Piazza, wenn man mit einem Heim zu tun hat, kämpft man häufig gegen Windmühlen. Dinge zu regeln dort, ist nicht leicht. Doch, das kann ich akzeptieren. Nützt ja nichts!
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Aus Anonymitätsgründen mag ich das Foto hier nicht einstellen, wollte euch aber von etwas Schönem berichten:
Meine Schwiegermama hat starke Spastiken in den Händen und Armen. Nun hat sie deswegen vom Heim ein neues Lagerungskissen bekommen, ein zauberhaftes, plüschiges, farbenfrohes, angedeutetes Krokdil, das den Bedürfnissen im Rollstuhl in der Form perfekt angepasst ist. 💚
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Schön! Schade, hätte ich gerne gesehen. Du könntest das Gesicht unkenntlich machen, dann wäre die Anonymität gewahrt. Also wenn du möchtest.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
In "meinem" Heim gab es zu Weihnachten für jeden Bewohner eine wirklich schöne, warme rote Kuscheldecke, das fanden wohl alle toll und sie ist, je nach Bewohner, auch rege in Gebrauch. Da ich mich da gar nicht auskenne: ist es üblich, dass die Bewohner Geschenke bekommen?
Ja, das ist üblich. In dem Heim, das ich kenne, wird sogar nach Vorlieben der Bewohner geschenkt. Kleinigkeiten, aber gut ausgesucht.
@Klara48 Machst du so schlechte Erfahrungen in dem Heim deiner Mutter oder ist deine Einstellung zu Heimen an sich schon kritisch. Ich habe auch einen Angehörigen in einem Heim. Klar geht auch schon mal etwas schief, aber ich erlebe die Pflegekräfte als sehr zugewandt und hilfsbereit. Es ist ein Heim, in dem schon meine Mutter versorgt wurde. Sehr viele Pflegekräfte sind mir aus dieser Zeit noch bekannt, also hat es keine große Fluktuation gegeben.
Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. (Gustav Heinemann)
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #4731In "meinem" Heim gab es zu Weihnachten für jeden Bewohner eine wirklich schöne, warme rote Kuscheldecke, das fanden wohl alle toll und sie ist, je nach Bewohner, auch rege in Gebrauch. Da ich mich da gar nicht auskenne: ist es üblich, dass die Bewohner Geschenke bekommen?
Ja. Meistens sind es abwechselnd Fleecedecken, Kuschelsocken und Bodylotion.
Handtücher nicht, weil die vom Heim gestellt werden und Privathandtücher deshalb organisatorisch in der Wäsche Probleme bereiten.
Süßigkeiten nie, weil Diabetiker ja keine essen sollten. (Trotzdem wird Kohlenhydrat-Pampe bei allen Mahlzeiten serviert, aber das ist ein anderes Thema.)
Oft gibt es Kooperationen mit Schulen. Die Kinder schreiben den Bewohnern persönliche Weihnachtskarten, in denen sie etwas von sich erzählen. Meine Angehörige war irritiert davon, weil sie dachte, sie müsste doch das Kind kennen, denn sonst würde es ihr nicht schreiben.
Heute war es Mutter sogar zu anstrengend, überhaupt aufzustehen. Die Ärmste. Ein Top (statt langärmeligem Shirt) anzuziehen, nee, wollte sie auch nicht. Puh. Naja, ich kenne es ja. Was sie nicht will, will sie nicht - und sei es noch so sinnvoll. Es tut mir leid für sie. Ich habe extra schöne Sachen für die heißen Tage besorgt, hoffentlich wird sie irgendetwas davon genießen.
Parallel verliert gerade eine Freundin von mir ihren Mann (Krebs). Wir sehen uns fast täglich, ich schaff das nimmer lang. Auch das ist schließlich unendlich traurig. Nun grübele ich vor mich hin. Wie kann ich meine Freundin denn "hängen lassen", das geht doch auch nicht. Und ihren Mann mag ich auch sehr. Er wird täglich weniger. :-( Appetit nimmt ab. :-( Die Kraft geht zu Ende. Das Leben kann kompliziert sein.
Ich hoffe, das angekündigte Unwetter ist nicht zu arg heute Nacht, Mutti hat dann immer so große Angst.
Seid lieb gegrüßt alle! Eure Klara
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Och...Mutti hat Fieber. Das Heim rief vor einer halben Stunde an. Coronatest haben sie noch nicht gemacht. Wenn der negativ ist, besuche ich sie natürlich.
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Danke dir, liebe Hobbitfrau ja - es geht ihr besser, fieberfrei. Erfuhr ich auf Nachfrage, nachdem man mir gestern zugesichert habe, mich zu benachrichtigen, wie es ihr heute ginge. Morgen sehe ich sie. Freu mich total drauf!
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Wie schön, dass es Deiner Mutter so schnell besser geht, @Klara48.
Ich hab manchmal den Eindruck unsere Altvorderen sind ganz schön zäh und widerstandsfähig. Wenn ich bedenke, was meine Mutter im Heim schon an Stürzen erlebt hat. Nur der letzte brachte einen keinen kleinen Verlust.
Ich weiss noch, wie verzeifelt ich war, als Mutti plötzlich kaum mehr laufen konnte und ich einen Rollstuhl organisiert habe.
Kürzlich hat sie ihren 92. Geburtstag gefeiert, wir waren in Lindau in der Hundertwasser- Ausstellung, sie liebt diesen Künstler. Muss ich erwähnen, dass mein Bruder an diesem Tag Handwerker im Haus hatte und keine Zeit hatte. .
Vorgestern habe ich, sie hat sich das gewünscht, für ein Konzert im Dezember Karten geordert. Sie würde da gerne mit mir hingehen . .
Eigentlich will ich nicht zu Glenn Miller (kenne ich ehrlich gesagt gar nicht), aber ich dachte, da tappe ich halt mit.
Als ich ihr die Buchung bestätigt habe, meinte, sie, das sei ein tolles Geburtstagsgeschenk für mich *knirsch*
Da muss ich mit ihr nochmal reden, mir ist Schmuck lieber . .
Geniessen wir die Zeit mit den Oldies, es sind vergängliche Momente. Ich bereue keine Minute, die ich mit Vati im OBI verbracht habe . . auch wenn ich ab und an echt genervt war . .
Obwohl eigentlich ein Gesundheitsthema, schreibe ich mal hier.
Es geht um meine Mutter, die gestern eine Herzklappen OP hatte. Ich besuchte sie heute und war doch etwas entsetzt über ihren Zustand. Kaum zeitlich und örtlich orientiert, gerade noch so erkannte sie mich. Ein Gespräch war kaum zu führen und sie redete auch völlig wirre Sachen und war sehr unruhig. Wollte immer laufen, "nach oben" gehen. Nach einer halben Stunde verabschiedete ich mich, sie wurde sehr müde.
Am Abend rief dann meine Schwester an, großes Tohuwabohu, sie ist auf der Station kaum zu halten, läuft weg, sie war sogar schon draußen, schreit herum und ist aggressiv. Sie schaut morgen hin.
Ich weiß, dass es so ein Durchgangssyndrom gibt. Finde das aber schon heftig. Kann man denn was sagen, bei solcher Ausprägung, wann das wieder gut wird, bzw ob es wieder ganz weg geht?
Bin schon sehr erschrocken.
Menschen können nicht irgendein Leben führen, sondern nur ihr eigenes. Remo Largo