frangi, ich habe ja mit 30 angefangen, und da ist es mir schon sehr schwer gefallen, das mit dem Fallen noch zu lernen. Ich könnte mir das in meinem Alter auch nicht mehr vorstellen. Aber wieder reinkommen ging erstaunlich gut. Bloß diese "high falls", die man auch in dem Video sieht, da habe ich im neuen Verein immer noch Probleme mit. Die üben das zu selten, und die Trainingspartner haben komische Ansichten darüber, in welcher Höhe man dann stoppt, was dazu führt, dass ich Angst habe, weil die mich nicht weit genug runter führen, und die Angst haben, weil ich sie ihrer Ansicht nach zu weit runter führe und sie Angst haben, sich den Kopf anzuhauen. Das ist dann ein Teufelskreis, weil ich es mit meinem Mann, oder mit Leuten aus anderen Gruppen durchaus kann, aber immer ein paar "Probewürfe" brauche, bis ich mich wieder eingegroovt habe, es deshalb dann auch mit Anderen zu wenig übe und ich mich dabei nicht wirklich wohlfühle. Obwohl es eigentlich ein cooles Gefühl ist, man "fliegt" sozusagen.
Was ich schon merke ist, dass ich mir die Philosophie immer mehr im täglichen Leben zu eigen machen kann. Das war vor 20 Jahren (ich habe vor 25 Jahren angefangen, allerdings waren dann in Summe Pausen von ca. 10 Jahren plus Phasen, wo ich sehr selten trainiert habe, dazwischen) noch anders. Da musste ich erst noch mehr Lebenserfahrung sammeln um zu sehen, was für ein guter Umgang mit Konflikten das ist. Jedenfalls bei Konflikten, wo mir jemand schaden will. Manchmal braucht es konstruktives Streiten und konstruktive Auseinandersetzung, aber wenn jemand mir schaden will, ist es gut, beiseite zu treten und das ins Leere oder auf ihn zurückzulenken. Und nie an der Stelle anzugreifen, wo die Kraft wirkt. Immer drumherum gehen.
Marie-Madeleine, das ist bei mir genau der Punkt. Ich habe Phasen, in denen ich auch sehr stark kreativ und konzeptionell arbeiten muss, und in diesen Phasen ist Home-Office dann super. Bei mir ist ja ein Teil des Jobs "mit Leuten zu reden" (mal sehr weit gefasst), das sind sozusagen meine "Office-Zeiten", und die wirkliche Büro-Arbeit mache ich am liebsten zu Hause.
Bei mir lässt sich das selten so klar trennen, ich arbeite als Teamassistenz mit ein paar Zusatzaufgaben und bin Ansprechpartnerin für so ziemlich alles, was anfällt. Es gibt Tage, an denen kaum jemand was von mir will und ich in Ruhe Dinge abarbeiten kann, an anderen steht das Telefon nicht still bzw. dauernd taucht jemand anderes auf und will was von mir. Kann gelegentlich nervig sein, aber an den allermeisten Tagen macht mir genau dieses Unvorhersehbare Spaß :)
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
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@Tigerente , ich habe mir den Film jetzt auch angesehen und finde den Umgang mit Konflikten, philosophisch gesehen, sehr interessant. Kannst du vielleicht etwas mehr dazu schreiben? Wie würdest du mit einer Kollegin umgehen, auf die du zwar angewiesen bist und die dir meistens hilft, die dich mit ihrer spitzen Zunge aber gern einmal in der Öffentlichkeit bloßstellt? Neulich kam ein neuer Mitarbeiter (Hausmeister) und wir haben uns alle vorgestellt. Dann meinte ich: Ich bin die und die... Und er: Ja, Sie haben hier das sagen. Darauf die Kollegin: Naja, es gibt auch noch Kollegen über Ihnen. ?? Ich will das nicht eskalieren lassen und bin auf sie angewiesen, und das weiß sie genau. Dass ich ihr etwas beibringen könnte, würde sie nie zugeben. Vielleicht versteht sie es nicht einmal.
Heute hatte ich eine überregionales Meeting mit Kolleginnen, die sehr mit mir mitfühlten (zumindest die meisten), und das war recht konstruktiv. Danach habe ich den Rest des Tages gebummelt und mich massieren lassen, jetzt will ich noch ein wenig lesen.
Guten Morgen, Ich hoffe ihr habt alle ein schönes Wochenende vor euch liegen. Meine Chefin praktiziert auch seit ca. 10 Jahren Aikido, einmal wöchentlich und mir fällt auf, da du es erwähnt hast @Tigerente , dass ihr Umgang mit Konflikten und Problemen äußerst professionell und gut ist. Sie ist auch ein Pferdemensch und ein umheimlicher Teamplayer. Ich fühle mich auf Arbeit such sehr wohl und genieße den Kaffeeplausch zwischendurch. Trotzdem lege ich regelmäßig einen HO Tag ein um zügig Dinge abzuarbeiten bei denen ich mich sehr konzentrieren muss. Oder wo lange Gespräche am Telefon notwendig sind. Gestern habe ich ein neues Fitnessstudio hier getestet und bin sehr begeistert. Meine Gym hier zu Hause wird demnächst abgebaut und eingelagert, da brauche ich eine Alternative. Schön ist am neuen dass es auch ein Life Fitness Circle hat und eine Urban Sports Bereich, da reizen mich die ganzen neuen Sachen. Ein großzügiger Saunabereich mit Finnischer Sauna, Dampfsauna, Salzgitter und Tepidarium gehören auch dazu und noch besser.. 2x wöchentlich ist Frauensauna 😄. Den Eispool draußen gabe ich auch schon getestet und für mich eine neue Erfahrung sind die beheizten Steinliegen. Ich glaube das werde ich öfters nutzen. Nach dem Mittagessen wollen wir heute nochmal ein bisschen Langlauf machen und morgen früh geht es nach Altenberg zur Abfahrt.
harder, better, faster, stronger
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Letti euer Wochenendprogramm klingt toll, viel Spaß beim Skifahren! Im neuen Fitness Studio kann man sich ja auch gut Wohlfühlen. Was ist das Salzgitter im Saunabereich? Eisbecken draußen würde mir auch sehr gut gefallen, bei uns befindet sich das Tauchbecken im Innenbereich, manchmal wenn viel Betrieb ist, geh ich da nicht so gerne rein, da dusche ich lieber.
Schön, Letti,dass du den Winter so genießen kannst. Draußen ist jetzt ein hellviolettes Licht, gleich ist es dunkel. Ich habe hier Immortellenöl dampfen und meinen Kalender gecheckt. Nächsten Donnerstag und Freitag habe ich frei. Und mit Mittwoch im Homeoffice sind die Aussichten superb. Hoffe nur, dass sich nicht soviel anstaut über die freien Tage, das mich montags dann wieder erschlägt. :-) Jetzt lese ich noch ein wenig und dann habe ich einen hochwichtigen Termin mit meinem Friseur.
Zitat von Letti im Beitrag #8879 Meine Chefin praktiziert auch seit ca. 10 Jahren Aikido, einmal wöchentlich und mir fällt auf, da du es erwähnt hast @Tigerente , dass ihr Umgang mit Konflikten und Problemen äußerst professionell und gut ist. Sie ist auch ein Pferdemensch und ein umheimlicher Teamplayer.
Das ist interessant. Mein alter Trainer hatte auf seinem Feriengrundstück in Südfrankreich einen Nachbarn, der Camargue-Pferde (allerdings in den Bergen) züchtete und von dessen Reitweise ich völlig fasziniert war. (Ich reite nicht, aber ich hatte eine Freundin, die viel geritten ist, ich habe sie oft vom Stall abgeholt, dabei viele Leute gesehen und beim Warten "Studien betrieben".) Ich habe nie vorher und nie hinterher einen Menschen gesehen, der so sehr mit jedem Pferd, das er ritt, zu verschmelzen schien. Eine Einheit, wirklich. Er formulierte das so: "ich zeige dem Pferd nicht, wohin ich will, oder wohin es gehen soll, sondern ich nehme es dahin mit, wo ich hin will". Das beschreibt es wirklich gut.
Nicht falsch verstehen - es geht nicht darum, Menschen oder Tiere zu manipulieren oder so, sondern "Energien zusammenzuführen", die in die gleiche Richtung wirken sollen.
@Pasdedeux, da gibt's ja ganze Bücher drüber. Was ich immer ein gutes Bild finde ist, dass es oft (nicht nur beim Aikido, kommt auch mal in Kung-Fu-Filmen oder so (?) vor, glaube ich) heißt, dass man sich am Wasser orientieren soll, das Hindernisse umfließt, aber trotzdem und gerade deshalb eine unglaubliche Kraft entfesseln kann. Oder Bäume, die dem Wind dadurch trotzen, dass sie von ihm zwar verbogen werden, aber immer wieder in ihre alte Form zurückgehen (außer der Wind ist wirklich zu stark). Ich kann Dir auf Deine Frage nicht wirklich eine Antwort geben, es würde glaube ich zu weit führen. So gesprächstechnisch wäre die Entsprechung glaube ich, solche Sprüche aufzugreifen, fast schon zu verstärken, dass derjenige merkt, was für einen Unsinn er redet. (Angriff aufnehmen, weiterleiten ins Leere.) Und sich, wenn das öfter vorkommt, und diese erste Sache nichts hilft, überlegt, wie man das am besten kontert. In Ruhe drüber nachdenken (entspräche beim Aikido dem, dass man das Ausweichen nutzt, um sich günstig zu positionieren). Aber beim Kontern eben nicht "Kraft gegen Kraft" setzen, und vermeiden, dass der Andere sich unterlegen fühlt, denn dann kriegt der wieder nur Rachegedanken und versucht beim nächsten Mal noch besser zu kontern. Der darf gar nicht so recht merken, wie das geschehen konnte, dass er seinen Spruch nicht anbringen konnte oder wahlweise der nicht gut ankam, sich gegen ihn gewendet hat oder was auch immer. Wenn alles nichts hilft, versuchen, der Situation generell aus dem Weg zu gehen.
Kannst Du damit was anfangen?
@Wohlfühlen: Das hat richtig gut getan diese Woche. Nachdem ich Mittwoch von Höllenmuskelkater gequält wurde, hat der Donnerstag kaum noch welchen verursacht.
Heute war ich mit dem Rad zu meinem Arbeitstermin - hauptsächlich aus praktischen Gründen, so richtig einladend fand ich das Wetter nicht zum Radfahren, aber am Ende hat es gut getan, in Summe ca. 16 km zu radeln.
@kiwikirsche es sollte eigentlich Salzgrotte heißen. PDD ich hoffe die Frisur Sitz und du hast ausreichend 3 Wetter Taft... 😁
Wir mussten den Langlauf abbrechen, es kam unangekündigter Sturm auf, nach einer Stunde waren wir vollkommen ausgekühlt und konnten die Hand vor Augen nicht sehen, wir waren auf der ebenen und freien Bergkuppe. Mit Hilfe meines Handy Navis haben wir zum Auto zurück gefunden, das war schon echt gruselig. @Tigerente du musst auch Samstags arbeiten, hast du dafür unter der Woche frei?
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Letti, das ist schwer zu beschreiben. Ist ein bisschen wie bei Selbständigen, auch wenn ich Beamtin bin. Es gibt fixe Termine, da muss ich hin, und im Januar und im Juni/Juli können die auch mal am Samstag sein (so als Einzeltermine). Diesen Januar habe ich von 3 möglichen Samstagen leider zwei erwischt. Ansonsten ist völlig egal, wie und wann ich meine Arbeit mache (es gibt auch keine Zeiterfassung), Hauptsache ich mache sie. Und wie bei Lehrern muss ich auch keinen Urlaub einreichen, sondern es gibt eben "Ferien", in denen ich in Urlaub fahren kann, und Zeiten, in denen ich auf gar keinen Fall weg kann.
Das heißt, ich nehme mir die Zeit dann unter der Woche, wenn möglich. Oder mache mal ein bisschen länger Urlaub.
Puh, Schneesturm und/oder Nebel beim Skifahren (egal ob Langlauf oder Abfahrt) fand ich auch immer gruselig (war ewig nicht skifahren). Wenn man so gar nichts mehr sieht. Gut, dass es heutzutage Handys gibt.
Für den Wohlfühlmoment hat heute mein Mann gesorgt, ich wurde fabelhaft bekocht mit Safran Risotto und Miesmuscheln im Tomatensud. Zum Glück gab es die Venusmuscheln im 2kg Paket, was dann selbst meinem Mann zu viel ist. Den Vormittag habe ich in Ikea, den Nachmittag im HO verbracht. Hoffentlich können wir morgen Vormittag an die Luft, der Rest der Familie kränkelt nämlich.
Tigerente, das Konzept mit ‘Angriff ins Leere laufen lassen, um Replik vorzubereiten’ wurde mir vor Jahren auch beim Tai Chi so erklärt.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Es war heute wunderschön, kalt, klar, sonnig und anstrengend. Zu Hause gab es ein warmes Wannenbad, Massage mit der Massagepistole und eine große Portion Griesbrei mit Zimt und Apfelmus. Jetzt liege ich schon im Bett und lese noch ein bisschen von Hape Kerkeling "Gebt mir etwas Zeit " Kommt alle gut in die neue Woche.
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Wettermäßig war es hier wie bei dir, Letti. Ich wär gerne raus auf eine Runde, aber die Hüfte zickt grad etwas vermehrt. So hab ich mich stattdessen mit dem Ergometer und Blick nach Draußen begnügt. Zur "blauen Stunde" - ich liebe diese Tageszeit - sind wir in den whirlpool, das war sehr angenehm. Durch die wochenlange Erkältung kam das auch zu kurz. Geschlafen habe ich die letzten Nächte relativ gut - nachdem mich mittwochs den Vor-Vollmond arg gestört hatte. Tatort wie immer am Sonntagabend ... nicht so sonderlich, da passte der alkfreie Weisswein gut dazu...
Wo steckt eigentlich Sally??
Habt einen guten Start in die neue Woche.
Wer die Gegenwart genießt, hat in der Zukunft eine wundervolle Vergangenheit.
Danke @Tigerente , für deine Erklärung. Ich versuch's ja und nehme diese Kollegin auch nicht immer so ernst, aber manchmal kränkt es mich einfach.
@Delia.05 Die blaue Stunde - dazu gibt es ja ein Parfum, und mehrere Kompositionen. Bei mir ist das auch die Lieblingszeit, dann ist mein Kreislauf stabil und ich komme zur Ruhe. Ich war heute nur kurz draußen und hab mir dann mein Leibgericht gemacht: Bratkartoffeln. Jetzt schaue ich einen Truffautfilm zu Ende, "Tisch und Bett", aber dann werde ich mich wieder einem Japankrimi widmen. Kommt alle gut in die Woche!
Zitat von Naoko im Beitrag #8885Für den Wohlfühlmoment hat heute mein Mann gesorgt, ich wurde fabelhaft bekocht mit Safran Risotto und Miesmuscheln im Tomatensud.
Tigerente, ich les grad ein Buch über Japan, es heisst 'Kokoro' und ist von Beth Kempton, einer britischen Japanologin und Autorin. Es geht da um die Zeit, als sie die drei wichtigsten Berge in Japan bestiegen hat, auf der Suche nach den grossen Fragen und Antworten. Gestern kam ich an eine Stelle, wo sie von dem Begriff 'ma' erzählte, der den freien Raum beschreibt, den man zum sich sammeln braucht. Das Konzept, das es zB in Kunst, Architektur, Musik, Ikebana, Tee Zeremonien, Zen Gardens und Martial Arts gibt. Sie schreibt "Ma is a gap in a rushed life, the pause between stimulus and calm response. It's the space between us."
Da musste ich schmunzeln, wegen unserer Unterhaltung hier. Ich mag solche zufälligen (oder nicht zufälligen) Dinge. Sie trifft sich auch mit einer 78 Jahre alten Aikido Masterin, deren Motto war "I study as if I am going to live to 120 and I live as if today is all I have." Schönes Buch.
Wohlfühlmomente gestern war der nachlassende Regen und Balkonzeit mit Kirschen, Kaffee und Buch. Heute - wird sich zeigen.
Schlaft gut!
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Frangipani, ich kenne "Mu" im japanischen Zen, bedeutet soviel wie "Nichts" oder "Leere".
Muss auch noch nachtragen: Hab dann gestern per PN den Tipp bekommen, meine Parisbilder als Bildschirmschoner durchlaufen zu lassen. Et voilà! Mandarinen gab es auch. Husten etwas besser. Habe Nasengespült und gegurgelt, vielleicht liegt es tatsächlich an den Allergien. Gestern erzählte mir auch jemand, auch Schleim in den Atemwegen könne ein Symptom für Asthma sein. Sorry für meine Onlinehusterei!
Ja, sie setzt Raum und Leere gleich, positiv besetzt. Sie benutzt das Wort 'Space', 'Gap'. 'A fertile void from which newness can arise' . Ich hab echt Respekt vor denen, die Japanisch in Wort und Schrift können., jeder kleine Zusatz erweitert oder verändert Begriffe.
Hast du mal auf Asthma testen lassen? Asthma kann sich auch aus Allergien entwickeln.
Ich hab jetzt mal mein Bett am Kopfteil aufgebockt, 13cm. Gut, dass ich soviele Fachzeitschriften habe. Mal gucken, ob es was hilft. Noch muss sich der Rücken dran gewöhnen.
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Klar hab ich Asthma! Dachte nur, das äußert sich anders und nicht als gefühlte Dauerbronchitis.
Jetzt hab ich eine halbe Stunde meine Allergietabletten gesucht - und wo waren sie? Wo ursprünglich angenommen. Dabei ist das Arzneikästchen nicht sehr groß. Bonne nuit!
Hast du eventuell Schimmel in der Wohnung (oder am Arbeitsplatz)? Das kann auch zusätzlich noch Asthma auslösen, gerade wenn man ohnehin schon Allergien hat.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
frangi, das klingt sehr spannend, dieses Buch. Schade, dass es das noch nicht auf Deutsch gibt, das wäre ein super Geburtstagsgeschenk für meinen Mann, aber auf Englisch wird er es nicht lesen. Habe aber gerade entdeckt, dass es im Mai bei Suhrkamp rauskommt - dann halt nächstes Jahr zum Geburtstag, oder zu Weihnachten. Mir fehlt in unserem momentanen Verein auch der "japanische Geist" so ein bisschen.
Vielleicht besorge ich es mir vorher schon auf Englisch.
Ja, darum geht es bei uns auch oft - der Raum zwischen uns, die eigene Sphäre. Unser einer Trainer hat in letzter Zeit oft Übungen gemacht, wo ihm wichtig war, dass wir uns eine Matte suchen und auf der bleiben. Und wenn der Angreifer nicht in diesen Raum eindringt, bzw. wenn er wieder aus diesem Raum raus ist, dann müssen wir nichts machen. Weil es ja alles rein defensiv ist, und wer nicht in unseren Raum eindringt, bedroht uns nicht.
Zu der Sache mit dem leeren Raum habe ich noch eine lustige Geschichte. Ich traf mal jemanden, der lange ein kleines der Uni angeschlossenes mineralogisches Museum leitete (in einer der Städte, in der ich mal gewohnt habe). Der erzählte, dass sie das irgendwann mal aufhübschen wollten, und weil ein Bekannter von ihm Schaufensterdekorateur bei Karstadt war, hat er den gefragt, ob er nicht Lust hätte, ihm ein paar Tipps für eine bessere Präsentation zu geben. Der schaut sich das an und sagte dann wohl: "Alles viel zu vollgestopft. Der leere Raum ist total wichtig. Ihr dürft maximal 2/3 der Präsentationsfläche füllen." Er hat ihm dann wohl auch bei der Neugestaltung geholfen, und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Um den "leeren Raum" kämpfe ich ja in diesem Haushalt mit "sammelnden Männern" immer. Das habe ich größtenteils aufgegeben. Aber ich brauche denn halt auch mal in meinem Leben - immer mal wieder Momente, die einfach nicht mit irgendwas angefüllt sind. Gerade kann ich mir die schaffen, ich glaube, deshalb bin ich gerade recht entspannt.
Pasdedeux, das mit den Bildern macht mein Mann immer, ich finde das total nett, wenn ich in sein Arbeitszimmer komme und dann norwegische (oder schottische) Weiten sehe.
Zitat von frangipani im Beitrag #8891 Tigerente, ich les grad ein Buch über Japan, es heisst 'Kokoro' und ist von Beth Kempton, einer britischen Japanologin und Autorin. Es geht da um die Zeit, als sie die drei wichtigsten Berge in Japan bestiegen hat, auf der Suche nach den grossen Fragen und Antworten. Gestern kam ich an eine Stelle, wo sie von dem Begriff 'ma' erzählte, der den freien Raum beschreibt, den man zum sich sammeln braucht. Das Konzept, das es zB in Kunst, Architektur, Musik, Ikebana, Tee Zeremonien, Zen Gardens und Martial Arts gibt. Sie schreibt "Ma is a gap in a rushed life, the pause between stimulus and calm response. It's the space between us."
Da musste ich schmunzeln, wegen unserer Unterhaltung hier. Ich mag solche zufälligen (oder nicht zufälligen) Dinge. Sie trifft sich auch mit einer 78 Jahre alten Aikido Masterin, deren Motto war "I study as if I am going to live to 120 and I live as if today is all I have." Schönes Buch.
Schlaft gut!
Das Buch steht auch schon ewig auf meiner Amazon Liste, aber wie Tigerente schon schrieb, nicht auf deutsch zu bekommen.
Ansonsten weiß ich nun, warum ich letzte Nacht so mies geschlafen habe. Mich strahlte heute morgen ein toller Vollmond an, als ich in der S-Bahn saß. War wirklich ein schöner Anblick. Heute scheint wieder die Sonne, ist aber recht kalt. In der Mittagspause werde ich auf jeden Fall rausgehen und wenn alles klappt, ist heute der letzte lange Tag für mich und es wird wieder ruhiger werden.
Ja, ich hab das auch grad gelesen, mit dem Erscheinungstermin auf deutsch, Mitte Mai. Ich hatte auch die Idee, es einer Freundin zum Geburtstag zu schenken, aber der ist früher. Englisch liest sie nur ungern.
Ich bin auch ein grosser Freund von 'white space'.
Vollmond heute - kein Wunder, dass ich um 4 aufgewacht bin. Ein paar Stadtteile weiter gibt es eine Gruppe, die gehen bei Vollmond schwimmen, aber es hat jetzt soviele Tage so doll geregnet, da ist es nicht angebracht, ins Wasser zu gehen. Also dann im Februar.
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Mein Arbeitszimmer/Bücherzimmer/persönliche Rumpelkammer ist schon ziiiemlich vollgestopft und ich mag keinen Minimalismus, aber so ein bisschen "Luft" im Raum finde ich viel angenehmer als komplett vollgeknallte Zimmer. Die empfinde ich häufig als erdrückend. Beim persönlichen Outfit habe ich mal festgestellt, dass für mich der Grundsatz "nicht mehr als 9 sichtbare Teile" ganz gut funktioniert und dass ich das instinktiv oft so mache, ohne drüber nachzudenken (obwohl ich Brillenträgerin bin und somit ein Teil mehr "gesetzt" ist). Gerade beim Schmuck ist bei mir weniger mehr.
Das Wochenende war ziemlich entspannt und erholsam, auch wenn ich mich fast die ganze Zeit mit einem doofen Blähgefühl rumärgern musste. Irgendwas war mir am Freitag wohl nicht bekommen. Aber ich war 3 x auf der Yogamatte und gestern eine Stunde mit dem Gatten im Wald spazieren, was zwar sehr kalt, aber auch sehr sonnig war. Heute morgen hielt sich die Lust in Grenzen, aber dafür habe ich einen tollen tief hängenden Vollmond zu sehen bekommen, riesengroß und dunkelgelb vor einem zartrosa und hellblau gestreiften Himmel. Ein wunderschönes Bild.
Ob's der Vollmond war, wegen dem ich heute nach ein paarmal kurz wach war, keine Ahnung ...
frangi, danke für den Buchtip! Ich bin gerade auch auf "Wabi Sabi" von derselben Autorin gestoßen, das spricht mich inhaltlich sogar noch ein bisschen mehr an.
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Lustig, meine Kollegin meinte heute auch, sie habe schlecht geschlafen. Aber dann müsste doch heute erst recht kein guter Schlaf möglich sein, oder? Auf dem Heimweg habe ich heute das hier erlebt:IMG_7409.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Fand ich so schön.