Das Lob kommt doch allgemein eher selten. Ich glaube, meist sehr gute Leistungen erbracht zu haben. Da kam nichts. Es fehlt mir aber auch jemand im privaten, der mir das spiegelt. Generell auch mein Verhalten. Mir sagt, geh zum Arzt, wenn ich mich noch drücke.
So, ich habe heute ein schönes Frühstück mit Franzbrötchen gehabt und eben mittags zugeschlagen mit Pho-Brühe, Zucchinisalat und einem Glas Kombucha. Der Voelkel-Kombucha schmeckt ziemlich gut. Mal sehen, wie ich den vertrage. Zur Brühe habe ich eine Frage. Ich habe die Bio Knochenbrühe Huhn&Rind für Phở von J. Kinski erstanden, wirbt mit 0,6 kg Knochen für 1 l Brühe. Ist das dann im Verhältnis besser als die angepriesenen 38 % der Knochenbrühe für Babys von Brox (370 ml)? Finde diese Angaben sehr verwirrend! Schon, oder? Kann mir jemand helfen?
Zitat Sie maßen sich auch an, mir gegenüber als grenzüberschreitend zu handeln, werden aber selbst fuchsig, wenn ich es wage, bloß auf meine Grenzen hinzuweisen. Dann bekomme ich Ansagen zu meinem Tonfall.
Hört sich nicht gut an - such dir eine neue bessere Umgebung. Auch wenn du dafür den gewohnten Sport momentan aufgeben mußt. Du findest was anderes, das dich mehr aufbaut. Das ständige Ankämpfen ( ich meine jetzt mental, nicht sportlich) kostet dich im Endeffekt mehr Kraft als du hast. Get out of there !!!
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #9476Das Lob kommt doch allgemein eher selten. Ich glaube, meist sehr gute Leistungen erbracht zu haben. Da kam nichts. Es fehlt mir aber auch jemand im privaten, der mir das spiegelt. Generell auch mein Verhalten. Mir sagt, geh zum Arzt, wenn ich mich noch drücke.
Oh ja. Dieses nicht geschimpft ist genug gelobt habe ich auch gefressen. Ich erlebe es öfters mal, dass Leute befürchten, Lob könne zu Überheblichkeit führen. Mein Eindruck ist allerdings, dass das nur in Kreisen geschieht, in denen man(n) sich gegenseitig unreflektiert anstachelt. Vielen anderen tut ein ehrliches Lob einfach nur gut und hilft ihnen. Der Fokus auf das Negative hingegen nicht.
Zur Brühe kann ich nicht weiterhelfen.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Gern per PN weiter. Hier im Forum möchte ich dazu jetzt erstmal nichts mehr öffentlich schreiben. :-)
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Dieses "nicht geschimpft ist gelobt genug" bin ich zwar von klein auf gewöhnt (deshalb kann ich vermutlich damit gut umgehen, es ist auch in meinem beruflichen Kontext sehr üblich), aber ich finde das auch suboptimal. Vor allen Dingen, was Du auch ansprichts, Borghild, wenn Leute denken, dass sie einen mit Kritik anspornen.
Ich weiß ja nicht genau, welchen Sport Du machst, gehe aber von einer gewissen Verwandtschaft mit dem meinigen aus. Und da ist man doch oft selbst sein schärfster Kritiker, man merkt doch, wenn Sachen nicht so gut sind, noch unrund, und man braucht oft viel mehr Verstärkung, dass man gesagt bekommt, was schon gut ist. Gerne auch mal praktische Tipps (als Beispiel, mein aktuelles "Ziel" ist, "Ellenbogen unten halten" bei allem möglichen, so lange, bis ich das automatisch mache, da hatte sich was eingeschlichen, worauf mich dann mal jemand hingewiesen hat, und das war auch gut so).
Ich kämpfe innerlich oft damit, dass es im Verein einige gibt, die nicht so recht akzeptieren wollen, dass ich zu Recht eine höhere Graduierung habe als sie (auch wenn ich die eben woanders erworben habe), nur weil ich anfangs halt beim Wiedereinstieg im neuen Verein noch recht unfit war und von einigen Dingen verwirrt, die insbesondere der eine Trainer schon sehr anders macht, als ich es mal gelernt habe. Und die nicht sehen können oder wollen, dass ich in den 4 Jahren, die ich bald wieder dabei bin, aufgrund der soliden Basis, die vor vielen Jahren mal anderswo gelegt wurde, und mein sehr kontinuierliches Training wieder auf meinem früheren Niveau bin (das sie ja nicht kennen, ich war ja früher woanders), und dieses deutlich über dem ihren liegt. (Mein Mann sagt immer "sei gnädig mit ihnen, die sind noch nicht so erfahren" und ich denke immer "ja, aber sie benehmen sich, als wären sie viel erfahrener als ich, und halten sich auch dafür, warum soll ich dann gnädig mit ihnen sein"?) Aber das sehe ich seit einiger Zeit auch als "Lernaufgabe", wie ich damit so umgehe, dass es mich nicht zu sehr nervt. Das erfordert übrigens bei jedem Trainingspartner ein anderes Vorgehen (äußerlich und innerlich, also auch in meiner Haltung).
Innerlich feile ich an der Haltung (gelingt immer öfter) "ich kann mit und von jedem was lernen". Und sei es nur, wie ich mit einer Person umgehe, die in 4 Jahren noch nicht kapiert hat, dass ich ihr anfangs einmal unbeabsichtigt wehgetan habe und jetzt seit 4 Jahren mit dieser Person extrem vorsichtig bin, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Die ist echt meine große Herausforderung.
Zum Sonstigen: ich verstehe, dass Du überlegst, ob Dir ein neues Umfeld gut tun könnte, andere Kontakte. Vermutlich ist das so. Aber meine Erfahrung ist auch, dass es manchmal auch schwer ist, gerade in neuen Umfeldern dann die Kontakte zu finden, in denen man sich dann vertrauensvoll öffnen kann. Das dauert auch seine Zeit.
Zitat von Tigerente im Beitrag #9480Zum Sonstigen: ich verstehe, dass Du überlegst, ob Dir ein neues Umfeld gut tun könnte, andere Kontakte. Vermutlich ist das so. Aber meine Erfahrung ist auch, dass es manchmal auch schwer ist, gerade in neuen Umfeldern dann die Kontakte zu finden, in denen man sich dann vertrauensvoll öffnen kann. Das dauert auch seine Zeit.
Ja, klar! Aber das erwarte ich auch nicht. Ich hab seit einiger Zeit wieder etwas mehr, aber noch sehr oberflächlichen Kontakt, zu anderen Frauen, die auf einer weitaus feministischeren Welle schwimmen, als ich das von vielen anderen kenne, mit denen ich zu tun habe. Und da merke ich auch, wie gut mir das tut. So als Beispiel.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Das kann ich gut verstehen! Ich muss gestehen, meine feministischen Gedanken behalte ich auch an vielen Stellen für mich. Da tut es mir gut, dass ich eben auch genug Freundschaften habe (und einen Ehepartner), die da da auf der gleichen Wellenlänge sind. Dann ist es leichter, in gewissen Kontexten einfach mal lieber nichts zu sagen.
Noch was anderes zum Wohlfühlen: ich habe mich kürzlich daran erinnert, dass meine Mutter uns beim Umzug von Haus in Wohnung vor 2 Jahren ihre Eismaschine mitgegeben hat, und der Jungerpel weiht diese soeben mit selbstgemachtem Mangosorbet ein. Bin gespannt! Jetzt rührt die Maschine erstmal eine Stunde oder so, und dann bin ich schon weg - hoffe, heute Abend ist noch was übrig. (Ursprünglich wollte er Erdbeersorbet machen, ich habe keine Ahnung, wieso er auf Mango umgeschwenkt ist.)
Zitat von Tigerente im Beitrag #9482Ich muss gestehen, meine feministischen Gedanken behalte ich auch an vielen Stellen für mich.
Schafe eigentlich, dass das nötig ist oder erscheint. Ich finde es schwer zu ertragen, dass Frauen oft genug Menschen zweiter Klasse sind. Ich mag dazu auch gar nicht mehr schweigen. Wobei ich es mitunter persönlich noch schwieriger finde damit umzugehen, wenn Frauen dann untereinander gehässig und hinterfotzig sind. Auch da fühlt es sich einfach bloß richtig an, mich zu distanzieren.
Guten Appetit zum Sorbet. Falls du noch was abbekommst. 😉
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Ich kann endlich mal wieder Wohlfühlmomente benennen, beides waren Erlebnisse von außen. Sprich ein Treffen mit einer Freundin. Wir wohnen in der gleichen Stadt, aber häufiger als 4x im Jahr treffen wir uns dennoch nicht. Gestern dann noch ein Treffen mit einem ehemaligen Kollegen, 10 Jahre nicht gesehen und trotzdem keiner Fremdeln, auch sehr schön. Es war aber vor allem dieses Ausbrechen aus dem Alltag. Dieses ständig und ewige Gleiche lähmt mich teilweise.
Gestern koreanisches Fast Food probiert und für sehr gut befunden, vor allem der Sohn war begeistert. Endlich mal eine Alternative zu Bratwurst und Burger.
Zitat von Naoko im Beitrag #9484Es war aber vor allem dieses Ausbrechen aus dem Alltag. Dieses ständig und ewige Gleiche lähmt mich teilweise.
Ooooooh, ja. Versteh ich nur zu gut. Ruhig mehr davon, das tut gut!
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Zitat von Naoko im Beitrag #9484Es war aber vor allem dieses Ausbrechen aus dem Alltag. Dieses ständig und ewige Gleiche lähmt mich teilweise.
Ooooooh, ja. Versteh ich nur zu gut. Ruhig mehr davon, das tut gut!
Ich schließe mich an! Mehr davon, egal was es ist. Wir waren heute nachmittag zu einem "halbdienstlichen" Termin meines Mannes unterwegs, in einem Park, eine wunderschöne Fahrradstrecke dorthin. Wäre der nicht gewesen, hätten wir den Tag vermutlich vergammelt, verarbeitet, was auch immer. So sind wir mal rausgekommen und es war echt schön. Und als wir heimfuhren dann die Idee, spontan heute Abend noch zu grillen, haben den Jungerpel von unterwegs angerufen, schon mal den Grill anzuheizen, und haben auf dem Heimweg noch dafür eingekauft.
Das Mangosorbet ist übrigens super, auch wenn der Hersteller noch nicht ganz mit seinem Werk zufrieden ist. Und es ist noch einiges übrig.
Zitat von Tigerente im Beitrag #9482Ich muss gestehen, meine feministischen Gedanken behalte ich auch an vielen Stellen für mich.
Schafe eigentlich, dass das nötig ist oder erscheint. Ich finde es schwer zu ertragen, dass Frauen oft genug Menschen zweiter Klasse sind.
Ich meine jetzt eher nicht offene Diskriminierung, oder blöde Sprüche, sondern eher, dass ich oft staune, wie viele Frauen meiner Generation, mit akademischer Bildung und guten Berufen, am Ende wieder in klassischer Rollenaufteilung landen und dann am Ende "auf Gedeih und Verderb" von der beruflichen Karriere des Mannes abhängen. Und das normal und gut finden. Aber es bringt überhaupt nichts, wenn man da was sagt.
Zitat von Tigerente im Beitrag #9489Ich meine jetzt eher nicht offene Diskriminierung, oder blöde Sprüche, sondern eher, dass ich oft staune, wie viele Frauen meiner Generation, mit akademischer Bildung und guten Berufen, am Ende wieder in klassischer Rollenaufteilung landen und dann am Ende "auf Gedeih und Verderb" von der beruflichen Karriere des Mannes abhängen. Und das normal und gut finden. Aber es bringt überhaupt nichts, wenn man da was sagt.
Du weißt auch nicht (immer), wie und warum sie darin gelandet sind. Ich glaube nicht, dass das alles immer eine so bewusste Entscheidung ist und ich glaube auch an weniger Wahlfreiheit, als wir uns manchmal einreden wollen. Soweit ich weiß, warst du zum Beispiel beruflich ziemlich sattelfest, als eure Kinder zur Welt kamen. Das ist in der Form eher die Ausnahme. Das schafft schon andere Rahmenbedingungen. Familiäre Prägungen, Erwartungen der Eltern (Mütter!), eigener Perfektionismus, ach, da spielt vieles eine Rolle. Und dann kommt dazu: es gibt erschreckend viele Männer, die einfach nichts für die Familie/Kinder tun. Die Alternative ist dann eine Trennung und alleinerziehend zu sein. Nicht jede erzählt dann nach außen, was der Mann eigentlich für ein &/$%&$&( ist.
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Innerlich feile ich an der Haltung (gelingt immer öfter) "ich kann mit und von jedem was lernen". Und sei es nur, wie ich mit einer Person umgehe, die in 4 Jahren noch nicht kapiert hat, dass ich ihr anfangs einmal unbeabsichtigt wehgetan habe und jetzt seit 4 Jahren mit dieser Person extrem vorsichtig bin, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Die ist echt meine große Herausforderung.
Wann ist sowas eigentlich mal vorbei? Also mal ehrlich, 4 Jahre? Ich habe neulich schlecht über jemanden geredet (ich hatte recht, aber das hilft nichts - es war einfach doof von mir) - und ich frage mich, wie kriegt man so einen Eindruck wieder los? Und dann lese, dass du seit VIER Jahren daran herumbastelst? Also unabhängig von meinem Problem würde ich sagen: Pack sie mal wieder etwas härter an.
Naja, sieh es als eine Lektion darin, wie unverrückbar sich (Vor-)urteile halten können. Ein Anderer hat immer so ein ungläubiges Staunen in den Augen, manchmal gepaart mit nervösem Lachen, wenn meine Techniken funktionieren.
Alles festsitzende Eindrücke aus dem ersten Jahr meines Wiedereinstiegs.
Ich kann die Anderen ja nicht ändern. Das ist ja irgendwo ihr Problem und nicht meins. Es gibt genug Menschen, die da nicht so festgefahren sind, an die halte ich mich. Ich kann halt nur gewissen Gestalten nicht immer aus dem Weg gehen.
Naja, ich kenne die Person noch nicht so gut. Ich ärgere mich einfach über mich selbst. Nicht wohlfühlig.
Dabei hatte ich heute Abend Spaghetti aus schwarzen Bohnen, die besonders gut zu meiner Pilz-Miso-Sauce gepasst haben. Außerdem endlich mal wieder Hülsenfrüchte, ich laufe ja quasi vor denen davon.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #9497Dabei hatte ich heute Abend Spaghetti aus schwarzen Bohnen, die besonders gut zu meiner Pilz-Miso-Sauce gepasst haben. Außerdem endlich mal wieder Hülsenfrüchte, ich laufe ja quasi vor denen davon.
Spaghetti mit Bohnen klingt gut. Miso irritiert mich. Aber hey, Irritation macht lebendig.
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