Die Rede war von Schulranzen. Aber es fängt schon wieder die übliche Verdreherei an. Zu meinen, andere wären blöd und würden diese "linke" Art zu diskutieren nicht durchschauen, ist fast immer ein Fehler.
Sorry, aber ich habe noch nie einen Basar für Schultornister gesehen oder davon gehört, aber ich lebe auch nicht in Bayern. Hier in der Gegend finden Basare tatsächlich vorwiegend in der Vorweihnachtszeit statt.
Aus Versehen zu früh abgeschickt, deshalb der Nachtrag: Die Tornister waren nur ein Beispiel für den Umgang der bayerischen Regierung mit Asylbewerber:innen. Hast du auch eine Meinung zu der "Härte" der Bezahlkarte?
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Ich vermute, dass sich auch kleine Läden für den täglichen Bedarf auf die Bezahlkarte einstellen werden. Bei Supermärkten/Discountern sollte es sowieso kein Problem darstellen.
und ich weiß aber ganz sicher, dass Asylbewerber bundesweit durch das Bildungs- und Teilhabepaket einen Anspruch haben und auch für die Ukraineflüchtlinge gilt. Schulstarterset und Schulgeld werden unproblematisch bezahlt ... gilt übrigens auch für Lehrlinge... Jugendliche und junge Erwachsene im Bürgergeld... und der Link sollte Euch nur helfen, das rausfinden zu können, so ihr Infos benötigt.
Im Übrigen gibt es in Bayern aber auch immer diese Schulstartaktionen, wo Kindern die mit Schulmaterial vollgepackten Schulranzen Jahr für Jahr geschenkt werden... daran mangelt es nicht so wirklich, da packt die junge Union, genauso wie der Rotarierclub oder der Helferkreis Asyl, oder Tafeln und sogar Ämter ... Schulbesuch wird wirklich von vielen, vielen Seiten so gerne unterstützt! Und gerade Kinder auch. Also, das Problem mit dem Kinderwagen ... Babybetten oder Fahrrädern hat man auch nicht so heftig... dafür sorgen die Helferkreise, Kleiderkammern usw.
In Bayern werden die Schulbücher übrigens auch komplett von den Schulen gestellt... und oft und weitgehend die Schulwegkosten übernommen, Busfahrkarten gibt es also in vielen Fällen für Schüler schon auch gestellt, so es sie bräuchte.
Und ganz richtig... Aldi ... Lidl und auch die 1-Euroläden haben Jahr für Jahr tolle Schulaktionen, da bekommt den ganzen Bedarf neu... die Ranzensets, Hefte, Kunst und Sportsachen für super günstiges Geld .... komplett eingerichtetes Federmäppchen z.B. 4 Euro ... und dort haben sie immer Kartenzahlsysteme.
Also, diese 174 Euronen sind durchaus großzügig und angemessen, die es da so gibt ... denn der Personenkreis, der diese Bezahlkarte bekommen wird, findet in Bayern doch so vieles an Hilfen vor!
Ja, was kann ich beitragen, meine eigenen Kinder duschten auch ganz selbstverständlich mit dem 40Cent Duschgel von Rossmann oder lernten schreiben mit dem 2 Euro-Füller von Aldi und dem Dutzend Bleistiften für 1 Euro aus dem 1 Euroshop ... und hatten trotzdem eine gute Kindheit. Den tägliche Bedarf, es gibt ihn auch 2024 günstig und schön für wenig Geld!
Das Problem ist also nicht gar so "heftig,"... wie dargestellt... in Bayern kommt man mit Kartenzahlung schon auch hin.
pers. Erfahrungswert... als ich nach den ersten Grundschuljahren die Schulranzen meiner Kinder ersetzte, habe ich die gebrauchten Sachen nach Afrika gespendet, über eine Sammelaktion... dort freuen sie sich noch über gebrauchte Schultaschen oder Sportbeutel ... hier in Bayern gehen die auf den Flohmärkten nicht gerade wie warme Semmeln über den Tisch ... und wenn, dann kaufen die Leute Schul-Second- Hand recht oft eher aus "Ökogründen" ... nicht weil sie sparen müssen, sondern weil sie weniger Plastik für die Umwelt möchten!
Zitat von noBarbie im Beitrag #4841Aber richtig übel wird es, wenn Geflüchtete z.B. bei der Einschulung ihrer Kinder den Tornister nicht mehr über Internet-Plattformen wie ebay-Kleinanzeigen kaufen, sondern in Kleinstädten im einzigen Fachgeschäft nur teure Markenware bekommen können [...]
Ein paar Klicks bei eBbay und man findet für 10 Euro einen Schulranzen inkl. Sportbeutel, Federtasche und Portemonnaie. Von monatlich 50 Euro Bargeld wird alle Jubeljahre wohl auch ein Schulranzen für 10 Euro drin sein.
Was allerdings "richtig übel" ist, sind deine permanenten Versuche, "Mitlesende" zu beeinflussen und sie in eine ganz bestimmte politische Richtung zu lenken.
Theoretisch schon. Aber wen stört das schon. Wichtig ist doch zu betonen, dass der Migrant sich den Schulranzen fürs Kind gefälligst vom Bargeld abzusparen hat. Am Ende kommen sie sonst noch wegen der finanzierten Schulranzen her.
Zitat von Blondine im Beitrag #4856und ich weiß aber ganz sicher, dass Asylbewerber bundesweit durch das Bildungs- und Teilhabepaket einen Anspruch haben und auch für die Ukraineflüchtlinge gilt. ...
Aus dem von dir verlinkten Ratgeber: Für die Gewährung des Schulstarterpakets müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie erhalten Bürgergeld (ehemals Arbeitslosengeld II) oder sind nach SGB II, SGB XII oder dem BKKG anspruchsberechtigt
Und Geflüchtete aus der Ukraine sind keine Asylbewerber:innen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Liberta im Beitrag #4858Ein paar Klicks bei eBbay und man findet für 10 Euro einen Schulranzen inkl. Sportbeutel, Federtasche und Portemonnaie. Von monatlich 50 Euro Bargeld wird alle Jubeljahre wohl auch ein Schulranzen für 10 Euro drin sein.
Zitat von Liberta im Beitrag #4861Dann muss man eben jemanden finden (einen Nachbarn Z.B.), der die eBay-Transaktion für einen abwickelt.
Da werden die Nachbarn Spaß haben, die neben einer Sammelunterkunft wohnen.
Nach meiner Erinnerung hat man vor zwanzig oder dreißig Jahren schonmal versucht, Sach- statt Geldleistungen bereitzustellen. Und damit ein ressourcenfressendes bürokratisches Monster geschaffen.
Es ist durchaus denkbar, dass der jetzige Ansatz insgesamt besser funktioniert. Aber wenn es auf ein Konstrukt hinausläuft, das den Schulranzenkauf übermäßig verkompliziert, dann ist es ein Schuss in den Ofen.
Geldtransfer ins Ausland läuft in der Regel über diverse Dienstleister. Das ganze Ding ist nichts weiter als Wahlwerbung. Wobei ich gespannt bin, ob die härteren bayrischen Regeln vor Gericht bestand haben werden.
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #4867Nach meiner Erinnerung hat man vor zwanzig oder dreißig Jahren schonmal versucht, Sach- statt Geldleistungen bereitzustellen. Und damit ein ressourcenfressendes bürokratisches Monster geschaffen.
Auch heute wird davon ausgegangen, dass die Kosten für Sachleistungen höher sind.
Zitat von Nora im Beitrag #4864Das Verbot des Onlineshoppings erschließt sich mir nicht....
Ich vermute, dass damit die Einschränkungen auf den "täglichen Bedarf" nicht umsetzbar wären. Außerdem - man will doch Überweisungen ins Ausland verhindern? Das könnte man leicht austricksen, über Scheingeschäfte. Dann müsste man ja irgendwie hinkriegen, dass kein Onlineshopping im Ausland getätigt werden darf. Halte ich nicht für machbar, das so einzugrenzen bei Einkäufen im Internet.
Die "Bayern-Karte" soll demnach deutlich weniger Bargeldabhebungen ermöglichen, als es in anderen Bundesländern vorgesehen sei. Sie solle nur in der Nähe der Unterkunft genutzt werden können und für ein stark eingeschränktes Warensortiment gelten. "Es können nur noch Waren in Geschäften des täglichen Gebrauchs gekauft werden", sagte Söder. "Wir stoppen Online-Shopping, [...]
Ganz verzwickt, wenn sich in der Nähe der Unterkunft kein Geschäft findet, das Unterwäsche und Socken feilhält. Steigt man dann auf Tauschwirtschaft um? Asylbewerber kauft mit seiner Karte Tomaten und Erdäpfel und überlässt sie mir im Tausch gegen einen gut geschnittenen schwarzen Herrenslip? Fragen über Fragen...
Sehr interessant wird auch das Design der Bayern-Karte. Kommt da ein Kruzifix drauf?