Zitat von Neustart im Beitrag #3450Max, soweit ich es in Erinnerung habe, sind das jeweils Veranstaltungen "im privaten Raum"...
Hm, mag sein.
Wenn das eine Veranstaltung im privaten Raum war, verstehe ich allerdings nicht, warum der Veranstalter die Polizei für mangelnden Schutz kritisiert (im focus-Artikel nachzulesen)... wäre bei einer privaten Veranstaltung nicht in erster Linie der Veranstalter für die Sicherheit zuständig?
ach ja und noch etwas dazu...
Auch private Veranstaltungen dürfen verboten werden... machen die Behörden durchaus auch mal bei Veranstaltungen von rechten Gruppen.
regimetreue Eritreer im Ausland rekrutieren sich wohl überwiegend aus den Geflüchteten aus der Zeit des Bürgerkriegs und deren Nachkommen, damals befand sich die Eritreische Volksbefreiungsfront (EPLF) im Krieg mit Äthiopien (Eritrea war bis 1991 äthiopische Provinz), der damalige Generalsekretär der EPLF, Isayas Afewerki, ist heute noch Präsident Eritreas.
Die Geflüchteten der letzten Jahre fliehen vor dem zunehmend repressiver werdenden Regime Afewerkis. Es gibt Berichte, wonach die eritreischen Exilanten von eritreischen Behörden überwacht und unter Druck gesetzt werden, auch gibt es Berichte aus mehreren Ländern, wonach regimefreundliche Übersetzer bei Anhörungen in Asylverfahren falsch übersetzen würden (Quelle, leider zugangsbeschränkt). Ich schau mal, ob ich eine bessere Quelle finde.
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aus dem verlinkten Artikel... "Der Schutz der Veranstaltung sei eine Aufgabe des Staates. „Er muss als demokratisches Land daran interessiert sein“, sagte Russom. In den vergangenen 40 Jahren habe es derartige Veranstaltungen regelmäßig und ohne Zwischenfälle gegeben."
diese Aussage macht mich etwas ratlos... vielleicht hat der Herr ja Recht wenn er sagt, dass es die Aufgabe des Staates ist so eine Veranstaltung zu schützen... aber... selbst wenn es 40 Jahre lang keine Zwischenfälle gegeben hat... jetzt gibt es welche. Warum also muss so eine Veranstaltung kurz nach den letzten heftigen Kravallen schon wieder stattfinden?
Es ist mir völlig unverständlich, dass in 5 Tagen schon wieder so ein Event stattfinden soll. Der OB Nopper sollte mal darüber nachdenken, warum kaum noch jemand nach Stuttgart zum Einkaufen fährt. Es könnte einen Kausalzusammenhang geben.
Ich bin früher gerne einmal nach Stuttgart gefahren in die Markthalle, zu Butlers, zu Breuninger. Das hat sich jetzt leider. Zumal S-Bahn-fahren auch eine unsichere Sache ist.
Am Stadtrand von Stuttgart ist ein grosser Feinkostsupermarkt, den kann ich mit dem Auto anfahren. Ansonsten muss ich halt auf amazon zurückgreifen. Schade für die Einzelhändler.
Ich verstehe die ständigen Festivals auch nicht. Zumal es ja bekannt ist, daß es zu Ausschreitungen kommt. Eritrea ist ein kleines Land. Was soll das?! Vielleicht können die Polizisten sich verweigern? Die sind doch nicht die Deppen vom Dienst.
Das ist immer und überall dein Go-To- Argument, nicht? Ist mir zu schwarz -weiß.
Hat doch mit deutsch nichts zu tun, ich würde auch Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit sehr gerne nach solchen Straftaten ausbürgern, leider will die keiner. Wenn du als Gast in einem Land Zuflucht gefunden hast, dann sehe ich das sehr kritisch, wenn du in dem Land Krawall gegen die Ordungskräfte anzettelst in Protest gegen Zustände in deinem eigenen Herkunftsland. Das mag dir, Agathe, nur rechtslastig vorkommen, ist mir aber herzlich egal. Ich weiß sehr gut, wo ich stehe, da brauch ich dein Wohlwollen nicht. Gastfreundschaft hat irgendwo mal ein Ende und bei mir ist das erreicht, wenn blindwütig auf Polizisten eingeschlagen wird und die im Krankenhaus landen. Polizisten, die als Platzhalter für Fehlverhalten in anderen Ländern herhalten müssen. Nein, das darf nicht toleriert werden. Das hat nichts mit Rechtsstaatlichkeit nur für Deutsche zu tun, das hat mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit zu tun, das auch für Polizisten gilt. Doppelt , wenn du willst, weil die halten den Kopf für uns alle hin.
Ich verstehe jeden, der für sich und seine Familie ein besseres Leben will und bei uns dies beginnen will. Und die überwiegende Zahl von legalen und illegalen Migranten respektieren unsere Gesetze und geben sich alle Mühe, eine neue Heimat zu finden. Und dabei auch aktiv mitzuarbeiten, sich einzugliedern.
Wenn ein paar meinen, die Freiheit zu Demonstration hier auszunützen zu Krawallen, dann sollten sie sich bitte ein anderes Land dafür suchen. Und Landfriedensbruch ist keine Bagatelle und hat auch rechtlich die Konsequenz Ausweisung zur Folge - wie übrigens die meisten Gewaltverbrechen.
Zitat von Mendo im Beitrag #3457Ich verstehe die ständigen Festivals auch nicht. Zumal es ja bekannt ist, daß es zu Ausschreitungen kommt. Eritrea ist ein kleines Land. Was soll das?! Vielleicht können die Polizisten sich verweigern? Die sind doch nicht die Deppen vom Dienst.
Doch, genau das sind sie. Verweigern ist nicht, sind Beamte, das Recht haben sie (leider) nicht. Ja, sind die Deppen vom Dienst: Einerseits sollen sie alle beschützen und andererseits sollen sie sich beschimpfen und angreifen lassen von den armen Migranten und Flüchtlingen. Immer so wie es gerade paßt.
Genauso denke ich auch, Genny! Es gibt doch auch für Polizisten ein Recht auf Unversehrtheit. Ich wundere mich schon, woher diese Gewalt und dieser Hass gegen die Staatlichkeit kommt. Wir leben hier in Deutschland mit vielen anderen Menschen aus sehr vielen Nationen zusammen. Aus welchen Gründen auch immer sie hier sind.
Aber: es sind unsere Gesetze, die zählen für alle, für Hiesige und für Zugezogene/Zugewanderte. Wenn ich in einem Land lebe und dort bestimmte Dinge annehme und zu schätzen weiß (z. B. Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Religionsfreiheit), dann sollte ich diese Dinge nicht mit Füßen treten oder mit Knüppeln niederschlagen, nur weil sich da Menschen versammeln, die gerade eine andere Meinung als ich selbst habe.
Damit hat derjenige tatsächlich sein Gastrecht verspielt und es muss dringend geprüft werden, ob er ausgewiesen werden kann. Diese Menschen (ich kenne einige Eriträer persönlich, sie kamen damals in den 80er Jahren in unser Städtchen), dürfen dann gerne in ihr Land oder das ihrer Eltern zurück kehren, es kann ja nicht sein, dass hier bei uns Menschen in Gefahr geraten oder verletzt werden, weil Konflikte aus anderen Ländern hier ausgetragen werden.
Im Grunde genommen sehe ich das ja auch so wie ihr... wer den Staat, der ihm Schutz gewährt angreift, hat hier nichts mehr zu suchen! Im Fall "Eritrea" finde ich das aber etwas komplizierter... Die Polizei wurde ja nicht deshalb angegriffen, weil es deutsche Polizeibeamte sind, sondern weil sie zwischen den Veranstaltern (Regimebefürworter) und den Angreifern (Regimegegnern) standen. Klar ist es absolut zu verurteilen wenn Menschen aus Eritrea versuchen ihre Konflikte in Deutschland auszutragen... das ist meiner Meinung ach absolut nicht zu dulden. Aber, ich habe in der Pause ein bisschen was über Eritrea in DE gelesen (danke Analuisa, für die Anregung ) ... hier z.B...
Transnationale eritreische Institutionen spielen jedoch auch in demokratischen Staaten, einschließlich Deutschland, eine wichtige Rolle. Botschaften und Konsulate, Gemeinschaftsorganisationen (mahbere-koms) und die YPFDJ sind an der Generierung von Spenden aus der Diaspora beteiligt. Diejenigen, die vor der Unterdrückung und dem zeitlich unbegrenzten Nationaldienst geflohen sind und denen in den letzten Jahren Flüchtlingsschutz gewährt wurde, werden ebenfalls von Agentinnen und Agenten des Regimes behelligt. Regierungsunterstützer suchten z.B. Flüchtlingsunterkünfte auf, um die Geflüchteten zur Zahlung der Diasporasteuer aufzufordern. Zur Auflösung der Fußnote[15] Regierungsfreundliche Dolmetscher haben versucht, Interviews von Flüchtlingen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu manipulieren. Zur Auflösung der Fußnote[16] Jüngste Feldforschungen der Autorin haben ergeben, dass die Regierung Teile des Klerus von eritreischen orthodoxen Kirchengemeinden in Europa infiltriert hat. Für kirchliche Leistungen wie Taufen und Eheschließungen werden Gebühren erhoben und nach Eritrea überwiesen. Zur Auflösung der Fußnote[17] Darüber hinaus müssen Flüchtlinge, die sich an die eritreischen diplomatischen Vertretungen wenden, um ihre Dienste in Anspruch zu nehmen, eine "Erklärung des Bedauerns" unterzeichnen. Mit dieser bekennen sie sich schuldig, gegen ihre nationalen Verpflichtungen verstoßen zu haben. Sie müssen sich bereiterklären, bei einer etwaigen Rückkehr nach Eritrea jedwede Bestrafung zu akzeptieren, die das Regime für angemessen hält. Außerdem erklären sie sich damit einverstanden, künftig die Diasporasteuer zu zahlen. (Quelle - bpb)
und sehe da eben nicht allein die Angreifer als allein schuldige, die wir rausschmeißen sollten, sondern die andere Gruppe genauso... warum erlauben wir solche Machenschaften überhaupt? Und warum sind die Menschen, die das eritreische Regime ja ach so toll finden nicht längst freiwillig zurück gegangen?
Natürlich gibt es da keine einfache Lösung. Aber die Polizisten, die die Prügel einstecken müssen und sich ja nur wehren dürfen im Rahmen dessen, dass sie ihre eigene körperliche Unversehrtheit sichern sollen, die können an all den Mißständen nichts ändern.
@Max Gewalt gegen Polizisten ist unter keinen Umständen akzeptabel. Egal was dahintersteckt, alles , was du anführst, damit haben deutsche Behörden und Polizei nichts zu tun und sind der falsche Prügelknabe.
Und wenn Mißstände oder Bedrohungen wie von dir aufgeführt nicht angezeigt werden, kann auch nicht eingeschritten werden. Es sind sicher nicht alle Übersetzer regierungsfreundlich. Muß aber angezeigt werden, wer es ist. Die Flüchtlinge sollten schon aktiv mithelfen - aber nicht mit Gewalt.
Das ist immer und überall dein Go-To- Argument, nicht?
Nur da, wo es angebracht ist.
ZitatWenn du als Gast in einem Land Zuflucht gefunden hast, dann sehe ich das sehr kritisch, wenn du in dem Land Krawall gegen die Ordungskräfte anzettelst in Protest gegen Zustände in deinem eigenen Herkunftsland.
Ich finde Krawallmachen immer sehr kritisch.
ZitatDas mag dir, Agathe, nur rechtslastig vorkommen, ist mir aber herzlich egal.
Wo hab ich denn was von "rechtslastig" geschrieben?
ZitatIch weiß sehr gut, wo ich stehe, da brauch ich dein Wohlwollen nicht.
Du bellst den falschen Baum an.
ZitatGastfreundschaft hat irgendwo mal ein Ende und bei mir ist das erreicht, wenn blindwütig auf Polizisten eingeschlagen wird und die im Krankenhaus landen. Polizisten, die als Platzhalter für Fehlverhalten in anderen Ländern herhalten müssen. Nein, das darf nicht toleriert werden. Das hat nichts mit Rechtsstaatlichkeit nur für Deutsche zu tun, das hat mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit zu tun, das auch für Polizisten gilt. Doppelt , wenn du willst, weil die halten den Kopf für uns alle hin.
Wer schrieb denn etwas von "tolerieren"? Ich nicht, ebenso wenig wie ich was von "rechtslastig" geschrieben hab. Mir scheint, hier geht dein eigener Film ab.
Und nochmal für die Akten: GEwalt ist abzulehnen, jeder, der Gewalt anwendet, muss ermittelt und vor Gericht gestellt werden. Dieses entscheidet dann über die angemessene Bestrafung.
ZitatUnd Landfriedensbruch ist keine Bagatelle und hat auch rechtlich die Konsequenz Ausweisung zur Folge - wie übrigens die meisten Gewaltverbrechen.
Bis auf die Fälle, wo eben nicht ausgewiesen (bzw. korrekt: abgeschoben) werden kann aus rechtsstaatlichen und völkerrechtlichen Grünen.
Zitat von Max im Beitrag #3461Klar ist es absolut zu verurteilen wenn Menschen aus Eritrea versuchen ihre Konflikte in Deutschland auszutragen... das ist meiner Meinung ach absolut nicht zu dulden.
Ich finde es genauso zu verurteilen und ebensowenig zu dulden, wenn Menschen aus Deutschland versuchen, ihre Konflikte in Deutschland auszutragen. (Oder ihre überschüssige Energie loswerden wollen, wie z.B. Hooligans)
Es ist ein internationales phänomen. Ähnliche auseinandersetzungen, ebenso gewalttätig mit vielen verletzten, gab es auch in Stockholm, Toronto und Tel Aviv. Diese jahr wohl schlimmer als in den jahren zuvor. Ich habe keine erklärung, warum das so heftig wird. Würde mich wirklich interessieren.
Eigentlich eine sache der aussenpolitik, sich an die verantwortlichen in Eritrea zu wenden und sie aufzufordern, ihre aktionen auf deutschem staatsgebiet einzustellen.
Ich finde es genauso zu verurteilen und ebensowenig zu dulden, wenn Menschen aus Deutschland versuchen, ihre Konflikte in Deutschland auszutragen. (Oder ihre überschüssige Energie loswerden wollen, wie z.B. Hooligans)
Du hast schon gelesen, dass ich auch eine Liste von Deutschen habe, die ich liebend gerne ausweisen würde? Am besten auf eine sehr weit entfernte einsame Insel auf der Unterseite der Weltscheibe, die sie dann arisch rein bevölkern könnten. Die Weidel dürfte dann sicher nicht mit, weil ihr Lebensstil da wohl nicht konform wäre.
Nun, selbst der Verfassungsschutz hat verzweifelt gesucht und nichts gefunden. Ich gehe davon aus, dass diese Tatsache nicht belegt werden muss, da in vielen (durchaus auch seriösen) Medien darüber berichtet wurde.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #3464Ich finde es genauso zu verurteilen und ebensowenig zu dulden, wenn Menschen aus Deutschland versuchen, ihre Konflikte in Deutschland auszutragen. (Oder ihre überschüssige Energie loswerden wollen, wie z.B. Hooligans)
Hier waren aber gerade die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die von Exil-Eritreern ausgingen, Thema, und nicht deutsche Hooligans. Könntest du vielleicht einfach etwas zum Thema beitragen?
Zitat von Meerliebend im Beitrag #3469Nun, selbst der Verfassungsschutz hat verzweifelt gesucht und nichts gefunden. Ich gehe davon aus, dass diese Tatsache nicht belegt werden muss, da in vielen (durchaus auch seriösen) Medien darüber berichtet wurde.
@Meerliebend, wenn du eine ernsthafte Diskussion zu einem bestimmten Thema führen willst, wäre es schon hilfreich, ein paar mehr Informationen zu liefern und sich nicht auf sarkastische Bemerkungen wie z.B.
Zitat von Meerliebend im Beitrag #3443Und weil Herr Böhmermann so eine politische Instanz ist muss man (als Ministerin) seine Aussagen nicht kritisch hinterfragen.
zu beschränken. Das ist zwar nicht verboten, aber nicht eben diskussionsfördernd.
Analuisa
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Ich finde es genauso zu verurteilen und ebensowenig zu dulden, wenn Menschen aus Deutschland versuchen, ihre Konflikte in Deutschland auszutragen. (Oder ihre überschüssige Energie loswerden wollen, wie z.B. Hooligans)
Du hast schon gelesen, dass ich auch eine Liste von Deutschen habe, die ich liebend gerne ausweisen würde?
Es geht nicht um Kritik an dir oder deiner Haltung.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #3464Ich finde es genauso zu verurteilen und ebensowenig zu dulden, wenn Menschen aus Deutschland versuchen, ihre Konflikte in Deutschland auszutragen. (Oder ihre überschüssige Energie loswerden wollen, wie z.B. Hooligans)
Hier waren aber gerade die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die von Exil-Eritreern ausgingen, Thema, und nicht deutsche Hooligans. Könntest du vielleicht einfach etwas zum Thema beitragen?
Warum diese Schärfe? Das Thema dieses Threads ist "politische Fassungslosigkeiten". Mich macht es fassungslos, wenn immer wieder die Herkunft in den Vordergrund gerückt wird, wenn es um Bewertung von Straftaten geht. Justitia ist blind! Und daher ist mir dieses "Menschen aus Eritrea" aufgestoßen.
Es geht um Eritreische Probleme, die in Deutschland zu verletzen Polizisten führen. Das für dich @Agathe13 das keine Rolle spielt, ist für dich doch in Ordnung. Andere wollen Probleme aus anderen Ländern nicht importiert und hier ausgetragen sehen.
Mir ist unerklärlich, wo du in meiner schlichten Bitte, etwas zum Thema zu schreiben, Schärfe entdeckst. Whataboutismus ist zwar durch unsere Forenregeln nicht verboten, führt aber in Diskussionen selten irgendwie weiter.
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