Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #3924 Das die CDU sich so positioniert
kann die CDU sowieso nur für sich selbst sprechen.
Mir gefällt weder ihr Programm noch ihr Auftreten.
Ich wäre jetzt davon ausgegangen, ja, dass eine Partei in einer Partei-Publikation für sich als Partei spricht. Und die, die diese Partei gut finden ansprechen will.
Das dürfte doch immer so sein? Je nach Couleur stimmt man eher zu oder nicht. Wer sie nicht wählen will, wählt sie halt nicht.
und ja, nix neues. Bin gespannt, wie sie abschneiden.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #3925Wegen dieser Gedanken empfinde ich das als zu viel, da wird wieder ein hinterürchen der Ausgrenzung bemüht.
Sehe ich nicht so. Zum Beispiel haben die Kirchen sozusagen ihr eigenes Arbeitsrecht, das muss ersatzlos gestrichen werden. Und irgendwelche Bestimmungen der Scharia gehören auch verboten. Wer welchen religiösen Feiertag begeht, ist doch nebensächlich.
Es ging doch darum, das die CDU formuliert hat: ".... solange sie sich an unsere Werte halten".
Mit dem kirchlichen Arbeitsrecht gebe ich dir recht. Ich habe bei Kirchens gearbeitet, in 3 Bistümern. Daher kann ich aus der Innenansicht berichten. Das das kirchliche Arbeitsrecht nicht nur geduldet, sondern auch geschützt wird, finde ich nicht richtig.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #3929Verstehe ich nicht, Leuchtkachel.. Es ging doch darum, das die CDU formuliert hat: ".... solange sie sich an unsere Werte halten".
Ich bezog mich auf die obigen Aussagen, dass Kirche bzw. Glauben und Staat zu trennen seien und zwar komplett. Und das sollte natürlich für alle Religionen gelten. D.h. Religion als Privatsache, und wenn Dinge praktiziert werden, die mit unseren Gesetzen klar nicht vereinbar sind, muss das unterbunden werden, und zwar ohne Wenn und Aber im Sinne von "aber das gehört doch zur Kultur dieser Gläubigen" o.ä. Nur darum ging es mir.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #3931Das ist nicht abwertend gemeint, Pelzpfote. Hier im Rheinland sagen wir oft: Evangelen und Katholen.
Früher war das noch sehr, sehr negativ gemeint. In den 50ern bekam mein Vater (katholisch) vom Pfarrer noch gesag, dass er sich nicht mit Leuten abgeben soll, die evangelisch sind. Wie das halt so ist mit Begriffen. Manchmal vergisst man deren Herkunft.
Die Union ist allerdings vergleichsweise sehr nahe an den Kirchen dran. Da ist es nicht die Union, die das Kirchenarbeitsrecht abschaffen wird.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3927Und irgendwelche Bestimmungen der Scharia gehören auch verboten.
Welche Bestimmungen der Scharia gelten denn in Deutschland? Weil, wenn sie nicht gelten, kann man sie auch nicht verbieten bzw. braucht es nicht, oder?
Klar, was eh nicht akzeptiert wird, braucht nicht verboten zu werden. Mir geht es nur darum, dass nicht mit "Rücksicht auf Kultur und Tradition" gesetzliche Regeln aufgeweicht werden.
Zitat von Neustart im Beitrag #3908Nein, da steht nichts von einer Parteizugehörigkeit, aber es handelt sich um das Grundsatzprogramm dieser Partei - und wenn ich es auf mich beziehen sollte, wäre da wahrscheinlich einiges, mit dem ich nicht konform gehe.
Warum also wieder mal ein Fingerzeig auf Muslime? Warum dieser Ausschluss nicht auch für eine andere Religion (Hinduismus, Opus Dei, Evangelikale, Mormonen ..... )?
Weil Muslime in D die mir Abstand größte Gruppe sind und nicht wenig staatliches Geld bekommen, ahrscheinlich seit Gastarbeiterzeit auch am längsten im Land ansässig und in der Wahrnemung am auffälligsten. Gegen sie zogen schon die Kreuzritter das Schwert.^^
"Hinduismus, Opus Dei, Evangelikale, Mormonen ..." Welchen Anteil und Einfluss haben sie denn?
"Man muss dankbar sein, dass man überschätzt wird." Otto Schenk
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3936Klar, was eh nicht akzeptiert wird, braucht nicht verboten zu werden. Mir geht es nur darum, dass nicht mit "Rücksicht auf Kultur und Tradition" gesetzliche Regeln aufgeweicht werden.
Im Fall Scharia: Es IST verboten, wenn sie Leute, hauptsächlich Frauen verfolgen, einschüchtern oder sogar körperlich angreifen. Deren "Gesetze" stehen in D nicht über deutschem Recht. Aber nervpikend öffentlich betonen könnte man das ruhig öfter ...
"Man muss dankbar sein, dass man überschätzt wird." Otto Schenk
Mich nervt total, das so getan wird, als seien radikale Muslime 1. Alle Muslime! 2. Die einzigen, die die Rechte der Frau nicht achten sondern einschränken.
Im Gegenteil. Weit verbreitet in der deutschen Gesellschaft. In anderen Religionen als dem Islam.
Die CDU hetzt mit der Afd um die Wette die Bevölkerung vor sich her. pfffff....
Zitat von schlaucher im Beitrag #3917Es geht um "Muslime, die unsere Werte teilen" und du fängst von Rechtsextremisten und Reichsbürgern an, NoBarbie.
Nein, es geht um den Entwurf für das CDU-Grundsatzprogramm.
ZitatDas nennt man Whataboutismus.
Und das nenne ich Blödsinn, denn ich habe angeführt, was mir in diesem Entwurf aufgefallen ist, nämlich die einseitige Einschätzung der möglichen Gefahren für die rechtstaatliche Demokratie. Und das zu äußern, ebenso wie Kritik an der Partei, nennt sich nicht "Whataboutismus", sondern Meinungsfreiheit.
Zitat von schlaucher im Beitrag #3918Ich finde den Satz der Union richtig super und ja, es wäre sinnvoll, dazu "unsere" Werte (die ich als Werte der westlichen Gesellschaften auffasse) konkret zu definieren. Dazu gehören z.B. ... - Frauenrechte / Gleichberechtigung
Gut, dass du hier unterscheidest zwischen den Werten der westlichen Gesellschaften (zählst du z. B. die unter der bisherigen polnischen und der ungarischen Regierung eigentlich auch dazu?) und denen der CDU. Bei einer Partei, die es im Jahr 2023 gerade mal auf einen Frauenanteil von 26 Prozent im Bundesvorstand und 24 Prozent in der Bundestagsfraktion gebracht hat, fällt es mir nämlich schwer zu erkennen, dass sie besonderen Wert auf Frauenrechte und Gleichberechtigung legt. Und auch ein Vorsitzender, der gegen die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe gestimmt hat, und der sich sehr engagiert zeigt, wenn es darum geht, Geschlechtergerechtigkeit in bestimmten Bereichen zu verhindern, lässt nicht gerade darauf schlließen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
@Kaffeesahne, #3939: Also, ich tue nicht so, als seien alle Muslime radikal. Natürlich nicht. Aber es gibt viele, die leider auf "Westler" herabsehen und die Rechte der Frauen einschränken, und die fallen auch auf in den entsprechenden Gegenden. Und nicht nur da, ich habe quasi täglich mit überheblichen muslimischen Männern zu tun; daran ändert sich ja nichts, weil das auch in anderen Religionen so ist. Ich sehe eher insgesamt Religion als das Problem, beim Islam fällt es nur mehr auf, weil hier vergleichsweise viele Moslems leben. Aber solange bei Verfahren nicht rumgeeiert wird, ist es ja gut.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3941Aber es gibt viele, die leider auf "Westler" herabsehen und die Rechte der Frauen einschränken, und die fallen auch auf in den entsprechenden Gegenden. Und nicht nur da, ich habe quasi täglich mit überheblichen muslimischen Männern zu tun; daran ändert sich ja nichts, weil das auch in anderen Religionen so ist.
Ich bin ganz deiner Meinung, dass alle sich gleichermaßen an Gesetze zu halten haben, egal welcher Herkunft, Religion, Kultur, whatever.
Ich stolpere nur etwas über das "viele". Aber ich werte es jetzt mal als deine subjektive Sicht aus deinem individuellen Erleben und nicht als allgemeingültige Einschätzung. (Anderenfalls würde ich um Belege bitten)
Ja klar ist das subjektiv, ich halte hier ja keinen wissenschaftlichen Vortrag zum Thema. Ich habe täglich mit Menschen verschiedenster Herkünfte zu tun, und leider bestätigen sich - in meinem beruflichen Umfeld - viele Probleme nun mal immer wieder bei Menschen aus bestimmten Ländern bzw. Religionen. Das sind natürlich nicht ausschließlich Moslems.
Leuchtkachel, ich finde das Verhalten und die Einstellung einiger Männer unmöglich. Da können wir nur, egal woher so ein nettes Exemplar kommt, egal welche Religion er hat, Einhalt gebieten. Ganz entschieden.
Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, das es hilfreich ist, das anzusprechen. Natürlich ändern sich die Leute nicht auf Knopfdruck.
Aber wir, als Mitglieder dieser Gesellschaft, müssen einander - also auch Männern, die Frauen nicht korrekt behandeln, auch sagen, was nicht ok ist. Deutlich.
Diesen Punkt sehe ich problematisch bei uns: Es wird viel übereinander, aber wenig miteinander gesprochen.
Im Freundeskreis gab es eine sehr interessante Debatte, als Herr Gauland der Geselllschaft mitteilte, Frau Aydan Özuguz solle "entsorgt" werden.
Das war symptomatisch für unsere Streitkultur, die oft nur darin besteht, übereinander zu wüten. Hätte er den Arsch in der Hose gehabt, konkret zu streiten, hätte er ihr gesagt: " Ich finde ihre Meinung scheiße! Das sehe ich anders, weil:...." Aber es ist ja einfacher, die Wut der Wutbürger zu füttern als einen Konflikt auszustehen.
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #3944Ich habe täglich mit Menschen verschiedenster Herkünfte zu tun, und leider bestätigen sich - in meinem beruflichen Umfeld - viele Probleme nun mal immer wieder bei Menschen aus bestimmten Ländern bzw. Religionen. Das sind natürlich nicht ausschließlich Moslems.
Du scheinst ein echter Praktiker zu sein. Man legt die Sozialisation, die man jahrelang erfahren hat, nicht mit dem Grenzübertritt ab. Ich glaube sogar, die Sozialisation in einem völlig anderen Kulturkreis ist das grösste Problem bei der Integration.
So sehe ich das auch. Daher macht es auch wenig Sinn, wenn ich diesen Leuten Vorträge halte - es bringt einfach nichts. Außerdem arbeite ich in einem Feld, in dem ich mich dann ständig mit Klagen wg. Diskriminierung/ Rassismus/ sowienoch rumschlagen müsste. Habe ich keinen Bock drauf. Es wäre eben eine Aufgabe, das "gesamtgesellschaftlich" zu ändern zu versuchen - aber wie? Da habe ich keine Idee.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #3945Leuchtkabel, ich finde das Verhalten und die Einstellung einiger Männer unmöglich. Da können wir nur, egal woher so ein nettes Exemplar kommt, egal welche Religion er hat, Einhalt gebieten. Ganz entschieden. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, das es hilfreich ist, das anzusprechen.
Dazu kann ich nur sagen: Das bringt nichts. Wie oben schon gesagt: Der reflexhafte Vorwurf des Rassismus ist da ganz schnell geäußert (ist im RL nicht anders als hier, da geht das ja auch oft ganz fix), darauf habe ich keine Lust. Ich bleibe sachlich, sage nein, wo es angebracht ist, fertig. Blöd daran ist: Ich habe schon den einen oder anderen Spielraum, in ganz bestimmten Fällen, aber ich bin fast froh, wenn das nicht zum Tragen kommt, weil ich dann bald Heerscharen vor der Tür stehen habe, die diesen Spielraum ausführlich mit mir diskutieren und ebenfalls nutzen wollen. Argumente wie "geht bei Ihnen nicht, weil ..." zählen da nicht, da bin ich dann ganz schnell die rassistische Kuh, die ihnen etwas vorenthalten will.
Ja, ist es. Und deswegen ärgert es mich hier im Forum immer sehr, wenn jemand etwas schreibt - natürlich meist/ oft aus persönlichen Erfahrungen - und dann gleich jemand um die Ecke kommt und nach "Belegen" fragt - als wären persönliche Erfahrungen gleichgültig, solange es keine Studien mit großen Teilnehmerzahlen bestätigen. Bei allem nötigen Kampf gegen Rassismus ist der "positive Rassismus" doch ziemlich oft leider fehl am Platze. Und macht es für "die Guten" ja noch nicht einmal besser, die werden trotzdem oft mit den "Bösen" über einen Kamm geschoren.