Zitat von SASAPI im Beitrag #4900Kik hat mittlerweile schon in Kleinstädte dritter Ordnung geschafft, das Beschaffungsproblem sehe ich nicht so dramatisch. Ich finde es unmöglich, anderen Leuten vorzuschreiben, was sie mit ihrem Geld machen dürfen und was nicht.
Zitat von noBarbie im Beitrag #4897Erst recht, wenn du sowieso schon schwer knappsen müsstest, weil du gerade Medikamente brauchst, die nicht unter die medizinische Grundversorgung fallen.
Dass du immer neue Fälle von Bedürftigkeit konstruieren wirst, war nicht anders zu erwarten. Übrigens: Habe eben bei nebenan.de nach Schulranzen gesucht. Drei Schulranzen zu VERSCHENKEN. Jetzt wird wohl wieder jemand kommen und mutmaßen, Schulranzen an Flüchtlinge zu verschenken sei "streng genommen illegal".
Zitat von SASAPI im Beitrag #4900Kik hat mittlerweile schon in Kleinstädte dritter Ordnung geschafft, das Beschaffungsproblem sehe ich nicht so dramatisch. Ich finde es unmöglich, anderen Leuten vorzuschreiben, was sie mit ihrem Geld machen dürfen und was nicht.
Aber das ist doch nicht ihr Geld…….das ist unser Steuergeld.
Zitat von noBarbie im Beitrag #4897Erst recht, wenn du sowieso schon schwer knappsen müsstest, weil du gerade Medikamente brauchst, die nicht unter die medizinische Grundversorgung fallen.
Dass du immer neue Fälle von Bedürftigkeit konstruieren wirst, war nicht anders zu erwarten. Übrigens: Habe eben bei nebenan.de nach Schulranzen gesucht. Drei Schulranzen zu VERSCHENKEN. Jetzt wird wohl wieder jemand kommen und mutmaßen, Schulranzen an Flüchtluinge zu verschenken sei "streng genommen illegal".
So erlebe ich das in der Praxis auch... Eltern verschenken solche Kindersachen sehr oft, weil sie sie dringend los werden möchten.
Zitat von Lilith10 im Beitrag #4902https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/eichsfeld/bezahlkarte-fluechtlinge-bilanz-100~amp.html
In Eichswald zieht der Landrat eine erste positive Bilanz bezüglich der Bezahlkarten. Da läuft das schon
Da sind auch die ersten "Flüchtlingsfamilien" schon weitergezogen...dahin, wo es keine Bezahlkarte gibt. Ja es gibt Menschen, die das missbrauchen, aber nicht alle. Und Anfang der 1990er gabs Gutscheine, die sind abgeschafft worden, weil die damals nur in bestimmten Geschäften galten und Aldi und Lidl waren da nicht dabei. Natürlich ist das gemacht um Leute abzuschrecken. Wie so vieles. Wir können noch so viel über Integration reden, so richtig gewollt scheint das nicht. Ok, Integration ist keine Einbahnstraße, stimmt auch wieder, aber ohne Sprachkurse geht eben vieles nicht. Und was die Ukrainer betrifft, da kommen nicht unbedingt "Hinterwäldler" aber die Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse dauert oft monatelang.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Zitat von Blondine im Beitrag #4856und ich weiß aber ganz sicher, dass Asylbewerber bundesweit durch das Bildungs- und Teilhabepaket einen Anspruch haben und auch für die Ukraineflüchtlinge gilt. ...
Aus dem von dir verlinkten Ratgeber: Für die Gewährung des Schulstarterpakets müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie erhalten Bürgergeld (ehemals Arbeitslosengeld II) oder sind nach SGB II, SGB XII oder dem BKKG anspruchsberechtigt
Und Geflüchtete aus der Ukraine sind keine Asylbewerber:innen.
wie extrem schwer ist es denn, zu akzeptieren, dass auch Kinder von Asylbewerbern in unserem Staat nicht benachteiligt werden und ab einem bestimmten Monat der Schulpflicht unterliegen und gerade deswegen eben u.a. auch Leistungen dazu beantragen können... sie bekommen also Geld für Schulsachen oder eben auch z.B. für Klassenfahrten, Schulessen, Sport oder Nachhilfe. ... und übrigens oft auch wenn sie volljährig sind... bis zu einem Alter 25 Jahre ist u. U. das möglich! Fällt unter Leistungen für Bildung und Teilhabe.
Und dass das eben auch für Kinder aus der Ukraine gilt ... auch wenn die einen anderen Status genießen.
Zitat von Blondine im Beitrag #4896Und wo in Bayern möchtest Du denn wohnen, dass es so völlig unmöglich und ganz undenkbar ist, zu einem Discounter zu fahren ... wo soll der Ort mitd er Asylunterkunft denn sein, dass man dort keinen Aldi, oder Lidl oder keine Norma oder sonst einen laden erreichen könnte... mit öffentlichen Verkehrsmitteln ???
Dass Erstunterkünfte gerne auf die grüne Wiese gesetzt werden, ist in Bayern nicht der Fall? Und können dort Asylbewerber:innen kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren?
das ist in meiner Nachbarschaft so gewesen... direkt auf die grüne Wiese ... 200 Meter neben der Bushaltestelle... in Laufweite zum Ortskern mit diversen Geschäften ... in Laufweite zur S-Bahn... und ja der Asylhelferkreis hat allen, die es wollten ein gebrauchtes Fahrrad organisiert. Auch Kindern. Für die Wartung und Reparatur dieser gibt es auch einen Ehrenamtlichen ... auf eine bestimmte Zahl von Asylbewerber kommt ein Freiwilliger vom Asylhelferkreis, das sind oft Senioren, die fahren Asylbewerber auch mit dem privaten Kfz mal zu einer Behörde oder zum Arzt. Man kümmert sich auch um Medikamente... organisiert das, so nötig.
So ist es in so vielen Dörfern hier.. dort wo man die Container auf die grüne Wiese gestellt hat, gibt es so ein Engagement. Die Kinder kommen mit schönen Schulsachen zur Schule und haben Ansprechpartner! Bayern 2024
Vielleicht ist es nicht überall so organisiert... aber recht oft sind die Rahmenbedingungen nicht wirklich derart problematisch, wie sie hier im Strang gerne gezeichnet werden! In meinem Umfeld gibt es zu jeder Unterkunft einen Helferkreis Asyl und es ist nirgends so, dass man nicht auch gut klarkommen könnte. ich hab jetzt doch den Eindruck, dass man in Bayern tatsächlich darauf achtet, dass es doch o.K. und annehmbar ist.
Ja... auch dort wo Bayern grün ist und es viele Kühe gibt, wollen die Leute einen Bus, wollen die Leute was einkaufen, wollen die Leute ihre Kinder in Schulen schicken... und organisieren das dann doch möglichst oft so ... das es für alle irgendwie funktionieren kann.
Zitat von Lilith10 im Beitrag #4902In Eichswald zieht der Landrat eine erste positive Bilanz bezüglich der Bezahlkarten. Da läuft das schon
Da sind auch die ersten "Flüchtlingsfamilien" schon weitergezogen...
Kann ich voll nachvollziehen :
Die Bezahlkarte biete einen Anreiz zu arbeiten und sich so auch besser zu integrieren. Wer einer Arbeit nachgeht, bekommt sein Geld weiter ausbezahlt - also die Leistungen laut Asylgesetz plus den Verdienst, der damit teilweise verrechnet wird.
Ich wüsste mal gerne - und das meine ich nicht provokativ, sondern es interessiert mich wirklich: Wieso müssen die Leute einen "Anreiz" zum Arbeiten bekommen, wieso kann man sie nicht verpflichten, für Geld eine Gegenleistung zu erbringen?
Ist doch fraglich, warum es in anderen Ländern viel höhere Arbeitsquoten ( in diesem Falle für Ukrainer) gibt, als hier. Ich denke nicht, daß alle in allen anderen Ländern mit ukrainisch oder englisch in Arbeit kommen
Zitat von Lilith10 im Beitrag #4902https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/eichsfeld/bezahlkarte-fluechtlinge-bilanz-100~amp.html
In Eichswald zieht der Landrat eine erste positive Bilanz bezüglich der Bezahlkarten. Da läuft das schon
Da sind auch die ersten "Flüchtlingsfamilien" schon weitergezogen...dahin, wo es keine Bezahlkarte gibt.
Na ja, einige sind auch in Arbeit gekommen. Und das ist doch die beste Att der Integration. Für alle Beteiligten. Also ist das in dem Falle wohl nicht schwarz/weiß zu sehen.
Ich kann nur für meinen Bereich Gründe aufzählen. Ein absolutes KO Kriterium für eine Arbeitsaufnahme ist ein fehlender PKW und/oder ein fehlender Führerschein. Unabhängig von Nationalität, Ausbildung oder Branche. Beides kann mitunter gefördert werden, aber nur in sehr engen Grenzen. Nicht so,wie es nötig wäre. In sehr vielen Fällen ist eine fehlende Kinderbetreuung das Problem. Auch das trifft alle gleichermaßen. Und ein großes, wenn nicht das größte Problem sind nicht genügend Deutsch und Integrationskurse. Es gibt einfach nicht genügend Personal bei den Trägern, um den Bedarf zu decken. Wobei ich die Ukrainer:innen von allen hier lebenden Nationalitäten am unkompliziertesten erlebe. Dass sie auch Tätigkeiten außerhalb/unterhalb ihrer Qualifikation aufnehmen, ist normal.
Zitat von Blondine im Beitrag #4896Wenn man bedenkt, dass wir hier über Menschen schreiben, die es schaffen Länder und Kontinente zu durchreisen und es über tausende Kilometer und Ozeane hinweg nach Deutschland schaffen... würde ich mal stark vermuten der jährliche Unterhosen und Sockenkauf in Bayern ist weniger fordernd!
Mit diesem "tollen" Argument kann man so ziemlich alles rechtfertigen, auch jede Schikane und Demütigung - auf der Balkanroute oder in Weißrussland im Wald ist es noch schlimmer, und da haben sie ja auch überlebt.
Zitat von SASAPI im Beitrag #4916Ich kann nur für meinen Bereich Gründe aufzählen. Ein absolutes KO Kriterium für eine Arbeitsaufnahme ist ein fehlender PKW und/oder ein fehlender Führerschein. Unabhängig von Nationalität, Ausbildung oder Branche. Beides kann mitunter gefördert werden, aber nur in sehr engen Grenzen. Nicht so,wie es nötig wäre. In sehr vielen Fällen ist eine fehlende Kinderbetreuung das Problem. Auch das trifft alle gleichermaßen. Und ein großes, wenn nicht das größte Problem sind nicht genügend Deutsch und Integrationskurse. Es gibt einfach nicht genügend Personal bei den Trägern, um den Bedarf zu decken. Wobei ich die Ukrainer:innen von allen hier lebenden Nationalitäten am unkompliziertesten erlebe. Dass sie auch Tätigkeiten außerhalb/unterhalb ihrer Qualifikation aufnehmen, ist normal.
Das ist in Polen, Tschechien und Dänemark alles nicht so ?
Zitat von Liberta im Beitrag #4903Übrigens: Habe eben bei nebenan.de nach Schulranzen gesucht. Drei Schulranzen zu VERSCHENKEN.
Warum nicht die Leistungen nochmal um ein paar Hundert Euro kürzen - sollen sie doch zur Tafel gehen. Da gibt es alles für 1 Euro. Natürlich nur, wenn alles gutgeht. Aber in MOria isses viel schlimmer, und da überleben sie doch auch.
Zitat von Blondine im Beitrag #4909wie extrem schwer ist es denn, zu akzeptieren, dass auch alle Kinder von Asylbewerbern in unserem Staat nicht benachteiligt werden und ab einem bestimmten Monat der Schulpflicht unterliegen und gerade deswegen eben u.a. auch Leistungen dazu beantragen können... sie bekommen also Geld für Schulsachen oder eben auch z.B. für Klassenfahrten, Schulessen, Sport oder Nachhilfe. ... und übrigens auch wenn sie volljährig sind... bis zu einem Alter 25 Jahre ist das möglich! Fällt unter Leistungen für Bildung und Teilhabe.
Zitat von Liberta im Beitrag #4903Übrigens: Habe eben bei nebenan.de nach Schulranzen gesucht. Drei Schulranzen zu VERSCHENKEN.
Warum nicht die Leistungen nochmal um ein paar Hundert Euro kürzen - sollen sie doch zur Tafel gehen. Da gibt es alles für 1 Euro. Natürlich nur, wenn alles gutgeht. Aber in MOria isses viel schlimmer, und da überleben sie doch auch.
Ach bitte. Wie war das noch mit Verivox? Und jetzt werden mögliche Hilfen hier von dir abgebügelt. Was denn nun ?
Zitat von Liberta im Beitrag #4912Die Bezahlkarte biete einen Anreiz zu arbeiten und sich so auch besser zu integrieren. Wer einer Arbeit nachgeht, bekommt sein Geld weiter ausbezahlt - also die Leistungen laut Asylgesetz plus den Verdienst, der damit teilweise verrechnet wird.
hervogehoben von mir
Dumm nur, dass ein Gutteil der Leute, um die es hier geht, gar nicht arbeiten darf. Und niederträchtig zu suggerieren, dass so eine Motivation zur Arbeit ja bitter nötig wäre.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #4913Ich wüsste mal gerne - und das meine ich nicht provokativ, sondern es interessiert mich wirklich: Wieso müssen die Leute einen "Anreiz" zum Arbeiten bekommen, wieso kann man sie nicht verpflichten, für Geld eine Gegenleistung zu erbringen?
Frag doch eher, warum es so dargestellt wird, als müsse man sie zwingen oder motivieren, statt zur Kenntnis zu nehmen, dass die meisten gern arbeiten würden.