So gut geht es Lidl, aber er macht etwas sinnvolles mit seinem Geld.
Der deutsche Ex-Lidl-Chef Dieter Schwarz finanziert der Schweizer Hochschule zwanzig Professuren während dreissig Jahren – in Zürich und in der deutschen Stadt Heilbronn.
Wir haben in Deutschland eine Überversorgung mit fast allen Lebensmitteln tierischen Ursprungs- aber bei Obst und Gemüse schaffen wir nur 10 bis 20 Prozent.
Zitat von SASAPI im Beitrag #5578Wir haben in Deutschland eine Überversorgung mit fast allen Lebensmitteln tierischen Ursprungs- aber bei Obst und Gemüse schaffen wir nur 10 bis 20 Prozent.
Genaue Gründe müsste ich auch googeln- hat aber ua damit zu tun, dass zb Tomaten das Lieblingsgemüse der Deutschen sind. Die werden aber kaum in Deutschland angebaut, sondern in der Regel aus Spanien, NL importiert.
Bei Weizen liegt der Selbstversorgungsgrad bei 107 Prozent. In 2022 wurden 10,5 Tonnen exportiert- aber 11 Millionen ukrainischer Weizen importiert. Der ist deutlich günstiger als der deutsche- was viele Bauern ärgert, sie werden ihren Weizen am Markt schlecht los- hat aber vermutlich politische Gründe. Irgendwie muss die Ukraine trotz Krieg Geld verdienen.
Zitat von SASAPI im Beitrag #5578Wir haben in Deutschland eine Überversorgung mit fast allen Lebensmitteln tierischen Ursprungs- aber bei Obst und Gemüse schaffen wir nur 10 bis 20 Prozent.
Ah interessant, woran liegts ?
Offensichtlich wird zu wenig Tier und zu viel Gemüse gegessen...
Ich bekenne mich schuldig. Aber vieles ist auch saisonal, und ich möchte nicht den ganzen Winter nur Kohl und Kartoffel essen. Und sowieso schmecken die norddeutschen Kartoffeln besser.
Dutzende Störer haben nach einer Veranstaltung zum Politischen Aschermittwoch in Schorndorf die Abreise der Grünen-Bundesvorsitzenden Lang behindert. Die Polizei griff ein. Reporter berichten von massiven Beleidigungen.
Mir tun diese Störer leid, die soviel Grünen-Hass in sich tragen...
Die „Versammlung“ in Biberach war gar nicht angemeldet. In Schorndorf erst nachträglich. Wo ist denn da nun der Unterunterschied zu den „Versammlungen“ der Letzten Generation und warum lässt das die Polizei und die Behörden durchgehen?
Zitat von Frau S im Beitrag #5557Natürlich ist das Höfesterben ein Verlust für uns alle, wir müssen dann noch mehr Nahrungmittel importieren. ...
Worauf begründest du diese Aussage? In dem Moment, in dem ein:e Landwirt;in auch nur andeutet eventuell aufzugeben, stehen Interessent:innnen in den Startlöchern um die Acker- und Weideflächen zu übernehmen und weiter zu bewirtschaften.
"Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist in den Jahren von 2020 bis 2023 um rund 3 % oder 7 800 auf 255 000 Betriebe gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zur "Internationalen Grünen Woche" in Berlin nach Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 mitteilt, hielt damit der Strukturwandel in der Landwirtschaft hin zu weniger, aber dafür größeren Betrieben an." Quelle
Neueste Studien in Deutschland haben ergeben, dass 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung gar keine Laktose brauchen um intolerant zu sein.
In einem Artikel der Lokalzeitungen Schorndorf/ Winnenden/ Waiblingen wird geschaut, wie die „Proteste“ in der Querdenker-Szene aufgenommen wird und dass diese doch erstaunlich viel über die „Proteste“ wusste. Für den Eskalationen war natürlich die Polizei verantwortlich. Schon klar. Protest gegen Grüne in Biberach eskaliert: Was wusste die Querdenker-Szene? https://www.zvw.de/baden-württember...ene_arid-775273
Von den "dummen" Bauern spricht hier niemand. Bauern sind Unternehmer und wenn sich der Hof nicht trägt, wird der Bauer entweder Nebenerwerbslandwirt oder er verpachtet/verkauft den Acker. Bei einer Bodenqualität von zwischen 15 und 35 Bodenpunkten muss er überlegen, ob es wirtschaftlich ist, den Boden zu bearbeiten. Im vergangenen Jahr gab es wetterbedingt Ernteeinbußen bis zum Totalverlust.
Freunde von mir haben vor Jahren ihre Hopfengärten verkauft, der Hopfenpreis war im Keller, zwei Ernten, die vom Jahr zuvor und die aktuelle, wurden mit Verlust verkauft. Das packt man nicht, da steckte ohnehin Familien- und Freundesarbeit für "Gotteslohn" drin. Die Brennerei wurde später ebenfalls aufgegeben, da der qualitativ hochwertige Schnaps keinen Gewinn einfuhr, es wurde nur das Geld gewechselt. Meine Freunde haben die Entscheidungen keine Minute bereut. Ihr Hof ist Heimstätte für drei Generationen, nicht zuletzt weil sie umgedacht haben.
Wenn ein junger Nachfolger auch noch Schulden bis übers Dach erbt, wie in dem Beitrag ... Ehrlich, mich macht es fassungslos, wenn hohe Kredite von Banken eingeräumt werden.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Das Problem sind nicht unbedingt die Banken- da bin ich eher fassungslos bei Immobilien, während des Booms waren hier 150 Prozent Kredite nicht unüblich. Da wackel ich mit dem Kopf, wenn schon von vorneherein über 30 Jahre zwei Vollzeitgehälter, fiktive Lohnsteigerungen eingerechnet, angesetzt werden...Zinsbindung während der absoluten Niedrigzinsphase 5 Jahre. Da gilt wirklich "Die Bank gewinnt immer ".- die Futtermittelhersteller geben auch Darlehen, wenn die Bank längst ablehnt. Da erbt dann der Übernehmer Belastungen, die jeden Umbau, jede Modernisierung verhindern. Fleißig und tüchtig allein reicht heute nicht mehr aus. Man muss sich in Finanzen, BWL...reinfuchsen, sonst geht man unter.
Zitat von Frau S im Beitrag #5590Die dummen, dummen Bauern aber auch. Sie müssten doch nur ihre Höfe verkaufen und könnten sich ein schönes Leben machen.
Hab ich was überlesen, wer hat das denn geschrieben?
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Da man - zumindest in Niedersachsen- die Heimlehre abgeschafft hat, dh, die angehenden Landwirte müssen den Lehrhof regelmäßig wechseln, auch die "Fachrichtungen", diverse Lehrgänge dazu gekommen sind, sind Landwirte, die ihren Hof aufgeben, auf Nebenerwerb umstellen und noch nicht Altenteiler sind, übrigens auf dem Arbeitsmarkt ganz gut unterzubringen. Völlig ohne Polemik.
Das Grundproblem ist doch: Die Zeiten haben sich geändert. Es gibt Dinge, die wir als Gesellschaft zahlen müssen- durch Zahlungen des Staates- und für die an anderer Stelle weniger gezahlt werden kann. Es möchte aber niemand zu der Gruppe gehören, bei der gespart wird.
Anstatt jetzt rumzurandalieren - mit Demo oder Versammlung haben Vorfälle wie in Biberach oder Schorndorf gar nichts zu tun- müsste eine gesellschaftliche Diskussion beginnen: Was können und wollen wir uns als Gesellschaft noch leisten? Fängt mit dem Agrardiesel an und hört bei der Finanzierung der Pflegeheime und Krankenhäuser auf. Aber mit Leuten, die nur "Dagegen" schreien kann man keine Diskussion führen.
Das wäre auch nicht anders, wenn wir plötzlich eine alleinregierende CDU/CSU im Bund hätten und schon gar nicht mit der AfD. Aber die Politiker der Opposition verhalten sich da auch ein Stück weit verlogen. Ich habe mir zb das Interview von Lauterbach bei Maischberger zum Thema Krankenhausreform angesehen. Wir haben eine Überversorgung mit Krankenhausbetten ( bundesweit gesehen),es gibt Krankenhäuser, die man, um überhaupt eine Grundversorgung in bestimmten Gegenden sicherzustellen, dringend braucht, die kämpfen aber mit der Insolvenz, andere sind "über", haben sich aber auf lukrative Dinge spezialisiert und verdienen gut. Das soll sich ändern. Es gibt genaue Regeln, was das jeweilige Bundesland für die Krankenhäuser zahlt, was die GKV zahlt, was der Bund aus Steuermitteln..aber die Länder erfüllen ihren Teil nicht. So wurde zb Hr Söder mit einem Ausschnitt einer Rede eingespielt, in der er laut erklärte, es würden in seinem Bundesland keine Krankenhäuser geschlossen. Auf gar keinen Fall! Na, dumm nur, dass Bayern zwar von allen Bundesländern noch am meisten an die Krankenhäuser im Land zahlt- nämlich 60 Prozent- aber auch nicht die vorgegebenen 100 Prozent ( die Länder müssen Investitionskosten zahlen).
Ich empfinde die Opposition da in vielen Fällen auch als nicht besonders konstruktiv.
Und das ständige Grünen Bashing ist unerträglich. Das Grundproblem liegt woanders- nicht nur, dass Strom und Gas deutlich teurer geworden sind, wir müssen aus fossilen Energien heraus, ob uns das nun gefällt oder nicht. Wenn irgendwann dauerhaft ganze Gebiete aufgrund zu hohem Grundwasserspiegel oder ständigen Extremwetterlagen mit Überschwemmungen unbewohnbar sind, hilft es auch nicht mehr, dauernd "Aber die Chinesen!" zu brüllen. Oder "fehlende Speicher für Strom aus EE!". Fürs Erste würde ja ein vernünftiger Netzausbau von Nord nach Süd ausreichen. Aber auch da wird dann wieder rumgemeckert. Diese NIMBY Haltung ist unerträglich.
Bitte, mir soll es egal sein. Im Norden Deutschlands zahlt man deutlich höhere Netzentgelte als im Süden- dafür muss ich mich nicht mit einer App rumärgern, die mich zum Strom sparen zu bestimmten Zeiten auffordert. Und wenn im Süden denn unbedingt die AKWs wieder in Betrieb gehen sollen, bitte, aber dann möge man den Müll bitte auch dort lagern und den hier im Norden eingelagerten Kram auch gleich abholen.
Es gibt für komplexe Probleme keine einfache Lösung, egal, worum es geht. Wer das erzählt, lügt. Weder haben wir plötzlich massig freien Wohnraum, wenn wir sämtliche Migranten des Landes verweisen würden oder niemanden mehr reinlassen noch hätten wir plötzlich unfassbar viel freie Staatsgelder, wenn man die Daumenschrauben beim Bürgergeld ansetzt. Ein Großteil der Bürgergeldempfänger sind Kinder und Jugendliche. Sollen die jetzt ab 12 Jahren ( das ist die niedrigste Altersgrenze im Gesetz für die Beschäftigung von Minderjährigen. Gilt in der Landwirtschaft. )ihren Lebensunterhalt zukünftig selbst verdienen und weitergehende Schulbildung gibt's nur für Kinder, die keine staatlichen Leistungen bekommen?
Mich macht fassungslos, dass immer wieder geschrieben wird: "man müsste mit den Menschen reden und ihnen zuhören" und wenn Politiker das machen und sich den Bürgern stellen, dann sieht das immer öfter so aus:
Bei einem Bürgerdialog empfangen Hunderte den Vizekanzler mit »Hau ab!«-Rufen und einem Pfeifkonzert: Robert Habeck zeigt sich betroffen über die immer aggressiveren Proteste. Es sei etwas ins Rutschen geraten.