Zitat von -franzi- im Beitrag #5517Ich habe es oben schon mal geschrieben: die fetten Jahre sind vorbei, und alle müssen sich einschränken. Bauern bekommen weniger Subventionen, Arbeiter weniger Lohn und so weiter – man hat weniger Geld in der Tasche und fühlt sich vielleicht von der Politik betrogen.
Nein, die ARbeiter bekommen nicht weniger Lohn. Sie bekommen nur nicht immer weiter im selben Tempo wie früher steigenden Lohn.
Das ist doch dasselbe wie in der Gesamtwirtschaft. Da geht das große Geheule los wegen zu niedriger Wachstumsraten. Das bei steigenden Erwerbstätigenzahlen, weniger Insolvenzen als unter Merkel etc.
Also nochmal: Es geht nicht um Rückgang von Wohlstand, sondern um geringeren Zuwachs von Wohlstand.
Agathe Bauern sind nicht nur "Arbeiter" ... das sind recht oft "Unternehmer" ... die haben "Betriebe und beschäftigen "Arbeiter"
und... In unserer aktuellen Gesellschaft formulieren es viele sehr, sehr deutlich, dass sie a) den Rückgang des ihres pers. "Wohlstandes" beklagen bzw. b)ihren aktuellen Wohlstand bedroht sehen und künftig Verluste statt Zuwachs erwarten.
Die Mittelstand beklagt, dass er Sorgen und damit verbundene Ängste hat... Zukunftsangst
Die Bauern sind recht deutlich, in ihrer Kritik und mit ihren Existenzsorgen... Europaweit... in Frankreich hat in den Vergangene Jahren wohl bereits jeder 2. Betrieb aufgehört... diese Bauern sind keine mehr! Diese landwirtschaftl. Betriebe gibt es heute nicht mehr... diese Arbeitsplätze und Familieneinkommen fallen weg!
Das ist ein Verlust! Ein Verlust für uns alle... und nicht nur an "Wohlstand"!
Version von 14.07 Uhr wiederhergestellt, Analuisa. Du hast Strangverbot, das bedeutet auch: keine Änderungen mehr an älteren Beiträgen!
https://www.sueddeutsche.de/politik/fran...igung-1.6342700 Die Franzosen haben ihre Proteste eingestellt. Und : Die Proteste nahmen ihren Anfang in den Gebieten, in denen EHD ausbrach. Eine Tierseuche. Die war der Grund für ein massenhaftes Höfesterben. Anders als in D gibt's nämlich keine Tierseuchenkasse.
Hast du vergessen zu erwähnen, Blondine.
Und "ein Verlust für uns alle" ist das Höfesterben nicht.
Zitat von Blondine im Beitrag #5511Das steht so in meinem Merkur aber nun wirklich nicht drin...
Dann musst du einen ganz persönlichen "Merkur" haben, das glaub' ich dir nicht.
Zitat von Blondine im Beitrag #5501 Ich hab das wohl zu verkürzt im Kopf gehabt und zusammengefasst.
Ja, hast du. Aber nachdem dir erklärt wurde, dass deine Angaben in #5474 falsch sind, hättest du das korrigieren können (und müssen). Wie hier zu Recht von anderen Usern gesagt wurde, sind Quellenangaben im Politikforum kein Luxus, sondern Grundlage für eine sachliche, faktenbasierte Diskussion. Siehe auch die "Besonderen Regeln für das Politikforum" die ich dir schon mehrfach verlinkt habe.
@Blondine, da du schon wieder einen Strang mit zigfachen Wiederholungen derselben Aussagen floodest (25 von 88 Beiträgen des heutigen Tages sind von dir) und damit eine sachliche Diskussion unmöglich machst, erteile ich dir einen erneuten Strangverweis ab jetzt für 24 Stunden. Du wolltest dich um dein RL kümmern, bitte mach das.
Analuisa
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/other...ben/ar-BB1ijrhY Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will zufolge den Bauern mehr Einfluss auf die Preise ihrer Produkte einräumen. »Das Hauptproblem der Landwirtschaft ist häufig, dass sie ihre Produktionskosten nicht weitergeben können. »Die Preise werden nicht von den Bauern gemacht, sondern von der abnehmenden Hand und der Zwischenverarbeitung, also den Schlachtereien, den Molkereien oder den großen Discountern.
Mal sehen, wie die Reform aussehen soll. Aber ich denke, das ist der richtige Ansatz. Ich bezweifle allerdings, dass das dem Bauernpräsidenten und Lobbyisten Rukwied gefallen wird...
Das ist ja das Problem mit einem Dauervorwurf: guter Ansatz (finde ich auch) geht unter im allgemeinen Ampel- oder Grünenbashing. Nicht zuletzt von Aschermittwochshelden aber das ist ja wohl Tradition.
Sowas geht unter, wird ignoriert oder benutzt um die Interessengruppen gegeneinander auszuspielen.
Es ist soooo einfach, aber Probleme werden damit eben auch nicht gelöst.
Die beklagte Nichtlösung von Problemen scheint mir zunehmend eine Dauerschleife zu werden. Ja, es gibt Probleme und da ist auch die Regierung gefordert! Aber eben nicht ausschließlich. Jeden Austausch mit einem "Die Probleme werden nicht gelöst" quittieren, das ist mir echt zu lapidar.
Wenn ich mir aus diesem link https://www.agrarheute.com/management/fi...ergleich-594082 vor allem die 2.Tabelle ansehe, dann wird m.E. nach deutlich: ein gerechtes Einkommen für Landwirte führt in jedem Fall auch über höhere Preise für Verbraucher. Wenn EU-weit deutlich mehr des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben wird als in D und bei uns eine Angleichung stattfindet, dann möchte ich diejenigen hören, die jetzt Verständnis äußern für die Bauernproteste 😉
Natürlich ist das Höfesterben ein Verlust für uns alle, wir müssen dann noch mehr Nahrungmittel importieren. Außerdem betreiben Bauern auch Landschaftspflege.
Frau S , das gilt nur mit Einschränkungen: Höfe mit tausend Schweinen oder mehreren tausend Hühnern fallen bei deiner Aussage schon mal raus, denke ich
Zitat von Neustart im Beitrag #5556Wenn EU-weit deutlich mehr des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben wird als in D und bei uns eine Angleichung stattfindet, dann möchte ich diejenigen hören, die jetzt Verständnis äußern für die Bauernproteste
Habe zwar für die anderen EU-Länder keine Zahlen parat, aber mir reichen schon die aus Deutschland.
Bundesweit fallen jährlich circa 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall an. Privathaushalte verursachen 61 Prozent, also den größten Teil davon.
Zitat von Neustart im Beitrag #5562Ich denke nicht mal, dass wir alle Tiermastbetriebe dieser Größe brauchen
Das denke ich auch nicht.
Die Menschen stellen sich um. Dauert noch, aber der Trend ist da.
Wohin dann mit dem ganzen Fleisch?
Der Umbau der Landwirtschaft steht ja - wenn ich das richtig verstanden habe - erst am Anfang. Da werden noch etliche Betriebe zumachen. Und das nicht nur, weil kein oder nicht mehr so hoher Bedarf besteht oder Preisdruck, sondern auch, weil der Nachwuchs etwas anderes mit seinem Leben vor hat und schlicht nicht da ist.
Zunehmender Preisdruck durch den Lebensmitteleinzelhandel, sinkende Fleisch- und Getreidepreise und fehlender Nachwuchs nennen die Bauern als Gründe.
Wird wohl darauf hinauslaufen, dass wir XY Großbetriebe und XY Klein(st)betriebe haben werden, die dann überleben können.
Auch ich bin dafür, dass Bauern ihre Preise festlegen dürfen. Dafür sollte sich ihr Verband einsetzen. Discounter u.a. können ja dann versuchen, Preisaufschläge zu machen. Bleibt abzuwarten, ob die Verbraucherschaft das mitmacht. Dann bleibt vermutlich ein Großteil in den Regalen und sie müssen sich was ausdenken. Haben eben Familie Lidl, Aldi usw. usf. mal ein bisschen weniger auf der hohen Kante.
Die Wertschöpfung aus sog. Grundnahrungsmitteln sollte eh mal überdacht werden.
Müssen sie an anderer Stelle "Kasse" machen und sich was ausdenken.
Zitat von print im Beitrag #5555Das ist ja das Problem mit einem Dauervorwurf: guter Ansatz (finde ich auch) geht unter im allgemeinen Ampel- oder Grünenbashing.
Diese Bashing geht mir mittlerweile am A. vorbei. Ich kenne genügend Bauern, die durchschauen, wer ihre Proteste instrumentalisiert und unterwandert.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Bauern erkennen, dass die Grünen eine zukunftsgerichtete Landwirtschaftspolitik machen, denn sie verschweigen nicht, welche Veränderungen dafür notwendig sind.
Schuldzuweisungen sind immer einfach, über mögliche Lösungen muss aber breit - wenn nötig auch in gesunder Streitkultur - gesprochen werden.
Extremisten sind nicht fähig, Lösungen zu erarbeiten, denn deren Ohren sind taub vor populistischer Selbstverblendung und Hass auf rationale und verantwortungsvolle Politik...
Dauervorwurf Je lauter protestiert wird, umso weniger Lösungen können gefunden werden. Und das macht mir nicht nur bei den Bauernprotesten Sorge. Wie soll denn in Zukunft eine vernünftige Politik aussehen ? Und vielleicht müssen auch mal unangenehme Entscheidungen mitgetragen werden. Und vielleicht wird auch nicht alles besser. Ich sehe nicht mehr wie das gehen soll.
Zitat von Brischa im Beitrag #5566Extremisten sind nicht fähig, Lösungen zu erarbeiten, denn deren Ohren sind taub vor populistischer Selbstverblendung und Hass auf rationale und verantwortungsvolle Politik...
Bei der AfD guckt die Landwirtschaft dann komplett in die Röhre, weil sie keine Subventionen mehr bekommen.
Zitat von Cerulean im Beitrag #5567Und vielleicht müssen auch mal unangenehme Entscheidungen mitgetragen werden
Da werden wir nicht nur, was die Landwirtschaft betrifft, einiges mittragen müssen.
Mit einem so aufgebrachten Haufen kann man auch nicht diskutieren. Das kann man sich schenken. Aber auch sie werden sich beruhigen, denn so kann man auf Dauer auch nicht weitermachen. Irgendwann muss man sich ja mal wieder um's Feld, Vieh und Bürokratie kümmern.
Zitat von Blondine im Beitrag #5551Bauern sind nicht nur "Arbeiter" ... das sind recht oft "Unternehmer" ... die haben "Betriebe und beschäftigen "Arbeiter"
Nimm Arbeiter als pars pro toto.
Zitatund... In unserer aktuellen Gesellschaft formulieren es viele sehr, sehr deutlich, dass sie a) den Rückgang des ihres pers. "Wohlstandes" beklagen bzw. b)ihren aktuellen Wohlstand bedroht sehen und künftig Verluste statt Zuwachs erwarten.
Die Mittelstand beklagt, dass er Sorgen und damit verbundene Ängste hat... Zukunftsangst
Das hatten wir doch schon x-mal: Wer AfD wählt ist mehrheitlich nicht niemand, der wirklich finanzielle Probleme hat - sondern jemand, der es befürchtet, wie (un-)realistisch auch immer das sein mag.
Zitat von Neustart im Beitrag #5556Wenn EU-weit deutlich mehr des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben wird als in D und bei uns eine Angleichung stattfindet, dann möchte ich diejenigen hören, die jetzt Verständnis äußern für die Bauernproteste 😉
Also ich habe nur bedingt Verständnis für die Proteste, wäre aber gleichwohl gerne bereit, 40 Ct/kg pro kg Fleisch mehr z.B. für Tierwohl zu bezahlen. Wenn es dann auch wirklich dafür verwendet wird.
Zitat von Frau S im Beitrag #5557Natürlich ist das Höfesterben ein Verlust für uns alle, wir müssen dann noch mehr Nahrungmittel importieren.
Nur 14% der landwirtschaftlichen Fläche in D wird direkt für menschliche Nahrungsmittel genutzt. Der Rest geht in Viehfutter und Biodiesel. Wenn man also Sorge hat, dass man zu viel importieren muss, könnte man auch an der Schraube drehen.