Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3950Ja, ist es. Und deswegen ärgert es mich hier im Forum immer sehr, wenn jemand etwas schreibt - natürlich meist/ oft aus persönlichen Erfahrungen - und dann gleich jemand um die Ecke kommt und nach "Belegen" fragt - als wären persönliche Erfahrungen gleichgültig, solange es keine Studien mit großen Teilnehmerzahlen bestätigen. Bei allem nötigen Kampf gegen Rassismus ist der "positive Rassismus" doch ziemlich oft leider fehl am Platze.
In dem Moment, in dem deutlich wird, das ein:e User:in, so wie du, ihre:seine persönlichen Erfahrungen schildert, wird wohl kaum jemand nach Belegen fragen. Bei allem, was als allgemeingültige Tatsache dargestellt wird, halte ich die Frage nach Belegen für angebracht, nicht nur weil es in den Forenregeln vorgesehen ist, sie beizubringen.
Ich selber beispielsweise habe noch nie solche negativen Erfahrungen gemacht, wie du, obwohl ich mehrmals in der Woche mit Muslim:innen zusammen bin. Aber eben in einem völlig anderen Umfeld als du und unter wohl ganz anderen Bedingungen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Auf Deutschlandfunk Nova gab es neulich einen Beitrag über die "unangenehmen Blicke", also dieses seltsame Angestarre in der Öffentlichkeit. https://www.deutschlandfunknova.de/beitr...et-newtab-de-de Es wurde empfohlen, dem Starrer zu sagen "Ich möchte nicht angestarrt werden." Ich halte das auch für realitätsfremd. Derjenige würde mich nur auslachen. Weggehen/wegschauen und so wenig Konfrontationsfläche wie möglich suchen, ist da auch meine Devise.
Täter ansprechen: Wer sich mutig und sicher fühlt, kann die Person ansprechen. Larissa rät dazu, dann ganz klar zu formulieren: "Du überschreitest meine Grenze, ich möchte nicht so angestarrt werden, das ist Belästigung."
aus Pasdedeux' Link.
Allein das Geduze ist fachlich falsch. NIE duzen. IMMER siezen.
Also, das ist m.M.n. ein höchst fahrlässiger Ratschlag. Ich würde das NIE zu jemandem sagen, der mich unangenehm anstarrt, egal, wie groß oder klein, alt oder jung, oder sonstwas. Und schon gar nicht, wenn ich mit jemandem schon in eine Diskussion verstrickt bin. Wer weiß, wie die Person das in den falschen Hals kriegt.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #3939Niemand steht in D über dem Gesetz.
Mich nervt total, das so getan wird, als seien radikale Muslime 1. Alle Muslime! 2. Die einzigen, die die Rechte der Frau nicht achten sondern einschränken.
Im Gegenteil. Weit verbreitet in der deutschen Gesellschaft. In anderen Religionen als dem Islam.
Die CDU hetzt mit der Afd um die Wette die Bevölkerung vor sich her. pfffff....
Das würde ich am liebsten fett und in großen Buchstaben sehen!! und natürlich gibt und gab es von Bio-Europäern keine Übergriffe, keine Verbrechen, keine Gewalttaten; weder in Europa noch in anderen Ländern. Kultur und Zivilisation haben "wir" (also ich nicht) sowieso erfunden und ein copyright drauf. wann eigentlich?
Wenn mich jemand anstarren würde, wäre ich auch unsicher. Das hat so was psychopathisches.
Aber in der Konfrontation bin ich plump direkt.
Auch in Alltagssituationen. Mein Nachbar war nicht erfreut, als ich ihm mit 16 vor versammelter Mannschaft sagte, das ich mich nicht in die Gartenlaube unter einen Pornokalender setze. Jo.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Zitat von Max im Beitrag #3909Die Menschen muslimischen Glaubens habe ich schon immer als zugehörig gesehen... islamische Gesetze aber nicht.
Interessanterweise fühlen sich weite Teile der Muslime selbst als nicht zugehörig, indem sie z. B. Erdogan als "ihren" Präsidenten feiern. Alte Menschen, die praktisch ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht haben, wünschen sich, in ihrer Heimat, der Türkei, beerdigt zu werden. Junge Türken, die schon hier geboren sind, lassen laute türkische Musik aus ihren Autos dröhnen. Viele beherrschen, nicht einmal rudimentär, die deutsche Sprache, obwohl sie bereits seit Jahrzehnen hier leben. Ich besuche oft klassische Konzerte, habe dort aber noch nie, nicht ein einziges Mal, eine Frau mit Kopftuch gesehen. Usw. usf. - die Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen. Sie leben größtenteils in ihren Parallelgesellschaften und vermissen dort nichts, am wenigsten uns, die Einheimischen.
Tja, ICH hätte ja geschrieben " Extremisten, die nicht unsere Werte teilen, gehören nicht zu Deutschland" Oder gehören alle sonstigen Gruppen, die nicht "unsere" Werte teilen, zu Deutschland ?
Zitat von Liberta im Beitrag #3959Sie leben größtenteils in ihren Parallelgesellschaften und vermissen dort nichts, am wenigsten uns, die Einheimischen.
Dagegen ist grundsätzlich ja nichts einzuwenden, so lange sich an Recht und Gesetz gehalten wird.
Schlimm wird es ja erst, wenn aus diesen Parallelgesellschaften heraus Straftaten begangen werden oder gar ganze Wohnviertel in die Zange genommen werden, wo nur das Recht des Clan XY gilt.
Wir müssen da schon ein tolerantes Miteinander hinbekommen und meist klappt das auch.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #3953... Allein das Geduze ist fachlich falsch. NIE duzen. IMMER siezen.
Wenn die 16Jährige den 17Jährigen siezt, wird ihn das bestimmt beeindrucken.
Jemanden nachdrücklich darauf hinweisen, dass frau sich von seinen Blicken oder seinem zu nahe Kommen belästigt fühlt, ist in einer einsamen Gasse oder Park eher nicht empfehlenswert, aber da, wo viele Leute drumherum sind, z.B. im Bus oder Club m.E. sehr wohl angebracht. Dem Kerl in die Augen gucken, laut und deutlich eine Ansage machen und sich nicht auf Diskussionen einlassen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3950Und deswegen ärgert es mich hier im Forum immer sehr, wenn jemand etwas schreibt - natürlich meist/ oft aus persönlichen Erfahrungen - und dann gleich jemand um die Ecke kommt und nach "Belegen" fragt - als wären persönliche Erfahrungen gleichgültig, solange es keine Studien mit großen Teilnehmerzahlen bestätigen.
Sie sind nicht gleichgültig, aber sie taugen eben nicht für Aussagen mit dem Anspruch der Allgemeingültigkeit. Wenn dich also solche Fragen sehr ärgern, schreib doch einfach statt "Das ist so" etwas wie "Mein Eindruck ist" oder "Ich habe erlebt" oder "meiner Meinung nach".
ZitatBei allem nötigen Kampf gegen Rassismus ist der "positive Rassismus" doch ziemlich oft leider fehl am Platze.
Zitat von Max im Beitrag #3905Folgendes macht mich nicht fassungslos... aber durchaus ein bisschen ratlos...
"Islamverbände haben die Passagen zu Muslimen im Entwurf für das neue CDU-Grundsatzprogramm kritisiert. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, warf der CDU vor, mit der Formulierung "Muslime, die unsere Werte teilen, gehören zu Deutschland" am rechten Wählerrand zu fischen." (Quelle-zeit)
ich gehöre ja zu den Menschen die die Aussage "der Islam gehört zu Deutschland" zu absolut finden und nicht uneingeschränkt teilen, und frage mich nun was an der bemängelten Formulierung falsch ist?
Ich finde die Kritik berechtigt.
"...unsere Werte teilen..." Das kommt so unschuldig-banal daher aber es läßt so viel Spielraum .... was sind denn unsere Werte, und wer bestimmt diese? Als wäre es so einfach und selbstverständlich das zu definieren - da versteht doch jeder was anderes draunter. Grundgesetz? Selbstverständlich, warum muß man es also mit Bezug auf Muslime betonen? Religion kann es ja kaum sein, dann würde der Satz nicht stimmen. Werte wie: Fleiß, Höflichkeit usw? Also erwünschte Eigenschaften, erwünschtes Verhalten? Tja, das ist auch bei Deutschen leider nicht selbstverständlich, nicht bei allen.
Am Ende kommt wieder dabei raus: Wenn Nichtmuslime welche "wie-auch-immer-Werte" nicht teilen, dann ist das halt so - man kann sie ja nicht rauswerfen. Bei Muslimen kann man das durchaus andeuten denn in der Konsequenz bedeutet das: "Muslime die unsere Werte nicht teilen haben hier nix verloren".
Zitat von Liberta im Beitrag #3959Interessanterweise fühlen sich weite Teile der Muslime selbst als nicht zugehörig, indem sie z. B. Erdogan als "ihren" Präsidenten feiern.
Tja, diese Leute gibt es natürlich - aber woher weißt du, dass das "weite Teile" der Muslime betrifft?
ZitatJunge Türken, die schon hier geboren sind, lassen laute türkische Musik aus ihren Autos dröhnen.
Haben die ihre Geburtsurkunde statt Parkscheibe hinter der Windschutzcheibe kleben, oder woher weißt du das? SCNR
ZitatViele beherrschen, nicht einmal rudimentär, die deutsche Sprache, obwohl sie bereits seit Jahrzehnen hier leben.
Wieviele Prozent sind denn "viele"?
ZitatIch besuche oft klassische Konzerte, habe dort aber noch nie, nicht ein einziges Mal, eine Frau mit Kopftuch gesehen.
Könnte daran liegen, dass überhaupt nur 30% der in D lebenden Muslimas überhaupt eines tragen. Du würdest sie also gar nicht erkennen...
ZitatSie leben größtenteils in ihren Parallelgesellschaften und vermissen dort nichts, am wenigsten uns, die Einheimischen.
Zitat von Liberta im Beitrag #3959Sie leben größtenteils in ihren Parallelgesellschaften und vermissen dort nichts, am wenigsten uns, die Einheimischen.
Dagegen ist grundsätzlich ja nichts einzuwenden, so lange sich an Recht und Gesetz gehalten wird.
@Max hat in #3909 die Zugehörigkeit angessprochen und darauf habe ich mich bezogen. Das selbstgewählte Leben in Parallelgesellschaften fördert nun mal das Gegenteil von Zugehörigkeit.
Zitat von Liberta im Beitrag #3967Das selbstgewählte Leben in Parallelgesellschaften fördert nun mal das Gegenteil von Zugehörigkeit.
Tja, ist halt so eine Sache mit dem "selbstgewählt". Man kann es ja immer wieder lesen, spätestens bei Diskussionen über Kriminalität - wenn es heißt "Der Verdächtige ist deutscher Staatsbürger" wird reflexhaft nach dem Vornamen gefragt, ob das denn auch ein "richtiger" Deutscher ist oder nur ein "Passdeutscher".
Die Botschaft ist klar: So richtig gehört man als Ayshe oder Abdullah doch nicht dazu.
Statt nun weiter an der Tür zu kratzen, zieht sich mancher dann eben in die Community zurück, wo ihm die Zugehörigkeit nicht verwehrt wird.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #3966Könnte daran liegen, dass überhaupt nur 30% der in D lebenden Muslimas überhaupt eines tragen. Du würdest sie also gar nicht erkennen...
Komisch, in der Stadt laufen sie einem ständig über den Weg.
Ich kann kaum fassen, dass ich das erklären muss:
Die anderen 70% identifizierst du doch gar nicht erst als Muslimas, wenn sie kein Kopftuch tragen. Übrigens wirst du in klassischen Konzerten auch wenige Arbeiterkinder finden - liegt das auch daran, dass die in einer selbstgewählten Parallelgesellschaft leben?
Zitat von Agathe13 im Beitrag #3972 Übrigens wirst du in klassischen Konzerten auch wenige Arbeiterkinder finden - liegt das auch daran, dass die in einer selbstgewählten Parallelgesellschaft leben?
Überhaupt findet man in klassischen Konzerten überwiegend ältere Leute - leider. Aber daraus kann man nicht ableiten, dass die Jüngeren eine Parallelgesellschaft bilden würden.
Zitat von mumpf im Beitrag #3973Überhaupt findet man in klassischen Konzerten überwiegend ältere Leute - leider. Aber daraus kann man nicht ableiten, dass die Jüngeren eine Parallelgesellschaft bilden würden.
Vielleicht ist die Parallelgesellschaft ja auch das Grüppchen bildungsbürgerlicher Klassikliebhaber?