Quirin, etwas basteln zu lassen für einen - kommerziell zugunsten einer Branche installierten - 'Feier-'Tag ist natürlich äußerst pädagogisch.
Oder möchtest du die Mutter geehrt wissen, die dank der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse immer noch eine größere Mehrfachbelastung wuppt als die meisten Väter und zum Ausgleich dafür in der Regel eine geringere Rente erwirtschaften kann?
Menno, Kuban hat die MitarbeiterInnen der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen aufgrund eines E l t e r nbriefes.
Warum regt dich das nicht viel deutlicher auf?
Wie ich zu der Weiterentwicklung in der Sache von Seiten des Trägers stehe, habe ich weiter oben ausgeführt, auch das ist für mich ein Politikum und geht m.M.n. gar nicht.
Wenn die MitarbeiterInnen keine Geschenke zu diesem Anlass basteln lassen wollen, Papa/Oma/Opa oder wer auch immer aber wichtig findet, dass Mama dringend ein vom Kind selbstgemachtes Geschenk bekommen muss, kann sich derjenige doch gerne mit dem Kind zuhause an den Tisch setzen und mit dem Basteln loslegen. Aber nein: die ErzieherInnen sind doch 'in der Pflicht'.
..... halten diese ErzieherInnen aber nicht für ihre Aufgabe, sie begründen das auch ohne die Kinder mit der Thematik zu konfrontieren, zumindest wird davon in der Presse, die ich gelesen habe, nichts geschrieben.
Dafür darf man sie an den Pranger stellen, wie es dieser Profipolitiker und Jurist getan hat?
Ich hätte gehofft, dass sich zumindest ein selbst politisch Aktiver nicht auf das Nebengleis 'basteln' konzentriert.
Ich erkläre dir gerne auch an dieser Stelle zum Schluss, wann bei uns von PädagogInnenseite Bastelangebote stattgefunden haben: * wenn sie themenbezogen passend waren, * wenn ein Kind mit einer konkreten Vorstellung um Hilfe bei der Umsetzung bat, oder * wenn die Kinder selbst motiviert waren, jemanden zu beschenken ( Betonung auf 'selbst motiviert') Anlass war in der Regel für letzteres ein Geburtstag in der Familie ( wobei dafür eher ein Bild gemalt wurde)
Ich bin durch meine drei Kinder viel mit jungen Menschen in Kontakt. Die sexuelle Orientierung eines Menschen und die verschiedenen Lebens/Familienformen sind für sie so normal wie morgens die Zähne zu putzen. Wortschöpfungen wie Gebärende anstelle von Mutter oder Erwachsenenmilch :-) finden in deren Leben überhaupt nicht statt. Das Ganze ist doch völliger Quatsch. Lieber Gruß von einer Mutter, die morgen von ihrer Brut zum Essen nebst ausgiebigem Spaziergang in Warnemünde eingeladen wurde. Ganz ohne Zwang. :-)
Hast du deine scheinbar doch älteren Kinder (sie können dich einladen) mal gefragt, ob ihnen selbst der Muttertag wichtig ist oder ob sie dich einladen, weil sie davon ausgehen, dass dir das etwas bedeutet, dass die Einladung ausgerechnet für morgen geplant wurde?
Egal wer „Muttertag“ erfunden hat - Ich halte es für einen Brauch, der viel mit Liebe und Zuneigung zu tun hat. Gerade bei „Aktionen“ der erwachsenen Kinder.
Nur weil Dir der Tag am Derrière vorbeigeht, brauchst Du das anderen nicht madig zu machen!
Gerade WEIL sie denken, daß es der Mutter wichtig ist, UND dann etwas tun, ist das ein Ausdruck von Aufmerksamkeit und Zugewandtheit. Nicht von dumpfbackiger, ewiggestriger Indoktrination.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Neustart im Beitrag #2827Quirin, etwas basteln zu lassen für einen - kommerziell zugunsten einer Branche installierten - 'Feier-'Tag ist natürlich äußerst pädagogisch.
Du beziehst dich auf meinen Beitrag, verdrehst aber die Worte oder hast sie nicht erfasst. Pädagogik bezieht sich auf etwas anderes in meinem Beitrag.
Daneben ist mir ein Rätsel, wieso du so dogmatisch darauf rumreitest, dass dieser Tag „kommerziell zugunsten einer Branche installiert“ wurde. Was spielt das denn für eine Rolle, ob das so ist oder nicht bzw. dass das so ist? Beide Tage sind eine schöne Tradition.
Zitat von Nora im Beitrag #2830Egal wer „Muttertag“ erfunden hat - Ich halte es für einen Brauch, der viel mit Liebe und Zuneigung zu tun hat. Gerade bei „Aktionen“ der erwachsenen Kinder.
Nur weil Dir der Tag am Derrière vorbeigeht, brauchst Du das anderen nicht madig zu machen!
Gerade WEIL sie denken, daß es der Mutter wichtig ist, UND dann etwas tun, ist das ein Ausdruck von Aufmerksamkeit und Zugewandtheit. Nicht von dumpfbackiger, ewiggestriger Indoktrination.
Nora, ich glaube nicht, dass ich jemandem den Tag von hier aus 'madig machen' kann - aber ich nehme mir trotzdem das Recht heraus, meine Einstellung zu dem Tag darzustellen.
Wenn es einem erwachsenen Menschen wichtig ist, dass sein Kind ihn zu diesem Tag mit einem Geschenk beglückt, kann er es ja gerne individuell dazu erziehen.
Aber im Vordergrund steht nach wie vor für mich die unsägliche Aktion des CDU-Politikers und dann im Nachgang das Einknicken des Erzbistums vor dem shitstorm.
Ich hätte von meinem Arbeitgeber erwartet, dass er mir den Rücken stärkt, statt mir noch einen zusätzlichen Schlag ins Gesicht zu verpassen, indem er öffentlich einen internen Elternbrief bewertet mit 'unglückliche Formulierungen' und mich so der zusätzlichen Häme der Teilnehmer am shitstorm aussetzt und ihnen quasi noch nachträglich die Legitimation dafür liefert.
Diversität ist gut und schön, und es gibt genügend Familien mit nur einem Elternteil (dazu habe ich in meiner Kindheit auch gehört), es gibt auch zwei gleichgeschlechtliche elternteile oder meinetwegen drei oder meinetwegen Nonbinäre und und und, aber es gibt vor allem, und vor allem in einem katholischen Umfeld, klassische Konstellationen. Die, finde ich, darf man nicht zugunsten der Minderheiten zurückstellen.
Wenn im Kindergarten nicht länger gebastelt werden soll oder schon mal gleich gar nicht zum Muttertag, ist es, finde ich, keine Sache, das irgendwie zu begründen, meinetwegen mit Personalmangel, meinetwegen damit, dass man Muttertag scheiße findet, aber die Begründung, die angegeben war, taugt nicht, und dass man sich über diese Begründung echauffiert, ist für mich nachvollziehbar.
Insofern kann ich verstehen, dass sich ein Politiker darüber aufbläst, aber alles andere, was er getan hat, ist natürlich hochgradig falsch. Vor allem, die Adresse der Kindertagesstätte zu veröffentlichen.
Ganz meine Meinung, franzi.
Meerliebend, Nora und Quirin, danke und schönen Muttertag.
Zitat von Neustart im Beitrag #2829 Hast du deine scheinbar doch älteren Kinder (sie können dich einladen) mal gefragt, ob ihnen selbst der Muttertag wichtig ist oder ob sie dich einladen, weil sie davon ausgehen, dass dir das etwas bedeutet, dass die Einladung ausgerechnet für morgen geplant wurde?
Meine Erfahrung und Sicht: Auch kleine Kinder machen gerne mal Geschenke und scheren sich nicht um ehemalige Hintergründe einer Tradition, sondern stürzen sich einfach begeistert ins Tun - sei es Basteln, Blumen pflücken oder Sonstiges.
Vielleicht sind sie in ihrer Unbeschwertheit da weiter als Erwachsene, können einfach das Hier und Jetzt leben.
Muttertag ist im Grunde doch eher für die Kinder wichtig: die Freude bei der Vorbereitung, die Begeisterung beim Anfertigen des Geschenks, Vorfreude darauf, ein selbstgebasteltes Geschenk zu überreichen, der Stolz über das eigene Werk,...
Keine Mutter sollte das dann nicht wertschätzen.
Mit zunehmendem Alter kann man dann entscheiden, die Tradition als Familientradition weiterzuführen oder auslaufen zu lassen; so wie der Osterhase manchen erwachsenen Kindern noch immer ein Osternest bringt, während andere Familien das auslaufen lassen.
Meine erwachsene Tochter liebt Familientraditionen, schenkt gerne und backt gerade für die Schwiegermutter. Sie weiß, mir bedeutet der Tag nichts, unabhängig davon freue ich mich aber über kleine Aufmerksamkeiten etc. Und deshalb bekomme ich heute auch einen Kuchen als kleines "Hab dich lieb". Ähnliches findet auch sonst immer mal statt, und eben auch am Muttertag. Das muss man sich nicht gegenseitig madig machen und sich diese kleinen Freuden nehmen, keine Verbindungen in die Vergangenheit erschaffen, die es so nicht geben muss. Vergangenes kann man einfach mal hinter sich lassen und nicht dem Hier und Jetzt überstülpen.
Familie genießen. Mehr braucht es gar nicht.
Zitat von Nora im Beitrag #2830Egal wer Muttertag erfunden hat - Ich halte es für einen Brauch, der viel mit Liebe und Zuneigung zu tun hat. Gerade bei Aktionen der erwachsenen Kinder.
Nur weil Dir der Tag am Derrière vorbeigeht, brauchst Du das anderen nicht madig zu machen!
Gerade WEIL sie denken, daß es der Mutter wichtig ist, UND dann etwas tun, ist das ein Ausdruck von Aufmerksamkeit und Zugewandtheit. Nicht von dumpfbackiger, ewiggestriger Indoktrination.
🙂👍💐 Und selbst wenn sie wissen, der Mutter ist der Tag piepegal, und sagen, trotzdem sage ich dir auch heute, dass ich dich liebe und schenke dir eine Kleinigkeit, ist das eine liebevolle Tradition.
Zitat von Quirin im Beitrag #2824 Diesen Versuch einer Gleichstellung sehe ich absolut nicht im Vorgehen der KiTa. Alles abzuschaffen, um ja bei niemandem auch nur den Hauch eines Eindruckes zu erwecken, man könnte anecken, hat nichts mit Gleichstellung oder Rücksichtnahme zu tun. Es ist der Rückzug in das Nichts, das Verabschieden von der Welt.
Man kann das geänderte Rollenverständnis und die neuen Elternkombinationen sehr wohl bestens berücksichtigen, indem man für Mamas und Papas basteln kann, was man möchte, und das auch thematisiert. Und man kann gegenüber den Kindern thematisieren, dass manche Kinder nur ein Elternteil haben (die basteln dann an beiden Tagen etwas z. B. für die Mama), manche zwei Mamas, aber keinen Papa oder drei oder vier Elternteile oder zur Mama ein Diverses. So geht Pädagogik.
💐👍😍
Genau so sehe ich das auch!
Kindern die Freude und Erfahrung dieser Aktion streichen, weil Erwachsenenhirne am Rad drehen. Geht's noch?!
Traditionen, sich wiederholende Feste, Rituale, das ist wichtig für Kinder. Unterteilen das Jahr in Abschnitte, geben Struktur und Sicherheit usw. Diese Traditionen können sich wandeln, entwickeln, aber sollten nicht gestrichen werden. Wo sollte das Problem liegen, statt für eine Mutter für zwei Mütter zu basteln oder für die beiden Väter? Welchen Unterschied macht es für ein Kind, wenn Mama sich als Divers einordnet? Wenn es statt Mama den Vornamen nutzt? Es geht um Liebe. Um sich gegenseitig achtsam gegenüberzutreten. Und so viel mehr, was einem Kind vermittelt werden sollte. Traditionen können sich dafür anbieten und das unterstützen. Und Freude und ein überquellendes Herz schenken. Gerade Kindern.
Was sich selbst zu wichtig nehmende Erwachsene gerade anstellen, sollte da in den Hintergrund treten.
Weederhex, dein Hauptthema ist offensichtlich der Muttertag - so wie viele User sich hier am ehesten darüber aufregen, dass es Menschen gibt, die diese gerade mal 100 Jahre alte 'Tradition', die von Beginn an belastet wurde, nicht teilenswert finden.
Was ist aber deine Haltung dazu, dass ein Politiker so handelt, wie es Kuban getan hat ? Wie denkst du über die Reaktion des Arbeitgebers? Wie würde es dir damit gehen, wärst du Opfer eines shitstorms am Arbeitsplatz ? Wie erklärst du es, dass Kuban in der Öffentlichkeit so wenig Kritiker findet?
Das sind Fragen, die mich viel mehr interessieren, die ich von der politischen Brisanz her für viel wichtiger halte .
Dass die Aktion von Kuban miserabel war wurde doch jetzt schon zigfach hier bestätigt. Da muss man nicht immer noch so tun, als wenn das jemand toll gefunden hätte. Das Verhalten war indiskutabel, somit gibt es darüber auch nichts zu diskutieren.
Du hasst mich, ich mag das, ich lebe durch dich. (Böhse Onkelz)
Weil es 'indiskutabel' war, bleibt es ohne Konsequenzen und wir weichen auf den dankbaren Nebenschauplatz aus .... lehren Kinder Empathie am Beispiel des Geschenke-Bastelns .... eigentlich ist das doch ziemlich traurig, finde ich
Zitat von Takamine im Beitrag #2840Dass die Aktion von Kuban miserabel war wurde doch jetzt schon zigfach hier bestätigt. Da muss man nicht immer noch so tun, als wenn das jemand toll gefunden hätte. Das Verhalten war indiskutabel, somit gibt es darüber auch nichts zu diskutieren.
Zitat von Takamine im Beitrag #2840Dass die Aktion von Kuban miserabel war wurde doch jetzt schon zigfach hier bestätigt. Da muss man nicht immer noch so tun, als wenn das jemand toll gefunden hätte. Das Verhalten war indiskutabel, somit gibt es darüber auch nichts zu diskutieren.
Da ich die Frage, ob Kinder zum Mutter- und Vatertag Geschenke basteln sollten, nicht für eine politische Fassungslosigkeit halte, habe ich gerade einen eigenen Strang aufgemacht.
Über den rechten Shitstorm gegen die Kita, dessen Auslöser und die Hintergründe kann dann hier ungestört weiter diskutiert werden.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Eine Möglichkeit, die ich genutzt habe, weil ich den Initiator des Ganzen zumindest mit der Wirkung auf mich konfrontieren wollte: Ich habe ihn angeschrieben.
Ebenso habe ich dem Erzbistum Fulda rückgemeldet, wie ihre Pressemitteilung bei mir ankommt.
Ich möchte nicht hinnehmen, dass diese Menschen sich rausreden aus ihrer Verantwortung oder sogar komplett zu den Vorgängen schweigen.