Zitat von Neustart im Beitrag #2748Es wäre für mich unverständlich, wenn er dafür keinerlei Konsequenzen zu tragen hätte.
Seitens der CDU hat er da offensichtlich nichts zu befürchten. Der hessische CDU-Generalsekretär hat Stellung bezogen, Kuban allerdings nicht mit einem Wort erwähnt, sondern weiter Stimmung gegen die Kita gemacht:
...In der Sache sage ich, Kinder brauchen Strukturen, die ihnen Halt und Orientierung geben. Diese Strukturen bestehen eben aus Mutter, Vater und Kind.
Ein offenes Weltbild ergibt sich im Laufe des Alters ganz von selbst und muss nicht durch Erzieherinnen und Erzieher vorgegeben werden. Vielmehr sollten Kinder in einer Umgebung aufwachsen, die ihnen Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Hierbei spielt die Familie als grundlegende Struktur eine wichtige Rolle.
Die Entscheidung der katholischen Einrichtung steht im Widerspruch zu diesem grundlegenden Bedürfnis von Kindern und ist somit für mich persönlich nicht nachvollziehbar. ... Quelle
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #2752Halte ich für nachvollziehbar.
dass ein CDU-General das nicht nachvollziehen kann? ich auch. sogar echt, nicht nur aus Anwanz-Kalkül. Aber der Scheuer-Andi und das tic- blinkernde Bären-Dorle verkünden ja auch schon, dass sie sich de Santis als Vorbild nehmen. Für Söder ist er immer noch ein guter Mann
Ich habe meine Kritik jedenfalls an Kuban selbst geschrieben- er will angeblich (so schreibt er es auf seiner Seite) Gräben beseitigen, dabei schafft er sie aktiv erst selber
Ich finde das mit der Erziehung zur Dankbarkeit der Mutter/den Eltern gegenüber ziemlich schwierig. Wenn es eine gute Verbindung gibt braucht es sowas nicht. Wir haben aber schon allein in diesem Forum reichlich Beispiele von toxischen Beziehungen zu Müttern und Vätern. Und die gesellschaftlichen Erwartungen an Kinder machen es nicht gerade einfach(er), sich in schwierigen Eltern-Kind-Beziehungen zu emanzipieren. Ich bin klar für Basteln, aber ohne Auftrag an die Kinder wie sie zu funktionieren haben.
Dankbarkeit ist im Übrigen sowieso ein Konzept auf dem ich persönlich keine Beziehung aufbauen möchte. Das finde ich manipulativ.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Wie sieht es denn mit den Strukturen aus, wenn die Eltern geschieden sind oder Patchwork oder es aus diversen Gründen nur ein Elternteil gibt. Oder es in den Familien häusliche Gewalt gibt?
Muss man da an Mutter und Vatertag drüber wegdenken, weil das Ideal von der Kernfamilie wichtiger ist?
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #2752Halte ich für nachvollziehbar.
Für mich nicht, da Konstellationen wie Mutter, Mutter, Kind(er) oder Vater, Vater, Kind(er), oder Transperson, Cisperson, Kind(er) genauso Halt und Orientierung bieten. Es kommt nämlich nicht auf die Familienstruktur, sondern auf das Familienleben an.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Im Kita-Brief stand zwischen den Zeilen deutlich, dass es gerade auch sehr an den Kapazitäten für das Basteln mangelt. Von Herrn Kuban wird man da vermutlich auch wenig Lösungsansätze hören. Basteln gehört einfach dazu. Gerade um den Muttertag.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #2752Halte ich für nachvollziehbar.
Für mich nicht, da Konstellationen wie Mutter, Mutter, Kind(er) oder Vater, Vater, Kind(er), oder Transperson, Cisperson, Kind(er) genauso Halt und Orientierung bieten. Es kommt nämlich nicht auf die Familienstruktur, sondern auf das Familienleben an.
äh ja?
Und?
Dann kriegt halt die "Transperson" die bemalte Graninivase.
Zitat von nur_so im Beitrag #2756Wie sieht es denn mit den Strukturen aus, wenn die Eltern geschieden sind oder Patchwork oder es aus diversen Gründen nur ein Elternteil gibt. Oder es in den Familien häusliche Gewalt gibt?
Muss man da an Mutter und Vatertag drüber wegdenken, weil das Ideal von der Kernfamilie wichtiger ist?
verstehe ich auch nciht... Ich bin in einer solchen Problem"familie" großgeworden. Trotzdem hab ich den Kindern, die in besseren Umständen lebten ihre Feier(tage) und ihre Gefühle immer gegönnt.
Ich hab oft für meine Oma was zum Muttertag gemalt oder Blumen gepflückt.
Zitat von nur_so im Beitrag #2756Wie sieht es denn mit den Strukturen aus, wenn die Eltern geschieden sind oder Patchwork oder es aus diversen Gründen nur ein Elternteil gibt. Oder es in den Familien häusliche Gewalt gibt?
Muss man da an Mutter und Vatertag drüber wegdenken, weil das Ideal von der Kernfamilie wichtiger ist?
im CDU-Klischee ganz offenkundig. Die Kirche versucht sich an der Quadratur des Kreises. Beide wohl aus Gründen der Kunden-Aquise
Zitat von nur_so im Beitrag #2758Im Kita-Brief stand zwischen den Zeilen deutlich, dass es gerade auch sehr an den Kapazitäten für das Basteln mangelt. Von Herrn Kuban wird man da vermutlich auch wenig Lösungsansätze hören. Basteln gehört einfach dazu. Gerade um den Muttertag.
Kindergartenkinder werden sehr schnell lernen, dass es auch andere Familienkonstellationen als Vater-Mutter-Kind gibt. Trotzdem halte ich persönlich es für richtig, ihnen erstmal gewisse Normen an die Hand zu geben.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #2752Halte ich für nachvollziehbar.
Für mich nicht, da Konstellationen wie Mutter, Mutter, Kind(er) oder Vater, Vater, Kind(er), oder Transperson, Cisperson, Kind(er) genauso Halt und Orientierung bieten. Es kommt nämlich nicht auf die Familienstruktur, sondern auf das Familienleben an.
äh ja?
Und?
Dann kriegt halt die "Transperson" die bemalte Graninivase.
Deine Fragen "äh ja? Und?" kannst du dir sicher selber beantworten, wenn du nochmal nachliest und erkennst, dass sich mein Beitrag, ebenso wie einige vorangegangene, mit der Stellungnahme des hessischen CDU-Generalsekretärs befasst und nicht mit der Frage, ob und warum zu Anlässen, die aus rein wirtschaftlichen Gründen geschaffen wurden, Kinder Selbstgebasteltes verschenken sollten.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Rokeby, für Oma malen geht doch nicht, da fehlte dir die "Orientierung und der Halt", wenn man den Text aus noBarbies link (#2751) liest. Ironie off
Ernsthaft: ein künstlicher nicht offizieller Feiertag, von Blumenhändlern gepusht vor hundert Jahren ( denen natürlich nicht ihr Umsatz, sondern die Belastung der Frauen wichtig war) , gehypt von den Nazis mit der Rolle der Frau als Gebärmaschine (gekrönt mit dem Mutterkreuz) - das ist der Hintergrund des Muttertages in D .... und dafür steht ein CDU Politiker in so fragwürdiger Weise ein, dass ihm die Folgen für Kinder und ErzieherInnen egal sind?
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #2765Kindergartenkinder werden sehr schnell lernen, dass es auch andere Familienkonstellationen als Vater-Mutter-Kind gibt. Trotzdem halte ich persönlich es für richtig, ihnen erstmal gewisse Normen an die Hand zu geben.
Norm: Vatermutterkinder?
echt??? Alleinerziehende (Väter oder Mütter) sind nicht Norm? so vermittelt?
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #2765Kindergartenkinder werden sehr schnell lernen, dass es auch andere Familienkonstellationen als Vater-Mutter-Kind gibt. Trotzdem halte ich persönlich es für richtig, ihnen erstmal gewisse Normen an die Hand zu geben.
Und die Normen sollten m. E. vor allem Empathie, Sozialkompetenz, Toleranz und Respekt beinhalten, damit heteronormative und queere Lebensformen und Familienkonstellationen als gleichwertig angesehen werden.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Da hast du recht, Roky: Basteln hat nur am Rande was mit Empathie zu tun und oft auch gar nichts. Es geht dem CDU-Hirschen aber offenkundig nicht ums Basteln sondern ums Weltbild.
Muttertagszwangsbasteln kann empathisch sein und nicht als Zwang empfunden, es kann einem Kind darüber aber auch die Lust am Basteln überhaupt vergehen. Das wäre in der Tat nicht gut fürs Kind. Sozialkompetenz, Toleranz und Respekt: kann man beim Basteln durchaus lernen, etwa in einem kooperativen Projekt, wobei auch da der Schuss nach hinten losgehen kann. sind aber alles ganz andere Themen
Am possierlichsten an der ganzen Farce ist ja, daß der Herr Kuban sich völlig sinnloserweise als Dreckschleuder produziert hat. Der Kindergarten will ja bloß nicht basteln, aber sich selbstverständlich weiter für das „christliche Familienbild“ einsetzen.
https://www.welt.de/vermischtes/weltgesc...stelverbot.html Gemeinsam stellen sie klar, dass die Kita auch weiterhin ein katholisches Profil hat und sich für das christliche Familienbild einsetzen wird, das die Rolle von Vater und Mutter mit einbezieht. Gleichzeitig werden andere Lebensmodelle und Realitäten nicht ausgeschlossen.
Das ist schon ein Aufreger. Für mich.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.