
also bei den einen braucht es kein Zeichen... bei den anderen ist ein Zeichen wichtig... hm... darüber denke ich noch mal nach.
Nur nicht mehr Heute, ich bekomme gleich Wochenendbesuch. Ich wünsche euch ein schönes, sonniges Wochenende!