Immerhin war es hier in Deutschland in den ersten 4 Wochen der Bauernproteste insgesamt sehr, sehr güllearm ... dass sich das nun ändern könnte, weil der brave Protest kaum etwas bewirkt hat, ist nach den Vorfällen in und rund Paris oder in Brüssel doch nur logische Konsequenz.
Eigentlich nicht. Demonstrationsrecht heißt ja nicht, dass (alle) Forderungen auch erfüllt werden müssen oder dass man endlos anderen damit schaden darf.
Also, wenn alles umgesetzt werden würde, was auf Demos gefordert wird, dann...
Hätten wir schon seit den 80ern keine AKWs. Und viel mehr Radwege Keinen Aushub der Elbe, der Ems und Weser
Und Und Und
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Und Tempo 100 auf Autobahnen, 80 auf Bundesstraßen und 30 in Wohngebieten gäbe es auch.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Blondine im Beitrag #4801Immerhin war es hier in Deutschland in den ersten 4 Wochen der Bauernproteste insgesamt sehr, sehr güllearm ... dass sich das nun ändern könnte, weil der brave Protest kaum etwas bewirkt hat, ist nach den Vorfällen in und rund Paris oder in Brüssel doch nur logische Konsequenz.
Keine Ahnung, was daran "logisch" ist. Sollte sich deiner Meinung nach eine Regierung von radikalisierten Landwirten und deren zum Teil widerrechtlichen und manchmal sogar gefährlichen Aktionen erpressen lassen?
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Also ich würde ja schon denken, dass sowohl die Regierungen in Deutschland, Frankreich oder Belgien ... wie eben auch die Politiker des EU-Parlaments dieses Protestgeschehen doch recht ernst nehmen sollten, weil sich da nun sehr viele solidarisieren könnten und das alles als gemeinsamer Protest dann auch noch viel größer, aggressiver und intoleranter daher kommen könnte .... Länderübergreifend!
Bauernregeln, die man auch kennen sollte: Hat der Bauer keinen Cent, vor Wut die Barrikade brennt! Kürzt man dem Bauern Subventionen, schießt er auch mal mit Mistkanonen! Blockiert die Straß der Klimakleber, grunzt der Bauer wie ein Eber, erzeugt der Bauer selbst den Stau, interessiert das offensichtlich keine Sau ... Spritzt die Gülle beim Protest, stinkt der Bauer samt dem Rest! Will die Bäuerin ihren Zwirn, fährt der Bauer nach Berlin!
Wer räumt den Mist und die Gülle wieder weg von den Bundesstraßen und Autobahnen? Bei den Protesten auf den Autobahnen wurden Personen verletzt bei Auseinandersetzungen zwischen Autofahrern und Demonstranten. https://www.tagesspiegel.de/berlin/autos...g-11148208.html
Man braucht einfach den richtigen Anlass, dann geht sowas schon in Ordnung.
Zitat von Blondine im Beitrag #4806Also ich würde ja schon denken, dass sowohl die Regierungen in Deutschland, Frankreich oder Belgien ... wie eben auch die Politiker des EU-Parlaments dieses Protestgeschehen doch recht ernst nehmen sollten, weil sich da nun sehr viele solidarisieren könnten und das alles als gemeinsamer Protest dann auch noch viel größer, aggressiver und intoleranter daher kommen könnte .... Länderübergreifend! ...
Ich denke, die Zahlen haben sich seitdem nicht signifikant geändert:
Im Jahr 2021 sind in der EU rund 4,1 Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig, rund 24,7 Prozent in der Industrie und rund 71,1 Prozent im Dienstleistungssektor. Quelle
Ohne Trecker, Gülle, Mist wären die Demonstrationen dieser Minderheit wohl nicht sonderlich auffällig. Und von Aggressivität und Intoleranz sollten Politik und Regierungen ihre Entscheidungen nicht abhängig machen, finde ich.
Über den, ich sag mal, merkwürdigen Rest deines Beitrags hülle ich lieber den Mantel des gnädigen Schweigens.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Braucht der Traktor wieder Diesel, muss der Bauer selber bieseln. Kommt heute Olaf Scholz vorbei, wirft die Landfrau auch ein Ei!
Nein.. ganz ehrlich.. ich hab die Nase langsam voll von allen Protestformen ... noch mehr Demos, noch mehr Streiks, Brandbriefe, Wutbürgern, Verkehrschaos, Staus ... was auch immer
mir langt es ... jeden Tag jetzt !!!
Irgendwer macht jetzt immer einen auf Protest und Aktion! Unausgesetzt! Überall Idiocracy!!! Eigentlich kann man nur noch versuchen es irgendwie mit Humor zu nehmen... ich gebe mir Mühe! Aber, falls ihr noch neue Bauernregeln zu den Bauerndemos kennt ... gemeinsam mal zu lachen verbindet schon auch!
Mir langt es auch. So berechtigt alles auch immer ist. Diejenigen, die drunter leiden müssen, sind immer wieder die Menschen, die einfach nur an ihre Arbeitsstelle kommen müssen, die eine Flugreise vor langer Zeit geplant haben, mit Kindern dabei und den Urlaub sorgsam eingeplant haben. Von Notfällen ganz zu schweigen.
Wen sowas alles nicht betrifft, der kann locker alles gutheißen. Ich habe schlichtweg die Nase voll. Und unentwegt schlechte Laune deshalb.
Wen sowas alles nicht betrifft, der kann locker alles gutheißen. Ich habe schlichtweg die Nase voll. Und unentwegt schlechte Laune deshalb.
Heute bin ich tatsächlich mal froh, dass ich in Bayern wohne und ausnahmsweise nicht vom Streik betroffen bin. Mich regt die ständige Blockiererei und Streikerei auch auf, zumal wir Fahrgäste / Betroffenen an den Tarifverhandlungen bzw. politischen Entscheidungen nicht beteiligt sind. Ich werde zwar ständig beeinträchtigt, kann aber überhaupt nichts zu den jeweiligen Konflikten beitragen.
Wegen des langen Bahnstreiks in der vergangenen Woche konnte ich beispielsweise meine (inzwischen pflegebedürftige) Mutter nicht wie üblich besuchen, und da sie schon etwas dement ist, ist es auch schwierig, ihr zu erklären, warum ich nicht kommen kann.
Dass ein EU-Lieferkettengesetz ausgerechnet an Deutschland zu scheitern droht. Mit einem scheinheiligen und dünner als fadenscheinigen Totschlag-Argument von na wem schon?
Heute bin ich tatsächlich mal froh, dass ich in Bayern wohne und ausnahmsweise nicht vom Streik betroffen bin. Mich regt die ständige Blockiererei und Streikerei auch auf, zumal wir Fahrgäste / Betroffenen an den Tarifverhandlungen bzw. politischen Entscheidungen nicht beteiligt sind. Ich werde zwar ständig beeinträchtigt, kann aber überhaupt nichts zu den jeweiligen Konflikten beitragen.
n.
Sehe ich genauso.
Und ich würde (wenn ich Rokeby I von Deutschland wäre) bei systemrelevanten Diensten und der Infrastruktur Streiks auf max. 3 Werktage begrenzen. Und nach einer ersten gescheiterten Verhandlungsrunde eine Schlichtung zur Pflicht machen. Der Schlichterspruch muss akzeptiert werden.
Und Blockierern von Bundesstraßen und BAB würde ich wegen Straßenverkehrsgefährdung den Führerschein für 3 Monate entziehen und eine MPU zur Pflicht machen, um die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs festzustellen. Wenn ich nämlich mit dem Radl auf die A99 fahre bin ich auch weg vom Verkehrsfenster.
Vor allem der folgende Teil der Begründung: Bereits jetzt komme es zum Rückzug europäischer Firmen aus Drittländern, in denen sie Probleme bekommen könnten. Quelle
Kann es sein, daß da einer den Sinn des Ganzen irgendwie nicht verstanden hat?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von vultura im Beitrag #4814Dass ein EU-Lieferkettengesetz ausgerechnet an Deutschland zu scheitern droht. Mit einem scheinheiligen und dünner als fadenscheinigen Totschlag-Argument von na wem schon?
Genau wie hier. Ich frage mich, warum einzelne Minister entscheiden können, ob Deutschland europäischen Gesetzen und Bestimmungen zustimmt oder nicht, warum sie nicht an Kabinetts-Schlüsse gebunden sind oder werden. Ich fürchte, diese unsägliche Klientelpolitik und Taktiererei der FDP wird erst enden, wenn sie bei der nächsten Wahl aus dem Bundestag fliegt.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat aus dem oben verlinkten Artikel: "Außerdem ist vorgesehen, dass Unternehmen zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen und beispielsweise Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden können."
Find ich völlig richtig und das sollte auch schon längst so sein. Nur ist es ein bissl billig, das alles den Unternehmen umzuhängen, wenn man als Konsument genauso drauf schauen müsste. Deshalb: Übernahme zivilrechtlicher Haftung auch für Konsumenten, genauso wie Schadenersatzansprüche - natürlich nicht nur beim Einkauf im Laden, sondern auch bei der Bestellung im Internet. Auch der Konsument muß dazu angehalten werden, seine Kaufentscheidung im Hinblick auf fehlende Menschenrechte, Ausbeutung, Naturzerstörung und fehlende Nachhaltigkeit über alle Stationen der Lieferkette lückenlos schriftlich festzuhalten - Aufbewahrungsfrist mindestens 5 Jahre, schlampige oder fehlende Aufzeichnungen werden streng bestraft. Und bitte kein Wehklagen über mangelnde Verfügbarkeit von Daten oder die Belastung durch die Bürokratie! Was so ein raffgieriger Unternehmer können muß, kann der gebildete und bewusste Konsument schon lange.
Zitat von Wecker im Beitrag #4818Deshalb: Übernahme zivilrechtlicher Haftung auch für Konsumenten, genauso wie Schadenersatzansprüche - natürlich nicht nur beim Einkauf im Laden, sondern auch bei der Bestellung im Internet. Auch der Konsument muß dazu angehalten werden, seine Kaufentscheidung im Hinblick auf fehlende Menschenrechte, Ausbeutung, Naturzerstörung und fehlende Nachhaltigkeit über alle Stationen der Lieferkette lückenlos schriftlich festzuhalten - Aufbewahrungsfrist mindestens 5 Jahre, schlampige oder fehlende Aufzeichnungen werden streng bestraft. Und bitte kein Wehklagen über mangelnde Verfügbarkeit von Daten oder die Belastung durch die Bürokratie! Was so ein raffgieriger Unternehmer können muß, kann der gebildete und bewusste Konsument schon lange.
Ich nehme mal an, das war jetzt Satire. Falls nicht: Wie genau stellst du dir vor soll ein Konsument an die Daten kommen?
Zitat von vultura im Beitrag #4814Dass ein EU-Lieferkettengesetz ausgerechnet an Deutschland zu scheitern droht. Mit einem scheinheiligen und dünner als fadenscheinigen Totschlag-Argument von na wem schon?
Genau wie hier. Ich frage mich, warum einzelne Minister entscheiden können, ob Deutschland europäischen Gesetzen und Bestimmungen zustimmt oder nicht, warum sie nicht an Kabinetts-Schlüsse gebunden sind oder werden. Ich fürchte, diese unsägliche Klientelpolitik und Taktiererei der FDP wird erst enden, wenn sie bei der nächsten Wahl aus dem Bundestag fliegt.
Wie es derzeit aussieht, haben wir dann den Blackrocker Friedrich M. (der seinerzeit auch Vergewaltigung in der Ehe nicht strafwürdig finden wollte). Seine Demontage-Strategie funktioniert im Moment ja bestens. Dass so ziemlich alles, was nicht funktioniert aus Altlasten seiner Partei besteht plus Herausforderungen, die jedes Regierungsprogramm geschreddert hätten, ist im Volk vergessen. Wenn es überhaupt erkannt wurde
Tatsache ist aber auch, dass das Lieferkettengesetz gerade für den Mittelstand eine enorme Arbeitsbelastung mit sich bringt. Will die Ampel nicht das Bürokratiemonster verkleinern? Die Industrie und Handelskammern sprechen von großen bürokratischen Lasten, zusätzlichen Kosten und kaum kalkulierbaren Haftungsrisiken. (Aber die haben sicher keine Ahnung.)
Nun ja ... mit Selbstverpflichtungen kommt man offenbar nicht weit und es ist natürlich viel einfacher, zu sagen, "wir wissen nicht, ob unsere Zulieferer X, Y oder Z machen". Man freut sich über die kleinen Preise und die großen Gewinnspannen und der Rest ist Schweigen. Finde ich als Verbraucher auch nicht gut.
Das Lieferkettengesetz wird nach meinem Verständnis durch Unternehmen wie Temu ausgehebelt. Die haben keine wirtschaftliche Einheit in der EU, sondern liefern bzw. lassen direkt aus China liefern. Oder hab ich was nicht mitbekommen?
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Ja. Das Problem ist natürlich, dass "die Verbraucher" inzwischen darauf dressiert sind, immer alles zu wollen, möglichst billig, egal, wo es herkommt. Welche Folgen das hat, interessiert viele nicht.