Zitat von Lilith10 im Beitrag #4959Ach @Agathe13 Dein selektives Mitgefühl finde ich einfach merkwürdig. Aber da hast du wohl Gründe für.
Ja, z.B. den, dass es bei Flüchtlingen um Leute geht, die nix mehr haben und meist ohne Familie unterwegs sind, dafür Ungewissheit, wie es weitergeht. Sie können wenig tun, um ihre existenziellen Probleme zu lösen.
Dagegen sind die Probleme wegen eines aktuell höheren Strompreises weder exitenziell noch schwer zu lösen.
Selektives Lesen scheint auch ein Problem. Außerdem tut es mir ja leid, das es so vielen Menschen auf der Weltt schlechter geht Aber trotzdem haben Menschen ohne Asylbezug auch Probleme und denen ständig zu sagen " ist alles kein Problem, denk nur an die vielen Menschen, denen es schlechter geht" läuft gerade ziemlich schief.
Und nein, ich meine nicht mich damit. Ich komm klar. Danke
Es gibt eine WDR-Reihe über Azubis im Handwerk https://www.ardmediathek.de/sendung/pass...HR1bmRoYXRsdWZ0 Schau ich bei Gelegenheit in der Mediathek. Da sind Geflüchtete darunter, u.a. in einer Folge ein Maurer, der Gesellenprüfung machen möchte. Als 15jähriger hat er sich aus Westafrika zu Fuß durch mehrere afrikanische Länder bis nach Libyen geschlagen. Von dort kam er mit einem der Mittelmeer-Schlepperboote nach Italien und von da nach Deutschland. Sein Weg zur Sprache und zum Beruf haben Jahre gedauert, aber er ist dran geblieben, und sein Meister wird ihm weiter helfen. Er war auch allein, und das hab ich mir höllisch schwer vorgestellt. Ich kenne auch einen Sack voll Geschichten der jungen Leute aus Nahost oder anderen Ländern der Welt. Es ist brutal schwer, die Familien zu verlassen und Hoffnungsträger/in (vor Jahren eine 18jährige Bosnierin aus dem Krieg, die es ganz grandios geschafft hat) zu sein.
Vor einem Urteil (!) bitte Geschichten anhören, um zu einem gerechteren Bild der Situation in dieser Welt zu kommen.
"Man muss dankbar sein, dass man überschätzt wird." Otto Schenk
Zitat von ganda im Beitrag #4977Als 15jähriger hat er sich aus Westafrika zu Fuß durch mehrere afrikanische Länder bis nach Libyen geschlagen..
Ja! Und wenn ich mir die 15jährigen aus meinem Bekanntenkreis so anschaue ... das sind Kinder! Und dann so eine Geschichte. Natürlich ist es nicht einfach, Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis aufzunehmen - aber wir könnten auch einiges mehr tun, um das zu bewerkstelligen. Integration ist keine Einbahnstraße und das gilt daher für beide Seiten.
Zitat von Frau S im Beitrag #4966Wobei sich die Frage stellt, weswegen Flüchtlinge meist ohne Familie unterwegs sind? Warum lassen sie ihre Familien zurück?
Zum Beispiel, weil sie ihre Kinder und Frauen nicht den Gefahren der Flucht übers Mittelmeer aussetzen wollen [...]
Wofür brauchen sie dann Schulranzen?
Zitat von noBarbie im Beitrag #4973Aber Integration von Geflüchteten in Arbeit und Gesellschaft sind ja leider nicht die Punkte, um die es Politik und Gesellschaft aktuell in erster Linie geht, sondern ihnen möglichst ungünstige Lebensbedingungen zu verschaffen [...]
In Deutschland fehlen Hunderttausende Arbeitskräfte. Warum sollte man Flüchtlingen, die die Voraussetzungen mitbringen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten und ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, "möglichst ungünstige Lebensbedingungen verschaffen"?
Zitat von noBarbie im Beitrag #4973[...] Märchen der angeblichen Pullfaktoren [...]
Wenn vergleichsweise hohe Geldbeträge, über die Flüchtlinge nach Belieben verfügen können, kein Pull-Faktor ist, sondern nur ein Märchen, warum überqueren sie dann sichere EU-Länder und ziehen bis nach Deutschland? Und warum sind Flüchtlingsfamilien aus Eichswald, kaum dass dort Bezahlkaren eingeführt worden sind, weggezogen?
Im Übrigen:
Erste Indizien dafür, dass die Bezahlkarte die Anzahl von Asylbewerbern reduzieren könnte, zeigen die Beispiele zweier thüringischer Landkreise: In den Kreisen Greiz und Eichsfeld hatten zwei CDU-Landräte Bezahlkarten eingeführt und von zahlreichen Ausreisen geduldeter Asylbewerber berichtet. Viele weitere hätten sich einen Job gesucht, wie der Landrat von Eichsfeld der NZZ sagte.
Die Landrätin von Greiz, Martina Schweinsburg, sagte dem ZDF in Bezug auf Flüchtlinge, die des Schutzes oder eben auch des Geldes wegen nach Deutschland kämen: «Nun trennt sich die Spreu vom Weizen.»
Zitat von Takamine im Beitrag #4980Eben. Das gilt auf jeden Fall für beide Seiten.
Wie sehen denn z. B. von deiner Seite die Bemühungen für eine gelingende Integration aus?
Und was geht Dich das an... wieso soll Takamine Dir das posten und sich outen... damit Du ihr einen Strick drehehn kannst ??? Takamine als Einzelperson muss nicht engagiert sein ... schon gar um hier eine Meinung haben zu dürfen ...bzw. Integration kann gelingen, wenn sie sich selbst zwar nicht bemüht aber eben auch nicht behindert! Und sie ist ja nicht diejenige, die sich integrieren muss... denn, sie ist das bereits. Anders rum ist das viel problematischer ... aber, andere integrieren zu wollen, die das selbst nicht aktiv angehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit!
Jeder kann und muss sich schon selbst integrieren...
Zitat von Liberta im Beitrag #4983Erste Indizien dafür, dass die Bezahlkarte die Anzahl von Asylbewerbern reduzieren könnte, zeigen die Beispiele zweier thüringischer Landkreise: In den Kreisen Greiz und Eichsfeld hatten zwei CDU-Landräte Bezahlkarten eingeführt und von zahlreichen Ausreisen geduldeter Asylbewerber berichtet. Viele weitere hätten sich einen Job gesucht, wie der Landrat von Eichsfeld der NZZ sagte. Die Landrätin von Greiz, Martina Schweinsburg, sagte dem ZDF in Bezug auf Flüchtlinge, die des Schutzes oder eben auch des Geldes wegen nach Deutschland kämen: «Nun trennt sich die Spreu vom Weizen.» Quelle
Klar, so macht man Stimmung. Wer weiß denn, wie sch** dort die Verhältnisse für die Flüchtlinge waren? Wie sie behandelt wurden? Möglicherweise war die Karte der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Zitat von Blondine im Beitrag #4984... Anders rum ist das viel problematischer ... aber, andere integrieren zu wollen, die das selbst nicht aktiv angehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit! Jeder kann und muss sich schon selbst integrieren...
Das sehe ich auch so.
Der Wille, sich in eine Gesellschaft zu integrieren muss schon da sein, ansonsten könnte sich die Gesellschaft "ein Bein ausreißen", es würde trotzdem nichts. Das Land DE ist meiner Meinung nach nur in der Pflicht Hilfen zu Integration (Sprachkurse, etc.) aber mehr eben nicht.
Dein letzter Satz sagt es ja schon: In Deutschland tut man nur das Nötigste und wundert sich dann. Ich frage mich, wie man sich integrieren soll, wenn einem von allen Seiten nur Ablehnung entgegenschlägt. Liegt das daran, dass die Deutschen letztlich doch sehr provinziell sind und nicht über ihren Tellerrand hinaussehen?
Zitat von Blondine im Beitrag #4984Takamine als Einzelperson muss nicht engagiert sein ... schon gar um hier eine Meinung haben zu dürfen
Hat das jemand behauptet? Nein.
ZitatIntegration kann gelingen, wenn sie sich selbst zwar nicht bemüht aber eben auch nicht behindert!
Das hieße doch im Umkehrschluss, dass Geflüchtete sich weniger bemühen müssten, wenn niemand ihre Integration behindert, oder?
ZitatUnd sie ist ja nicht diejenige, die sich integrieren muss... denn, sie ist das bereits.
Und das weißt du woher? Ist dir z.B. bekannt, ob sie nicht vielleicht in einer Gegend lebt, in der Integration überhaupt kein Thema ist?
Jedenfalls bin ich davon ausgegangen, dass Takamine, wenn sie betont, dass Integration von beiden Seiten ausgehen muss (wobei ich ihr zustimme), sie sich zu einer Seite zählt, und aufgrund ihrer Beiträge war meine Schlussfolgerung, dass sie nicht zur Seite der Geflüchteten und Migrant:innen gehört.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Blondine im Beitrag #4984... Anders rum ist das viel problematischer ... aber, andere integrieren zu wollen, die das selbst nicht aktiv angehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit! Jeder kann und muss sich schon selbst integrieren...
Das sehe ich auch so.
Der Wille, sich in eine Gesellschaft zu integrieren muss schon da sein, ansonsten könnte sich die Gesellschaft "ein Bein ausreißen", es würde trotzdem nichts. Das Land DE ist meiner Meinung nach nur in der Pflicht Hilfen zu Integration (Sprachkurse, etc.) aber mehr eben nicht.
Der Wille einer Gesellschaft, Fremde zu integrieren muss aber auch da sein . Sonst kann der Neuankömmling sich noch soviel anstrengen, das wird dann nichts mit der Integration.
Zitat von Cerulean im Beitrag #4990... Der Wille einer Gesellschaft, Fremde zu integrieren muss aber auch da sein . Sonst kann der Neuankömmling sich noch soviel anstrengen, das wird dann nichts mit der Integration.
Ja, natürlich.
Das eine ist das Land (DE)... das andere ist die Gesellschaft... bei der Gesellschaft sehe ich aber keine Verpflichtung die Basics (Sprachkurse etc.) zur Verfügung zu stellen... und... ich behaute jetzt einfach mal... der Wille Fremde in die Gesellschaft zu integrieren ist bei der Mehrheit der Menschen da... solange der/die Fremde auch offen dafür ist, und solange es sich einigermaßen die Waage hält.
Als negatives Beispiel erwähne ich hier diese Upahl-Pläne... 400 Flüchtlinge in einen Ort mit 500 Einwohneren?... das KANN doch gar nicht funktionieren.
Zitat von Max im Beitrag #4991 Als negatives Beispiel erwähne ich hier diese Upahl-Pläne... 400 Flüchtlinge in einen Ort mit 500 Einwohneren?... das KANN doch gar nicht funktionieren.
bei sowas frage ich mich auch immer, wer auf sowas kommt?
D konnte ja nun mehr als ein Jahrzehnt aktiv und intensiv Erfahrungen mit Migrationsfragen sammeln.
Zitat von noBarbie im Beitrag #4989Ist dir z.B. bekannt, ob sie nicht vielleicht in einer Gegend lebt, in der Integration überhaupt kein Thema ist?
Ich habe vor einiger Zeit Urlaub in Potsdam gemacht und habe während der ganzen Zeit nicht einen Flüchtling gesehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass für die Potsdamer Flüchtlinge und Integration überhaupt kein Thema ist.
Zitat von Liberta im Beitrag #4983... warum überqueren sie dann sichere EU-Länder und ziehen bis nach Deutschland? Und warum sind Flüchtlingsfamilien aus Eichswald, kaum dass dort Bezahlkaren eingeführt worden sind, weggezogen?
Alle ausgereisten Personen waren bereits vollziehbar ausreisepflichtig. Ihr Asylantrag wurde abgelehnt und sie waren nur noch geduldet. "Die meisten kamen aus Nord-Mazedonien, eine freiwillig ausgereiste Familie war aus Georgien." Hervorhebung von mir, Quelle
Welche von den Nachbarländern Nordmazedoniens auf dem Westbalkan sind für dich "sichere EU-Länder"? Und was es für die Betroffenen bedeutet freiwillig auszureisen, statt abgeschoben zu werden, bedarf ja wohl keiner Erklärung.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Max im Beitrag #4991bei der Gesellschaft sehe ich aber keine Verpflichtung die Basics (Sprachkurse etc.) zur Verfügung zu stellen... und... ich behaute jetzt einfach mal... der Wille Fremde in die Gesellschaft zu integrieren ist bei der Mehrheit der Menschen da... solange der/die Fremde auch offen dafür ist, und solange es sich einigermaßen die Waage hält. Als negatives Beispiel erwähne ich hier diese Upahl-Pläne... 400 Flüchtlinge in einen Ort mit 500 Einwohneren?... das KANN doch gar nicht funktionieren.
Dafür können aber die Menschen nichts, die dort untergebracht werden. Und wenn sich solche Pläne nicht verhindern lassen, wird es für die Einwohner doch nicht besser, wenn sie ihren Unmut an den Flüchtlingen auslassen.
Zitat von noBarbie im Beitrag #4989Ist dir z.B. bekannt, ob sie nicht vielleicht in einer Gegend lebt, in der Integration überhaupt kein Thema ist?
Ich habe vor einiger Zeit Urlaub in Potsdam gemacht und habe während der ganzen Zeit nicht einen Flüchtling gesehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass für die Potsdamer Flüchtlinge und Integration überhaupt kein Thema ist.
Wieso kannst du dir das gut vorstellen? Gibt es Berichte über die Verhältnisse dort, die das nahelegen?
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4992bei sowas frage ich mich auch immer, wer auf sowas kommt?
Vielleicht hilft es weiter zu wissen, dass Upahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt, einem Bundesland, in dem die AfD erhebliche Zustimmungswerte hat, die durch solche indiskutablen Maßnahmen noch erhöht werden könnten.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #4995... Und wenn sich solche Pläne nicht verhindern lassen, wird es für die Einwohner doch nicht besser, wenn sie ihren Unmut an den Flüchtlingen auslassen.
bisher habe ich von Upahl nur von Widerstand gegen die Politik gehört/gelesen... sind die Einwohner dort gegen die Menschen vorgegangen?
Zitat von noBarbie im Beitrag #4998 Vielleicht hilft es weiter zu wissen, dass Upahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt, einem Bundesland, in dem die AfD erhebliche Zustimmungswerte hat, die durch solche indiskutablen Maßnahmen noch erhöht werden könnten.
Wie meinst du das?
In McP ist Manuela Schwesig von der SPD Regierungschefin.