Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #5892@Print: ich denke an eine Demo beispielsweise wegen eines Seniorenthemas. Beispiel: wenn ich eine Petition starten würde, die zum Ziel hat, die Besteuerung der Renten abzuschaffen. So mit Demos vor dem Bundestag und so. Da könnte ich mir gut vorstellen, dass sich ein paar „von denen“ da drauf hocken und das Thema zu sich rüberziehen, um zu zeigen, wie sehr sich AfD und Konsorten doch für die Rentner einsetzen.
Verstehe. Ja, das könnte schon sein. Man könnte sich an viele Themen dranhängen und aus einer harmlosen Demo einen Krawall generieren.
Ich denke, dass es den "Unterwanderern" genau darum geht: Unruhe stiften und dann "der Regierung" die Schuld dafür geben. Weil, wenn die nicht so unfähig/elitär/dumm/whatever wären, dann gäbe es ja auch keine Krawalle. So einfach.....
Das ist meiner Meinung nach das Ziel. Nur bis jetzt hat sich ganz Rechts noch nie einer Demo "angeschlossen", die von den Linken oder den Gewerkschaften organisiert wurde. Da scheinen sie noch keine Strategie zu haben. Ansonsten spazieren bei uns in Thüringen montags immer noch Querdenker, Rechtsextreme und sonstige Unzufriedene Seite an Seite durch Gera. In Altenburg gibts Autokorsos von Unzufriedenen und die Bauern sind im Moment ein klein wenig ruhiger geworden. Allerdings gab es wohl doch Anzeigen wegen Verkehrsbehinderungen, wenn die Proteste nicht angemeldet waren.
Die Leute sind unzufrieden, nölig und aggressiv, aber sie sind auch nicht bereit, sachlich ihre Probleme auszusprechen. Tja, wem nützt es?
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Zitat von Mingararin im Beitrag #5891... Ich las mal eine Studie, wo Personen anonym über die obigen Einsatzkräfte ihre Gefühle schildern sollten. Unverhohlen, ohne soziale Kontrolle etc.
Da waren viele der Ansicht, "die" seien was Besseres, "führten" sich auf (also z. B. Wegweisung, Ordnen, Notarzt darf am Gehsteig parken etc)
War ein krasses Stimmungsbild. Die Hauptkritik: Fahrstil und oft übermotivierter Einsatz von Sirene hab ich noch verstanden. Den Rest - hm. ...
Echt - Du verstehst die Kritik am Fahrstil und Sireneneinsatz, meinst beurteilen zu können, was dabei angemessen und was zuviel ist? Ich staune.
Ich mutmaße, die Motivation solcher Leute ist blanker, dummer Neid: "Die dürfen was, was ich auch gern dürfen würde, aber nicht darf."
Dass "die" das nicht einfach "dürfen", sondern müssen, dass die vielleicht gar nicht so scharf auf Hochgeschwindigkeitsfahrten durch dichten Verkehr mit Sirene und Blaulicht sind, sondern der (extrem harte, dem Allgemeinwohl dienende) Job diese erfordert ... soweit denkt die "Ich, ich, ich, ich will, ich zuerst, ich am meisten, ich am wichtigsten"-Blase eben nicht.
Zitat von SASAPI im Beitrag #5887Ich weiß nicht. Die Zündschnur ist allgemein kürzer geworden. Vermutlich verträgt die Menschheit mehrere Krisen gleichzeitig einfach nicht.
wollte ich dich auch fragen @SASAPI
Was ist denn deine Theorie, weswegen Feuerwehr, THW, Rettungsdienste.... so angegangen werden? Was war "früher" anders? War es früher anders?
Ich las mal eine Studie, wo Personen anonym über die obigen Einsatzkräfte ihre Gefühle schildern sollten. Unverhohlen, ohne soziale Kontrolle etc.
Da waren viele der Ansicht, "die" seien was Besseres, "führten" sich auf (also z. B. Wegweisung, Ordnen, Notarzt darf am Gehsteig parken etc)
War ein krasses Stimmungsbild. Die Hauptkritik: Fahrstil und oft übermotivierter Einsatz von Sirene hab ich noch verstanden. Den Rest - hm.
Da hat sich wohl lange und viel gestaut. ICH denke auch, dass die Filmerei und der Ärger damit, also dass man es nicht darf, aber unbedingt doch will, für viel Befeuerung führten. Damit fing es meines Erlebens nach an. Gaffen, Filmen, Ärger wegen dem Film, Trotz, Wut, Aggression.
Nicht schön, aber so läuft es, meiner Wahrnehmung nach.
Naja. Ich kann die Leute irgendwie verstehen. Also die, die sauer werden. Da ist vielleicht jemand betroffen, der einem lieb und teuer ist, und dann wird man als erstes angemacht: gehn Sie weiter, gehn Sie weg usw. In durchaus sehr unfreundlichem Ton. Da ist keiner nett oder auch nur neutral.
Ich schildere mal kurz einen Fall als persönlich Betroffene. Mein 11 jähriger Sohn verunfallte mit dem Fahrrad, offener Armbruch. Ich gerade beim Joggen wurde von einer freundlichen Passantin angerufen. Als ich ankam (bestimmt schon 20 Minuten nach dem Unfall) lag mein Sohn umgeben von einer Traube gutmeinender Leute heulend auf dem Gehweg. Gerade kam auch die Notärztin mit einem Sanitäter, der laut und grinsend rumschrie „ wo ist denn das kleine Mädchen?“ Ich berichtigte „kleiner Junge“. Er grinste und schrie weiter mehrmals „ wo ist das kleine Mädchen?“ keiner sagte was. Mein Sohn heulte nach einer halben Stunde grßer Schmerzen mit dem rausstehenden Knochen. Ich war eh schon erregt und wies ihn grob zurecht, er solle jetzt mal den Rand halten. Da sagte die Notärztin zu mir „Ich lasse Sie hier entfernen, wenn Sie nicht sofort ruhig sind“
Da muss ich gestehen, da war ich kurz vorm Ausraster.
Da mischte sich dann endlich mal der Judotrainer meines Sohnes ein (war vor der Turnhalle) und wies ihn ruhig zurecht.
An diese Situation muss ich immer denken, wenn ich mal wieder lese, dass Rettungskräfte angegangen werden.
Wahrscheinlich war das ein Ausnahmefall, ich hoffe es jedenfalls. Aber wissen wir, was da eine überforderte Rettungskraft für einen verunglückten, unangebrachten Witz losgelassen hat?
Zitat von Hillary im Beitrag #5901... Nur bis jetzt hat sich ganz Rechts noch nie einer Demo "angeschlossen", die von den Linken oder den Gewerkschaften organisiert wurde. ...
Auch das gab es schon. Denk' mal an all die von Querdenken, Pegida, AfD & Co "besuchten" CDU/SPD/linke/Grüne-Wahlkampfveranstaltungen. Da geht es dann natürlich nicht um Unterwandern, sondern um Ausdruck von Gegnerschaft und Stören. Es braucht dazu auch keine besondere Strategie, sondern nur eine ausreichend große Gruppe, die entschlossen genug zu Werke geht.
Und die Rechtslage ist schwierig: ... Eine Beschränkung des Teilnehmerkreises bei Versammlungen unter freiem Himmel ist rechtlich nicht möglich. Veranstalter*innen von Versammlungen unter freiem Himmel nehmen zur Verwirklichung ihres Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit öffentliche Straßen und Flächen in Anspruch, die sie selbst nicht einschränken dürfen. Eine Versammlung unter freiem Himmel kann daher von allen besucht werden. Das bedeutet auch, dass Personen teilnehmen können, die dem Thema der Versammlung ablehnend gegenüberstehen und diese Haltung beispielsweise durch Zwischenrufe zum Ausdruck bringen. Dieses Verhalten muss von Veranstalter*innen grundsätzlich geduldet werden.
Teilnehmer*innen dürfen die Ordnung der Versammlung aber nicht „gröblich stören“. Gröbliche Störungen sind Einwirkungen auf die Versammlung, durch die deren Verlauf besonders schwer beeinträchtigt wird, beispielsweise durch ständige Sprechchöre, Erzeugen von lautem Lärm, Verwenden von Böllern, aber auch durch Begehung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten. ...
Nicht mal in geschlossenen Räumen ist der Ausschluss Unerwünschter so leicht, wie mensch denken könnte - spannendes Thema, siehe auch Quelle.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #5899Ich habe das gestern so gar nicht mitbekommen. Danke! Ich war gerade wirklich erschüttert, denn so etwas habe ich mir nicht vorgestellt.
Der DBB finanziert die GdL.
Mir war der Weselsky schon immer sehr suspekt. Ich finde, man konnte merken, dass er immer so eine „hidden agenda“ hatte. Ich fand auch immer, dass er ein schlechter Verhandlungsführer war. Ihm fehlen wichtige Vorausetzungen dafür: Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft. Kann ich noch gut erinnern, dass mir das einige hier übel genommen haben und dachten, ich hätte was Gewerkschaften an sich. Das nicht, aber Weselsky ist einfach ein - ich sag’s nochmal - machtgeiler Egomane.
Nachtrag: ah, ich seh schon, ich bin hintendran, sorry. Ihr seid schon weiter an einem anderen Thema.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Mich macht das echt fassungslos. Wer will denn da noch Schlichter sein?
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
ich will nicht wieder den Nic auf den Plan rufen, aber ich kenne schon auch den Spruch "gib' am Deutschen a Uniform....."
Was aber nicht erklärt warum offenbar inzwischen so geradezu habituell oder beiläufig Einsatzkräfte (generalisiert) solchen! Aggressionen ausgesetzt sind.
Ich bleib dabei, das Smartphone und dessen Fotofunktion und das "online Stellen" von "Ereignissen" führte dazu. Vielleicht nicht ursächlich. Aber katalytisch. Meiner Erfahrung nach zumindest.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #5907 Wer will denn da noch Schlichter sein?
gute Frage!
Insbesondere da die jetzigen Schlichter ja beide!!! dem "rechts-konservativen" politischen Spektrum zuzurechnen waren. Und obwohl Weselsky CDU Mitglied zu sein scheint, hat er deren Expertise und Empathie nicht anerkannt.
Es wäre sicher eine Option gewesen, die Vorschläge, die am Tisch lagen noch zu beackern. Also das "Material", das die Schlichter empfahlen als kompromissfähig, deren Eindrucks nach. Aber.... nope! Vertane Zeit. Verpulvertes Geld.
was für die GDL kein Thema zu sein scheint. Was mich fragen lässt, wer füllt deren Streikkassen. Normalerweise geht der Gewerkschaft der Saft aus, nach so langen Streiks. Interessant, dass das kein Problem zu sein scheint.
Interessant fand ich auch Weselskys Sager, der "Mitbewerber" 'wolle die Marktsituation für sich beeinflussen' Damit meinte er ja die DB oder EVG?
Das hab ich nicht so kapiert. Ihr?
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Hm. ( Stellt euch Sasapi mit hin und her wiegendem Kopf vor) Ich kann das nicht genau sagen. Es hat immer schon "Angriffe" gegeben, allerdings meist von Angehörigen, die mit der Situation völlig überfordert waren. Je nach Vorfall stehen die ja auch unter Schock- ich erinnere mich an eine Ehefrau, deren Mann einen Herzinfarkt erlitten hatte, vor Ort reanimiert wurde und die alles daran setzte, uns am Abtransport ihres Mannes zu hindern. Sie war völlig "aus der Tüte" und schrie ständig "Er hat nichts, er tut nur so." Da war wirklich eine Art Ringkampf nötig, um sie loszuwerden. Es gibt auch nicht immer die Möglichkeit, einen weiteren Arzt, vielleicht den Hausarzt, in solchen Fällen zu holen- denn solche Angehörigen brauchen dann auch zumindest kurzzeitig etwas zur Beruhigung und seelischen Beistand. Aus solcher Erfahrung heraus hat vielleicht die Notärztin so reagiert, Hair. (Obiger Mann hat übrigens überlebt und seine Frau kam ein paar Tage später zur Wache, um sich zu entschuldigen. Sie konnte sich ihr Verhalten selbst nicht erklären. Das war nett von ihr, aber nötig wäre es nicht gewesen. War nachvollziehbar).
Es gibt, wie in jedem Beruf, im Rettungsdienst und unter Ärzten Menschen, die ihr fachliches Handwerk brillant beherrschen, aber nicht mit Menschen können. Und da es Mangelberufe sind, nimmt man jeden der in Frage kommt. Es geht nicht anders. Und vermutlich gibt es den oder die eine(n) oder andere(n), die ihr Ego ein bisschen damit pushen. Die "übermotivierten Brenner" gibt's natürlich auch. Wobei wir uns angewöhnt haben, jeden Neuen erstmal hinter reinzulegen, anzuschnallen und rumzufahren. Über Bremshügel, durch Kurven, langsam und schnell...damit er/sie ein Gefühl dafür bekommt, wie sich das anfühlt. Das bändigt gewisse Tendenzen etwas:)
Ich habe nur das Gefühl, dass gefühlt ein Großteil der Menschen "dauergereizt" sind. Und dann eskaliert alles schneller. Aber: Dass Krankenwagen in gewissen Gegenden bei Gelegenheit "geplündert " wurden ( weil die diversen Medikamente im Fahrzeug auf dem Schwarzmarkt gut zu verkaufen sind) gab es auch früher schon. Dass aber auf stehenden Rettungswagen rumgeklettert wird, die Türen aufgerissen werden, weil man wissen will, was los ist ( und das nicht, weil man zb nach Hause kommt, nichtsahnend, und vor der Haustür ein Rettungswagen steht) oder Reifen aufgestochen werden oder Radmuttern gelockert, das gab es nicht. Was auch extrem zugenommen hat, ist die Anspruchshaltung. Man zahlt Krankenkassenbeiträge, man zahlt Steuern, da erwartet man was für sein Geld. Und es wird sich beschwert, dass die Schwarte kracht. Der 3jöhrige ,der sich an der Tischkante eine Beule geschlagen hat, braucht keinen RTW, damit er zur Überwachung (Gehirnerschütterung) ins Krankenhaus gefahren wird. Bitte selbst überwachen. Auch das fiebrige Kitakind mit beginnenden Ausschlag nicht, Fieber Zäpfchen kann man in der Notdienstapotheke bekommen. Der Husten seit 8 Wochen bei Ü50er nicht, die dreitägige Verstopfung der 60jöhrigen auch nicht. Das sind Fälle für den Hausarzt. Die Leitstelle triagiert, aber die Anrufer übertreiben in solchen Fällen kurzerhand. Das sagen sie auch ganz ehrlich, denn "Sonst wären Sie ja nicht gekommen. " Dann sind wir da, fahren aber ohne Patienten weg. Und bekommen am nächsten Wochenende einen Stapel Papiere zu Stellungnahme, warum wir den Patienten nicht mitgenommen haben. Die bekommen wir aber auch, wenn wir einen solchen Bagatellfall mitnehmen. Wir können uns nur aussuchen, wer meckert:)
Zitat von Mingararin im Beitrag #5910 was für die GDL kein Thema zu sein scheint. Was mich fragen lässt, wer füllt deren Streikkassen. Normalerweise geht der Gewerkschaft der Saft aus, nach so langen Streiks. Interessant, dass das kein Problem zu sein scheint. [Quote]Es ist so üblich, dass der Dachverband in der Not aushilft. Bei der EVG wäre dies der DGB gewesen, bei der GdL ist es der DBB. Letztere hat volle Kassen, da hier viele Beamte drin sind. Die dürfen nicht streiken. [Quote] Interessant fand ich auch Weselskys Sager, der "Mitbewerber" 'wolle die Marktsituation für sich beeinflussen' Damit meinte er ja die DB oder EVG?
Das hab ich nicht so kapiert. Ihr?
Die Mitbewerber sind die anderen Eisenbahnunternehmen, wie Abeillo (geht gerade pleite), Metronom (ist schon pleite), ODEG (zahlt schlecht) usw. Diese anderen Unternehmen haben die von Weselsky gewünschten Sätzen unterschrieben. ABER dies gilt nur, wenn die DB auch unterschreibt.
Und, wenn einer der Mitbewerber pleite geht, muss die DB die Strecke bedienen.
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Weselsky teilt mit, dass er einen Denkfehler macht habe:
GDL-Chef Claus Weselsky gab daraufhin in der »Süddeutschen Zeitung« zu, einen Fehler gemacht zu haben. »Mir ist in der Pressekonferenz ein Denkfehler unterlaufen«, sagte er der Zeitung. Doch dieser Fehler ändere nichts an seiner Ablehnung des Moderatoren-Vorschlags, führte er aus. Denn dieser enthalte keinen Schritt Richtung 35-Stunden-Woche, der Ausgangsforderung der GDL.
Ich weiß nicht, aber die Reduzierung auf 37 bzw.36 Wochenstunden ist doch auf die 35 sich zu zu bewegen.
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Ich habe nur das Gefühl, dass gefühlt ein Großteil der Menschen "dauergereizt" sind. )
ja, das denke ich auch bisweilen. Und dass es irgendwie "salonfähig" geworden zu sein scheint, dauergereizt zu sein. So auf dicke Hose machen. Zu keinem normalen (also gelassenen, gar höflichen) Austausch mehr Bock zu haben. Sich da auch noch mords gut vorzukommen. Immer flott auf 180. Was sag ich? 280....
Die Empörten, die Aufgeregten, die sind seit längerem en vogue in allen Bereichen.
Könnte es nicht auf eine Alterskohorte festmachen, aber mir erscheinen bisweilen die Mittfünfziger bis Sechziger am Gefährdetsten. Bis 30 sind die meisten naturgechillt. Ab 70 sind sie mit Überleben beschäftigt, nicht mit Notarzt anfiesen.
Die Umstände oder Gefühle! warum Personen den Notarzt oder Rettungsdienst rufen sind ja seit langem gut erklärt und beklagt. ich bin da oft milder. Mal wieder. Wenn ich mir die oft endlosen Wartezeiten auf einen Termin ansehe, den GKV Versicherte bei Neurologen, Rheumatologen, Augenärzten.... haben, kann ich mir vorstellen, warum wer mit Schmerzen oder Symptomen, die Angst machen, dann nicht den ärztlichen Notdienst, sondern den Notarzt will. Oder gleich in der Notaufnahme steht.
Aber genauso gibt es Kandidaten, die den ganzen Laden aufhalten, weil sie sich unsicher sind ob sie ein Sextoy im Anus haben oder weil der Freund (ich zitiere) "irgendwie komisch riecht" Diagnose: AXE Jungle
Und dann der unspektakuläre Alltag: die Küchenhelden, die sich eine banale Schnittwunde zufügen und halt kein Pflaster daheim hatten. Oder die, die Grasmilben haben. Oder Blasenentzündung. Oder Sodbrennen.
ich verstehe auch die. Ich hatte schon Blase, Milbe und Reflux. Ich weiß, wie sehr einem das fertig machen kann. Besonders die Milben. Aber: nix für eine Notaufnahme.
Lösung wären so niederschwellige Zentren mit Generalisten und netten Gesundheitspfleger*innen. Immer auf, viel Zuspruch und Hansaplast und Hydrocortison. Und Pille danach und Alka Selzer.
Aber, woher nehmen?
Ich hab auch oft das Gefühl, die Leute sind allein. Und dann machen sie Ärger oder Arbeit.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Ach, nun ja, letztes Mal vorbildlichl notärztlichen Dienst über 116117 gerufen. Patient mit schwerer Lungenvorerktankung. . Leider wurde gar nichts festgestellt. Einen Tag später Rettungsdienst gerufen. 6 Wochen Krankenhaus beidseitige Lungenentzündung. Und das war nicht das erste Mal,das so etwas in der Art passierte. Was würde jeder hier das nächste Mal machen ?
Edit Bevor es falsch verstanden wird. Angriffe gehen natürlich überhaupt nicht. Das war auch nicht gemeint
Zitat von Mingararin im Beitrag #5912... hm. Finde ich nicht und ehrlich - was bist denn schon wieder so auf 180? Das ist nicht gesund! Davon muss ich abraten...
Na, wie gut, dass ich es entspannt verkrafte, wenn schon naturgemäß Ahnungslose versuchen, mir meine Welt oder gar mich erklären zu wollen. Denn auf 180? Nicht mal annähernd.
Zitat... Aber unser gemeinsamer der Planet heißt Erde
Und das besagt über die Welt, in der jemand lebt, meiner Erfahrung, Meinung, Beobachtung nach genau nullkommagarnix. Ich widerstehe der Versuchung, dies mit Beispielen zu erklären.
Lilith- es ist völlig in Ordnung, den Notruf zu wählen. Darum geht es nicht. Lungenentzündungen sind eh mitunter schwierig- manchmal sieht man die nur auf dem Röntgenbild. Und die hat keiner zu Hause. Wenn dann noch in etwa die Diagnose (Vorerkrankung) bekannt ist und vorbildlicherweise ein Medikamentenplan ( oder der Patient/ein Angehöriger kann sagen, welche Medikamente genommen werden) ist es nahezu perfekt. (Mit den Medikamenten ist es gerne wie mit "Was bin ich". Viele Leute können sich die Namen nicht merken. Der Klassiker sind "Kann der Satan" für Candesartan und "Pantoffel" für Pantoprazol. Oder "Flora muss mit" für Furosemid.)
Ich habe auch kein Problem mit dem verbeulten 3jährigen. Aber ein munteres Kleinkind mit leicht verfärbten Hörnchen an der Stirn muss nicht ins Krankenhaus, da genügt es, wenn man den Eltern sagt- kühlen, vielleicht das Kind etwas zum Ruhe einhalten bringen- klagt es über Kopfweh, Übelkeit oder erbricht es, rufen Sie wieder an. Das fiebrige Kind mit Ausschlag kann, falls nicht vorhanden, ein Fiebermedikament bekommen und an den Kinderarzt verwiesen werden ( mit dem Hinweis, nicht einfach so mit dem Kind in die Praxis zu laufen, wegen Ausschlag...), der Hustende und die Verstopfte werden nach Vorerkrankungen befragt, die Beschwerden abgefragt, in der Regel an den Hausarzt verwiesen. Und die Wartezeiten für GKV Patienten sind für mich kein Argument. Das Krankenhaus ist kein "Ich muss mal richtig durchgecheckt werden" Service. Die plötzlichen Kopfschmerzen, die man so noch nie hatte, die merkwürdige Taubheit an einem Körperteil, das plötzliche Mücken sehen oder der Gesichtsfeldausfall- bitte sehr, nehmen Sie Platz, wir fahren Sie hin. Alles Andere muss warten.
Ich wäre mittlerweile für verpflichtende Kurse "Erkennen und Umgang mit Bagatellerkrankungen samt Erläuterung und Aufbau einer Hausapotheke ". Denn: Viele Erkrankungen sind unangenehm, aber nicht gefährlich und können mit frei erhältlichen Medikamenten bis zum nächsten Tag in Schach gehalten werden.
Und: Smartwatches sind praktisch, aber fehlbar. So wie bei dem Einsatz ,bei dem wir mit vollem Ornat mit Verdacht auf Infarkt anrückten, uns ein freundlicher Mann Ü50 die Tür öffnete und erklärte, seine Smartwatch habe in der vergangenen Nacht einen Herzstillstand festgehalten...Die Notärztin bekam harsche Gesichtszüge.
Zitat von SASAPI im Beitrag #5920 Kurse "Erkennen und Umgang mit Bagatellerkrankungen samt Erläuterung und Aufbau einer Hausapotheke ". Denn: Viele Erkrankungen sind unangenehm, aber nicht gefährlich und können mit frei erhältlichen Medikamenten bis zum nächsten Tag in Schach gehalten werden.
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Vielleicht nicht qua Kurs, sondern wieder als Art "Kultur"?
ich dachte das bisweilen in jüngerer Vergangenheit, wenn ich hörte, wie entsetzt und offenbar total überrascht viele Erwachsene, mitten im Leben stehende Personen waren, wenn sie mir schilderten, sie wären doch tatsächlich mit Kopfweh, Halsweh, Fieber und viehischem Husten eine Woche! eine ganze geschlagene Woche! auf der Couch gelegen.
Hat mich überrascht. Ich dachte es wäre mehr "allgemeines Weltwissen" dass man halt mal krank ist und das mal eine Woche dauern kann. Und voll nervt und ja: weh tut.
Dies ist - so erlebe ich es bisweilen - nicht mehr "Wissen". Was mich durchaus freut, denn wenn man schon ob einer verkotzt-verhusteten Woche so geschockt ist, dann ist man wohl sonst von extrem robuster Gesundheit.
ja, das Selbstvertrauen! dass auch was wieder von selber vergeht - das verlieren viele immer mehr. Oft auch wegen der unentwegten "Warnerei" und dem einen, total seltenen, aber auch total dramatischen Einzelfall. Wo wer dachte, Pickel und dann ist er 3 Wochen später tot. Daher stehen dann alle mit komischen Pickeln am Samstag abend in der Notaufnahme. Weil könnt ja Krebs sein und Hautarzt hat erst wieder einen Termin im August 2025.
Ich sehe es so, irgendwo müssen Menschen wohl hin mit ihrer Not.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Zitat von -franzi- im Beitrag #5923Charlie, Dbb? Oder DGB?
Die GDL gehört zum Deutschen Beamtenbund (DBB) wie auch die Gewerkschaft der Sozialversicherungen (GdS), die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) etc. Das sind 41 Spartengewerkschaften, die überwiegend Menschen im öffentlichen Dienst oder diesem angelehnt, vertreten.
Die EVG gehört zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) wie z.B. Ver.di (Vereinigte Dienstleistungen), IG Metall, GdP. Es handelt sich um acht Gewerkschaften. Es gibt also keine echte Spartengewerkschaft. So sind sowohl Verkäuferinnen, als auch Mitarbeiterinnen der Rentenversicherung bzw. der Jobcenter in Ver.di organisiert. Für die Polizei ist es hier die GdP.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS