Zitat von Pelzpfote im Beitrag #4546Wenn jemand nach der 9. Klasse eine Ausbildung beginnt, arbeitet und verdient er/sie ab dem Zeitpunkt und zahlt Steuern und in die Sozialversicherung ein.
Welcher Azubi bekommt so viel Geld, dass er darauf Steuern zahlt?
Herrgott Agathe, stell dich nicht dumm! Du wirst sehr genau wissen, dass bis Mitte der 2000er Jahre ein Ausbildungsbeginn mit Hauptschulabschluss nach Klasse 9 nicht unüblich war. Im Handwerk lag diese Quote 2004 noch bei 48 Prozent. In Deutschland gilt eine Vollzeitschulpflicht .Diese kann aber auch durch Verlassen der Allgemeinbildenden Schule nach Klasse 8 und Besuch einer Berufsbildenden Schule in Vollzeitform - BEK oder BGJ, die Berechnungen unterscheiden sich- erfüllt werden. Dieser Schulbesuch gilt dann als erstes Ausbildungsjahr. Die darüber hinaus gehende Schulpflicht wird über die Berufsschule erfüllt.
Und: Eine Steuerpflicht entsteht eigentlich ab einem Einkommen oberhalb der Minijobgrenze. Es ist aber seit einigen Jahren so, dass Azubis grundsätzlich keine Steuern auf ihre Ausbildungsvergütung zahlen, unabhängig von der Höhe. Die Mindestausbildungsvergütung liegt derzeit bei 650 Euro, glaube ich, gerade in handwerklichen Berufen oder als Pflegefachkraft bekommt man aber deutlich mehr.
Zitat von SASAPI im Beitrag #4552Herrgott Agathe, stell dich nicht dumm!
Herrgott Sasapi, reiß dich zusammen, dein Tonfall ist unter aller Kanone.
ZitatEs ist aber seit einigen Jahren so, dass Azubis grundsätzlich keine Steuern auf ihre Ausbildungsvergütung zahlen, unabhängig von der Höhe. Die Mindestausbildungsvergütung liegt derzeit bei 650 Euro, glaube ich, gerade in handwerklichen Berufen oder als Pflegefachkraft bekommt man aber deutlich mehr.
Genau. Und deswegen ist die Aussage unrichtig, wonach jemand schon mit 30 schon seit 15 Jahren Steuern gezahlt haben könnte. Okay, außer natürlich er macht keine Ausbildung, sondern steigt direkt in einen Job ein, der so gut bezahlt ist, dass er über dem Freibetrag liegt.
Wenn mein Tonfall unter aller Kanone wäre, dann stände dort etwas Anderes. Und abschließend: Nein, für die mit Frau Lang gleichaltrigen ehemaligen Azubis gelten diese 15 Jahre schon noch. So lange gibt es die Steuerfreiheit für Azubis nämlich noch nicht.
Ärgerlich an der ganzen Geschichte ist meiner Meinung nach nur, dass kaum jemand weiß, was Frau Lang sonst noch gesagt hat, aber es viel Aufregung über die falsche Rentenhöhe gibt.
Herrgott Agathe, reiß dich zusammen, deine Argumentation ist unter aller Kanone.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #4553Und deswegen ist die Aussage unrichtig, wonach jemand schon mit 30 schon seit 15 Jahren Steuern gezahlt haben könnte.
Also, wir lernen: Aussage ist unrichtig. Es kann also laut Agathe niemand geben, der....
Zitat von Agathe13 im Beitrag #4553Okay, außer natürlich er macht keine Ausbildung, sondern steigt direkt in einen Job ein, der so gut bezahlt ist, dass er über dem Freibetrag liegt.
Also, was jetzt? Stimmt die erste Aussage? Es gibt niemand... oder stimmt die zweite Aussage: es gibt doch jemand?
.... und was das sehr gut bezahlt angeht: ab 870.- pro Monat über das ganze Jahr wird es lohnsteuerpflichtig. Quelle Das sind bei Mindestlohn (12,41, also nix mit guter Verdienst....) 70,10 Stunden im Monat oder 16,3 Stunden pro Woche. Facit: selbst mit Mindestlohn bei Vollzeitjob ist Steuer fällig.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #4523Aber nicht neben ihrer Parteiarbeit. Ein Jura-Studium ist zeitraubend und anspruchsvoll.
Klar. Wie war das mit den Wegen und mit den Gründen?
Wie ist das mit deinem berufsbegleitenden Jura-Studium?
Was soll damit sein? Und was geht dich das an?
ich wundere mich halt über deine Einschätzung, dass man ein Jura-Studium neben einer Vollzeitberufstätigkeit machen könne. Daher bin ich davon ausgegangen, dass du damit Erfahrung hast.
Ärgerlich an der ganzen Geschichte ist meiner Meinung nach nur, dass kaum jemand weiß, was Frau Lang sonst noch gesagt hat, aber es viel Aufregung über die falsche Rentenhöhe gibt.
genau! Ich finde die Lang total gut. Ich durfte letztes Jahr beim "Nockherberg" sogar kurz mit ihr reden, hatte einen total guten Eindruck gewonnen.
Hier aber muss ich sagen, das war ein dermaßen kapitaler Bock, das ist im Grunde unentschuldbar. Und zwar gerade! weil solche Fragen nach "was kostet 1 l Milch, was ein Kilo Kartoffeln, was ist der Durchschnittslohn, -rente, -alter, -irgendwas" seit Christi Geburt die Standard-Klippe sind, über die man fallen kann.
Dass sie da drüber fällt?!
Das ist Handwerkszeug, das kann man lernen und wissen. Und wenn man tatsächlich blank ist, dann eiert man. Auch das ist Handwerkszeug und Standard. Dann sag ich "... zu wenig!" Und weiter "Danke für die wichtige Frage Herr Lanz. Lassen Sie ich eine mir auch wichtige weitere Frage beantworten: Wie schaffen wir es, künftig bla bla bla..."
Zitat von Sariana im Beitrag #4537Früher war noch Wehr- oder Zivildienst bei den jungen Männern angesagt, was ich persönlich als nicht gerecht empfunden habe. Junge Frauen hatten diesbezüglich keinerlei Verpflichtungen.
Das ist feminine Realitätsignoranz. Frauen leisten im Normalfall ein X-faches dieser (je nach Jahrgang) 1-2 Jahre als sogenannte „Care-Arbeit“. Ich hätte echt lieber zwei Jahre bezahlten tarnfarbenen Aktivurlaubes, als das, was die Gesellschaft von uns frauen als kostenfreien, für sie wirtschaftlich destrasösen Social Service erwartet.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Wecker im Beitrag #4557Herrgott Agathe, reiß dich zusammen, deine Argumentation ist unter aller Kanone.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #4553Und deswegen ist die Aussage unrichtig, wonach jemand schon mit 30 schon seit 15 Jahren Steuern gezahlt haben könnte.
Also, wir lernen: Aussage ist unrichtig. Es kann also laut Agathe niemand geben, der....
Zitat von Agathe13 im Beitrag #4553Okay, außer natürlich er macht keine Ausbildung, sondern steigt direkt in einen Job ein, der so gut bezahlt ist, dass er über dem Freibetrag liegt.
Also, was jetzt? Stimmt die erste Aussage? Es gibt niemand... oder stimmt die zweite Aussage: es gibt doch jemand?
Ich traue dir zu, dass du die beiden Sätze, die ja auch sehr nah beieinander stehen, gut in Beziehung zueinander setzen kannst.
Zitat.... und was das sehr gut bezahlt angeht: ab 870.- pro Monat über das ganze Jahr wird es lohnsteuerpflichtig.
Wenn wir schon Korinthen... dann der Hinweis: ich schrieb nichts von "sehr gut".
... unrichtig, wonach jemand schon mit 30 schon seit 15 Jahren Steuern gezahlt haben könnte. ...
Also wenn wer mit 14 einen Beruf lernt und dann mit 17 die Ausbildung fertig hat, kann er mit 30 mind. 12 Jahre lang Steuern gezahlt haben. Wenn es wirklich flott ginge, sogar 13.
Finde ich jetzt keinen so dramatischen Unterschied zu "15 Jahre" - oder machst du es echt an den 2 Jahren fest?
Zitat von Agathe13 im Beitrag #4558ich wundere mich halt über deine Einschätzung, dass man ein Jura-Studium neben einer Vollzeitberufstätigkeit machen könne. Daher bin ich davon ausgegangen, dass du damit Erfahrung hast.
Ich habe ein vergleichbar anspruchsvolles Studium inklusive Promotion bereits mit 30 in der Tasche gehabt und habe die letzten drei Jahre "nebenher" gearbeitet - von daher: Ja, das kann man schaffen.
Das ist aber was anderes als neben dem Studium in Vollzeit arbeiten und mit 30 schon viele Jahre genug verdient zu haben, um Steuern zu zahlen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4563Also wenn wer mit 14 einen Beruf lernt und dann mit 17 die Ausbildung fertig hat, kann er mit 30 mind. 12 Jahre lang Steuern gezahlt haben. Wenn es wirklich flott ginge, sogar 13.
Also erstens ist jemand, der mit 6 Jahren eingeschult wird, am Ende der 9ten Klasse mindestens 15 Jahre alt, viele sogar schon 16. Und die Anzahl derer, die nach der 9 die Schule Richtung Ausbildung verließen, war schon in den 80ern durchaus überschaubar. Wenn ich an meine Grundschulklasse denke - vielleicht 4? „Normal“ war 10te Klasse draufsetzen, oder gleich Realschule. Oder sogar noch 2 Jahre „Handelsschule“.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Jasper im Beitrag #4531Es istg nicht so selten, dass Jemand nach der 8. Klasse, also mit 14 oder 15 eine Lehre beginnt und somit anfängt, im Berufsleben zu stehen.
In welchem Land bitte?
Nein, das war mein Fehler, ich war da gedanklich noch vor ca. 30 Jahren, und ich wusste nicht, wie die Gesetzeslage heute ist.
Ich habe einen guten Freund, der nach der 8. Klasse angefangen hat zu lernen, allerdings ist er über 50. Wie gesagt, sehr lange her.
Sonst muss du schreiben, welche Generation steuerzahlender Berufstätiger du meinst, Agathe.
Ich hab das auch nicht auf Lang allein bezogen, sondern eben auf die allgemeine Lage.
Egal wie man es dreht und wendet, sie hat einen kapitalen Bock geschossen und bei einer Politikerin in ihrer Liga ist das wirklich unnötig, sich so zu blamieren.
Nein. Lt Jugendarbeitschutzgesetz müssen 9 Jahre VZ Schulpflicht erfüllt sein. Das kann - siehe mein vorheriges Posting- auch schon mit 14 erreicht sein. Unter 15jährige dürfen aber nur als Azubis beschäftigt werden. (Jugendarbeitsschutzgesetz Paragraphen 5,6,7)
Zitat von Nora im Beitrag #4567 Und die Anzahl derer, die nach der 9 die Schule Richtung Ausbildung verließen, war schon in den 80ern durchaus überschaubar. Wenn ich an meine Grundschulklasse denke - vielleicht 4? „Normal“ war 10te Klasse draufsetzen, oder gleich Realschule. Oder sogar noch 2 Jahre „Handelsschule“.
könnte ich jetzt nicht bestätigen. Also nicht in meiner sozialen Kohorte zumindest.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4559Das ist Handwerkszeug, das kann man lernen und wissen.
Lang ist keine Anfängerin. Sie hat es nicht gelernt und weiß es nicht, weil sie das nicht interessiert. Würde sie das lernen und wissen, würde sie das immer noch nicht interessieren. Das ist doch der Punkt.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4559Das ist Handwerkszeug, das kann man lernen und wissen.
Lang ist keine Anfängerin. Sie hat es nicht gelernt und weiß es nicht, weil sie das nicht interessiert. Würde sie das lernen und wissen, würde sie das immer noch nicht interessieren. Das ist doch der Punkt.
es mag ja sein, dass sie nicht interessiert, was ein Liter Milch/Diesel/Sonnenblumenöl ... kostet. Etc.
Aber sie muss so tun können, als ob. DAS ist das Handwerk. Weil sonst: läuft sie so einen Laffen wie dem Lanz vor die Flinte.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4569das war früher gang und gäbe.
zum Beispiel bei meinem Schwiegervater. Der ist aber schon über 80…
ZitatEgal wie man es dreht und wendet, sie hat einen kapitalen Bock geschossen und bei einer Politikerin in ihrer Liga ist das wirklich unnötig, sich so zu blamieren.
Wenn das jetzt eine Frau Strack-Zimmermann gesagt hätte, hätte ich das noch irgendwo akzeptieren können - Das ist schließlich nicht ihr „Fachbereich“.
Frau Lang dagegen positioniert sich als Sozialexpertin. Dann frage ich mich bei Unwissen zu so rudimentären Basics, Was sie da als Expertise mitbringt… Studienhalber nicht unbedingt etwas, aus praktischer Tätigkeit auch nicht. (Ihre Selbstauskunft auf den Abgeordnetenseiten enthält zumindest nur Parteiämter).
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.