Manchmal verstehe ich die Problematik nicht. Es kann doch jede/r eine Patenschaft für Flüchtlinge übernehmen. Quelle Klar, manche, die selbst am Existenzminimum knabbern, können das nicht.
Wecker, du stellst mich vor ein Rätsel. In einigen Posts schreibst du von Ehrenämtern, von Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit. Dann wieder triefen deine Beiträge von Gehässigkeit.
Was ist gehässig daran, auf eine Möglichkeit aufmerksam zu machen? Ich habe ja nicht gefordert, das gesamte Asylwesen auf Freiwilligkeit umzustellen. Was Hrn. Hofreiter angeht: der Kurz-Clip ist leider alles, was ich im Internet fand. Ich habe aber ein Interview mit ihm in Erinnerung (aus dem wohl die Sequenz stammt), wo er dezidiert nach seinen Wohn- und Einkommensverhältnissen gefragt wurde. Da hat er noch Auskunft gegeben. Als die Frage kam, ob er denn Flüchtlinge aufgenommen habe, kam dann nur Herumgeeiere.
Man braucht nur Hofreiter und Flüchtlinge googeln, um zu sehen, wie sehr er sich da exponiert, daß alle was machen können / sollen / müssen - aber selber?
Ist es Gehässigkeit, sich selbst in Ehrenämter, Aufnahme von Flüchtlingen und Mitarbeit in Institutionen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einzubringen, aber trotzdem nicht zu allem ja und amen zu sagen?
Wirklich? Wer ist Peter? Inwieweit kennt er Paul? Welches Verhältnis besteht zwischen den beiden? Ist Paul der Sohn und Peter sein Lehrer? Oder sein Bewährungshelfer? Oder sein Arzt? Oder ist Paul schon etliche Male als Kleinkrimineller aufgefallen und Peter sein Richter? Oder sagt das genausowenig aus wie dezidiertes Lob für Paul von Lehrer / Chef... weil er tolle Arbeit geleistet hat?
Ich finde es problematisch, das "was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul." so generell zu akzeptieren. Wenn es denn völlig irrelevant ist - warum diskutieren wir hier? Lassen wir doch Paul Paul sein, kümmern wir uns nicht mehr drum, schauen wir, dass wir unseren eigenen Kuchen gebacken kriegen - und Paul den seinen. Ist es das, was wir wirklich wollen? Ich glaube, nein.
Off topic gelöscht. das Thema wurde bereits in aller Ausführlichkeit im Nachbarstrang erörtert. Analuisa
Wie aus dem Artikel ersichtlich wird, wird es wohl so schnell nichts werden mit der Verlagerung des Gütertransportes von der Straße auf die Schiene. Zum einen ist es die nationale Kleinstaaterei, die es nicht erlaubt, europaweit gültige Regeln und Standards für den Bahnverkehr zu haben. Zum anderen die klamme Regierung in D, die den Ausbau der Zulaufstrecken zum Gotthard- oder Brennerbasistunnel auf St. Nimmerlein verschiebt. Zitat "Dem Bahnausbau stehen in Deutschland bis 2030 nicht, wie erhofft, 45, sondern nur 27 Milliarden Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: Das viel kleinere Österreich (normalerweise gilt hier der Faktor eins zu zehn) steckt allein bis 2029 rund 21 Mrd. Euro in den Bahnausbau."
Ohne ausgebaute Zulaufstrecken - die für den Brenner Basistunnel derzeit nur grob geplant, aber noch nicht finanziert sind - sind die Tunnel nur milliardenteure Löcher. Ich frage mich: wo rinnen all die Steuermittel hin? Eine Entscheidung zum Brenner Basistunnel gab es zwischen D, Ö und Italien vor gut 30 Jahren - und jetzt stehen wir vor einem Scherbenhaufen, nix geht weiter und die LKW dieseln uns die Luft weg? Und das wird wohl noch 15 Jahre so bleiben?
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #5327Wecker, du stellst mich vor ein Rätsel. In einigen Posts schreibst du von Ehrenämtern, von Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit. Dann wieder triefen deine Beiträge von Gehässigkeit.
Merkwürdig.
Veto.
Ich bin auch nicht dafür, jedes Jahr 200.000 Flüchtlinge aufzunehmen. Das überfordert uns. Trotzdem spende ich regelmäßig für Flüchtlinge vor Ort . .
Zur Verlagerung des LKW-Verkehrs auf die Schiene : Klar wäre das sinnvoll, dürfte aber alleine von der Menge her illusorisch sein. Außerdem müsste umverladen werden, was Zeit und damit Geld kostet.
Warst Du schon mal überhaupt in der Nähe eines Logistik-Terminals? Weißt Du, wie genau *das Umladen* funktioniert? Ich bin mir sicher, dass dies nicht der Fall ist.
BBVelvet, zumindest bei der Arbeitslosenversicherung gibt es die sog. Pflichtversicherung auf Antrag, die allerdings nur unter bestimmten Bedingungen abgeschlossen werden kann. So entsetzlich teuer ist diese nicht- die Kosten liegen zwischen etwa 50 und 100 Euro monatlich. Die Höhe des ausgezahlten ALGs ist unterschiedlich und hängt von der Qualifikation des Selbstständigen ab. Ausserdem kann jemand, der aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit startet, einen vorhandenen Restanspruch einige Zeit vor dem Verfallen "retten"... Es macht ggfls schon einen Unterschied, ob man 987 Euro inkl Krankenversicherung erhält ( das ist etwa der unterste Satz) oder aufgrund Bedarfsgemeinschaft, irgendwelcher Vermögenswerte gar nichts ( beim Antrag auf Bürgergeld).
Zitat von Kunterbunt im Beitrag #5334Warst Du schon mal überhaupt in der Nähe eines Logistik-Terminals? Weißt Du, wie genau *das Umladen* funktioniert? Ich bin mir sicher, dass dies nicht der Fall ist.
Zitat von SASAPI im Beitrag #5336Ob auf LkW oder Schiene verladen wird, ist für die Verladung egal...
Ja... Container. Und die andere Richtung? ... wenn z.B. ich eine Fracht habe, die nach Übersee gehen soll, dann verpacken wir die nicht in einem Container sondern in Kisten. Diese Kisten werden dann mit einem LKW bei uns abgeholt, auf der Starße in ein Logisticzentrum (meist nach Hamburg) gebracht, wo sie dann erst in Container verpackt und auf das entsprechende Schiff verladen werden. Umgekehrt ist es bei uns genauso... falls mal eine Reparatur aus Übersee zu uns kommen sollte, wird die Sendung in Hamburg aus dem Container geholt auf einen LKW verladen und auf der Straße zu uns gebracht... und damit sind wir sicherlich nicht allein.
Also ich verstehe unter "LKW-Verkehr von der Straße auf die Bahn" bringen nicht nur Containerware, sondern auch alles andere was derzeit so per LKW unterwegs ist.
Ich habe im früheren Job ziemlich sperriges Gut transportieren lassen- wenn es ging per Bahn, wenn nicht, per LKW per Straße. Ein Bahnanschluss vom Produktionsort - Verladung also direkt aus der Halle auf die Schiene- war vorhanden. Von da aus wurde direkt zum nächsten Hafen- hier: Emden- transportiert. Es war auch möglich, in andere Richtungen zu transportieren, aber eben nicht überallhin bzw nicht komplett.
Die Strecken, die per LKW zurück gelegt werden mussten, waren deutlich teurer und benötigten mehr Vorlauf. Denn: Schwerlasttransport, konnte nur von wenigen Unternehmen durchgeführt werden, Überlänge, Überbreite, deshalb mit (kommerziellen) Begleitfahrzeugen, teilweise noch Polizei dazu, man musste bei jedem Landkreis auf der Strecke Genehmigungen einholen, Transportzeit in der Regel NUR zwischen 22 und 6 Uhr...
Wenn ein Unternehmen, wie es Jahrzehnte lang üblich war, weit ab von Bahnanschlüssen in einem Gewerbegebiet nahe der Autobahn angesiedelt ist, ist es natürlich schwierig. Was da per Schiene transportiert werden muss, aber eher nicht- es gibt Unternehmen wie zb VTG oder ITG, die da durchaus Lösungen finden.
Zitat von SASAPI im Beitrag #5335BBVelvet, zumindest bei der Arbeitslosenversicherung gibt es die sog. Pflichtversicherung auf Antrag, die allerdings nur unter bestimmten Bedingungen abgeschlossen werden kann. …
Danke, das weiß ich. Das ist aber ja nur ein Baustein der Frage, zu welcher staatlichen Vorsorge man Selbständige zwingen will. Was wiederum der Definition von Selbständigkeit entgegen steht. Bisher war es so, dass, wer selbständig war, selber definieren konnte, was und wieviel er vorsorgt. Für die spätere Rente, für schlechte Zeiten etc. Hat ja auch gut geklappt, ist ja nicht so, als würden alle Selbständigen im Alter Grundsicherung beantragen.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Zitat von luciernago im Beitrag #5333Zur Verlagerung des LKW-Verkehrs auf die Schiene : Klar wäre das sinnvoll, dürfte aber alleine von der Menge her illusorisch sein.
luciernago bezieht sich auf den Einzelwagenverkehr, den es braucht, damit die Bahn als Ersatz für LKW-Fahrten in Frage kommt. Und da schaut es in der Tat nicht gut aus.
Der Einzelwagenverkehr der DB ist defizitär. "858 Millionen Euro Verlust hat DB Cargo im vergangenen Jahr angehäuft, 442 Millionen gingen allein auf das Konto der Einzelwagen". Wen es genauer interessiert, kann hier mal reinlesen: DB Cargo - ein krankes System
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von Sariana im Beitrag #5017Am häufigsten ist mir in der Vergangenheit begegnet, dass es prinzipiell eine Ablehnung gegenüber Flüchtlingen gibt, selbst wenn sie deutscher Herkunft sind.
Ja, das war auch nach dem 2. Weltkrieg schon so - und das obwohl es ja deutsche Landsleute waren, bei denen man nicht von einer "fremden Kultur" sprechen konnte. Andererseits wurde damals in D - jedenfalls in den Städten - auch gehungert und viel Wohnraum war zerstört, es gab Zwangseinquartierungen. All das ist heute nicht der Fall.
Zitat von Wecker im Beitrag #5021Wie wäre es mit Bulgarien oder Griechenland (wo halb Europa gerne Urlaub macht, kann es ja nicht sooo schlecht sein, oder?
Der geringfügige Unterschied ist, dass Tourist*innen nicht in Lagern wie Moria untergebracht werden.
Zitat von Frau S im Beitrag #4966Wobei sich die Frage stellt, weswegen Flüchtlinge meist ohne Familie unterwegs sind? Warum lassen sie ihre Familien zurück?
Zitat von Liberta im Beitrag #4983In Deutschland fehlen Hunderttausende Arbeitskräfte. Warum sollte man Flüchtlingen, die die Voraussetzungen mitbringen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten und ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, "möglichst ungünstige Lebensbedingungen verschaffen"?
Das frage ich mich auch. Aber viele Menschen sind halt irrational.
ZitatWenn vergleichsweise hohe Geldbeträge, über die Flüchtlinge nach Belieben verfügen können, kein Pull-Faktor ist, sondern nur ein Märchen, warum überqueren sie dann sichere EU-Länder und ziehen bis nach Deutschland?
Ich finde nicht, dass die Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz hohe Beträge sind. Es ist weniger als Bürgergeld, und da versichern doch Bezieher*innen IMHO glaubwürdig, dass man damit grad so über die Runden kommt.
Die angeblich so sicheren Drittländer missachten teilweise ihre Pflichten und betreiben entweder teils gewalttätige Pushbacks, schrecken Flüchtlinge durch Elendsquartiere wie Moria ab oder schicken sie einfach weiter nach Deutschland, statt ihre Asylanträge anzunehmen und zu bearbeiten.
Zitat Und warum sind Flüchtlingsfamilien aus Eichswald, kaum dass dort Bezahlkaren eingeführt worden sind, weggezogen?
Weiß ich nicht, kenne die Fälle nicht. Was ich aber weiß: dass Korrelation und Kausalzusammenhang zwei paar Schuhe sind und was was ist, genauer geprüft werden muss, bevor man sich ein Urteil erlaubt.
Aber mal ne Frage: wenn doch die Bezahlkarten keine Schikane sind und die Menschen sich auch weiterhin adäquat versorgen können - warum sollten sie dann wegen der Einführung wegziehen? (Dürfen sie das überhaupt? Flüchtlinge müssen sich doch in dem ihnen zugewiesenen Kreis aufhalten?)
Zitat von SASAPI im Beitrag #5339... Ein Bahnanschluss vom Produktionsort - Verladung also direkt aus der Halle auf die Schiene- war vorhanden. Von da aus wurde direkt zum nächsten Hafen- hier: Emden- transportiert. Es war auch möglich, in andere Richtungen zu transportieren, aber eben nicht überallhin bzw nicht komplett...
Das ist hier alles still gelegt worden und längst nicht mehr in brauchbarem Zustand... Vor Jahren durchaus noch vorhandene kleine "Güterbahnhöfe" also meist nur ein Gleis und ein Gebäude um die Waren zu lagern bis ein Zug kommt, sind inzwischen abgerissen...
Einzig ein großer Autohersteller hier in der Gegend bringt wieder etwas vermehrt Güter auf die Schiene... dazu werden dann auch mal alte längst überwachsene Bahnstrecken auf einen Kosten wieder flott gemacht...
Ja, war hier ähnlich:). Die Bahnstrecke ist wieder flottgemacht worden, man braucht aber nicht zu glauben, dass darauf ein einziger Personenzug fahren würde:).
[quote=BBlueVelvet| Danke, das weiß ich. Das ist aber ja nur ein Baustein der Frage, zu welcher staatlichen Vorsorge man Selbständige zwingen will. Was wiederum der Definition von Selbständigkeit entgegen steht. Bisher war es so, dass, wer selbständig war, selber definieren konnte, was und wieviel er vorsorgt. Für die spätere Rente, für schlechte Zeiten etc. Hat ja auch gut geklappt, ist ja nicht so, als würden alle Selbständigen im Alter Grundsicherung beantragen.
[/quote] Für diverse freie Berufe gibt es die jeweiligen Versorgungswerke: z.B. Ärzte, Rechtsanwälte um nur mal zwei Gruppen zu benennen. Dort ist die Mitgliedschaft zwingend. Eingezahlt wird nach dem Jahreseinkommen aus dem Vorjahr. Vorzulegen ist der Steuerbescheid.
Zitat von Nocturna im Beitrag #5341... Der Einzelwagenverkehr der DB ist defizitär. "858 Millionen Euro Verlust hat DB Cargo im vergangenen Jahr angehäuft, 442 Millionen gingen allein auf das Konto der Einzelwagen". Wen es genauer interessiert, kann hier mal reinlesen: DB Cargo - ein krankes System
Danke für den Artikel nocturna, wir haben neulich im Kollegenkreis so etwas in der Art schon mal diskutiert, als die Spediteure und die Bahn streikten. In meiner Gegend fährt abellio, die Erfurter und die Südthüringenbahn. Die Erfurter fährt viel regionalen Güterverkehr, wir haben in Thüringen zwei an Bahngleise angeschlossene größere Gewerbezentren, die aber auch in unmittelbarer Nähe Autobahnanschlüsse haben. Für das neue Batteriewerk von CATL ist ein Bahnanschluss im Gespräch, denn wenn das mal zur Hochproduktion anlaufen sollte, ist der Autobahnanschluss unzureichend. Schon allein zu den Stoßzeiten bei Schichtwechsel ist dort komplett zu, wenn jeder PKW mit einer Person dort steht.
Sorry fürs OT.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Zitat von Wecker im Beitrag #5328... Ist es Gehässigkeit, sich selbst in Ehrenämter, Aufnahme von Flüchtlingen und Mitarbeit in Institutionen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen einzubringen, aber trotzdem nicht zu allem ja und amen zu sagen?
Nein, so etwas verstehe ich unter Demokratie. Und manchmal ist es ganz gut, wenn man jemandem, der unbequeme Fragen stellt, unvoreingenommen begegnet und sich selber hinterfragt. Es hilft einem auch selber Antworten auf Fragen zu finden, die man sich selbst nicht stellt, aber durchaus von anderer Seite kommen können und nicht immer wohlgemeint sind.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski