Zwar schon ein paar Tage her, aber dennoch m. E. Grund zur Fassungslosigkeit: Friedrich Merz möchte mehr Gelder für seinen Landkreis. Das Brisante: Er bittet nur Tage nach dem Haushaltsurteil um Förderung aus einem gesperrten Topf.
Überall soll gespart werden, aber ungern im eigenen Landkreis: CDU-Chef Friedrich Merz hat sich wohl mit einem Brief an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gewandt. Das berichtet das Magazin "Spiegel".
Darin schreibt er, dass sich sein Wahlkreis "vielfältig im Bereich des Klimaschutzes" einsetze und entsprechende Maßnahmen "mit großer Motivation und Gestaltungsfreude" voranbringen wolle. Doch es gebe Verzögerungen bei der Bewilligung von Projekten.
Deshalb schreibe er an seinen "lieben Kollegen": "Ich bitte Sie um die positive Verfahrensbegleitung im Sinne wichtiger Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene." ... Doch dass der Brief vom 17. November stammt, ist überraschend.
Denn nur zwei Tage zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht den Nachtragshaushalt der Bundesregierung für 2021 für verfassungswidrig erklärt. ... Für Habeck hatte das Urteil auch direkte Auswirkungen auf sein Ressort, denn es sollten Gelder aus dem Corona-Fonds für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) umgewidmet werden. Diese 60 Milliarden Euro fehlten in der Planung von einem Tag zum nächsten. Harsche Kritik kam dafür auch aus der Union. Quelle
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3950Ja, ist es. Und deswegen ärgert es mich hier im Forum immer sehr, wenn jemand etwas schreibt - natürlich meist/ oft aus persönlichen Erfahrungen - und dann gleich jemand um die Ecke kommt und nach "Belegen" fragt - als wären persönliche Erfahrungen gleichgültig, solange es keine Studien mit großen Teilnehmerzahlen bestätigen. Bei allem nötigen Kampf gegen Rassismus ist der "positive Rassismus" doch ziemlich oft leider fehl am Platze. Und macht es für "die Guten" ja noch nicht einmal besser, die werden trotzdem oft mit den "Bösen" über einen Kamm geschoren.
Dann drück es doch einfach so aus. „Viele Muslime“ ist eine andere Menge als „viele Muslime, mit denen ich beruflich zu tun habe“.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #3977„Viele Muslime“ ist eine andere Menge als „viele Muslime, mit denen ich beruflich zu tun habe“.
Viele Italienerinnen und Italiener, denen ich in Florenz, Pisa und Mailand begegnet bin, waren viel geschmackvoller gekleidet als die vielen Deutschen, denen ich in München, Köln und Berlin begegnet bin. Spricht so jemand?
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #3977„Viele Muslime“ ist eine andere Menge als „viele Muslime, mit denen ich beruflich zu tun habe“.
Viele Italienerinnen und Italiener, denen ich in Florenz, Pisa und Mailand begegnet bin, waren viel geschmackvoller gekleidet als die vielen Deutschen, denen ich in München, Köln und Berlin begegnet bin. Spricht so jemand?
Wenn es dir zu komplex ist, schreib doch einfach: "Ich finde".
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #3977„Viele Muslime“ ist eine andere Menge als „viele Muslime, mit denen ich beruflich zu tun habe“.
Viele Italienerinnen und Italiener, denen ich in Florenz, Pisa und Mailand begegnet bin, waren viel geschmackvoller gekleidet als die vielen Deutschen, denen ich in München, Köln und Berlin begegnet bin. Spricht so jemand?
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #3977Dann drück es doch einfach so aus. „Viele Muslime“ ist eine andere Menge als „viele Muslime, mit denen ich beruflich zu tun habe“.
Nein. Ich halte mich an die üblichen Regeln der Konversation, und das wissen natürlich auch diejenigen, die hier immer so gerne dazwischengrätschen. Es liegt auf der Hand, dass niemand (!) hier für sich in Anspruch nehmen kann, von statistisch relevanten Größen zu sprechen, denn wir sind hier eher ein Stammtisch und kein wissenschaftliches Kolloquium - es sei denn natürlich, er zitiert eine passende Untersuchung dazu. Immer wieder zu kritisieren, man möge doch bitte dazuschreiben, dass man von persönlicher Erfahrung schreibe, ist m.M.n. nur eins: manipulativ. Man möchte den Schreiber mehr oder weniger subtil in eine bestimmte Ecke drängen. Und das ist ganz schlechter Stil.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3983Immer wieder zu kritisieren, man möge doch bitte dazuschreiben, dass man von persönlicher Erfahrung schreibe, ist m.M.n. nur eins: manipulativ. Man möchte den Schreiber mehr oder weniger subtil in eine bestimmte Ecke drängen. Und das ist ganz schlechter Stil.
Das letztere ist eine Unterstellung. Umgekehrt könnte ich unterstellen, dass diejenigen, die ihre Subjektivität sprachlich unterschlagen, das tun, um den falschen Eindruck zu erwecken, sie konstatierten Fakten, um später dann argumentieren zu können "es ist ja wohl unbestritten... wer würde da widersprechen, da sind wir uns ja alle einig"
Tue ich aber nicht. Mir geht es um sprachliche Exaktheit in einer Zeit, in der Fake News pandemisch sind. Ich verstehe aber auch nicht, wo das Problem ist, sich korrekt auszudrücken.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3983Immer wieder zu kritisieren, man möge doch bitte dazuschreiben, dass man von persönlicher Erfahrung schreibe, ist m.M.n. nur eins: manipulativ. Man möchte den Schreiber mehr oder weniger subtil in eine bestimmte Ecke drängen. Und das ist ganz schlechter Stil.
Das letztere ist eine Unterstellung.
Stimmt. So wie du unterstellst, Userinnen, die nicht nach deiner Vorstellung von Exaktheit formulieren, würden damit den Anspruch erheben, für alle und über alle zu schreiben. Das tun wohl die allerwenigsten. Im Rahmen von themenbezogenen Diskussionen ist es gar nicht nötig, ständig zu betonen, was genau man meint, sondern das ergibt sich aus dem Kontext. Die Forderung danach ist eher so eine "neumodische" Art, von der Aussage abzulenken und Schreiber ... ja, in eine Ecke zu stellen. Und damit ist dieses OT für mich erledigt.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3983Immer wieder zu kritisieren, man möge doch bitte dazuschreiben, dass man von persönlicher Erfahrung schreibe, ist m.M.n. nur eins: manipulativ. Man möchte den Schreiber mehr oder weniger subtil in eine bestimmte Ecke drängen. Und das ist ganz schlechter Stil.
Das letztere ist eine Unterstellung.
Stimmt. So wie du unterstellst, Userinnen, die nicht nach deiner Vorstellung von Exaktheit formulieren, würden damit den Anspruch erheben, für alle und über alle zu schreiben.
Das tue ich nicht, hatte ich auch geschrieben, du hast es gesnipt.
Ergänzend:
Ich finde es unpassend, wie du hier herumholzt, wo ich in meinem Beitrag 3943 doch geschrieben habe:
"Ich stolpere nur etwas über das "viele". Aber ich werte es jetzt mal als deine subjektive Sicht aus deinem individuellen Erleben und nicht als allgemeingültige Einschätzung. (Anderenfalls würde ich um Belege bitten)"
Ich habe wohlwollend angenommen, dass du es subjektiv meinst und eben gerade nichts von dir gefordert.
ZitatIm Rahmen von themenbezogenen Diskussionen ist es gar nicht nötig, ständig zu betonen, was genau man meint, sondern das ergibt sich aus dem Kontext.
Das sehe ich anders, es könnte oft so oder so sein. Davon unabhängig gilt hier im Politikforum, dass Behauptungen mit Objektivitätsanspruch zu belegen sind. Wer das nicht will, sollte in eigenem Interesse darlegen, dass er von einer subjektiven Erfahrung oder Meinung spricht.
Zitat von noBarbie im Beitrag #3976Zwar schon ein paar Tage her, aber dennoch m. E. Grund zur Fassungslosigkeit: Friedrich Merz möchte mehr Gelder für seinen Landkreis. Das Brisante: Er bittet nur Tage nach dem Haushaltsurteil um Förderung aus einem gesperrten Topf.
Überall soll gespart werden, aber ungern im eigenen Landkreis: CDU-Chef Friedrich Merz hat sich wohl mit einem Brief an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gewandt. Das berichtet das Magazin "Spiegel".
Was würde wohl passieren, wenn das alle Abgeordnete so machen....
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Agathe13 im Beitrag #3991Ich habe wohlwollend angenommen, dass du es subjektiv meinst und eben gerade nichts von dir gefordert.
ZitatIm Rahmen von themenbezogenen Diskussionen ist es gar nicht nötig, ständig zu betonen, was genau man meint, sondern das ergibt sich aus dem Kontext.
Das sehe ich anders, es könnte oft so oder so sein. Davon unabhängig gilt hier im Politikforum, dass Behauptungen mit Objektivitätsanspruch zu belegen sind. Wer das nicht will, sollte in eigenem Interesse darlegen, dass er von einer subjektiven Erfahrung oder Meinung spricht.
Das ist eben schon deswegen nicht nötig, weil in den Regeln ja explizit steht, dass diejenigen, die Tatsachenbehauptungen aufstellen, diese belegen müssen, und nicht andersherum. Falls dich Theorien zur Kommunikation interessieren, kannst du ja mal zu Grice etc. lesen und dich von dort weiterhangeln, das dürfte einiges klarer machen. Und das war es jetzt wirklich von mir zu diesem Thema.
Zitat von ganda im Beitrag #3937 Weil Muslime in D die mir Abstand größte Gruppe sind und nicht wenig staatliches Geld bekommen,
Meines Wissens bekommt ein beträchtlicher Teil der Moscheen/Moscheevereine in Deutschland staatliches Geld aus der Türkei.
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Aber daran hatte ich gar nicht gedacht. Gemeint ist mit dem jetzigen Statement was anderes. Seit Ex-Bundespräsident Wulff sagte "Der Islam gehört zu Deutschland." gärt das in der Union. Der Gegensatz fiel " ... gehört nicht ... " (Seehofer), und das hat sich verankert. Es ist Hintergrund und daran wird weitergestrickt.
"Man muss dankbar sein, dass man überschätzt wird." Otto Schenk