Zitat von Agathe13 im Beitrag #6744.... das Polizeirevier in Frankfurt, von dem aus jemand Drohbriefe an "unbotmäßige" Frauen geschrieben hat...
kurze Zwischenfrage...
ich gehe davon aus, dass es sich dabei um die NSU2.0-Drohbriefe handelt... ich dachte dafür ist jemand verurteilt worden, der nichts mit dem Polizeirevier zu tun hatte. Es mag ja durchaus sein das ich nicht alles mitbekommen habe... gibt es da schon weitere Verurteilte?... Ich habe noch nichts gehört oder gelesen.
Es ist relativ klar, dass dieser Jemand vom Polizeirevier Frankfurt unterstützt wurde, wissentlich oder unwissentlich. Da ist vieles noch nicht geklärt.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #6751... Da ist vieles noch nicht geklärt....
das denke ich doch auch.
Aber das die Polizei dort die Briefe nicht aus dem Polizeirevier verschickt hat sollte mit der Verhandlung und Verurteilung des Briefschreibers dennoch geklärt sein... oder?
Zitat von Agathe13 im Beitrag #6744 Das sind meine Befindlichkeiten, die hier genauso ihren Platz haben wie die von anderen.
Natürlich haben sie hier genauso Platz wie alle anderen. Ich kann die Angst vor Rechtextremismus sehr gut nachvollziehen, denn ich bin damit im Laufe meines Lebens leider auch schon in Kontakt gekommen. Außerdem ist das ein Thema, mit dem ich mich bereits von Jugend an auseinander setze - ich hatte schon zu Schulzeiten das Glück (im Sinne von Aufklärung) gute Lehrer zu haben. Auch die zunehmende Sorge um Unterwanderung von Institutionen wie z.B. Polizei kann ich nachempfinden.
Angst vor islamistischen Bestrebungen habe ich allerdings auch. Ebenfalls durch Schnittpunkte mit meinem persönlichen Leben. Breitscheidplatz war nur ein sehr plakatives Beispiel. Es gibt auch Dinge, die ich hier nicht ausbreiten will die, da sie zu sehr in meine Privatsphäre gehen. Ich bin dahingehend jedenfalls nicht weniger alert al mit obigem.
Ich finde also beides sehr bedrohlich. Daher liegen mir Relativierungen auch fern. Für die Lebenswirklichkeit gibt es nicht immer ein Entweder/Oder, das sich an Zahlen und Wahrscheinlichkeiten bemisst. Je nach Lebensumständen/Umfeld ist - wenn man allein diese beiden Gefahrenpotentiale berücksichtigt - beides möglich. Und man sollte auch das, was konkret gerade ist, benennen dürfen als das was es ist. Ohne sich den Vorwurf machen zu lassen, dass man unzulässig verallgemeinere oder das beabsichtige.
Unsere Gesellschaft hat, was Gewalt- und Gefahrenpotenziale und deren Auswirkungen angeht vielfältige Probleme. Die teilweise auch noch miteinander verwoben sind. Demzufolge sind selbst Diskussionen darüber nicht so einfach wie sie es vielleicht vor zwanzig oder dreißig Jahren - zumindest gefühlt - mal waren.
Mich macht an dem Attentat von Mannheim neben der eigentlichen Tat fassungslos, dass der Tod des jungen Polizisten möglicherweise hätte verhindert werden können, wenn ein nicht näher beschriebener Mann nicht eingegriffen hätte:
Zwei unverzüglich zu Hilfe kommende Passanten, darunter ein Iraker, konnten den Messerstecher auf dem Kopfsteinpflaster fixieren und Stürzenberger gelangte außer Reichweite des Messers. Ein älterer Passant kam hinzu und schlug in der unübersichtlichen Situation auf den Iraker ein, der so die Fixierung nicht mehr aufrechterhalten konnte.[3][4] Von den herbeigeeilten Polizisten griff Rouven L. als erster ein, zog den älteren Passanten aus dem Handgemenge und fixierte ihn am Boden. Der Polizeibeamte hatte dem übrigen Geschehen den Rücken zugewandt und konnte nicht bemerken, dass der Bärtige freigekommen war, aufsprang und von hinten zwei Messerhiebe gegen seinen Kopf führte, ehe der Angreifer von einem weiteren Polizisten mit einem Schuss niedergestreckt wurde.[5][6] Das ganze Geschehen dauerte 25 Sekunden. Hervorhebungen von mir, Quelle.
Von diesem Mann habe ich in der Berichterstattung bisher erst wenig gelesen und das auch erst Tage nach dem Geschehen. Ich stelle mir vor, was los gewesen wäre, wenn ein ein als Ausländer/Muslim gelesener Mann in bester Absicht (die unterstelle ich selbstverständlich auch dem nicht näher beschriebenem „älteren Passant“) aber mit solchen dramatischen Folgen eingegriffen hätte. Ich bin sicher, der Schmierenboulevard hätte ihn mit Nennung der Nationalität, privaten Details und schlecht verpixeltem Foto aufs Korn genommen, und der geballte deutsche Rechtsextremismus hätte ihn massiv beschimpft, verhetzt und bedroht, wenn nicht sogar zu Lynchjustiz aufgerufen.
Eine meinerpolitischen Fassungslosigkeiten ist die Hysterie, die das Verbrechen in Mannheim in Öffentlichkeit und Politik hervorgerufen hat, und die den Eindruck vermittelt, dass Deutschland in den letzten Jahren von tödlichen islamistischen Terrorattentaten überzogen wurde. Die Fakten laut Verfassungsschutz: Seit 2016 sind hierzulande fünf Menschen bei islamistischen Attentaten getötet worden, zwei davon waren Täter (der Anschlag in Mannheim ist in dieser Statistik noch nicht mitgezählt)
Die schlimme, selbstverständlich zu verurteilende Gewalttat eines Geflüchteten ist wenige Tage vor der Europawahl für viele Politiker:innen eine Steilvorlage, nicht nur für ganz offensichtlich flüchtlings-und ausländerfeindliche Parteien. Dass auch Vertreter:innen demokratischer Parteien und Regierungsmitglieder überlegen, wie sie gegen die Europäischen Grundrechte handeln können, in deren Charta es in Artikel 19.2 heißt: Niemand darf in einen Staat abgeschoben oder ausgewiesen oder an einen Staat ausgeliefert werden, in dem für sie oder ihn das ernsthafte Risiko der Todesstrafe, der Folter oder einer anderen unmenschlichen oder erniedrigenden Strafe oder Behandlung besteht., macht mich mehr als fassungslos.
Ebenfalls, dass eine Bereitschaft erkennbar ist, die Taliban in Afghanistan als offizielle Verhandlungspartner zu akzeptieren. Dass es im rechtsstaatlichen, freiheitlich demokratischen Deutschland aus guten Gründen keine Todesstrafe gibt, kann doch nicht bedeuten, dass bei bestimmten Straftaten deren Ausführung terroristischen Unrechtsregimen überlassen wird.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von noBarbie im Beitrag #6754Ich stelle mir vor, was los gewesen wäre, wenn ein ein als Ausländer/Muslim gelesener Mann in bester Absicht (die unterstelle ich selbstverständlich auch dem nicht näher beschriebenem „älteren Passant“) aber mit solchen dramatischen Folgen eingegriffen hätte. Ich bin sicher, der Schmierenboulevard hätte ihn mit Nennung der Nationalität, privaten Details und schlecht verpixeltem Foto aufs Korn genommen, und der geballte deutsche Rechtsextremismus hätte ihn massiv beschimpft, verhetzt und bedroht, wenn nicht sogar zu Lynchjustiz aufgerufen.
Für jemanden, der immer auf Fakten aus seriösen Quellen besteht bist du selbst ganz schön nahe an der BILD dran. Hut ab.
"Are you incapable of restraining yourself or do you take pride in being an insufferable know-it-all?" (Severus Snape)
Mal abgesehen davon, das Bild nicht alleine die Kriterien für Schmierenboulevard erfüllt, muss ich das Blatt nicht regelmäßig lesen, um zu wissen, wie es u. a. mit Fakenews und Verletzungen von Persönlichkeitsrechten umgeht. Ein jährlicher Blick in die Statistik des Deutschen Presserats genügt.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von noBarbie im Beitrag #6754Ich stelle mir vor, was los gewesen wäre, wenn ein ein als Ausländer/Muslim gelesener Mann in bester Absicht (die unterstelle ich selbstverständlich auch dem nicht näher beschriebenem „älteren Passant“) aber mit solchen dramatischen Folgen eingegriffen hätte.
Na, da können wir ja froh sein, dass es nur ein Bulle war, den es erwischt hat. Denen kann man ja ohnehin nicht vertrauen, und der Täter kann sich der Sympathie von In- und Ausländern sicher sein.....
Zitat von noBarbie im Beitrag #6754Dass es im rechtsstaatlichen, freiheitlich demokratischen Deutschland aus guten Gründen keine Todesstrafe gibt, kann doch nicht bedeuten, dass bei bestimmten Straftaten deren Ausführung terroristischen Unrechtsregimen überlassen wird.
Kleiner Tipp für potenziell von Abschiebung Betroffene: einfach keine Straftaten begehen. Das schaffen auch viele, viele andere hier in DE lebende Afghanen problemlos, nehme ich mal an.
- Disclaimer 1: Achtung, sarkastische Polemik und nicht meine wirkliche Meinung. Nur zur Sicherheit und gilt für den ersten Absatz
- Disclaimer 2: dein Beitrag war nur der Aufhänger für meinen, noBarbie.
Zitat von Starbuck im Beitrag #6757- Disclaimer 1: Achtung, sarkastische Polemik und nicht meine wirkliche Meinung. Nur zur Sicherheit und gilt für den ersten Absatz
Deren Inhalt m. E. trotz dieses Hinweises eine verachtenswert verächtliche Darstellung ist. Gegen diese üble Sichtweise einiger Extremisten von links und rechts, sollte mensch meiner Meinung nach glasklar Stellung beziehen und dabei Ross und Reiter benennen, statt sich fehlgeschlagener Polemik auf Kosten eines Todesopfers zu bedienen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Agathe13 im Beitrag #6744 Das sind meine Befindlichkeiten, die hier genauso ihren Platz haben wie die von anderen.
Natürlich haben sie hier genauso Platz wie alle anderen.
So natürlich scheint das nicht zu sein. Noch vor kurzem, als es um Straftaten ging und deren Entwicklung entlang der Zeitachse, verwies ich darauf, dass die Zahl der rechtsextremen Taten weit höher ist und ebenfalls stark steigt - und kassierte dafür die Ansage, das sei hier off-topic.
Und bei anderen Malen kam der Vorwurf, ich relativierte, verharmloste, betriebe Whataboutism. Insofern erscheint es mir nicht selbstverständlich, dass alle oder die Mehrheit das hier so sehen.
Zitat von noBarbie im Beitrag #6754 Von diesem Mann habe ich in der Berichterstattung bisher erst wenig gelesen und das auch erst Tage nach dem Geschehen. Ich stelle mir vor, was los gewesen wäre, wenn ein ein als Ausländer/Muslim gelesener Mann in bester Absicht (die unterstelle ich selbstverständlich auch dem nicht näher beschriebenem „älteren Passant“) aber mit solchen dramatischen Folgen eingegriffen hätte. Ich bin sicher, der Schmierenboulevard hätte ihn mit Nennung der Nationalität, privaten Details und schlecht verpixeltem Foto aufs Korn genommen, und der geballte deutsche Rechtsextremismus hätte ihn massiv beschimpft, verhetzt und bedroht, wenn nicht sogar zu Lynchjustiz aufgerufen.
Hervorgehoben von mir
So hat halt jeder seine Gewichtung. Ich denke, für die meisten mitfühlenden Menschen, gleich welcher Herkunft und sonstigen Zugehörigkeit, steht zunächst einmal die menschliche Tragödie im Vordergrund. Die Tatsache, dass ein Mensch - in dem Fall ein Polizist in Ausübung seines Berufs - sein Leben verloren hat, und andere dabei verletzt wurden.
Für dich offenbar die Vorstellung, was der Schmierenboulevard daraus gestrickt hätte, wenn... Insofern halte ich das eher für einen persönlichen hypothetischen Aufreger als für eine politische Fassungslosigkeit. Für letztere sollte es ja nun einen Fakt geben und kein "was wäre wenn".
Zitat von Starbuck im Beitrag #6757- Disclaimer 1: Achtung, sarkastische Polemik und nicht meine wirkliche Meinung. Nur zur Sicherheit und gilt für den ersten Absatz
Deren Inhalt m. E. trotz dieses Hinweises eine verachtenswert verächtliche Darstellung ist. Gegen diese üble Sichtweise einiger Extremisten von links und rechts, sollte mensch meiner Meinung nach glasklar Stellung beziehen und dabei Ross und Reiter benennen, statt sich fehlgeschlagener Polemik auf Kosten eines Todesopfers zu bedienen.
Zitat von Max im Beitrag #6752Aber das die Polizei dort die Briefe nicht aus dem Polizeirevier verschickt hat sollte mit der Verhandlung und erurteilung des Briefschreibers dennoch geklärt sein... oder?
Ich kann dir nicht im Detail der Ergebnisse der Ermittlung und des Gerichtsverfahrens sagen. Wohl aber scheint festzustehen, dass vom Account einer Person aus Frankfurt die Personendaten abgefragt wurden, durch wen auch immer, warum auch immer. Der verurteilte Täter ist ganz sicher nicht alleine gewesen, es gibt Verstrickungen in die Polizei.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #6759Insofern erscheint es mir nicht selbstverständlich, dass alle oder die Mehrheit das hier so sehen.
Ich bin ja auch nicht Sprecherin für "alle oder die Mehrheit". Insofern scheint es mir unverständlich, dass du nur diesen einzigen Satz aus meinem längeren Beitrag herausgepickt hast, in dem ich mich ausführlich zum Thema "Relativierung" geäußert habe. Beziehungsweise zu meiner Ansicht, dass ich ein "sowohl als auch" einem "entweder/oder" vorziehe. Da dich meine Ansichten dazu nicht zu interessieren scheinen - denn dann würdest du darauf näher eingehen - sehe ich nicht nicht viel Sinn darin, mit diesem Punkt hier weiterhin Karussell zu fahren.
Zitat von noBarbie im Beitrag #6754Ich stelle mir vor, was los gewesen wäre, wenn ein ein als Ausländer/Muslim gelesener Mann in bester Absicht (die unterstelle ich selbstverständlich auch dem nicht näher beschriebenem „älteren Passant“) aber mit solchen dramatischen Folgen eingegriffen hätte.
Na, da können wir ja froh sein, dass es nur ein Bulle war, den es erwischt hat. Denen kann man ja ohnehin nicht vertrauen, und der Täter kann sich der Sympathie von In- und Ausländern sicher sein..... - Disclaimer 1: Achtung, sarkastische Polemik und nicht meine wirkliche Meinung. Nur zur Sicherheit und gilt für den ersten Absatz
- Disclaimer 2: dein Beitrag war nur der Aufhänger für meinen, noBarbie.
Ich frage mich zwar auch, warum und wozu NoBarbie diesen Irrealis imaginiert, sehe darin aber keinen "Aufhänger" für das Obige.
Zitat von noBarbie im Beitrag #6754 ... Ich stelle mir vor, was los gewesen wäre, wenn ein ein als Ausländer/Muslim gelesener Mann in bester Absicht (die unterstelle ich selbstverständlich auch dem nicht näher beschriebenem „älteren Passant“) aber mit solchen dramatischen Folgen eingegriffen hätte. ...
Verständnisfrage: was gibt es Dir, derlei zu imaginieren?
Zitat... Dass auch Vertreter:innen demokratischer Parteien und Regierungsmitglieder überlegen, wie sie gegen die Europäischen Grundrechte handeln können, in deren Charta es in Artikel 19.2 heißt: Niemand darf in einen Staat abgeschoben oder ausgewiesen oder an einen Staat ausgeliefert werden, in dem für sie oder ihn das ernsthafte Risiko der Todesstrafe, der Folter oder einer anderen unmenschlichen oder erniedrigenden Strafe oder Behandlung besteht., macht mich mehr als fassungslos. ...
Wenn es nur um den Verstoß gegen diese Charta ginge, wäre dieser einfach vermeidbar, in dem die Charta geändert würde. Und genau darauf wird m.E. hingearbeitet.
Zitat... Ebenfalls, dass eine Bereitschaft erkennbar ist, die Taliban in Afghanistan als offizielle Verhandlungspartner zu akzeptieren. ...
Wer auch immer was auch immer mit dem afghanischen Staat verhandeln will oder muss, wird dies aktuell mit den Taliban tun müssen.
Zitat... Dass es im rechtsstaatlichen, freiheitlich demokratischen Deutschland aus guten Gründen keine Todesstrafe gibt, kann doch nicht bedeuten, dass bei bestimmten Straftaten deren Ausführung terroristischen Unrechtsregimen überlassen wird.
Voraussgesetzt, der Täter wird hier in D verurteilt und sitzt seine Strafe hier ab und diese beinhaltet keine tatsächlich lebenslange Haft: Muss davon ausgegangen werden, dass diesem Täter im Falle seiner Abschiebung in Afghanistan eine zusätzliche, in Europa als unmenschlich oder erniedrigend geltende oder gar die Todesstrafe droht?
Zitat von Agathe13 im Beitrag #6762Ich kann dir nicht im Detail der Ergebnisse der Ermittlung und des Gerichtsverfahrens sagen.
das musst du auch nicht.
Wie du aber weißt wurde ich neulich (in dem anderen Strang) von einigen, unter anderem auch von dir, darüber belehrt das ich doch bitteschön Vermutungen oder Meinungen ganz genau als diese kennzeichne und nicht als Tatsache hinstelle.
Ein: ".... das Polizeirevier in Frankfurt, von dem aus jemand Drohbriefe an "unbotmäßige" Frauen geschrieben hat..." klingt so wie es da steht nicht wie eine Vermutung oder Meinung. Also... gleiches Recht, bzw. gleiche Pflicht für alle!
OT-ENDE (und von mir auch keinen weiteren Kommentar dazu)
Zitat von Kambara im Beitrag #6763Ich bin ja auch nicht Sprecherin für "alle oder die Mehrheit". Insofern scheint es mir unverständlich, dass du nur diesen einzigen Satz aus meinem längeren Beitrag herausgepickt hast, in dem ich mich ausführlich zum Thema "Relativierung" geäußert habe. Beziehungsweise zu meiner Ansicht, dass ich ein "sowohl als auch" einem "entweder/oder" vorziehe. Da dich meine Ansichten dazu nicht zu interessieren scheinen - denn dann würdest du darauf näher eingehen - sehe ich nicht nicht viel Sinn darin, mit diesem Punkt hier weiterhin Karussell zu fahren.
Du ziehst hier IMO seltsame Schlussfolgerungen, beispielsweise, dass nicht interessiert, was nicht kommentiert wird.
[...]Dabei ist viel zu wenig bekannt. War der Täter womöglich psychisch krank[...]
[...]Sollte der 25-jährige Afghane geplant haben, den Islam-Kritiker Michael Stürzenberger und womöglich auch andere Menschen zu töten, ist das unter Umständen die Tat eines Einzeltäters und noch lange kein Terroranschlag[...]
[...]In Hessen bekommen Polizisten und andere Beamte eine Angriffsentschädigung von 2.000 Euro - steuerfrei. Welcher Polizist hat da noch Interesse an einer Deeskalation?[...]
Die gefettete Unterstellung macht mich unglaublich wütend...
Zitat von Max im Beitrag #6766[...] Wie du aber weißt wurde ich neulich (in dem anderen Strang) von einigen, unter anderem auch von dir, darüber belehrt das ich doch bitteschön Vermutungen oder Meinungen ganz genau als diese kennzeichne und nicht als Tatsache hinstelle.
Ein: ".... das Polizeirevier in Frankfurt, von dem aus jemand Drohbriefe an "unbotmäßige" Frauen geschrieben hat..." klingt so wie es da steht nicht wie eine Vermutung oder Meinung. Also... gleiches Recht, bzw. gleiche Pflicht für alle! [..]
Also eine Retourkutsche. Ich ahnte es.
Die Beteiligung mindestens einer Person der Frankfurter Polizei sowie weitere rechtsextreme Vorgänge ebendort sind unstrittig und keine Vermutung.
Zitat:
Am 2. August 2018 von 14:09 bis 14:15 Uhr führte ein unbekannter Beamter des 1. Frankfurter Polizeireviers widerrechtlich in drei Datenbanken insgesamt 17 Computerabfragen zu ihr durch. Er erfragte ihre Privatadresse, die dort gemeldeten Personen, ihr Geburtsdatum, das ihres Ehemannes, dessen Namen, die ihrer Eltern und ihrer zweijährigen Tochter, etwaige Verkehrsdelikte oder Straftaten von ihr, Strafanzeigen oder Anklagen gegen sie. So umfassende Abfragen führte Polizei nur bei Festnahmen unbekannter Verdächtiger durch.[10] Die gesperrte Privatadresse der Anwältin war nur der Polizei zugänglich. Die an jenem Tag eingeloggte Polizistin und alle 14 Beamten ihrer Dienstgruppe bestritten später, die Abfrage durchgeführt oder bemerkt zu haben.[3]
Zitat von Brischa im Beitrag #6768[...]In Hessen bekommen Polizisten und andere Beamte eine Angriffsentschädigung von 2.000 Euro - steuerfrei. Welcher Polizist hat da noch Interesse an einer Deeskalation?[...] [/blau] Die gefettete Unterstellung macht mich unglaublich wütend...
Es ist keine Unterstellung, dass die allermeisten Menschen im Beruf das tun, was belohnt wird. Ich würde mich wundern, wenn es bei Polizisten anders wäre.
Davon abgesehen: Der Darstellung hier kann ich jedenfalls zustimmen:
In meinem Falle sind es nicht die Bauarbeiter, sondern die Frauen.
Zitat:
Nach dem Tod eines Polizisten meldet sich die Politik regelmäßig zu Wort. Häufig mit vorschnellen Urteilen, um bei der Wählerschaft zu punkten. Menschen trauern und stellen Kerzen auf. Zu Recht. Wenn Bauarbeiter sterben, wird das kurz vermeldet. Kein Politiker ergreift das Wort, die Menschen halten keine Mahnwache, obwohl es Zeit dafür wäre. Wie kann es angehen, dass so viele Menschen auf Baustellen sterben? Warum interessiert sich für diesen Skandal offenbar niemand? Nur darauf wollte ich hinweisen, ohne etwas zu relativieren.
Zitat von schlaucher im Beitrag #6771Es ist immer relativierend, angesichts eines Missstands auf einen völlig anderen Missstand hinzuweisen, der nichts mit der Sache zu tun hat.
Tod in Ausübung seines Berufs oder Tod durch die Hand eines anderen Menschen ist kein "völlig anderer Mißstand" Ich erwarte aber nicht, dass du das verstehst.
Die Stern Autorin vergleicht Mord mit Unfall. Allein das ist absurd.
Bei Mannheim interessiert niemanden die Frage, wieviele Polizisten statistisch im Job sterben. Darum geht es überhaupt nicht.
Es geht um einen jungen Mann, den die Öffentlichkeit vor laufender Kamera hat sterben sehen - durch brutalste und hinterhältige Gewalt. Name und Aussehen des Opfers sind bekannt, unzählige Menschen fühlen sich schockiert und betroffen.
Wer in so einem Fall mit Bauarbeitern kommt hat den Schuss nicht gehört.
Zitat von Brischa im Beitrag #6768[...]In Hessen bekommen Polizisten und andere Beamte eine Angriffsentschädigung von 2.000 Euro - steuerfrei. Welcher Polizist hat da noch Interesse an einer Deeskalation?[...] [/blau] Die gefettete Unterstellung macht mich unglaublich wütend...
Zitat von Agathe13 im Beitrag #6770Es ist keine Unterstellung, dass die allermeisten Menschen im Beruf das tun, was belohnt wird. Ich würde mich wundern, wenn es bei Polizisten anders wäre.
Doch für mich ist das eine Unterstellung. Der Satz impliziert , dass Polizisten für 2 tsd. Euro Angriffsentschädigung solche Vorfälle absichtlich eskalieren lassen und damit den Tod des Kollegen verursacht hätten..
Zitat von Brischa im Beitrag #6774Der Satz impliziert , dass Polizisten für 2 tsd. Euro Angriffsentschädigung solche Vorfälle absichtlich eskalieren lassen und damit den Tod des Kollegen verursacht hätten..