Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #573Habeck sagte gestern bei Maischberger sinngemäß, dass ein Bäcker, der seine Produktion einstellt, nicht automatisch insolvent ist. Etwas schönreden haben sie wirklich drauf, die Grünen.
Er kam übrigens ganz schön ins Stottern, Maischberger war klasse.
Auch in und mit einem evtl. Insolvenzverfahren lieg(en) Chancen.
Bei Bäckerein kommt es auf die Firmenformen an. Sind es Einzelunternehmen, muss ggf. geguckt werden, wo Hilfe(n) vonnöten ist.
Herr Habeck hat nicht gesagt, dass es keine Unterstützung(en) gibt und die Einzelhändler samt und sonders in die Insolvenz geschickt werden (es betrifft nicht nur und ausschließlich Bäckereien). Aber sie sind dran und wollen (so habe ich es jedenfalls verstanden) eben gerade nicht irgendein Gießkannensystem, sondern es wird genau geguckt.
Und ja, ich habe auch nichts dagegen, wenn ein Politiker oder eine Politikerin aufgrund sich überstürzender Gedanken ins "Haspeln" kommt.
Wir alle sprechen mitunter nicht druckreif und unter Druck schon mal gar nicht.
Was wissen wir schon. Mir wurde einmal wieder deutlich, wie verzwackt, verzahnt und kompliziert das alles ist. Die ganze Regierung steht unter einem enormen Druck und ja, ich warte jetzt erstmal den Winter ab und haben wir den soweit gut überstanden, schaun wir mal weiter.
Was mich fassungslos macht ist das Geschwafel von Putin:
Nun seien neue Schwierigkeiten aufgekommen: "Ich meine das Sanktionsfieber des Westens, seine aggressiven Versuche, anderen Ländern ein Verhaltensmodell aufzuzwingen, sie ihrer Souveränität zu berauben und sie dem eigenen Willen zu unterwerfen."
Ich weiß nicht, was der sich jeden Tag reinwirft, aber das meint grad der Richtige. Selbst aggressiv einen souveränen Staat überfallen (von Weiterungen rede ich noch nicht mal), um diesem (und im Expansionswahn anderen) ihr Verhaltensmodell aufzuzwingen, aber jetzt rumjaulen.
Ich denke, dem geht der A..... auf Grundeis und die Sanktionen tun ihr Werk.
Zitat von Chambord im Beitrag #576Und ja, ich habe auch nichts dagegen, wenn ein Politiker oder eine Politikerin aufgrund sich überstürzender Gedanken ins "Haspeln" kommt. Wir alle sprechen mitunter nicht druckreif und unter Druck schon mal gar nicht.
Dafür ist gerade Habeck nicht bekannt. Er kann sich hervorragend ausdrücken. Gestern sah er leider inhaltlich überfordert aus - und das ist schlecht
Zitat von Chambord im Beitrag #576Was wissen wir schon. Mir wurde einmal wieder deutlich, wie verzwackt, verzahnt und kompliziert das alles ist. Die ganze Regierung steht unter einem enormen Druck und ja, ich warte jetzt erstmal den Winter ab und haben wir den soweit gut überstanden, schaun wir mal weiter.
Hast du einen Betrieb, der jetzt von Insolvenz betroffen sein könnte? Arbeitest du in einem? Bist du durch die Krise in deiner Existenz bedroht? Wenn ja, dann bewundere ich deine verständnisvolle Haltung gegenüber der Regierung.
Wenn man nicht betroffen ist, finde ich das Regierung-in-Schutz-nehmen mittlerweile unangemessen - hier geht es vielen Menschen gerade massiv an die Substanz und das sollten wir alle sehen und anerkennen.
Die Chance, "den Winter soweit gut zu überstehen", ist im Land sehr ungleich verteilt.
Zitat von schlaucher im Beitrag #577... Wenn man nicht betroffen ist, finde ich das Regierung-in-Schutz-nehmen mittlerweile unangemessen - hier geht es vielen Menschen gerade massiv an die Substanz und das sollten wir alle sehen und anerkennen. ...
"Wir" sollten aber auch sehen und anerkennen, wieviel Verantwortung für die aktuellen Probleme die derzeitige Bundesregierung trägt. Oder fällt so ein Realitätscheck auch schon unter "unangemessenes Regierung-in-Schutz-nehmen"?
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Ich verbreite keine Unwahrheiten. Unterlasse bitte derartige Behauptungen.
Deine Äußerung oben empfinde ich als gönnerhaft von oben herab
Den von dir verlinkten Artikel habe ich gelesen. Darin geht es um eine ganz andere Formulierung, die eine nicht näher genannte Zeitung (welche?) Baerbock zusätzlich in den Mund gelegt haben soll. Kann sein, dass das geschehen ist. Aber darum geht es hier nicht, sondern um die o.g. Aussage. Diese ist belegt und jeder kann sie anhören.
Ich entschuldige mich, wenn ich dir da auf die Füße getreten bin. Aber mich nervt es halt immer, wenn etwas in den Raum geworfen wird, ohne dass den Mitdiskutant*innen gleichzeitig die Möglichkeit gegeben wird, zu sehen, hören, lesen worauf man sich bezieht.
Denn wenn man den Diskussionsbeitrag von Frau Baerbock gehört hat, dann weiß man erstens, dass sie nicht nur auf eine Frage des Moderators antwortet, sondern auch auf einen Wortbeitrag, der zuvor gegeben wurde. Deswegen geht sie darauf ein, dass es ihr wichtig ist, den Krieg nicht nur jetzt, sondern auch perspektivisch im Blick zu haben. Daher kommt auch die Aussage, dass sie in ihrer Funktion als Außenministerin eine andere Haltung dazu hat, als (manche) ihrer Wähler*innen. Das "no matter what my voters think" heißt hier nicht - "die sind mir egal", sondern "ich werde das der Ukraine gegeben Versprechen nicht brechen, sobald es für uns schwieriger wird, auch wenn (manche) meiner Wähler*innen das gerne anders hätten". Dass ihr die deutsche Bevölkerung keineswegs egal ist, wird nochmal deutlicher, wenn man die Rede weiter hört, denn sie macht klar "we stand in solidarity with everybody in our country as we stand with everybody in Ukraine". Es ist kein entweder oder, was einige Medien daraus gemacht haben, sondern ein sowohl als auch. Mich beruhigt es ehrlich gesagt, dass sie sich nicht verhält wie ein Fähnchen im Wind und jetzt nicht, weil der Winter schwierig wird, vor Putin in die Knie geht.
Was sie am Ende dieses Wortbeitrages sagt, dass es sich hier um einen "hybrid war" handelt, der mit gezielter Desinformation seitens Russland die Spaltung europäischer Staaten voranzutreiben sucht, scheint vielen noch nicht klar zu sein. Das hier ist nur in kleiner Ausschnitt dessen was auf Plattformen vor allem auch auf Plattformen wie Twitter, TikTok, Instagram oder Facebook läuft.
Das solls dann auch gewesen sein von mir zu dem Thema. Hatte vorher leider keine Zeit zu antworten.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Zitat von schlaucher im Beitrag #577... Wenn man nicht betroffen ist, finde ich das Regierung-in-Schutz-nehmen mittlerweile unangemessen - hier geht es vielen Menschen gerade massiv an die Substanz und das sollten wir alle sehen und anerkennen. ...
"Wir" sollten aber auch sehen und anerkennen, wieviel Verantwortung für die aktuellen Probleme die derzeitige Bundesregierung trägt. Oder fällt so ein Realitätscheck auch schon unter "unangemessenes Regierung-in-Schutz-nehmen"?
Ganz genau, darum sollte man als "Amtsinhaber" wissen, was man tut und was man sagt. Alles andere ist Versagen!
Zitat von Chambord im Beitrag #576N Was mich fassungslos macht ist das Geschwafel von Putin:
Nun seien neue Schwierigkeiten aufgekommen: "Ich meine das Sanktionsfieber des Westens, seine aggressiven Versuche, anderen Ländern ein Verhaltensmodell aufzuzwingen, sie ihrer Souveränität zu berauben und sie dem eigenen Willen zu unterwerfen."
Ich weiß nicht, was der sich jeden Tag reinwirft, aber das meint grad der Richtige. Selbst aggressiv einen souveränen Staat überfallen (von Weiterungen rede ich noch nicht mal), um diesem (und im Expansionswahn anderen) ihr Verhaltensmodell aufzuzwingen, aber jetzt rumjaulen.
Ich denke, dem geht der A..... auf Grundeis und die Sanktionen tun ihr Werk.
Es scheint nicht gut zu laufen für ihn, für uns leider auch nicht. Ob die Sanktionen wirken, da bin ich nicht so sicher, Russen sind Leiden gewohnt. Demokratie nicht. Ausnahme: eine dünne Schicht Gebildeter, Intellektueller, Menschen mit Geld. Für die große Menge ist es nicht nur Putins Propaganda. Gerade jetzt bei Gorbatschows Tod wurde wieder klar: mit der Demokratisierung und Orientierung am Westen verbindet eine große Mehrheit Armut bis hin zur Verelendung, besser bis gut wurde es wieder mit Putin. Auch hier gilt: erst kommt das Fressen, dann der Rest. Auch Nationalismus und Abspaltung der Teilrepubliken sieht man im Kernland naturgemäß nicht unbedingt positiv. Unsere Werte sind nicht ihre Werte. Wir können sie der Welt (da wären noch sehr viele Kandidaten) nicht mit Feuer und Schwert überstülpen. Zumal dort, wo das gemacht wurde, in erster Linie das westliche (meist US) Kapital profitiert hat, dann einige Strippenzieher/Militärs im Land, dessen (aus unserer Sicht defizitäre) Strukturen zusammenbrachen oder zerschlagen wurden.
Um das zu verstehen, muss ich nicht mal ansatzweise Verständnis für totalitäre Regime haben
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #580Ganz genau, darum sollte man als "Amtsinhaber" wissen, was man tut und was man sagt. Alles andere ist Versagen!
Abwägen und Nachdenken finde ich für Amtsinhaber unverzichtbar. Mit Sicherheit weiß er mehr als wir und ist nicht frei in seinen Entscheidungen. btw: ich war nie eine Scholz-Sympathisantin!
Zitat von djinnchiller im Beitrag #579Ich entschuldige mich, wenn ich dir da auf die Füße getreten bin.
Danke.
Auf dich wirkt Baerbocks Rede völlig anders als auf mich und so ist es eben mit den verschiedenen Menschen. Zum Glück dürfen unterschiedliche Meinungen bei uns nebeneinander stehen.
Zitat von Neustart im Beitrag #583Wie oft müssten dann die Regierungsmitglieder auf Versäumnisse aus der Vergangenheit hinweisen, caramia ?
Auf eine solch manipulative Frage antworte ich nicht.
Übrigens fand ich es mehr als beschämend, dass keiner unserer Politiker sich bei Gorbatschows Beerdigung sehen ließ. Gerade wir Deutschen haben ihm eine Menge zu verdanken.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #586Übrigens fand ich es mehr als beschämend, dass keiner unserer Politiker sich bei Gorbatschows Beerdigung sehen ließ.
Es finden sich hier immer "gute" Gründe, schlecht über unsere Politiker zu schreiben. Zum Begräbnis eines Staatspräsidenten wird offiziell eingeladen. Unseren Politikern vorzuwerfen, dass sie nicht teilnehmen, geht daher fehl. Wie stellst du dir das vor? Einfach in ein Flugzeug steigen und nach Moskau fliegen? Auch die Gefahr, von Putin eine Absage zur Teilnahme zu erhalten, wäre eine diplomatische Peinlichkeit gewesen.
Übrigens, der Bundestag würdigte ihn heute als "Wegbereiter der Wiedervereinigung" und eines friedlichen Europas. Ich bin sicher, es wird die Zeit kommen, wo Staatsgäste zu seinem Grab gehen, um die verdiente Ehrerbietung nachzuholen...
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #586 Übrigens fand ich es mehr als beschämend, dass keiner unserer Politiker sich bei Gorbatschows Beerdigung sehen ließ. Gerade wir Deutschen haben ihm eine Menge zu verdanken.
Unter den derzeitigen Umständen hielte ich es mittlerweile für unsere „Erste Riege“ für absolut irrwitzig, nach Moskau zu fliegen… Polonium-210 oder Nowitschok geraten da erstaunlich leicht in Organismen. Und Botschafter sind da meines Wissens auch schon verschwunden. Warum also nicht auch Kanzler oder Außenminister?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Sariana im Beitrag #593Mich wundert da überhaupt nichts mehr.
So traurig das für uns ist: das liegt nicht nur an der derzeitigen Regierung, Gorbatschow hat Fehler gemacht, die ihm Russlands Bevölkerung noch immer übel nimmt, verständlicherweise. ich habs oben erklärt. Der offizielle Umgang mit Tod und Begräbnis allerdings diskreditiert die aktuelle Regierung durchaus. Das ist nicht der souveräne Umgang eines Landes mit einem auch nicht geschätzten Ex-Staatsoberhaupt
Zitat von schlaucher im Beitrag #577Dafür ist gerade Habeck nicht bekannt. Er kann sich hervorragend ausdrücken. Gestern sah er leider inhaltlich überfordert aus - und das ist schlecht
Das siehst Du so; ich sehe es anders. Er hat versucht, mit einfachen Worten komplexe Zusammenhänge zu erläutern. Und ja, ich bin nicht auf den Kopf gefallen, aber die Verbindungen, Verzwickungen wurden mir deutlich und ich gebe wenigstens zu, auf letztlich weite Phasen nicht (mehr) zu verstehen, wie, was, genau mit welchen Konsequenzen für .... zusammenhängt und habe für mich den Vergleich gefunden: Ist, wie ein zu kurzes Hemd; ziehste vorne, geht's hinten hoch und umgekehrt; nur passen tut's nie.
Das ist aber jetzt nun mal unser status-quo.
Ich muss mich schlicht auf die Besonnenheit, den Weitblick und die Fachkenntnisse unserer Regierung und der sie beratenden Fachleute verlassen. Etwas anders bleibt mir nicht; denn: Ich habe auf ganzer Linie keine Ahnung über die Verflechtungen; kann sie höchstens erahnen.
Was ich allerdings geschnallt habe ist, dass unsere Gesellschaft vor immensen Herausforderungen steht, mir das Wichtigste ist, in einer Demokratie zu leben, Putin diesen Krieg ohne Not angezettelt hat, unter der nicht nur wir die Zeche zahlen.
Und ja, ich will ihm den S-Finger zeigen und bin bereit, Einsparungen vor- und hinzunehmen sowie erhöhte Kosten zu zahlen. Und wenn ich nix mehr in der Tasche habe, dann seh'n wir weiter.
Zitat von schlaucher im Beitrag #577Hast du einen Betrieb, der jetzt von Insolvenz betroffen sein könnte? Arbeitest du in einem? Bist du durch die Krise in deiner Existenz bedroht? Wenn ja, dann bewundere ich deine verständnisvolle Haltung gegenüber der Regierung.
Damit darf sich dann auch die Justiz rumschlagen. Dieses Mal will das Wirtschaftsministerium aber nun mal etwas genauer hingucken, was meine volle Zustimmung findet.
Und ja, einigen (vielen?) Betrieben darf ruhig auch eine gewisse Misswirtschaft vorgeworfen werden. Keine Rücklagen gebildet, verschuldet wegen, weil .... (nur nicht für den Betrieb) etc. pp.
Was das Firmenkonglomerat Goertz angeht, muss geguckt werden, was genau zum jetzigen Zustand geführt hat. Heute ist es sehr einfach Corona und den Krieg ins Feld zu führen (um ggf. von Missmanagement über Jahre hinwegzutäuschen). Aber die Familienmehrheitseigner sagen:
Die Geschäftsführung um Frank Revermann und Tobias Volgmann hofft, Görtz mit einem Sanierungsplan erhalten zu können. In der Insolvenz kann sich ein Unternehmen leichter etwa von Mietverträgen lösen. Der Geschäftsbetrieb laufe uneingeschränkt weiter, betonte Görtz. Bis November schießt die Bundesagentur für Arbeit die Löhne für die Mitarbeiter über das Insolvenzgeld vor, ab Dezember muss Görtz sie wieder selbst zahlen.
Und ja, ein Unternehmen kann sich auch unter einer Insolvenzführung gesundschrumpfen und gestärkt daraus hervorgehen. Wenn sich dann wieder Expansionsmöglichkeiten eröffnen .... bitte .... aber gerne doch.
Aber geguckt werden muss und das machen jetzt die Insolvenzverwalter und im berechtigten Bedarfsfall stützt der Staat (also wir alle).
Den Betrieb Hackle müsste ich noch recherchieren, frage mich aber allen Ernstes, warum die während der Corona-Akutphase sich nicht auch ne goldene Nase verdient haben und wo die Kohle geblieben ist. Klopapier war auf Monate ja nicht zu kriegen und gezahlt wurde fast jeder Preis dafür.
Aber gut, hier gilt für mich letztlich genau das, was ich zu Goertz geschrieben habe.
Zitat von vultura im Beitrag #594Gorbatschow hat Fehler gemacht, die ihm Russlands Bevölkerung noch immer übel nimmt, verständlicherweise. ich habs oben erklärt
Es gibt auch andere Stimmen:
Ein junger Mann sagte dem ARD-Studio Moskau, von der Abschiedszeremonie hätte er nichts mitbekommen, wenn er sich nicht selbst darüber informiert hätte. Einige vermuten, dass der russische Staat die Trauerfeier aus Absicht klein gehalten habe.
"Ich bin zufällig hierhergekommen, aber es ist wirklich wichtig", sagte ein anderer Mann. "Denn mir scheint, dass wir uns hier nicht nur von diesem Anführer verabschieden, sondern auch von der Hoffnung auf ein freies Russland. Diese Hoffnung ist verschwunden, aber nicht mit ihm, sondern wohl schon lange vor ihm."
Es gibt andere Stimmen und bei mir entstand der Eindruck, dass ein (vielleicht nicht unerheblicher?) Teil der russischen Bevölkerung einfach nur traurig ist. Es gibt auch das Video weiter unten, wo die Menschen in der Schlange interviewt wurden. Für meine Begriffe ganz schön offen.
Z.B.: Albina: "Ja, das war die Luft der Freiheit" (nebst der Aussagen ihrer Begleiterinnen).
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #586Übrigens fand ich es mehr als beschämend, dass keiner unserer Politiker sich bei Gorbatschows Beerdigung sehen ließ. Gerade wir Deutschen haben ihm eine Menge zu verdanken
Es gab kein Staatsbegräbnis für Gorbatschow, also wohl auch keine offiziellen Einladungen. Zum wiederholten Male: Was es dagegen gibt, sind offizielle Einreisverbote für europäische Politiker:innen als Reaktion auf Sanktionen und eine Sperrung des russischen Luftraums für Flugzeuge aus "unfreundlichen Staaten". Vor diesem Hintergrund deutsche Politiker:innen zu kritisieren, dass sie nicht an der Beisetzung teilgenommen haben, finde ich wiederum beschämend.
A propos Kritik an Politiker:innen: Nachdem du dich über die Äußerung Baerbocks im Zusammenhang mit der Unterstützung für die Ukraine so echauffiert hast, dass du einen Verstoß gegen den Amtseid wittertest, wo bleibt deine Empörung über den AfD-Bundestagsabgeordneten und Sprecher für Europapolitik, Harald Weyel, der auf eine Bemerkung eines Parteikollegen, dass es im Winter wegen der drohenden Gaskrise "so dramatisch" werde, antwortete "Man muss sagen hoffentlich, oder?" und hinzufügte "Wenn's nicht dramatisch genug wird, dann geht es so weiter wie bisher."? Quelle
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von Sariana im Beitrag #591Es gab für Gorbatschow kein Staatsbegräbnis, das sagt viel über die Würdigung dieses Staatsmannes aus.
Das wurde im Keim erstickt. Bloß keine Wallung und ggf. eine Demonstration riskieren, die nur blutig niedergeschmettert werden könnte. Was für eine Massage dann an die restliche Welt?
Selbst - denke ich mal - ist es Gorbatschow völlig egal gewesen, ob er ein Staatsbegräbnis bekommen hätte oder nicht.
Ich bedaure, dass die westliche Welt die Einschläge nicht gemerkt hat. Ihm (und somit auch der russ. Bevölkerung) hätte viel mehr geholfen werden müssen.
So hätte auch sie, wie seinerzeit Deutschland, mit Demokratie nur Positives verbunden.
Und auch Selenskji ist der Meinung, nach dem Krieg bedarf es eines Marschallplans. Recht hat er.
Da kommt noch viel auf die westliche Welt zu und es wird sich dann zeigen, ob Demokratien nicht nur reden, sondern auch geballt handeln können.
Ich wünsch es mir sehnlichst und bin bereit, meinen Teil dafür zu erbringen, wie auch immer er aussehen mag. Schon meiner Nachkommen willen.
Chambord, von deutscher Seite wurde einiges getan. Der Abzug der sowjetischen Streitkräfte vom Gebiet der ehemaligen DDR wurde finanziell unterstützt, es wurden Wohnungen in der UdSSR gebaut, damit das Militär unterkam. Das war zu der Zeit als der Westen auch investierte in die Förderung von Öl und Gas, zusätzlich zu dem, was an Aufbauhilfe Ost geleistet wurde.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)