War das der Stress? Ich hoffe, du hast dich gut erholt inzwischen.
Ich wollte euch schon länger mal fragen, wie das mit der Motivation bei euch funktioniert. Bei mir ist das so, dass ich mir Belohnungen eigentlich nicht nützen. Ich kann also nicht sagen: Ich putze jetzt die Küche. Danach gönne ich mir 10 Minuten auf dem Balkon. Nein, ich putze die Küche, freue mich drüber und mache dann im Flur weiter. Die Aufgabe mit dem Schreibkram, die nach der Pause stattfinden sollte, wird dann einfach nicht mehr angegangen. Geht euch das auch so?
Nein, das war nicht der Stress. Bzw. ist das RL in dem Sinne auch gerade gar nicht Stress, sondern im besten Sinne bin ich dort sehr beschäftigt - mit Arbeit, Familie, Bücher lesen, Freunde treffen etc., so dass Forum gerade nur mal kurz beim Lesen am Handy auf dem Sofa stattfindet, und ich schreibe nicht so gerne am Handy, deshalb bleibt es beim Mitlesen.
Jetzt bin ich gerade nur mal kurz am Rechner, weil ich noch was ausdrucken wollte, das ich für die Arbeit lesen muss und ich das lieber heute entspannt im Liegestuhl mache als irgendwann nächste Woche gehetzt am Schreibtisch.
Habt noch einen sonnigen Sonntag, da wo die Gewitter noch nicht angekommen sind!
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #10228Nein, ich putze die Küche, freue mich drüber und mache dann im Flur weiter.
Hm, vielleicht braucht es dafür gar keine extrinsische Motivation/Belohnung, weil dir die saubere Küche einfach reicht? Oder ist das eine Prokrastinationsmaßnahme, um den Schreibkram nicht erledigen zu müssen?
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #10228Die Aufgabe mit dem Schreibkram, die nach der Pause stattfinden sollte, wird dann einfach nicht mehr angegangen. Geht euch das auch so?
Mir fällt es mitunter schwer, "einfach" anzufangen. Sobald ich dransitze, laufen die meisten Dinge dann schon. Außer putzen, das kann ich gar nicht leiden.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Es stimmt schon, ich freue mich über die saubere Küche. Und natürlich ist es für mich einfacher, da anzufangen, als mit dem Schreibkram. So komme ich manchmal ganz gut rein in den Arbeitsfluss, wenn ich erst einen Gang erledige oder Haushaltskram mache. Nur geht mir die Sache mit den Belohnungen nicht aus dem Kopf. Es wird gefühlt überall getönt: Belohne dich selbst. :-( Es funktioniert nicht für mich und ich würde gern wissen, ob es für andere funktioniert. Ich frage mich auch, ab das vielleicht was mit der Selbstliebe zu tun hat. Ich meist eher angstmotiviert.
Ich bin gar keine so große Freundin der Formulierung "mich selbst belohnen". Vielleicht, weil ich Belohnungen auch in der Kindererziehung nur in äußersten Ausnahmefällen wirklich hilfreich fand.
Ich würde es anders formulieren. "Sei nett zu Dir selbst, lass es Dir gutgehen". Also eher "verwöhne Dich selbst" als "belohne Dich". Denn man ist das doch wert, dass man nett zu sich selbst ist. Wenn man selbst das nicht ist, einfach so, ohne Bedingungen, wer soll es denn sonst sein?
Was das Herangehen an unangenehme Aufgaben betrifft, da funktioniert bei mir eher, dass ich mir ein Limit setze. Also (je nach Sache, die zu erledigen ist): ich fange damit jetzt mal an, und arbeite 5 / 15 / 30 Minuten daran, das aber auch wirklich intensiv, und dann schaue ich, wie weit ich gekommen bin, und mache entweder noch weiter oder höre auf und mache dann was Schönes. Die Belohnung ist dann eben, dass in der Sache schon was geschehen ist - und oft mehr, als man denkt.
Es mir gutgehen lassen, das kann ich völlig unabhängig davon.
Zitat von Tigerente im Beitrag #10233Ich bin gar keine so große Freundin der Formulierung "mich selbst belohnen". Vielleicht, weil ich Belohnungen auch in der Kindererziehung nur in äußersten Ausnahmefällen wirklich hilfreich fand.
Das ist wirklich eine hilfreiche Einsicht aus einer völlig anderen Perspektive!
Es ist eine prima Idee, das mal voneinander getrennt zu betrachten, Tigerente. Vermutlich fange ich oft einfach mit dem Belohnen an, um dem inneren Preußen ein Gegengewicht zu liefern. Beim Marshmallow-Test wäre ich aber wohl durchgefallen. Das 5/15/30 Minuten-Prinzip funktioniert bei mir bei unangenehmen Aufgaben nur selten. Dann hab ich da die halbfertige Sache herumliegen, dann mache ich meist weiter. Ich finde es gut, Sachen fertig zu haben. Ich kann auch nicht gut aufhören. Dass es mir hinterher besser gehen könnte, ist aber keine hinreichende Motivation. Das sind aber noch keine abschließenden Gedanken, nur so ein Zwischenstand.
@Borghild , erzähl doch mal mehr vom Urlaub, wenn du magst. Was hast du alles gegessen? Können wir mit Kochbuchinspirationen rechnen?
Wohlfühlen: Hab heute dann den Schreibkram erledigt, war eine Runde spazieren und hab auf der Bank im Grünen gelesen. Wen's interessiert: "Herrn Lehmann" von Sven Regener, musste lachen über das Telefonat mit der Mutter, die gegenseitigen Schuldzuweisungen und das Lamento derselben, wie klein und kränklich er doch war als kleiner Junge (der ja nun bald 30 wird). Hab den Absatz prompt meiner Mutter geschickt.
Puh, Nudeln, Tofu, Gemüse. Meist das. Ziemlich unspektakulär, aber ich mag es. In die Kochbücher hab ich noch keinen weiteren Blick geworfen. Hab das Wochenende zum Renovieren genutzt, es ist allerdings noch nicht fertig, und hab darüber hinaus eine super nervige Projektverlängerung an der Backe. Natürlich zusätzlich zum Tagesgeschäft. Ich könnte gerade im Strahl kotzen.
Ich bin auch nicht so ein Belohnungstyp. Ich such mir meine schönen Erlebnisse, Urlaube, Wanderungen, Begegnungen mit Menschen, aber ziemlich unabhängig davon, ob ich vorher was geleistet habe oder nicht. Pausen zu Regeneration sind mir wichtig (sportlich und mental), die gibt es auch, wenn vorher nichts Tolles rumkam. Auf den Gedanken, dies könne mangelnde Selbstliebe sein, bin ich noch nicht gekommen.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
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Pasdedeux, ich glaube eher, dass ich irgendwas Blödes gegessen hatte. Mir war schon zu Beginn der Woche in der Kantine etwas nicht so dolle bekommen und dann kam noch irgendwas on top, das den Magen dann endgültig aus dem Tritt gebracht hat. War aber bis Dienstag alles wieder im Lot, gottlob. Ich hasse es, wenn ich keinen Appetit habe und nicht richtig essen kann.
Das lange Wochenende habe ich total genossen. Am Feiertag und gestern waren wir schön im Wald spazieren, am Samstag haben wir einiges weggeschafft zu Hause. Der Mann hat im Garten gebuddelt und ich habe das Haus und die Gartenmöbel auf Vordermann gebracht, somit ist nun auch die Terrassensaison eröffnet. Und ich hatte endlich mal wieder Lesezeit, ohne die bin ich echt kein Mensch.
Das Belohnungs-Ding funktioniert für mich auch nur bedingt. Ich kann mich oft sehr schwer zu irgendwas aufraffen, aber wenn ich dann erst mal angefangen habe, finde ich es meistens gar nicht so schlimm und am Ende ist mir das gute Gefühl, Aufgabe XY abgehakt zu haben, schon Belohnung genug. Den Trick, erst mal für 10-15 Minuten irgendwas zu tun, habe ich auch schon häufig angewendet. In so kurzer Zeit kann man erstaunlich viel erledigen, und oft genug bleibe ich dann sogar etwas länger dran.
Was mir bei ungeliebten Aufgaben eigentlich immer hilft: gute Musik, Podcasts oder Hörbücher auf die Ohren. Dann fühlt sich die Zeit nicht ganz so "verloren" an.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
Moderatorin in Kultur und Unterhaltung | Mode und Kosmetik | Andere Sprachen - anderes Leben | Photographie | Hobbies aller Art
Essen ist etwas Feines! Heute mache ich mir meine Brokkoliceviche wieder und dazu gibt es Lachs mit Miso-Grapefruit-Irgendwas.
Gut, jetzt wissen "wir", dass Belohnungen oft gar nicht so zu funktionieren scheinen. Aufraffen, heißt die Devise. Es gab da mal ein Buch "Writing a Ph.D. in 15 minutes a day", das ich aber nur gekauft, nie gelesen habe. Vielleicht wäre es gut, an der Stellschraube zu arbeiten, dass man sich über das Gefühl der Erleichterung, etwas getan zu haben, freuen kann. Also das im Vorfeld noch etwas positiver zu visualisieren, dann fällt einem das Anfangen vielleicht leichter. Und dann: Oft ist es ja das Wegfallen eines Ärgernisses und nicht eine völlig neue Errungenschaft, was winkt - das ist nochmal ein Unterschied, finde ich.
Und ja, Musik hilft mir immer. Momentan höre ich viel Chavela Vargas, Amalia Rodrigues und Sergej Prokofjew - den "Dance of the Knights" in Dauerschleife. Zum Putzen ist ABBA besser.
Genau, "Wegfallen eines Ärgernisses" ist durchaus ein Motivationsfaktor oder zumindest hinterher ein schönes Gefühl :) Und ich finde es wichtig und hilfreich, einfach mal anzufangen. Die schlimmsten Dinge sind ja immer die, die man eeeeewig mit so einem diffusen Bäh-Gefühl vor sich herschiebt, das sich dann aber immer stärker aufbaut, je länger man prokrastiniert. Es gelingt mir beileibe nicht immer, aber ich bin darin zumindest schon deutlich besser geworden, den ersten Schritt zu machen - und hat man erst mal angefangen, ist die Aufgabe an sich oft nur noch halb so wild.
Was das Essen betrifft, bin ich ganz bei Dir. Etwas Gutes auf dem Teller ist für mich unerlässlich und sorgt im Alltag für kleine Wohlfühlmomente. Neulich hatte ich mal so eine extrem uninspirierte Kochphase, das hat man dann leider auch geschmeckt, dass ich lustlos bei der Sache war. Gottlob kommt das bei mir nicht allzu häufig vor.
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Eben habe ich eine Viertelstunde Dateien sortiert und eine halbe Stunde Papiere bzw. Bücher wegsortiert. Ich bin nicht fertig, aber man sieht den Fortschritt!
Jetzt mache ich mich ans Abendessen. @Borghild , was macht die Streicherei? @Delia.05 Wie geht es dir so?
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Hehe, nee, ich hab noch den nächsten Raum. Aber das Renovierungsprojekt wird und ich bin da ganz zuversichtlich. Dafür schleppt sich der Rest.
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Pasdedeux - momentan hakt es etwas wegen einer Neuralgie im oberen Rücken, brauch immer noch Ibu und dazu hab ich seit einer Woche eine Erkältung, seltsamerweise hauptsächlich abends und nachts, tagsüber erfreulicherweise nicht so arg. Da Sport etc. nicht möglich war hab ich zumindest viel Lesezeit bekommen, auch schön. Das schöne Wetter brachte genügend Wohlfühlmomente: Sonnen am WE, dem Salat beim Wachsen zuschauen, wir haben draußen gegessen, u.a. auch den ersten Spargel. Gestern hab ich mich über den Regenguss gefreut, der Garten braucht so dringend Wasser. Nebenbei stecke ich mitten in den Urlaubsvorbereitungen und grad haben wir die Tickets für Pompeji gebucht.
Wer die Gegenwart genießt, hat in der Zukunft eine wundervolle Vergangenheit.
Gute Besserung Delia! Pompeji ist ganz toll. Ich war mal vor, ähm, 15-17 Jahren dort. Wann soll es hingehen? Wir haben das ausgerufen als "Belohnung" für den Junior, wenn er in 3 Jahren tatsächlich das große Latinum geschafft hat.
Ich bin diese Woche nicht gut drauf. Ich verstehe es nicht, da ich ein ganz fantastisches Wochenende an der Ostsee hatte. Das Wetter war ja irgendwie aus einer anderen Realität, wenn ich mir die heutigen 10 Grad und den Regen anschaue. Aber seit Montag ist mir, als hätte einer den Stecker gezogen. Ich scheine das echt jedes Jahr im Mai zu haben. Da habe ich 1-2 Wochen, in denen ich nicht "rund" laufe.
Streichen müsste ich (wir) auch. Leider hat mein Mann darauf so gar keine Lust und ich stelle mich ungern auf Leitern und in den schönen Berliner Altbauten ist das aber unerlässlich.
Zitat von Naoko im Beitrag #10246Ich scheine das echt jedes Jahr im Mai zu haben. Da habe ich 1-2 Wochen, in denen ich nicht "rund" laufe.
Interessant, ich habe nämlich auch manchmal das Gefühl, dass bei mir gewisse Stimmungslagen mit dem Kalender wiederkehren. Mein Mann ist auch immer zu Frühjahrsbeginn für 2-3 Wochen unleidlich ohne ersichtlichen Grund.
Streichen und verwandte Tätigkeiten hasse ich und bin froh, dass wir das machen lassen können.
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Zitat von Pasdedeux im Beitrag #10239Aufraffen, heißt die Devise.
Ich hab mir irgendwann mal einen Zettel über den Schreibtisch geklebt auf dem steht: Bereit zu sein entsteht im Tun! Für mich persönlich passt das oft. Habt ihr auch so tolle Lebensweisheiten?
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Zitat von Delia.05 im Beitrag #10245momentan hakt es etwas wegen einer Neuralgie im oberen Rücken, brauch immer noch Ibu
Wenn ich mich da mal kurz einmischen darf. Ibuprofen ist eigentlich nicht das Mittel der Wahl bei Nervenschmerzen. Also möglicherweise wirkt da vor allem der Placeboeffekt oder die Schmerzen habe eine andere Ursache.
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Zitat von Naoko im Beitrag #10246Streichen müsste ich (wir) auch. Leider hat mein Mann darauf so gar keine Lust und ich stelle mich ungern auf Leitern und in den schönen Berliner Altbauten ist das aber unerlässlich.
Streich du doch unten und er oben. Dann hat er nur die halbe Arbeit. Vielleicht motiviert ihn das.
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #10247Streichen und verwandte Tätigkeiten hasse ich und bin froh, dass wir das machen lassen können.
Ich mach es auch nicht wirklich gern. Bin aber froh, dass ich die ganzen handwerklichen Fähigkeiten in meiner Kindheit und Jugend erwerben durfte oder musste und es kann. Was mich freut, zu ist das Ergebnis zu sehen. Ich würde es ungern bezahlen müssen, da geb ich mein Geld lieber für andere Dinge aus.
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