Als negatives Beispiel erwähne ich hier diese Upahl-Pläne... 400 Flüchtlinge in einen Ort mit 500 Einwohneren?... das KANN doch gar nicht funktionieren.
es wurden ja nach den letzten Meldungen knapp 180, aber das Vorhaben wurde durchexerziert. Wohl auch um keine Präzedenzfälle zu liefern.
in Bayern gab es im Januar jetzt ein Urteil: Das Verwaltungsgericht München hat am Freitag (19. Januar) einen Eilbeschluss bekannt gegeben, der Signalwirkung haben könnte. Das Gericht hat es dem Landratsamt vorläufig untersagt, der Gemeinde Greiling Asylbewerber zur Aufnahme und Unterbringung zuzuweisen und die Gemeinde zur Bereitstellung entsprechender Unterkünfte zu verpflichten.
na ja.... Wenn wie lt Gericht der Landkreis zuständig für die Unterbringung sei, dann läuft das wie in Rott am Inn...
Der Landrat Lederer hat am Tag NACH der Wahl dem dortigen Bgm. erklärt, der Landkreis habe eine Immobilie gemietet für das Ankerzentrum..
Und das lief so:
... Lederer hatte offenbar am 25. September die Unterschrift für den Mietvertrag als Landkreis-Oberhaupt geleistet. Und zwar gültig für fünf Jahre. .... Erst am Tag nach der Landtagswahl am 8. Oktober wurde der Rotter Bürgermeister Daniel Wendrock per Telefon von Lederer über das Vorhaben erstmals unterrichtet. Warum nur, das wollten viele wissen, gehe man so vor. Es handele sich doch nicht um einen Container mit 35 Menschen, sondern um bis zu 500 Menschen – vielleicht sogar noch mehr – in einem Dorf wie Rott? Der Landrat darauf: „Würde man den Bürgermeister im Vorfeld dieser Unterschrift informieren, würde der Mietvertrag nicht zustande kommen. Da habe man schlechte Erfahrungen gemacht.“
Zitat von noBarbie im Beitrag #4994Welche von den Nachbarländern Nordmazedoniens auf dem Westbalkan sind für dich "sichere EU-Länder"?
Wie kommst du jetzt auf "Nachbarländer Nordmazedoniens auf dem Westbalkan"? Meine Frage #4983: Wenn vergleichsweise hohe Geldbeträge, über die Flüchtlinge nach Belieben verfügen können, kein Pull-Faktor ist, sondern nur ein Märchen, warum überqueren sie dann sichere EU-Länder und ziehen bis nach Deutschland? war ganz allgemein gemeint und hatte mit Nordmazedonien gar nichts zu tun. Aber davon abgesehen:
Bevor Menschen aus Nordmazedonien nach Deutschland kommen, überqueren sie zwangsläufig mehrere sichere EU-Länder.
Als sichere Herkunftsstaaten gelten derzeit:
die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Ghana, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro, Republik Moldau, Senegal, Serbien
Sämtliche direkten Nachbarn Nordmazedoniens gelten also als sichere Herkunftsstaaten. Nordmazedonien selbst ist übrigens auch ein sicherer Herkunftsstaat.
Zitat von Wecker im Beitrag #5021Wie wäre es mit Bulgarien oder Griechenland (wo halb Europa gerne Urlaub macht, kann es ja nicht sooo schlecht sein, oder?
Bulgarien kenne ich nicht, aber Griechenland wäre sicher nicht schlecht. Allerdings:
Griechenland Abgelehnte Asylbewerber müssen theoretisch bis zur Abschiebung in Auffanglagern bleiben, dort gibt es ärztliche Versorgung. Faktisch leben viele abgelehnte Asylsuchende ohne Papiere und Unterstützung in Griechenland, Anspruch auf medizinische Versorgung haben sie in diesem Fall nicht, außer ihr Leben ist bedroht.
Zitat von Wecker im Beitrag #5021Wie wäre es mit Bulgarien oder Griechenland (wo halb Europa gerne Urlaub macht, kann es ja nicht sooo schlecht sein, oder?
Bulgarien kenne ich nicht, aber Griechenland wäre sicher nicht schlecht. Allerdings:
Griechenland Abgelehnte Asylbewerber müssen theoretisch bis zur Abschiebung in Auffanglagern bleiben, dort gibt es ärztliche Versorgung. Faktisch leben viele abgelehnte Asylsuchende ohne Papiere und Unterstützung in Griechenland, Anspruch auf medizinische Versorgung haben sie in diesem Fall nicht, außer ihr Leben ist bedroht.
Ach, die Kroaten übernehmen auch gerne noch länger die Drecksarbeit für Europa und prügeln die Migranten nach Bosnien zurück. Da gibt's noch mehr alte Müllkippen wie Vuciac, auf denen man Migranten in Zelten unterbringen kann. Hauptsache aus den Augen, aus dem Sinn.
Aber wahrscheinlich spielt jede einigermassen menschliche Behandlung von Flüchtlingen , der AFD in die Hände. Besonders wenn es dann noch Geld kostet. Und es ist so einfach der Regierung für die zunehmende Nazifizierung der Deutschen, die Schuld zu geben. Aber es sind nun mal verdammt schwierige Zeiten, und dafür machen die Ihren Job gar nicht mal schlecht. Aber dieses ewige Gemecker und diese ewige Jammerei, das bringen die Bürger ganz allein zustande. Und das bauscht sich dann auf und wird hochgepeitscht und das bringt die Stimmen für die Nazis.
Zitat von Wecker im Beitrag #5021Wie wäre es mit Bulgarien oder Griechenland (wo halb Europa gerne Urlaub macht, kann es ja nicht sooo schlecht sein, oder?
Bulgarien kenne ich nicht, aber Griechenland wäre sicher nicht schlecht. Allerdings:
Griechenland Abgelehnte Asylbewerber müssen theoretisch bis zur Abschiebung in Auffanglagern bleiben, dort gibt es ärztliche Versorgung. Faktisch leben viele abgelehnte Asylsuchende ohne Papiere und Unterstützung in Griechenland, Anspruch auf medizinische Versorgung haben sie in diesem Fall nicht, außer ihr Leben ist bedroht.
In Griechenland wurden 2022 2.788 Asylanträge pro Mio. Einwohner gestellt. Etwas mehr als in Deutschland. Aktuellere Zahlen habe ich leider nicht gefunden aber ich vermute dass sich das nicht dramatisch verändert hat seither.
Interessant sich auch andere Zielländer anzusehen, z.B. Bulgarien: 3.150. Ich finde es wichtig, nicht nur absolute Zahlen zu betrachten sondern im Verhältnis zur Einwohnerzahl.
Auch das immer wieder nur als "selbstinszeniertes Gemecker und Gejammer" abzutun spielt den Rechtsradikalen in die Hände. Könnte man auch mal drüber nachdenken.
Du hasst mich, ich mag das, ich lebe durch dich. (Böhse Onkelz)
Zitat von Cerulean im Beitrag #5039Aber es sind nun mal verdammt schwierige Zeiten, und dafür machen die Ihren Job gar nicht mal schlecht.
Das Problem ist, dass die Merkel-Regierungen ihren Job gar nicht gemacht haben. "Wir schaffen das!" war die Devise. Jetzt sind wir "von Wirklichkeit umzingelt". Aber noch immer nicht alle. *seufz*
Und ich würde ja denken, dass die Zynismen in diesem Strang nun auch keine Antworten auf alle möglichen Fragen sind bzw. eine Alternative aufzeigen ... sondern all das auch nur Ausdruck einer größeren Hilflosigkeit ist!
Ich kann jedenfalls zunehmend mit dem ständigen sarkastischen Fragen und Provokationen auch nicht anders umgehen, als den Usern doch eine gewisse "gefühlte Machtlosigkeit" zu unterstellen ...
Bedauerlich aber wohl wahr ... das Frustpotential 2024 ist nicht gerade geschrumpft!
Zitat von Blondine im Beitrag #5044Und ich würde ja denken, dass die Zynismen in diesem Strang nun auch keine Antworten auf alle möglichen Fragen sind bzw. eine Alternative aufzeigen,, sondern all das auch nur Ausdruck einer größeren Hilflosigkeit ist!
Ja da hast du recht . Zum Glück gibt es etwas Hoffnung durch die Demos für die Demokratie. Aber es gibt keine gute Alternative, weil wir es eben nicht schaffen. Verweichlicht und mit Erwartungen bis dorthinaus. Sofortige Wunscherfüllung ist notwendig um uns zufrieden zu stellen. Aber manche politische Lösungen brauchen eben etwas Zeit. Noch lange kein Grund den Faschisten wieder hinterherzulaufen.
Zitat von noBarbie im Beitrag #4998 Vielleicht hilft es weiter zu wissen, dass Upahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt, einem Bundesland, in dem die AfD erhebliche Zustimmungswerte hat, die durch solche indiskutablen Maßnahmen noch erhöht werden könnten.
@Kaffeesahne ich bezog mich darauf.
In McP ist nun mal die SPD an der Regierung. Wenn die Zustimmung wie noBarbie schreibt "durch solche Maßnahmen noch erhöht werden könnte" ist diese Maßnahme ja eine der SPD.
Das steht und fällt mit den Leuten, die das Planen. Wenn ich Ottilie Afdsympatisantin wäre, würde ich die Unterbringung und alle Maßnahmen anders planen als wenn ich an Hilfe und Integration interessiert wäre.
Die sind doch nicht dumm. Jeder dieser Planer weiß GENAU, was er da macht.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Zitat von Agathe13 im Beitrag #492775% der seit 2015 angekommenen männlichen Flüchtlinge sind, finde ich, nicht nur "einige", sondern viele.
Woher hast du die Zahlen ?
Sechs Jahre nach dem Zuzug sind unter den Ge- flüchteten 23 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer erwerbstätig, sieben Jahre und mehr nach dem Zuzug sind es 26 Prozent der Frauen und 76 Prozent der Männer (vgl. Abbildung A1)
Käme aber vielleicht schon darauf an, ob man überhaupt noch "frei" planen kann... oder eben gezwungen ist, so zu planen wie man es muss, damit es überhaupt einen Plan gibt. Irgendeine Lösung für ein Problem erscheint ja evtl. doch wenigstens etwas vorteilhafter, als gar keine Lösung!
Momentan scheint mir der Zwang zur Planung und zur Problemlösung schon recht drückend!
also ich schätze: ja Planer wissen was sie tun... und manche tun, was sie tun müssen ... damit sie überhaupt was tun ... so in etwa. "Untätigkeit" würde man nämlich auch kritisieren!
Gar keinen Plan zu haben... können sich so manche halt eben offiziell dann doch noch weniger leisten, als einen miesen Plan zu haben ... Misere!
Zitat von noBarbie im Beitrag #4994 Welche von den Nachbarländern Nordmazedoniens auf dem Westbalkan sind für dich "sichere EU-Länder"?
Wie wäre es mit Bulgarien oder Griechenland (wo halb Europa gerne Urlaub macht, kann es ja nicht sooo schlecht sein, oder?
Egal, wie schön dort ein Urlaub sein mag, wenn das Ziel im Nordwesten liegt, ist es einfach nicht sinnvoll, sich in Richtung Osten oder Süden auf den Weg zu machen.
ZitatRumänien oder Kroatien liegen ja auch nicht so weit weg. Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina sind EU-Beitrittskandidaten, bedeutet für mich, daß auch dort schön langsam friedlichere Zeiten mit wirtschaftlichen Aufschwung zu erwarten sein sollten.
Durch Länder, die mit illegalen Pushbacks gegen Flüchtlinge vorgehen, und damit gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen, ist wohl eine mindestens ebenso, wenn nicht noch schlechtere Idee, als in die falsche Richtung aufzubrechen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von noBarbie im Beitrag #5049 Egal, wie schön dort ein Urlaub sein mag, wenn das Ziel im Nordwesten liegt, ist es einfach nicht sinnvoll, sich in Richtung Osten oder Süden auf den Weg zu machen.
Erstens: warum verlässt man freiwillig Nordmazedonien oder Georgien? Von Krieg oder bürgerkriegsähnlichen Unruhen ist dort nichts zu hören. Zweitens: wenn ich mich schon auf den Weg mache: was kann ich bieten, um in meinem Zielland Aufnahme finden zu können? Welche Ausbildung, welche Fähigkeiten sind es? Ich meine, den Schritt, die Heimat zu verlassen, plant man ja nicht zwischen Kuchen und Kaffee, ein bissl was über die Chancen, dort angenommen zu werden, wo man hin will, und der Abgleich mit dem, was man zu bieten hat, kann man sich doch auch in Nordmazedonien ergoogeln. Drittens: es ist von vornherein klar, daß nur Deutschland oder Österreich in Frage kommen, alles andere ist unter jedem Anspruchsniveau? Und wenn von Barauszahlung auf Karte umgestellt wird, ist Deutschland Scheisse und man fährt erbost wieder heim? Viertens: wenn man heute solche Anspruchshaltungen akzeptiert, erweist man in meinen Augen all jenen eine Bärendienst, die wirklich Asyl brauchen. Von deutschem (und österreichischem - obwohl es das damals gar nicht gab) Boden aus wurden so viele Menschen vertrieben, die sich unter widrigsten Umständen Existenz und Wohlergehen aufgebaut haben - ohne Willkommenskultur, bereitgestellte Unterkünfte, Schulungen, Bargeld, Kleidung, Familiennachzug,.... es geht ja schon soweit, daß Asylanten in ihr Heimatland auf Urlaub zurückfahren, oder zur Hochzeit der Verwandtschaft.... Nein, so nicht mit mir. Wer Asyl braucht, soll und muß es haben. Aber genaue Prüfung, wer da von wo kommt ist in meinen Augen unerlässlich. Wer in Deutschland freie Arbeitsplätze rasch und ohne große Probleme ausfüllen (ich sage bewusst ausfüllen und nicht besetzen) kann sei willkommen. Wer Schafhirte ist, mag einen entspannenden, erfüllenden Beruf haben - aber die Qualifikation wird hierorts nicht nachgefragt. Nur weil man sich ein besseres Leben erwartet - das ist mir bei weitem zu wenig.