Zitat von Lizzie64 im Beitrag #4318Weil Lobbyorganisationen wie der Bauernverband und die industrielle Lebensmittelherstellung auf der selben Seite stehen.
Deshalb finde ich das gerade absurd. Die kaufen die konventionelle Ware supergünstig von den Bauern. Direktvermarktung Landwirt - Kunde ist ja selten. Die Preise machen doch nicht die Regierung oder die Bevölkerung kaputt, sondern die Ernährungskonzerne. Ich bin nicht zuletzt deshalb Mitglied einer Solawi geworden. Die demonstrieren heute nicht.
Zitat von Takamine im Beitrag #4325Es hat zumindest die Wirkung, dass die Kohle hier fehlt.
Warum, das die Reichen noch reicher werden ?
Äh, nein. Wir haben jede Menge kaputte Straßen und Brücken, jede Menge Rückständigkeit bei der Digitalisierung. Und auch hier gibt es verdammt arme Menschen.
Du hasst mich, ich mag das, ich lebe durch dich. (Böhse Onkelz)
@ja-aber, die Solawis und die ABL (Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft) etc. demonstrieren am 20. Januar in Berlin! Der Bauernverband hat völlig andere Interessen als die Solidarische Landwirtschaft etc.
Ich hoffe, dass ich in Berlin dabei sein kann. Kommste mit? 😀
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Zitat von Cerulean im Beitrag #4330Also gut, Radwege in Peru gibt es tatsächlich. Vielleicht ist das ja ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur ? Keine Ahnung. Ist aber auch OT.
Sich selbst um die eigene Infrastruktur zu kümmern ist natürlich komplett abwegig.
Du hasst mich, ich mag das, ich lebe durch dich. (Böhse Onkelz)
Zitat von Cerulean im Beitrag #4330Also gut, Radwege in Peru gibt es tatsächlich. Vielleicht ist das ja ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur ? Keine Ahnung. Ist aber auch OT.
Sagen wir mal so, da auch hier im Forum immer mantraartig wiederholt wird, dass wir in Deutschland nicht das Klima retten können, solange andere Staaten sich nicht um sowas scheren - ja, vor diesem Hintergrund kann es schon Sinn machen, andere Staaten bei einer Verkehrswende zu unterstützen. Ob das dann erfolgreich ist, ist eine andere Frage und muss natürlich eng überwacht werden.
Zitat von Tabea57 im Beitrag #4312 Ändert nur nicht viel an der Geringschätzung von regionalen Lebensmitteln. Theoretisch finden es alle gut, sich regional und vielleicht auch Bio zu ernähren, aber dafür mehr Geld ausgeben wollen viele nicht. Wobei es wirklich ein Unding ist, dass Lebensmittel, die um den halben Erdball geflogen werden, teilweise günstiger (und auch begehrter?) sind als heimische Produkte.
Das Problem ist, dass unsere Landwirtschaft schon lange nicht mehr „nur“ für den heimischen Markt produziert. Die Politik der letzten Jahrzehnte war „wachse oder weiche“ getrieben auch vom Deutschen Bauernverband. Man wollte auch hier ein global Player sein.
Seit Jahren gehen ca 50% unserer produzierten Milch in den Export „Wohin die Milch in Deutschland fließt 2022 Von 32,38 Mio. Tonnen Milch, die von den deutschen Molkereien verarbeitet werden, sind 16 Mio. Tonnen, also die Hälfte, für den Export bestimmt, mit zunehmender Tendez. Dagegen wird vergleichsweise nur ein geringer Anteil an die weiterverarbeitende Industrie und an Großverbraucher geliefert. Deutschland importiert jedoch auch nicht unwesentliche Mengen (12,3 Mio. Tonnen) an Milchprodukten und generiert mit deren Handel Wertschöpfung.“ Wohin die Milch in Deutschland fließt
Dieses größer, größer hat dazu geführt, dass es immer wieder zu Überproduktionen und Preisverfall kommt. Hier ein Artikel aus 2016 der auf diesen Teufelskreislauf aufmerksam macht.
"Meist ist zu viel Milch am Markt. Manchmal schluckt es der Export. Manchmal nicht. Dann haben wir die Überproduktion, den Preissturz, das Gejammer und am Ende immer die Staatshilfe. Die sichert dann einigen das Überleben. Doch am Großen und Ganzen ändert sich nichts. Nach der Krise ist vor der Krise. Und irgendwie haben wir uns an das ganze Theater von Trecker-Paraden und ausgekippten Milchbottichen auch schon gewöhnt. Das ist nicht gut." Molkereien sind Konzerne und Bauernhöfe Fabriken geworden
Und hier eine Meldung vom Juni dieses Jahres "Letztes Jahr steigen die Milchpreise und viele Landwirte weiten ihre Produktion aus. Die zusätzlichen Mengen drücken den Preis wieder. Discounter verbilligen Molkereiprodukte. Die Landwirte schlagen Alarm. Indikatoren deuten nun auf wieder leicht steigende Preise." Milchbauern rufen nach Staatshilfe
Das ganze Problem ist viel komplexer. Ja mehr regional einkaufen ist der richtige Weg. Aber löst es das Problem?
Zitat von Cerulean im Beitrag #4330Also gut, Radwege in Peru gibt es tatsächlich. Vielleicht ist das ja ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur ? Keine Ahnung. Ist aber auch OT.
So OT find ich das gar nicht - ich war mal neugierig und hab gesucht. Die Unterstützung/Förderkredite beim Bau der Radwege in Peru durch die KfW geschieht im Rahmen des internationalen Klimaschutzprogrammes.
[...] Im Transportministerium entstand eine eigene Organisationseinheit für städtische Mobilität – eine entscheidende Voraussetzung für die weitere Umsetzung der Projekte in den Kommunen. Das Vorhaben ist als policy-based-lending strukturiert, das heißt, die Finanzmittel sind an partnerschaftlich vereinbarte Reformschritte gekoppelt und werden erst ausgezahlt, nachdem diese umgesetzt sind. Mit der Neuzusage der KfW soll die erfolgreiche Modernisierung im ÖPNV-Bereich in Peru weiter vorangetrieben werden. Die Maßnahmen werden nicht nur in Lima, sondern auch in anderen Städten wie Arequipa, Trujillo, Piura und Cusco umgesetzt. Konkret geht es um die Einführung von Schnellbuslinien, Straßenbahnlinien und die Integration von unterschiedlichen Angeboten des ÖPNV in den einzelnen Städten. [...]
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Cerulean im Beitrag #4330Also gut, Radwege in Peru gibt es tatsächlich. Vielleicht ist das ja ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur ? Keine Ahnung. Ist aber auch OT.
Sagen wir mal so, da auch hier im Forum immer mantraartig wiederholt wird, dass wir in Deutschland nicht das Klima retten können, solange andere Staaten sich nicht um sowas scheren - ja, vor diesem Hintergrund kann es schon Sinn machen, andere Staaten bei einer Verkehrswende zu unterstützen. Ob das dann erfolgreich ist, ist eine andere Frage und muss natürlich eng überwacht werden.
Kann ja sein das in Peru, nur deshalb Radwege gebaut werden, damit auch die Bevölkerung, die sich kein Auto leisten kann, von A nach B kommt? Natürlich sollte die Vergabe von Entwicklungshilfe überwacht werden. Wobei das eine Gradwanderun ist, zwischen dem was die erste Welt für sinnvoll erachtet und was vor Ort wirklich gebraucht wird.
Ich sehe gerade frangipani war schneller. Also doch Umwelt freundlich. Sehe ich jetzt nichts falsches dran.
Zitat von Cerulean im Beitrag #4330Also gut, Radwege in Peru gibt es tatsächlich. Vielleicht ist das ja ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur ? Keine Ahnung. Ist aber auch OT.
So OT find ich das gar nicht - ich war mal neugierig und hab gesucht. Die Unterstützung/Förderkredite beim Bau der Radwege in Peru durch die KfW geschieht im Rahmen des internationalen Klimaschutzprogrammes.
Zitat von Cerulean im Beitrag #4338Kann ja sein das in Peru, nur deshalb Radwege gebaut werden, damit auch die Bevölkerung, die sich kein Auto leisten kann, von A nach B kommt? Natürlich sollte die Vergabe von Entwicklungshilfe überwacht werden. Wobei das eine Gradwanderun ist, zwischen dem was die erste Welt für sinnvoll erachtet und was vor Ort wirklich gebraucht wird.
Was spricht dagegen, dass sich genau aus diesem Grund die eigene Regierung dort darum kümmert?
ja sicher werden da weitere wirtschaftliche Interessen Deutschlands dahinterstecken....
Dennoch bedient Aiwanger geradezu genial-beängstigend Frames wie "China + Sack Reis" oder "Ägypten + Fahrrad" Das kann er wesentlich besser und instinktsicherer als jeder andere derzeit.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4341 ja sicher werden da weitere wirtschaftliche Interessen Deutschlands dahinterstecken....
Dennoch bedient Aiwanger geradezu genial-beängstigend Frames wie "China + Sack Reis" oder "Ägypten + Fahrrad" Das kann er wesentlich besser und instinktsicherer als jeder andere derzeit.
Ja, das ist deutlich zu erkennen. Füttert die Leute mit dem, was sie hören wollen.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
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Zitat von Liberta im Beitrag #4326Aiwanger will Wahlen gewinnen. Das reicht ihm.
Aiwanger hat aber Menschen zu vertreten als Politiker und nicht egozentrisch eigene Ziele durchzusetzen.
Wahlen zu gewinnen muß das primäre Ziel eines jeden sein, der in der Politik Erfolg haben will. Ansonsten kann er morgens gleich im Bett bleiben. Um Wahlen zu gewinnen, braucht es Stimmen - um Stimmen zu bekommen, müssen die, die sie abgeben, überzeugt sein, etwas Gutes bzw. zumindest das kleinste Übel gewählt zu haben. Wenn die Mitbewerber wenig bis nichts außer Neid und Vernadern (aus der Sicht derer, deren Stimme sie haben wollen) aufbringen können, dann haben sie ihre sinkenden Beliebtheitswerte selbst zu verantworten.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4341 ja sicher werden da weitere wirtschaftliche Interessen Deutschlands dahinterstecken.... Dennoch bedient Aiwanger geradezu genial-beängstigend Frames wie "China + Sack Reis" oder "Ägypten + Fahrrad" Das kann er wesentlich besser und instinktsicherer als jeder andere derzeit.
Ja, das ist deutlich zu erkennen. Füttert die Leute mit dem, was sie hören wollen.
Nichtsdestotrotz kann man jeden Euro nur einmal ausgeben und ich finde es nicht verkehrt, wenn man lange eingeübte Reflexe durchaus mal überdenkt und sich fragt, ob das Geld auch anders verteilt werden könnte und was wirklich auf welche Weise in bedürftigen Ländern wie unterstützt werden kann oder muss oder vielleicht eben doch nicht. Wer sagt denn, dass man einfach immer so weitermachen muss wie bisher? Offenbar stehen doch nicht nur wir gerade vor einem Umbruch, sowohl politisch als vermutlich auch wirtschaftlich.
Zitat von Liberta im Beitrag #4326Aiwanger will Wahlen gewinnen. Das reicht ihm.
Aiwanger hat aber Menschen zu vertreten als Politiker und nicht egozentrisch eigene Ziele durchzusetzen.
Wahlen zu gewinnen muß das primäre Ziel eines jeden sein, der in der Politik Erfolg haben will. Ansonsten kann er morgens gleich im Bett bleiben. Um Wahlen zu gewinnen, braucht es Stimmen - um Stimmen zu bekommen, müssen die, die sie abgeben, überzeugt sein, etwas Gutes bzw. zumindest das kleinste Übel gewählt zu haben. Wenn die Mitbewerber wenig bis nichts außer Neid und Vernadern (aus der Sicht derer, deren Stimme sie haben wollen) aufbringen können, dann haben sie ihre sinkenden Beliebtheitswerte selbst zu verantworten.
Und um Wahlen zu gewinnen ist manchen Politikern mittlerweile jedes Mittel recht.
Zitat von Cerulean im Beitrag #4330Also gut, Radwege in Peru gibt es tatsächlich. Vielleicht ist das ja ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur ? Keine Ahnung. Ist aber auch OT.
Wieso ist das o.t.? Ist das etwa keine politische Fassungslosigkeit?
Mich wundert ja immer die Vorstellung, dass das Einstellen von welcher Zahlung auch immer (hier: für Verkehrsprojekte in Peru) stante pede dazu führen würde, dass wer auch immer mehr Geld bekommt.