Zitat von Cerulean im Beitrag #5620Und warum sollten die Bürger nicht unzufrieden sein ? Der Denkfehler liegt darin, die Schuld in der jetzigen Regierung zu suchen. Das ganze Wirtschaftsystem ist krank, u d das schon seit vielen Jahren. Und jetzt kollabiert es halt.
Zitat von Mendo im Beitrag #5623Und man schaut tatenlos dabei zu, weil vor 10 Jahren falsche Entscheidungen getroffen wurden? Nimmt bürgerkriegsähnliche Zustände in Kauf?
Man könnte entgegenwirken. Aber da bräuchte es ganz andere Ansätze. Mehr Nachhagkeit, auch im ökonomischen Sinne. Das schmälert aber die Gewinne. Und ich sehe nicht das, das kommen wird.
Zitat von Cerulean im Beitrag #5620Und warum sollten die Bürger nicht unzufrieden sein ? Der Denkfehler liegt darin, die Schuld in der jetzigen Regierung zu suchen. Das ganze Wirtschaftsystem ist krank, u d das schon seit vielen Jahren. Und jetzt kollabiert es halt.
Wenn dem so wäre, wäre die Demokratie ganz am Ende gedacht, nichts anderes eine nette Worthülse.
Zitat von Cerulean im Beitrag #5627Man könnte entgegenwirken. Aber da bräuchte es ganz andere Ansätze. Mehr Nachhagkeit, auch im ökonomischen Sinne. Das schmälert aber die Gewinne. Und ich sehe nicht das, das ke kommen wird.
Es läuft letztlich alles darauf hinaus, dass große Teile der Bevölkerung keine Veränderung wollen. Oder wenn, dann jedenfalls nicht, wenn es sie selbst betrifft.
Ja, und wenn alle denken würden, da kann man halt nichts machen, Schuld sind immer die anderen und alle sind Dummköpfe oder Nazis, darf man sich auch nicht aufregen, wenn es zu immer mehr Krawallen kommt.
Die Schraube ist eben nicht unendlich zu drehen. Irgendwann ist Schluss bzw. die Schraube wird schräg gedreht, dann sitzt sie fest.
Russland legt schon mal die nächste Lunte.
Russland hat Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas zur Fahndung ausgeschrieben. Und sie ist nicht die einzige Politikerin im Visier Moskaus. In den betroffenen Staaten sind die Reaktionen gelassen.
Noch wird es "gelassen" gesehen; ich vermute anderes.
Wir werden nicht davor bewahrt (von keiner Regierung), dass wir obendrein sehr unsicheren Zeiten entgegensehen müssen.
Sowohl die USA als auch Russland haben bzw. werden die falsche Abbiegung nehmen, sollte D.T. noch einmal Präsident werden.
Zitat von Mendo im Beitrag #5630Ja, und wenn alle denken würden, da kann man halt nichts machen, Schuld sind immer die anderen und alle sind Dummköpfe oder Nazis, darf man sich auch nicht aufregen, wenn es zu immer mehr Krawallen kommt.
Nochmals: Mendo, was würdest du tun, um entgegenzuwirken?
Zitat von Chambord im Beitrag #5632Wir werden nicht davor bewahrt (von keiner Regierung), dass wir obendrein sehr unsicheren Zeiten entgegensehen müssen.
Sowohl die USA als auch Russland haben bzw. werden die falsche Abbiegung nehmen, sollte D.T. noch einmal Präsident werden.
Franzi, wenn intelligente und politisch interessierte Menschen diskutieren und zuhören, wieso verlassen dann Bundestagsmitglieder demonstrativ den Saal, wenn ein AFD-Politiker spricht?
Zitat von -franzi- im Beitrag #5634Das sehe ich auch so, leider.
Ich denke auch, dass die "Musik" ganz woanders gespielt wird und wir im Inneren versuchen, den Laden einigermaßen zusammen zu halten. Die PolitikerInnen machen ihre Arbeit und versuchen krampfhaft, Zukunftsorientierung zu geben. Denn es gilt, zukunftsweisend voranzugehen; so es eine Zukunft geben sollte.
Es ballt sich eben alles jetzt zu einem fast gordischen Knoten, der nicht einfach aufzulösen ist. Schwierig bei allem ist, die Bevölkerung mitzunehmen. Ich kann daher eine gewisse Überforderung auch anerkennen und nehme Ängste durchaus ernst. Das bedeutet aber nicht, dass ich andere deshalb bedrohe oder Eigentum beschädige.
Selbst nehme ich die Weltenlage so wahr, dass wir vor einer Neuaufstellung der Systeme stehen.
Autokratisch-diktatorische Staaten linsen auf Demokratien und deren Territorien (China auf Taiwain/Russland auf Europa und die USA halten sich zumindest bei Europa raus).
Und was bedeutet das? Ich denke, wir stehen vermutlich vor einem 3. Weltkrieg. So schlimm das klingt, aber es muss einer von den Paranoiatypen eine falsche Entscheidung treffen und schon haben wir den Salat. Dann kommt noch Nord- und Südkorea dazu (da wird ja auch seit Jahren mit den Säbeln gerasselt).
Bleibt nur offen, wie die Welt danach aussieht (atomverseucht?) und ob es noch was zum "Neuaufstellen" gibt.
Und natürlich steht es uns frei, innerländisch um Agrardiesel/Blühstreifen u.a. so zu zoffen, dass wir nicht mehr mitbekommen, was um uns herum überhaupt los ist.
Zitat von -franzi- im Beitrag #5634Das sehe ich auch so, leider.
Ich denke auch, dass die "Musik" ganz woanders gespielt wird und wir im Inneren versuchen, den Laden einigermaßen zusammen zu halten. Die PolitikerInnen machen ihre Arbeit und versuchen krampfhaft, Zukunftsorientierung zu geben. Denn es gilt, zukunftsweisend voranzugehen; so es eine Zukunft geben sollte.
Es ballt sich eben alles jetzt zu einem fast gordischen Knoten, der nicht einfach aufzulösen ist. Schwierig bei allem ist, die Bevölkerung mitzunehmen. Ich kann daher eine gewisse Überforderung auch anerkennen und nehme Ängste durchaus ernst. Das bedeutet aber nicht, dass ich andere deshalb bedrohe oder Eigentum beschädige.
Selbst nehme ich die Weltenlage so wahr, dass wir vor einer Neuaufstellung der Systeme stehen.
Autokratisch-diktatorische Staaten linsen auf Demokratien und deren Territorien (China auf Taiwain/Russland auf Europa und die USA halten sich zumindest bei Europa raus).
Und was bedeutet das? Ich denke, wir stehen vermutlich vor einem 3. Weltkrieg. So schlimm das klingt, aber es muss einer von den Paranoiatypen eine falsche Entscheidung treffen und schon haben wir den Salat. Dann kommt noch Nord- und Südkorea dazu (da wird ja auch seit Jahren mit den Säbeln gerasselt).
Bleibt nur offen, wie die Welt danach aussieht (atomverseucht?) und ob es noch was zum "Neuaufstellen" gibt.
Und natürlich steht es uns frei, innerländisch um Agrardiesel/Blühstreifen u.a. so zu zoffen, dass wir nicht mehr mitbekommen, was um uns herum überhaupt los ist.
Viele Jahre lang wurde doch 'das immer Gleiche' gewählt und gemacht. Das hat zu einem immensen Reformstau geführt. Dass der irgendwann abgebaut werden muss, war absehbar.
Wir können natürlich sagen: nicht jetzt und nur, wenn niemand eingeschränkt wird. Ist halt dann ein Anhäufen der Probleme mit noch höheren Kosten für die Gegenwart und die Zukunft. Denn es bedeutet: Subventionen ohne Ende in marode Strukturen jetzt PLUS die Kosten, die die Ergebnisse der Aufschieberitis später dann doch notwendig machen.
Das muss man sich leisten wollen und können.
Ich wage zu behaupten: die Opposition ist wahrscheinlich heilfroh, dass sie gerade nicht verantwortlich ist, in diesen Krisen Lösungen erarbeiten zu müssen
Zitat von Analuisa im Beitrag #5605Mendo, wie kommst du denn auf "niemand mehr"?
Das hatte Print doch behauptet. Und es scheint ja so zu sein - überall, wo er auftaucht, verärgerte Bürger. Und nein, das sind mit Sicherheit nicht alles Nazis und Rechtsradikale.
....
Nein, das habe ich NICHT behauptet!
Mir ging es darum dass es nicht an der Gesprächsbereitschaft von Politkern mangelt die ja immer wieder beklagt wird. Dass diese Angebot wie z.B. Bürgerdialoge aber immer öfter mit Krawall quittiert werden. Nicht immer und von allen aber ich finde man liest und hört davon immer häufiger, insbesondere in den letzten Wochen/Monaten.
Zitat von Neustart im Beitrag #5640Viele Jahre lang wurde doch 'das immer Gleiche' gewählt und gemacht. Das hat zu einem immensen Reformstau geführt.
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Ich wage zu behaupten: die Opposition ist wahrscheinlich heilfroh, dass sie gerade nicht verantwortlich ist, in diesen Krisen Lösungen erarbeiten zu müssen
Zitat von Neustart im Beitrag #5640Das muss man sich leisten wollen und können.
Vieles werden wir uns nicht mehr leisten können, weil an 1. Stelle unsere Wehrhaftigkeit in Europa steht.
Warum wohl wird schon über einen atomaren Schirm in und für Europa diskutiert?
Wir werden in den nächsten Jahren so viel in die Rüstung und Verteidigung stecken müssen, dass an anderer Stelle Geld fehlen wird.
Es sei denn, die Schuldenbremse wird gelöst.
Wir stehen vor der Entscheidung, was wir nachfolgenden Generationen hinterlassen wollen:
Ein Europa, das abschreckt und die Menschen in Sicherheit leben können und in der Lage ist, seine Schulden zu begleichen oder ein Europa, das heruntergewirtschaftet ist, in permanenter Unsicherheit lebt, weil rüstungsmäßig nicht vorgesorgt wurde und im Grunde marode ist.
Wäre es Letzteres, wird Russland einfaches Spiel haben.
Zitat von Mendo im Beitrag #5610Ja, woher kommt es denn, daß soviele unzufrieden sind? Ich meine, unter Merkel waren auch sehr sehr viele Bürger unzufrieden, es gab aber nicht ständig Demonstrationen, Streiks und Krawalle. Das kommt ja nicht aus dem Nichts, sondern hat Ursachen.
Das wird hier in mehreren Strängen seit Monaten diskutiert und es gibt viele Antworten darauf. Dass dabei viel den Grünen in die Schuhe geschoben wird, was eigentlich die Vorgängerregierungen verbockt haben, wurde schon mehrfach festgestellt. Und dass es ganz viele gibt, die sich durch die Medien aufhetzen lassen und tatsächlich gar nicht so richtig wissen, weswegen sie unzufrieden sind ... vermutlich wollen deshalb viele nicht darüber diskutieren, weil sie ihre "Gründe" dann davonschwimmen sehen.
Mein persönlicher Eindruck ist dass die Aggressionen seit Corona (und den damit verbundenen Protesten) noch häufiger geworden sind. Angefangen hat es für mich mit den Pegida Demos, die waren auch schon übel, zum Teil (Beschimpfungen, insbesondere von Journalisten). Irgendwie sind da an manchen Stellen Dämme gebrochen. Und irgendwas wird es diesen Menschen geben. Sowas wie Katharsis? Um es mal wohlwollend auszudrücken.
Aus Krawallprotest ziehe ich jedenfalls nicht die Schlußfolgerung dass diese Mittel nachvollziehbar ist oder dass damit das Anliegen an sich berichtigt ist. Um so berechtigter, je lauter und aggressiver - das ist einfach nicht richtig.
Zitat von Max im Beitrag #5644Naja, aber diejenigen, die viele Jahre das immer gleiche gewählt haben wollten das doch so, und nicht anders.
Die Zeiten der somnambulen Politbetreuung ist vorbei.
Wer das nicht erkennt, dem kann ich auch nicht helfen.
Würde die Opposition die Wahlen gewinnen, stünden sie vor den gleichen Problemen. Die lösen sich nicht innerhalb kürzester Zeit. Es wäre jetzt an der Zeit, sich mehr einzubringen. Aber was wird gemacht? Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. Vielleicht läuft es ja auch wieder auf eine GroKo hinaus. Schaun wir mal.
Zitat von Chambord im Beitrag #5648...Die Zeiten der somnambulen Politbetreuung ist vorbei...
Ja.
Aber das hätte meiner Meinung nach schon viel eher passieren müssen... aber egal... es ist eben wie es ist.
Egal finde ich es nicht, und wir können die Vergangenheit nicht mehr verändern, das heißt wir können nur in die Zukunft schauen und nur für die Zukunft etwas verändern. Aber richtig: dafür ist es mehr als Zeit.